Freitag, Juni 29, 2007
Bewegte Bilder mit Groke-Gelaber, schmacht
Endlich eine Endlosschleife. Das hat schon fast Offline-Qualität. Irgendwann setzt sich das Puzzle zu einem plastischen Bild zusammen. Hab Sauerkirschen entsteint und gezuckert, dazu das Video - ein schöner Moment. Mein Schirm ist vorgestern kaputt gegangen. Herrlicher Surfwind war das, aber zu kalt.
Pheromone scheinen keine einheitliche Wirkstoffgruppe zu sein
Eine Substanz hat Hummel bei Teenies untersucht und festgestellt, dass mit Eintritt in die Pubertät die Empfindlichkeit sinkt, so dass höhere Dosierungen eingesetzt werden müssen, damit die Substanz wahrgenommen wird.
Yuhuu
Hab eine erste Zusage von Hummel: Ich kann ihn am Montag mit meinen Fragen zuspammen. Ich hatte kaum gesagt, was ich will, als er schon zurückfragte, ob ich aus der Anästhesie komme und eine Kontrollgruppe vor sich sah. Normovolämische Probanden müssten das sein. Tonsillektomie wäre vielleicht gut. Aber dazu muss ich mir erst anschauen, wie da die Nasenatmung ist und welches Volumen da bewegt wird. Nicht dass die Studie nach hinten los geht, nur weil der Versuchsaufbau idiotisch ist.
Intermezzo
Er saß im Büro, surfte bei WillsteQuatschen und mailte mir. Ob wir uns treffen wollen, fragte er. Klar, darauf ich. Ein paar Minuten später war er da. Ich war ihm scheinbar vertraut. Jedenfalls war sein Blick herzlich und warm. Kurz drauf stand er nackt vor mir, aber sah mich nicht mehr an. Er legte sich hin, schloss die Augen und rührte sich nicht mehr. Ein Fremder bei einer Fremden. Jede Ampelkreuzung war intimer. Ein Miteinander ohne Worte. Er duftete nach Mais. Warum er ausgerechnet zu mir gekommen war, wusste er wahrscheinlich selber nicht. Es war Zufall irgendwo in einer Großstadt.
Doktorarbeit
Verkürzen Pheromone in der Aufwachphase die Krankenhausverweildauer? Thomas Hommel referiert heute über Riechen und Schmecken. Vielleicht kann ich ihn überzeugen, dass er mich beim Beantworten der Frage unterstützt.
Beliebt
Er ist beliebig, der Augenblick. Austauschbar mit vielen davor. Trotzdem vergleichst du, achtest auf jede deiner Regungen. War da grad irgendwas, was du so noch nicht kanntest, irgendwas, was es lohnt, noch wach zu bleiben? Oder bist du schon wieder stumm, weil alles schon gesagt ist? Es rauscht. In dir und um dich herum. Alles scheint zu fließen. Nur du bleibst regungslos. Da ist nichts, was wirklich dich meint. Es riecht nach Gras, dabei ist die nächste Wiese ewig weit weg. Es ist nur die Erinnerung an Gras, die du spürst, mitten in der Stadt. Und die Kälte steigt in dir auf. Die Nase läuft, du fröstelst. Sämtliche Haare stellen sich auf. Du ziehst die Augenbrauen hoch und versuchst zu hören, was da grad war, ohne irgendein Detail wirklich abgrenzen zu können. Es ist Sommer. Vielleicht bist du beliebt. Vielleicht ist es der Augenblick, den du liebst, mit den Fingerspitzen auf den Tasten, scheinbar bei dir selbst und doch ganz Ohr. Vielleicht leistest du dir irgendwann einen Counter. Counter messen ja die Beliebtheit. Und dann spürst du auch ohne den Duft von frischem Gras, dass du lebst. Irgendjemand ist da, der dich liest. irgendjemand, der fast alles liest, was er grad sieht. Irgendjemand, dem es auch jetzt noch nicht zu blöd ist, innezuhalten statt weiterzuzappen. Vielleicht ist es das, was du willst: Du willst diesem Anderen für einen Moment ein bißchen näher sein, näher auch in dem Moment, in dem er in das versinkt, was ihm am nächsten ist, weil er sich an dich erinnert. An den Moment, in dem er vergessen hatte weiterzuzappen. Du bist beliebt, du bist sein Nachbar. Aber vielleicht spürst du auch gar nicht, dass er an dich denkt, sondern nur, wie der Duft nach Gras allmählich verweht.
