Donnerstag, November 30, 2006

Wühltisch-Euphorie

Plötzlich geht alles. Jeder Link wird zur Einladung. Fast ist es schade, dass das Praktikum am Montag beginnt. Meditiere gerade über Stalking. Ob Groke Kinder hat? Hab mal gehört, wie er mit einem Teenie geschwatzt hat. Das tat gut. Fast so gut wie LeberwurstStulleEssen,OhneSofortAnTimDenkenZuMüssen. Ich hab tatsächlich zwei Leberwurststullen gegessen. Mit Genuss. Emails, die den Anderen zwingen, seinen Lebensrhythmus zu ändern, gelten als Stalking. Hab Rike mehrfach gemailt. Quatsch. Egal. Ich denke, wenn jemand etwas als Stalking einordnet, verbalisiert er das auch. Gestern hab ich meine ExChefin in der Straßenbahn getroffen. Die Hände waren so warm wie immer. Sagenhaft warm. Und die Augen leuchteten. Irgendwas war anders. Ein Lidstrich oder so. Sie sah anders aus als sonst. Irgendwie jünger. Auf jeden Fall ausgeruht. Die Riehnsche fehlt mir. Schade, dass sie tot ist. Fünfzig wäre sie jetzt. IchWillDochNurInRuheArbeiten hat sie mal gejammert, als ich ihr GutenTag gesagt hatte. Ich war selten so weit weg. Hab mich danach nicht mehr getraut, sie anzusprechen, bis sie mit Schlaganfall in der Klinik lag. Auf das SieWillIhreRuheHaben ihres Mannes hab ich mir dann jeden Anruf verkniffen. Ob das gut war, weiß ich nicht. Das Leben hat sie sich trotzdem genommen. Hab oft gegrübelt, was sie jetzt grad machen würde, wenn sie an meiner Stelle wär. Salsa oder Tango? In Ruhe, grins. Manchmal war sie verblüffend schön. Wenn sie tatsächlich mal in den Spiegel geschaut hatte. Aber das passierte selten. Die schnarrende Stimme war einmalig. Und jetzt gibt es von ihr nur noch den Link. Und ein paar Erinnerungen.

WLAN

Hab jetzt endlich DSL. Plötzlich ist die Wohnung dunkler. Erstaunlich. SWR3 aus dem Leptop und eine Rechnung, die überschaubarer werden wird. 16 Euro im Monat. Dazu hab ich ISDN abgemeldet. Analog genügt inzwischen. Komisch, dass das jetzt so dunkel ist. Halb fünf. Bin noch wie betäubt. Eigentlich wollte ich ins Fitnesscenter, sitze aber wie hypnotisiert vor dem Monitor. Verrückt. Nachher kommt Dieter. Morgen haben die Kinder frei. Es ist, als ob ich das jetzt erst alles sehe. Ich habe DSL. Ich merke jetzt erst, wie sehr es mir gefehlt hat.

Mittwoch, November 29, 2006

MAXXonair

Vielleicht komme ich damit ins Weltweite und kann damit SWR3 hören, ohne auf die Uhr zu schauen. In drei Monaten scheint das Gebiet erschlossen zu sein. Bis dahin mache ich bei der Sächsischen Zeitung Praktikum. Eine Satellitenschüssel lohnt inzwischen nicht. Eher eine Überbrückung mit einem anderen WLAN-Anbieter. Vielleicht hat Versatel auch bis dahin ein interessantes Angebot. Hab vorhin eine monatliche Abbuchung zuordnen können. Es ist eine Zahnzusatzversicherung. Vielleicht mache ich der demnächst eine Kostenzusammenstellung zu erbrachten Leistungen mit der Bitte um Kostenübernahme. Es war wie Weihnachten, als mir der Zettel in die Hände kam. Bis dahin dachte ich, das ist Kabel Deutschland. Enviva oder so heißen die. Es war aufregend.

Kreisch,

Es ist wahr: Er ist fett geworden. Der Traum meiner schlaflosen Nächte hat die Konfektionsgröße 52 hinter sich gelassen. Stefan Hoyer. Ernüchternd ist das. Aber manchmal ist Fettwerden ja auch Notwehr. Wer weiß, wie viel Welt er inzwischen retten musste. Mir ist einsam. Nachher schau ich mir eine Dachwohnung an. Düster genug ist der Tag ja, um zu vergleichen, was drei Meter Höhenunterschied tatsächlich ausmachen. Vielleicht gehe ich dann auch auf UMTS über, um mich ins Weltweite einzuchecken. Ab Montag mache ich in der Sächsischen Zeitung Praktikum. Mal sehen, wie das meine Heiz- und Internetkosten drosselt. Finde grad nichts Vorzeigbares von Peter Ufer. Google scheint nicht sein wichtigster Gegenüber zu sein. Die Lokalredaktion jedenfalls hab ich mir ausgesucht. Warm, trocken und hell in der sechsten Etage. Das lässt sich merken. Bis Montag. Essen gibt es auch gleich im Haus. Bleibt nur noch das Placet der Sächsischen Ärzteversorgung, um durchstarten zu können. Es wird weihnachtlich. Aber dass der Hoyer fett geworden ist, ist schlimm. Was haben die bloß mit dem gemacht? Zerliebt sieht der aus, kreisch.

Fun, Fun, Fun

Bühne frei... Kaum habe ich einen Sender für mich entdeckt, profiliert der sich mit Unfallmeldungen. Irgendwann kommen die dann zu Festzeiten. Beim SWR3 ist das ein bis zweimal stündlich, beim PSR habe ich noch keine Regel entdeckt. Wenigstens nennt der PSR erst die Orte, zwischen denen es gekracht hat und nicht swr3-überflügmäßig primär die Straßennummer. Dann meinte wirklich alles mich. Wie der NIMDA-Angriff am 11.9.01, als plötzlich aol.exe-Attachments in meiner Mailbox auftauchten, während mehrere amerikanische Flugzeuge ihre Route unabhängig vom Flugplan änderten. Hab erst an verrücktgewordene Autopiloten gedacht und seitenweise eine österreichische Notenlehre kopiert. Dann habe ich mir gesagt, dass ein Flugzeug eine Institution ist, die nix mit AOL zu tun hat. Genauso wenig wie das Mautsystem mit deutschen Unfallmeldungen. Funk ist Funk ist Funk. In ein paar Wochen agiere ich auch kabelfrei. Mal sehen, wie sich die Schwindelanfälle dann anfühlen. Im Saal war ja Kabelfreiheit DAS Stigma. Abgesehen vom Pieper ging da nix. Lange her. Mehr als neun Jahre inzwischen.

Sonntag, November 26, 2006

Bilder hochladen


Ich glaube, jetzt habe ich den Bogen raus. Hier ein Foto von Weihnachten 2004. Kurz vor der Tsunami-Nachricht. Danach stimmte nichts mehr. Es war, als ob alles mich meinte. Die ganze Welle. Ich hatte das Gefühl zu zerbrechen. Als ob irgendwas handgemacht war an dieser Welle. Ein Aufeinandertreffen komischer, brennstabbestückter Vögel. Irgendwelcher Drachensegler, die es krachen lassen wollten. Und ich nicht in der Lage, irgendwas daran zu ändern. Bin zerbrochen daran. Es war Wahnsinn. Den Rest gab mir dann noch der Hubschrauberabsturz in Thalheim wenige Tage später, als ich grad zwischen dem Ministerium des Innern und dem Büro des Deutschen Journalistenverbandes pendelte. Es war so fremdbestimmt wie selten. Dieses DasIstAllesSoWeitWeg funktionierte plötzlich nicht mehr. Mein Fell war zu dünn geworden. Zu dünn, um mich effektiv zurückziehen zu können.

Kochen


Immer wieder die gleiche Bettelei: Worauf habt ihr Appetit? Ist es OK, wenn ich für euch koche? Kaum ist Er aus dem Haus, geht es wieder los. Alles ist offen, nichts von vornherein klar. Hab Lust, mich zu verkriechen, aber weiß nicht, wohin. Irgendwelche exotischen Rezepte hochzujubeln, macht mir keinen Spaß. Kochen selbst eigentlich auch nicht. Wahrscheinlich ist das nicht zu übersehen. Blöder Husten. Hab meine DSL-Versuche durchgeschaut. MAXXonair scheint der mit Abstand erfolgversprechendste zu sein. OpenEnd online sein zu können, wär schön. Grad das Blasten tut mir gut. Und das Googeln. An vieles hab ich mich einfach gewöhnt. Wie an den wöchentlichen Yogakurs. Ohne fehlt mit was. Mal sehen, ob sich die jpeg-Datei hochladen lässt. Das war unser erster Urlaub. Paddeln. Vor uns zwei Übereifrige. Ich war quietschsauer. Als ob die Zeit lief. Den anderen Beiden konnte es nicht schnell genug gehen, die hatten sich wahrscheinlich miteinander gelangweilt.

Tja, Bilder wären gut.

Der Blog spricht mit mir: Die nachfolgenden Images wurden nicht hochgeladen. Immerhin ein Feedback. Ausgerechnet das Bild auf der Wippe aus einer Zeit, in der ich ganz unten war. Ganz unten, aber glücklich. Ich hatte wieder mal überlebt. Irgendeine Bagatelle, die plötzlich zum E-Fall geworden war. Eine stielgedrehte Zyste. Eigentlich anfangs nichts weiter als ein verklemmter Pups, aber plötzlich ein kindskopfgroßes Etwas im Bauch. Das Foto ist ganz nett. So als ob es sich gelohnt hatte zu bleiben. Huchja. Ist sowieso schon lange her. Mehr als zwanzig Jahre. Grund genug, verklärt nostalgisch zu labern. Die nachfolgenden Images wurden nicht hochgeladen. Was mich nach wie vor verunsichert, ist die Ähnlichkeit meines Neffen mit meinem Sohn. Also: Der Nichtzusehende ist nicht mein Sohn. So viel zum Bloggen heute. Ich versuche ein bißchen offline zu leben.

Mittwoch, November 22, 2006

Familie

Er will etwas erreichen, glaube ich. Irgendwas Wichtiges. Die Ringelstrumpfhosen zum Minirock sind es nicht. Die will er nicht tragen. Er hat Größeres vor. Sex mit der Schwiegermutter. Nachdem die Mutter seines Kindes ihn nicht erhört hat. Irgendwie muss es weitergehen, er sei verzweifelt. Mein Scanner ist schlecht. Die Bilder sind unscharf, außerdem kriege ich keine jpg-Dateien zustande. Mir ist einsam. Wenn wenigstens der gem-BA-Chef dem Ärztekammerpräsidenten schon geantwortet hätte, damit ich den Artikel schreiben kann... Es ist alles so verfahren. Nichts geht. Nur warten. Und schlafen. Grau in Grau.