Geborgenheit II
Ich kuschle mich in mein Bett, ganz Haut, träume von dir und habe keine Lust aufzustehn. Was ich diesen Sommer vorhabe, fragt Mutter mich. Die Tage vergehn, und ich habe Lust, die Zeit anzuhalten. Innehalten. Seit Monaten habe ich Lust innezuhalten. Vielleicht ist das ein Plan. Gestern hatte ich das erste Mal zwei Männer nach DEN 12,2 Sekunden gefragt, um die sich so vieles dreht. Schmerz sei es nicht, aber etwas Ähnliches. Eine kleine Explosion. Hab mich beobachtet gefühlt beim Fragen - noch stärker als bei der Recherche zum Squirting - und bin sofort gen Mikrobiologie abgedriftet. Im SR1-Studio tickt eine Uhr. Gestern hat sich mein Schirm im Sturm verbogen. Was ist Weite? Wo beginnt Geborgenheit? Ob Verletzung die Grenze ist? Verletzung und Schmerz... Gastlichkeit. Gestern war Nina mit Franz hier. Ich hatte wie immer nur Tee da. Und meine Fragen zum Schmerz im männlichen Orgasmus. Es ist ja kein richtiger Schmerz. Es so zu nennen, wäre wie Äpfel und Birnen zu vergleichen. "Wenn da jemand Schmerzen hat, macht er was verkehrt", sagt Franz. Mehr sagt er nicht. Juckreiz ist es nicht, sagst du. Hell, ein schöner Bogen. Spannung, schöner Schmerz, Entspannung und vieles gleichzeitig. Das Uhrenticken ist nicht mehr zu hören.
Nachbarschaftsnetzwerk
Das sind die kyptischsten AGBs, die ich je gelesen habe. Der Datenschutz in der Domain ist auch nur schwer zu erfassen, da sie auf ein Anonymisieren von Personendaten verzichtet. Stattdessen kannst du dort Beliebtheitspunkte erarbeiten.
Donnerstag, Juni 28, 2007
Wir
kennst du das, du weißt genau, mit wem du dir dieses wir wünschst und hast vor nichts mehr angst, als dass es außer dir noch jemand spürt? versteckst alles, was auch nur im entferntesten darauf hinweisen könnte, dass er dir fehlt, und trotzdem ist er allgegenwärtig, dieser verdammte liebeskummer, den jeder dir ansieht und mit einem DeineStimmeIstHeuteAberTraurig quittiert. dir steigt die schamröte ins gesicht, du versuchst einen witz und fällst zurück auf das, was übrig ist, den erbärmlichen rest, den du irgendwann mal ganz stolz ich genannt hast, verwöhnst dich, nimmst dich wichtig, streichelst dich und lächelst gnädig in die runde, in der gewissheit, ihn mindestens die gleiche dosis weltschmerz spüren zu lassen, bis zur nächsten gemeinsamen nacht, in der wieder alles in nebel taucht, als ob es nie gewesen wäre.
Mittwoch, Juni 27, 2007
Schlaf & Traum... Nirgendwo ist etwas Brauchbares zur Ausstellung zu finden. Jedenfalls nichts, womit ich Tim überzeugen könnte, sie sich mit mir anzusehen. Stattdessen verkündet SR1, dass eine 13-jährige Engländerin scheinbar im Schlaf von einem 17-jährigen Deutschen missbraucht wurde. Ein Flyer nach dem anderen landet im Papierkorb.