Dienstag, November 21, 2006

Tja,

so ist das eben: Wo es still ist, bleibt es still. Der Charme der Unberührtheit hat schon was. Hab grad beschlossen, in meinem nächsten Leben ein rosa Hochzeitskleid beim Inder zu ordern. Ohne lila Reißverschluss und rückenfrei. Der Auserwählte muss nicht unbedingt die Traummaße 92-10-42 haben. Aber die 10 Mio wären nicht unbedingt ein Trennungsgrund. Jedenfalls nicht sofort. Vielleicht genügen tatsächlich die 42 Grad Fieber bei 92 Jahren. Astrid ist wirklich gut. Dass ich nicht selbst drauf gekommen bin, ist der einzige Makel, den die Idee hat. Der Benefit ist jedenfalls nachhaltiger als beim steifen Hals nach Mango-Ingestion. Vielleicht schaffe ich es ja auch, die Approbation wiederzukriegen. Irgendwie geht es immer weiter. In Ruhe. Und ohne zudringliche Nächstenliebe.

Montag, November 20, 2006

Liebe Freunde des erweiterten Selbstgesprächs,

Sie frequentieren die Zone des blinden Vertrauens. Alles, was Sie hier lesen, wurde tatsächlich irgendwann von irgendjemandem geschrieben. Es handelt sich also um angewandte Software mit sämtlichen Risiken, die das Nachnutzen von Vorgedachtem mit sich bringt. Herzlich Willkommen. Lassen Sie sich fallen, und vertrauen Sie darauf, dass es irgendjemand merkt. Hauchen Sie leise ein HiTraffic und fühlen Sie die Wärme menschlicher Nähe in Ihrer linken Hosentasche, sobald Sie in Ihr vorgematschtes Taschentuch greifen. Ja, es rührt an, diese Software. Es ist gelebte Zeit. Sind Ihre Füße warm, oder wollen Sie vielleicht doch noch vorher auf´s Klo? Es werden Zeiten kommen, die Ihnen nicht mehr die freie Wahl lassen. Zeiten, in denen Sie zu Ihrem Schnupftuch greifen müssen, um sich selbst zu spüren. Kurz nachdem die letzte IhrPostingKonnteInDiesemWertvollenBlogLeiderNichtVeröffentlichtWerden,UmIhnNichtZuBeschmutzen-Meldung an Sie erfolgt ist und Sie in schamroter Wut zurückgelassen hat. Nein, Sie sind nicht der Erste, aber mit Sicherheit der Letzte, der es versucht hat, in MEINEM Blog zu posten. Dies ist ein erweitertes Selbstgespräch, und Sie sind nichts weiter als ein zufälliger Passant.

Bitte weiterzappen

Hab heute meinen peinlichen Tag. Bitte weiterzappen, oder ich werde peinlich. Verdammt, noch drei Tage bis Mittwoch und vier bis zum Gerichtstermin. Warum ist das alles so zäh. Warum hat der immer so kalte Hände, warum ist der Husten so trocken? Warum trinkt der nicht einfach heiße Brühe? Warum bin ich nicht bei ihm? Warum ist er nicht glücklich? Oder ist er vielleicht glücklich, und ich merke es bloß nicht? Jetzt bei ihm zu sein, ohne nur wichtig zu schweigen, wär schön. Ihn zuzuspammen mit jedem einzelnen Gedanken. Grad so, wie es fließt. Oder denke ich plötzlich nicht mehr, sobald ich ihn sehe? Ihn zu streicheln tut gut. Mutter zu sein überhaupt. Ich will, dass der Raum um ihn herum warm ist. Egal wie lange ich dazu schweigen muss. Hab Lust zu wissen, wovon er träumt. Grad wenn er bellt. Ein Gedankentagebuch WasDenkeIchBeimBellen... Karin schaute mich nur mitleidig an. Der Blick war schlimm. Dieser Na,Kleines,NichtMalDasGeht?-Blick. Hypnose lernen und nicht mal Husten covern zu können. Peinlich. Aber jetzt gibt es ja Superman. Der Hauptkommissar wird schon machen. Mir ist kalt.

Er war da

Deus ex machina. Was für ein Auftritt. Plötzlich war er da. Ich wär fast im Fernseher gelandet ohne ihn. Nicht im Fernsehen. Eher glasbestückt gleich neben dem Sofa. Hab ihn gleich mit den reichhaltigen Tiefs meiner letzten Stunden konfrontiert. Außerdem mit dem Blog. Und das Schlimmste, was passieren konnte, ist passiert: Der Kerl stottert plötzlich. Mir ist zum Schreien. Ein bißchen Text, und plötzlich spricht Superman staccato. Ich liebe ihn. Glaube ich. Das ging alles so schnell. So urgent-emergent-mäßig. Mir wird schon wieder nostalgisch. Sogar Schwarzenegger brummt leise mit. Aber vielleicht ist das ja alles nur ein Trick, und der stottert mit Absicht. Zutrauen würde ich ihm alles. Das ist grad so, als ob ein bißchen Gert in ihm steckt. Egal, bewerben ist wichtig. Und einen sinnvoll strukturierten Text zu schreiben. Irgendwas Weltbewegendes. Etwas, was gebraucht wird. Die Äpfel schmecken wirklich gut. Hab ihm einen Sack voll mitgegeben. Ohne vorher zu kosten. Die schmecken besser als meine Fischsuppe, resignier. Donnerstag ist Gerichtstermin. Vielleicht kommt er mit.

Sonntag, November 19, 2006

Frosteinbruch

Und er ging. Mit großer Geste. Er liebte. Große Gesten zumindest. Letzte Nacht hatte ich ihn in mir und Barsch im Ohr. Ich war selten so durcheinander. Nicht mal Blähungen konnte ich mehr kontrollieren. So viel Aufregungen in meinem großartigen Leben. Jetzt ist er gegangen. Für immer, scheint es. Alles war so wichtig. Für ihn. Meine Blähungen sind weg. Gestern dachte ich noch, ich muss sterben. Irgendwo in der Gosse. An im Dünndarm verklemmten Winden. Ileusmäßig. Hab dann in den Beckenboden geatmet und alles an chinesischem Rückenschulenwissen mobilisiert, was im Gehen abrufbar war, mich dramatisch im Nachtwind gekrümmt und den Rest der Nacht Luft abgelassen. Inzwischen ist er gegangen. Er hatte Großes vor, glaube ich. Die wahre Liebe. Jetzt lässt das Frösteln allmählich nach. Die Heizung ist gut. Hab sie auf Maximum gestellt. Die Gänsehaut ist auch nicht mehr zu sehen. Alles war nur ein kurzer Schauer. Vielleicht war das auch nur der Kommentar des großen Unsichtbaren zu meinem DuRedestWieEinGeradeNochNichtGestorbener zu meinem Vater. FragDochDenHauptkommissar, ist seit gestern Vaters Standardantwort. Es wird nett. Ich seh mich schon im erweiterten Familienkreis Hirschgulasch hinterwürgen. Freundlich grinsend einander zunicken und mit Thüringer Klößen den Schlund verkleistern. Der Hauptkommissar kennt meinen Blog noch nicht. Den kennt nur Stoppel. Aber der hat sich ja vor ein paar Minuten mit großer Geste aus meinem Leben verabschiedet. Heinrich VIII. war gründlicher. Eigentlich habe ich Glück. Einmal Türenknallen hat ihm gereicht. Ich hab damals eine Stereoanlage, Martins Lieblingsstück, in den Container schmeißen und das Schnupftuch der Neuen mit Hylotox desinfizieren müssen, um nicht zu ersticken. Die Blähungen sind weg. Immerhin. Wenn ich nicht so müde wäre, würde ich jetzt Fischsuppe kochen. Aber für die Suppe ist es jetzt sowieso noch zu früh. Der Lachs würde zerfallen. Erst wollte ich Rotbarschfilet nehmen. Aber bei Lachs bin ich mir sicherer, dass keine Gräte mehr drin ist. Aldi macht´s möglich. Hab ihn im Whirlpool kennengelernt, ihn gesehen, mich sortiert und beschlossen, ihn anzubaggern. Die Schreibblockade seitdem war zwar ein Hammer, aber allmählich finde ich auch wieder Worte, ohne sofort zu stolpern. Der Massagestrahl ist auf die Dauer verdammt hart, wenn frau sich nicht treiben lässt, wusste er. Eine Feldstudie war das wahrscheinlich. Der hockt dort Woche für Woche und vergleicht. Gründlich scheint er zu sein.

Freitag, November 17, 2006

Prophylaxe statt eugener Zuchtwahl

Wache grad mitten in der Nacht auf, höre Barsch und denke an Rike. Hab eine Dachzeile, die greifen müsste. Populistisch genug ist sie hoffentlich. So populistisch, dass sie eine möglichst frühzeitig einsetzende Diabetes-Therapie in der Schwangerschaft hoffentlich beschleunigt.

1. Welche Rolle spielten die deutschen Krankenkassen bei der eugenen Zuchtwahl des dritten Reiches?
2. Wie ist die Einweisungspraxis in deutsche Hospize?

OK, schlüssig genug ist es nicht. Aber Grund genug aufzuwachen, um den oralen Glukosetoleranztest zu promoten. Verdammt, ich höre Barsch und schmelze weg. Alles weg. Tja, dann war´s wohl auch vorher nix. Das kindliche Outcome mit eugener Zuchtwahl durch Therapieunterlassung zu vergleichen, geht wahrscheinlich schief. In Ruhe. Vielleicht findet sich ja doch das eine oder andere Kind, das primär im Hospiz landete. Das als Einzelfall zu beschreiben, wär´s. Dann wär die ganze Studie für das Pilotprojekt zur Früherkennung des Gestationsdiabetes überflüssig. Aber in welchem Hospiz finde ich den Zwerg? Mir ist schon wieder wohler. Albtraummäßig war der Druck vorhin noch. Gute Nacht, Deutschland. Ich geh schlafen. Es ist wie in alten Zeiten: Ich spuke nachts durch die Wohnung, aber die entscheidende Idee bleibt aus. Nix Dachzeile mehr, nur noch feuchte Hose beim Gedanken an Barsch. Blöder Endorphinspiegel. Verlieben ist toxisch. Hoffentlich reicht das bißchen Barsch, um nett zu träumen. Das Radio muss ich wieder ausschalten, das wird bei Webradio sonst zu teuer. Zumal bei ISDN. Eine Email an Rike mit dem Extrakt ist wahrscheinlich auch noch zu früh. Bin noch zu chaotisch.