Flaucher
Am ehesten erinnern die Pratzschwitzer Weiden an den Flaucher. Nur dass sie viel einsamer sind. Und dass da statt des großen Kiesels lehmiger Sand ist. Ich versuche mich mit der SoJungWieHeuteBinIchNieWieder-Formel über das Mittagstief zu retten. Ob der Stoffel Groke war? Vielleicht ist es das: Ich stelle mir bei jedem Stiesel Groke vor und desensibilisiere. Höhlenromantik. Christian verlinkt jetzt seinen Blog, gibt aber scheinbar idiotische URLs ein.
Geld ist wichtig
Es ist wie immer: Eine Bagatellursache und ich rege mich ewig auf. Ich versuche den Namen von dem Stoffel herauszufinden, der auf der 06812131 zufällig ans Telefon gegangen ist, und bin immer noch wütend über seine pampige Reaktion. Pampig wie öffentlicher Dienst war der. Der ist nicht auf mein Geld angewiesen. Schwarzenegger brummt. Das hat er lange nicht mehr gemacht. Das Fundamentalereignis des Vormittags wäre das gewesen, wenn ich Karten für die Saarbrücker Filmnächte gewonnen hätte, mitten im Surfen nach Philipp Osten, der gerade im Hygienemuseum zum Schlaf labert. Ich kann mir den Raum nicht vorstellen, in dem das Telefon steht. Die HMI-ler sind ganz anders: Da kannst du selbst so mies drauf sein, wie du willst, die strahlen trotzdem. Ob ich irgendwann dieses Strahlen auch drauf habe? Das ist eigentlich der Hauptgrund, warum ich zu diesen Vortragsabenden gehe: Ich will dieses Bejahende, dieses Strahlen lernen. Du laberst darüber, wie der andere sparen soll, und strahlst ihn dabei an. Lachen macht sexy, behauptet Stefan.
Fremdeln im Weltweiten
Breathe von Midge Ure läuft, kurz bevor die SR1-ler fragen, womit in "Das Parfüm" der Duft konserviert wird. Der Film scheint dort im Moment auch wiederholt zu werden, genau wie in den Dresdner Filmnächten. Hab mit Sparvorwahl angerufen, um "Tierfett" zu blöken, werde aber erst einmal angeblafft, woher und warum ich denn anrufe, Eine komische Telefonzentrale ist das. 01086 - 06812131 hatte ich dazu gewählt. Etwa dreißig Sekunden liegen zwischen dem, was ich über Webradio empfange und dem, was ich über Telefon gehört habe. Wenn der am Telefon gekonnt hätte, wie er wollte, hätte er wahrscheinlich sofort aufgelegt. Mit Micha zu chatten und dem Saarbrücker zu telefonieren, war wie Tag und Nacht. Hab die Nummer ein zweites Mal gewählt, aber es ging keiner ran. Ich dachte, ich erfahre, mit wem ich telefoniert habe. Ein Mann war es. Ich schätze, er war Ende vierzig, untersetzt, mit angedeuteter Glatze. So aggressiv kann nur jemand sein, der sich nicht gerade sexy fühlt und trotzdem zu dem Film Telefonate entgegennehmen soll. Irgendwas zwischen Huch,IstDasPeinlich und IchHabeNochNichtsGegessen war das, jedenfalls nicht wie der typische Praktikant. Ich bin so sauer, dass ich ihm einen leeren Kaffeeautomaten wünsche.
Fernweh
Ruecker liest im Blog, schreibt er im Blaster. Ich hätte ihn fast nach seiner Email und einem Foto gefragt. Dabei ist gerade das Fremde das Besondere im Blaster. Du liest jahrelang fremde Gedankensplitter, ohne das Gesicht zu ahnen, ohne zu sehen, wann es lacht, wann sich die Nase kraus zieht oder sich seine Wangen blähen. Ich habe Lust zu sehen, wie Micha badet, während ich nach einem holzigen Duft suche.