Donnerstag, November 16, 2006

Emailadressen der Ressortleiter der Redaktionen

Sächsische Zeitung, Klappe II. Ich stolpere wieder über so ein grusliges Emailprogramm. Eins ohne Ablage. Eins, das Text umformatiert zu Schüttgut. Es ist kein Text mehr. Nur noch Masse. Und dazu eine Masse ohne Ablage. Ich maile denen, dass ich den Rest meines Lebens mit denen zubringen will und habe nichts in der Hand. Keine Kopie. Nichts. Und das, obwohl ich dran geglaubt hatte, dass sie freie Mitarbeiter suchen. Aber eigentlich brauchen die eher einen Webmaster. Jedenfalls für ihr Emailprogramm. Verdammt, nirgendwo stehen die Telefonnummern der Ressortleiter. Vielleicht gehe ich über die Telefonzentrale. GutenTag,IchWüssteGern,WasFürRedaktionenSieHaben.NennenSieMirBitte SämtlicheTelefonnummern. Es wird nett. Anja Otto hat auf SWR3 heute was gewonnen. Zufall. Irgendwann finde ich sämtliche Telefonnummern der SZ-Redaktionen. Vielleicht sogar über Google. Ich liebe Google. Für den vollständigeren Genuss vorher noch der Link zum SZ-Mailsystem: http://www.sz-online.de/interaktiv/mailanszo/ Ich kenne nichts Diskriminierenderes als diese Mailboxfunktion.

Zwangsjackenhalitose

Es gibt nichts Knebelnderes als zwei poppende Fliegen auf der nichtangeschlossenen Maus. Abgesehen von Zwangsjackenhalitose. Resp. Reufsteck, wenn er über Erfolg spricht. Legt einen Titel von Sarah C. auf und spricht von Erfolg. Da bleibt jede Idee ungedacht. Eben Zwangsjackenhalitose. Also Reufsteck. Ogott, warum nervt mich das so? Plötzlich über Gefallen on top nachdenken zu müssen, ist Stress. Und dann noch diesen ExKrankenhausfunkGuido dazu. Warum tu ich mir den an? Bloß, um zu merken, dass ich Quote genieße? Jetzt wechselt die Stimme. Siehe da: Es ist 12 Uhr. Alles vorbei, alles wird gut. NehmenSieMit,WasSieKriegenKönnen, säuselt die jetzt belegt. Die Knetsch-Stimme laut Moderationsplan. Aber die ist nicht so markant, dass ich sie sofort voen der Reufsteck-Knödelei abgrenzen können muss. Jetzt legt der auch noch Crazy auf. Das Franz-Lieblingslied. Nachdem Franz mir erklärt hat, dass ich nur den Chat mit ihm brauche, um Internet ausreichend auszulasten. Und ich? Ich höre schon wieder seit Stunden SWR3 und fülle diesen Blog, den sowieso niemand liest. Wahnsinn. Hier zu wettern ist sinnlos. Nein, nicht sinnlos. Mir geht es danach besser. Ich ersticke nicht ganz so schnell. Bei www.werweisswas.de habe ich nur den Chat, aber nicht das Forum. Sarah C. ist erfolgreich... Zwangsjackenhalitose.

Sächsische Zeitung

Jaja, Traum und Wirklichkeit sind oft nur einen Link weit voneinander entfernt. Über Groke Bloggen und bei der SZ wegen einem Praktikum nachfragen. Hab grad mit Iris Schawohl von der SZ telefoniert: Ein Praktikum erscheint ihr nicht sinnvoll, eher freie Mitarbeiterschaft. Ich soll mich bei den Ressortleitern der einzelnen Redaktionen melden. Ich will! Ich will mich da melden. Wellness-Themen zum Beispiel könnte ich bearbeiten. Funktionskleidung und Pheromonspiegel, grübel. Hautdurchblutung und Erektion. Irgendsowas Randständiges, was eh überlesen wird für die hinterletzte Spalte. In Ruhe. Alles wird gut. Schritt für Schritt. Vielleicht kommt noch eine TED-Umfrage zur weiblichen Spontanejakulation dazu. Irgendwas Seriöses eben. Bin schon so durcheinander, dass ich die benutzte Kaffeetasse in den Kühlschrank stellen will. So viel zum Wollen und Können. Mal sehn, die haben ja ein bestimmtes Profil. Ich kann also nicht Spontanejakulation in die Überschrift bringen. Das muss dann irgendwo anders stehen. Irgendwie schlüssig, aber trotzdem nachhaltig. Lymphknotendrainage durch ganzheitliches Atmen oder so. Irgendwas halbwegs Hahnebüchenes. Heute hab ich das erste Mal gehört, dass die 1400 Polizisten statt Videoüberwachung bei dem Fußballspiel zwischen Union Berlin und Dynamo Dresden eingesetzt hatten. Das war ja fast intim. Pro Zuschauer ein Bodyguard oder so. Huchja, die Pheromone und die Funktionskleidung. Brainstorm unter Zeitdruck ist blöd. Am besten ich piesacke Martin Witt wegen DFG-Fördermitteln, statt einen Artikel zusammenzukrampfen. Mir ist schon wieder einsam. Vielleicht mache ich auch einfach nur eine virtuelle Sitverdammtwiewirdkomgeschrieben meiner Angebeteten und vergleiche die passageren Füllungszustände der Hautvenen. Ohmann. Es ist schon wieder so langweilig, dass ich fast verblöde. Verblöden beim SichSelberLesen ist so masochistisch. Fast so masochistisch wie ReufsteckHören. Der knödelt schon seit Stunden das Mikro zu. Jetzt fließt überhaupt nichts mehr. Ich denk das Leser mit. Verdammt, wie konnte mir das passieren. Einen Leser mitzudenken ist das Letzte. Das passiert mir in der Regel nur bei Groke. Und dann fange ich sofort an zu schleimen. Als ob das Schleimen irgendwas ändern würde. Peinlich. SZ. Irgendwann geht meine Mutter ans Telefon, hört den Anrufbeantworter ab und gibt mir die Telefonnummern der Ressortleiter der einzelnen Redaktionen durch, die angeblich alle im Impressum stehen, damit ich die mit meinem IchWillFürSieAlsFreierMitarbeiterArbeiten zumüllen kann. Ich seh jetzt schon die Überschrift „Leistenerosionen durch Sisal“. Huchja.

Mittwoch, November 15, 2006

Einsam ist das hier

Hab grad die Nachbarblogs angeschaut. Die sind erschütternd weit weg. Einer in China und einer in Florida. Da brauche ich mich nicht zu wundern, dass die Seite erst 95mal aufgerufen wurde. Das ist wie Warten in der Wüste auf Wasser. Idiotisch zu glauben, das Bloggen verbindet. Und Voyager hat mich vor Spammern gewarnt. Genauso gut hätte sie mich vor dem nächsten Buch von der Berg warnen können. Das kommt hier genauso wenig an. Mir ist zum Schreien. Nix los hier. Mir ist zum Umziehn. In irgendeine deutsche Domain, wo wenigstens ein Bruchteil der Leute, die sich auf die Seite verirren, deutsch können. Es ist zum Piepsen. Voyager lacht sich jetzt bestimmt ins Fäustchen.

Ich kann ohne dich nicht leben

...stand gestern in meinem Handy-Display. Erst war ich schockiert, dann hab ich überlegt, wen ich mit der Message schikanieren würde. Groke fiel mir auf Anhieb ein. Das genervte Gesicht beim Wegzappen würde ich schon gerne sehen. Huchja, hab heute meinen Tag der ausgeprägten Nächstenliebe. Gestern hatte ich Einsiedlerkrebs Kontakt, wenn auch großteils akustisch, zu mehr Männern als ich ohne Nachschwankung ertrage. Martin Witt hat keine Lust, mich als Doktorvater zu betreuen. Verdammt. Er sagt nicht mal, worüber er grad arbeitet. Seinen Stuhl bearbeitet er ganztags. Mehr weiß ich bis jetzt nicht. Und sein bestes Teil durchblutungstechnisch. Warum ist der so stur? Warum erzählt der auch nicht das winzigste Detail? Die Bücher, die ich von ihm rausgesucht hab, hat er angeblich alle nicht geschrieben. Sein Name wär häufig, sagt er. Anatomiebücher. Ich bin wütend wie lange nicht. Ich kann ohne dich nicht leben, hab ich ihm nicht entgegengefaucht. Aber viel fehlte nicht.

Dienstag, November 14, 2006

Chef vom Dienst

Das gab mal eine Zeit, da war ich so gut drauf, dass ich mich auch als Chef vom Dienst bei Welt der Wunder beworben hatte. Letztendlich wurde ein Praktikum draus. Mit einem Match um die stärkeren Nerven. 800 Euro hat er vorgestreckt für zwei Sendeminuten, die es dann so nie gab. Inzwischen erreiche ich ihn nicht mal per Mail. Wie sich Hass anfühlt, weiß ich inzwischen. Hab selten so viel Energie in zwei Minuten investiert.

Verzweiflung

Eigentlich geht es mir gut. Ich verdiene ein paar Euro und kaufe damit alles für eine Hühnerbrühe. Er wird gesund. Nicht ganz so schnell wie sonst. Aber gesund. Ein bißchen Heulen. Ein bißchen Selbstverachtung. Ein bißchen in die Ferne lieben und den Unsichtbaren anschreien. Dann kann der Tag beginnen.

Samstag, November 11, 2006

Er

Hab den Wecker auf 3:45 gestellt. Schon den zweiten Tag. Um keine Minute zu verpassen. Punkt vier läuft dann das Webradio, ich krieche unter die warme Decke, höre ihn und schlafe sofort ein. Glück kann so einfach sein. Fünf vor sechs wache ich dann auf, höre, wie er sich verabschiedet, hadere mit meinem Schicksal und stelle den PC aus. Schließlich habe ich nur ISDN und muss sparen. Das Leben ist hart. Aber wenigstens habe ich ihn allein verschlafen. Und irgendwie war er ja da. Das Groke. Manchmal schnappe ich ein paar Brocken auf und träume dann bunter. Ziemlich existentiell, ich weiß. Bunt zu träumen, ist existentiell. Grad an so grauen Tagen.