Dienstag, Juni 26, 2007
Gleichzeitiges II.
Draeger scheint das Monitoring höher zu bewerten als den unmittelbaren Blickkontakt zu Operateur und OP-Feld. Da bleibt tatsächlich nur noch die Stimmfärbung, um zu ahnen, was da auf der anderen Seite grad passiert. Verrückt. Verrückt wie Fließband an sich. Oder der Anästhesist will vermeiden, dass er mit seinem Display beim Operateur Trance induziert. Wer der Dritte am Anästhesieplatz ist, bleibt kryptisch. Am ehesten wird das der Anwalt sein. Obwohl, bei den vielen Modulen müsste die Vernetzung auch so stehen. Womit ich unterstelle, dass der eine Arm Spülflüssigkeit und kein HES benestelt. Wer hat, der hat, und wenn es nur ein Ständer ist. Wer weiß, wozu es noch gut sein kann, jemanden von der "anderen Seite" einen Seitenblick in die eigene Intimzone werfen zu lassen... Immerhin kann man den Seitenblick mit Tag und Uhrzeit dokumentieren, wenn irgendwo eine Informationslücke aufgetreten sein sollte. Wozu ist mann Anwalt seiner Beschwerden.
Sommersprossen & rote Locken
Die Haare sind so kurz, dass die Locken nur zu ahnen sind, und die Farbe deckt alles ab, was mal semmelblond war. Stundenlang starre ich das Foto an, kaue Lachs-Salat und suche nach Vertrautem. Ein Großraumbüro scheint das zu sein. An der Wand hängt eine Saarlandkarte. Mischpult und Mäusekino sind kaum zu sehen.
Lange Nacht der Wissenschaft
29. Juni 18.00 Uhr
Technische Universität Dresden Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus
Medizinisch Theoretisches Zentrum
Fiedlerstr. 42, 01307 Dresden
Präsentation
Riechen und Schmecken
Demonstration mit Funktionsmessung
Prof. Thomas Hummel (HNO-Klinik)
Technische Universität Dresden Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus
Medizinisch Theoretisches Zentrum
Fiedlerstr. 42, 01307 Dresden
Präsentation
Riechen und Schmecken
Demonstration mit Funktionsmessung
Prof. Thomas Hummel (HNO-Klinik)
Montag, Juni 25, 2007
Ventilator
- Was ist der Unterschied zwischen Rasenmäher und Minirock?
- Musste mal drunterschauen.
Es ist so nah, es ist der Regen. Das war nur ein Moment, in dem ich mensch gewittert hatte. Wie soll hier unterm Dach plötzlich ein Mensch von draußen am Fenster klopfen. Das Nächste ist nur der beknackte Taubenblick im offenen Fenster. Es ist schon wieder Ewigkeiten her, dass ich am Waldrand mit rohen Eiern jongliert habe. Damals war es plötzlich still, mitten im Frühling, als ob sämtliche Vögel inne hielten. Mir fiel das erst hinterher auf, als das Zwitschern wieder einsetzte. Standby im Wahnsinn. Die Eier blieben ganz. Jedenfalls die Schale.
- Musste mal drunterschauen.
Es ist so nah, es ist der Regen. Das war nur ein Moment, in dem ich mensch gewittert hatte. Wie soll hier unterm Dach plötzlich ein Mensch von draußen am Fenster klopfen. Das Nächste ist nur der beknackte Taubenblick im offenen Fenster. Es ist schon wieder Ewigkeiten her, dass ich am Waldrand mit rohen Eiern jongliert habe. Damals war es plötzlich still, mitten im Frühling, als ob sämtliche Vögel inne hielten. Mir fiel das erst hinterher auf, als das Zwitschern wieder einsetzte. Standby im Wahnsinn. Die Eier blieben ganz. Jedenfalls die Schale.
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