Cynetart

Das erste Mal, dass mir nicht gleich Klaus Nikolai über den Weg stolperte. Stattdessen jedes Exponat kryptisch wie nie. Nix erklärte sich selbst. Nirgendwo jemand, der ein Wort zu viel verlor. Nur diverse Flachbildschirme. Dazwischen dieverse Kameras. Und ich ohne Fernwehguru, aber zum Glück mit Nina. Tim hatte keine Lust auf FremdPC. Episode 1 aus http://www.inanimatealice.com/ hat mich angerührt. Mehrere Minuten. War verschwunden. Für Nina. Sie hatte mich gesucht. Bis sie selbst in die Story eintauchte. Die mit Abstand sympathischste Installation war die für Hände und Tinte http://thesystemis.com/drawnInstallation/: Du malst auf Papier, scannst das Gemalte, legst das Papier beiseite, bringst deine Hände ins Bild und bewegst so das Gemalte. Ein Hauch von Freiheit. Zumindest in der vierten Dimension. Ein winziges Gefühl von dem, was Zeit bedeuten könnte, vermittelt die Installation. Grad wie eine Groke-Zeitansage.

Lust

er ist glücklich, sagt er. keine ahnung warum er mir das immer wieder sagen muss, sobald er mich sieht. und wie toll sie ist. bin ich sein arzt? hab keine lust seinen tüv zu machen. warum erzählt er mir, dass es ihm gut geht? seh ich aus, als ob ich das wissen muss? langsam kann ich eine strichliste machen: er ist immer noch glücklich. vielleicht am besten tabellarisch, damit ich ihn besser von den anderen noch glücklichen unterscheiden kann. aber warum die augen dabei so rot sein müssen, kapiere ich nicht. macht glück die augen rot? und warum muss ich mich dazu umarmen lassen? kann der seine sehnsucht nach nähe nicht woanders entsorgen?

Freitag, November 10, 2006

Sehnsucht

Mich zerreißt es schon wieder vor Fernweh. Wie jedes Jahr zur Cynetart. Das sind die Tage im Jahr, an denen ich gern mein Wachsfigurenkabinett beleben würde. Einmal den Namen angeklickt, müsste derjenige welcher sofort da sein und die virtuellen Landschaften mit mir begehen. Vielleicht kommen meine Kinder morgen mit.

http://www.kunsthausdresden.de/
http://www.medienkulturzentrum.de/
http://www.culturall.de/?http://www.culturall.de/kultur/dresden/festival/cynetart/cynetart.html

Hypertext

Jetzt ist der Blog so groß geworden, das Blättern Mühe macht. Hypertext wär gut. So was MindMappingArtiges. Alvar fehlt mir. Alvar Freude und seine Software.

Doktorarbeit & Vorlesung

Allmählich sehe ich Licht am Ende des Tunnels: Hab das Vorlesungsverzeichnis des Uniklinikums Im Internet gefunden. Nicht allein, aber immerhin. Zwar ist der nur bis heute, aber der für nächste Woche müsste ja auch bald dort auftauchen. Dann setze ich mich in die Vorlesung und lerne die Vokabeln des potentiellen Doktorvaters. Schritt für Schritt. In Ruhe.

Autokonfrontationstechnik bei Schizophrenie

Hab gestern hans.diener@uni-duisburg-essen.de angemailt, um ihn nach Literatur zur Autokonfrontationstechnik bei Schizophrenie zu fragen. Ich bin mir sicher, dass ich bei Multimedica davon bei ihm gelesen hatte. Er erinnert sich nicht mehr, als ob ich ihn verwechselt habe. Da er sich aber auch nicht mehr an Multimedica erinnert, hab ich erst mal geschaut, ob sich da eine Struktur verändert hat. Zwischen Tür und Angel erinnert mann sich ja an manches nicht mehr. Am Telefon war Diener heute mehr als ablehnend. Nicht verblüfft, eher genervt. Hab deshalb direkt das Multimedica-Archiv angeschrieben. So direkt, wie es bei dieser Bertelsmann-Struktur im Moment geht. Über info@medizin-online.de. Aber vielleicht ist das ja inzwischen auch gar nicht mehr Bertelsmann. Das Eingangsportal hat sich zumindest stark verändert. Diener wehrte ab, dass er Neurologe ist und keine Ahnung von Schizophrenie hat. Bin immer noch verwirrt über die Antwort.

Hab jetzt noch einmal die Multimedica-Unterlagen herausgesucht. Leider hatte ich nur einen Bruchteil ausgedruckt. Der Ausschluss damals kam für mich unerwartet. Vielleicht maile ich Günter Goerge. Vielleicht hat der noch Zugang zum Archiv. Der Expertenrat Psychiatrie bestand 1999 noch. 2000 scheinbar nicht mehr. Der Name Deister taucht dabei auf. Googeln nach Deister AND Schizophrenie ist der nächste Schritt. Und wenn der nicht weiterführt, frage ich Goerge.

Donnerstag, November 09, 2006

Mailbox-Träume

Hab grad im Neuenheimer Feld angerufen. In Heidelberg. Der Springer-Verlag ist dort ganz in der Nähe. Der Springer-Verlag, aus dem auch Multimedica hervorgegangen ist. An der Uni suchen die Neuropharmakologen dort jemanden, der sich für Schlaganfallvorsorge interessiert. Anhand der IKK. Nicht der Innungskrankenkasse, ich weiß. IKK meint eine Kinase beim zellulären Selbstmord. Hab mich trotzdem sofort gemeint gefühlt. Dabei geht es nicht um den Lichthof bei Springer. Die Stimme am Telefon war nett. Die Gesichter auf der Institutsseite auch. http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Sektion-Molekulare-Neuropharmakologie.9430.0.html Grund genug zu mailen. Grad scheint die Sonne. Eigentlich ideal um rauszufahren und Charly zu füttern. Aber vielleicht ruft das Oliver ja jetzt grad zurück. Vielleicht auch nicht. Reufsteck schwatzt grad auf dem SWR3. Über Energiesparer. Ein bißchen ist es schade, jetzt zu warten. Vielleicht reagiert er ja auch gar nicht, nachdem er den Blog gelesen hat. Puh, komisch, das Gefühl, Geschriebenes mit fremden Augen zu sehen. Fremde Augen, die ich überhaupt noch nicht kenne. Egal. Ich warte noch zehn Minuten und dann gehe ich los. Das Wetter ist grad so schön. Und Charly hab ich auch schon seit Tagen nicht mehr gesehen. Ich kann hier eigentlich gar nicht weg. Gestationsdiabetes wär gut. Schade, dass die AOK so zögert. Blöde Kassen, die. IKK wär schon interessant. Ich hätte interessant beinah mit Doppel-R geschrieben. Auf dem Foto ist nicht zu erkennen, wer wer ist. Der ist bestimmt viel jünger als ich. Egal. Nicht mein Problem. Olivers müssten so zwischen 28 und 45 sein, glaube ich. Ob er das liest? In der Ambulanz ist er grad. 5:26 ist schon eine Weile her. Eigentlich braucht es wenig, um glücklich zu sein. Einmal "5:26" durchs Radio geflötet und schon bin ich glücklich.

Konfus

Ich schreibe meine Gedanken jetzt noch lückenloser auf. Irgendwann knacke ich den Code, nach dem ich funktioniere, ohne ein Draußen zu brauchen. Gestützte Inventur ist auf die Dauer verdammt teuer. Dazwischen die Worte eines Mannes, der vor einiger Zeit Auschwitz aufgesucht hat. Über Freiheit. Die Freiheit, weg zu gehen. Weg von einem Ort, an dem gestorben wurde. Einem Ort, an dem es diese Rückzugsmöglichkeiten damals nicht gab. Allmählich spüre ich, dass mich Zahlen fast immer zu meinen scheinen, solange ich sie nicht aufschreibe. Ob auf Autokennzeichen oder in Verkehrsmeldungen. Das Fell ist immer noch dünn. Kaum treten zwei, drei bekannte Merkmale auf, kann ich nicht mehr zuhören, ohne Amok zu laufen. Dann trotzdem jede einzelne Zahl mitzuschreiben, kostet Überwindung. Wenigstens ist es inzwischen so, dass ich ein kleines d tippen kann, ohne mich beobachtet zu fühlen. d wie schwanger. Im Blaster spinnt der Primzahlheini seit Wochen herum. Einerseits will er gelesen werden, andererseits codiert er bis zur Unkenntlichkeit. Irgendwie ist es beruhigend, diesen schizoid verklärten Exhibitionismus mitzuerleben. Genausogut könnte er hebräisch schreiben. Ich würde genauso viel in dem Text erfassen. Genauso viel wie aus den Rohrstöckler- und Hodenpreller-Texten, die sich in den letzten Wochen zu Dutzenden wiederholten. Immer wieder das gleiche Schema: 1. ich bin verletzt worden, 2. es war toll. Ein Wahnsinnscode. Jeder braucht ein Stück Unendlichkeit. A61 Unfall, Gegenstände, A8 Fußgänger,A3 7km , A6 Saarbrücken 4 km, A67 Unfall, A661 Stau, A8, A1 6km. A3 4 km... Aber das ist inzwischen schon wieder 20 Minuten her. Konfus. Gedanken.

Mittwoch, November 08, 2006

Betroffenenlobby beim Gestationsdiabetes

Offensichtlich ist die Prävalenz des Gestationsdiabetes in Deutschland niedriger als im Rest der Welt. Irgendwas ist in Deutschland anders. Am ehesten das Früherkennungs-Screening. Oder die Outcome-Diagnostik. Jeder Fall verursacht Kosten von bis zu zwei Millionen Euro, wenn er denn erkannt und behandelt wird. Kosten, die die Kasse so jetzt noch nicht zu tragen braucht. Bislang gibt es noch keine ordentlichen sächsischen Zahlen hierzu. Und sämtliche Studien dazu haben Makel, sagt das Institut für Qualitätssicherung, das dem Gemeinsamen Bundesausschuss direkt zugeordnet ist. Achsennah, wie es ist, steigen die Ladezeiten in Disney-Länge. Ich kann es nicht mal verlinken, ohne mich ISDN-mäßig dumm und dämlich zu zahlen. http://www.iqwig.de/ Das Institut arbeitet wie gesagt dem G-BA zu. Dem gemeinsamen Ausschuss von Ärzteschaft und Kassen. Unter anderem mit dem Ziel, Kosten zu dämpfen. Es versteht sich angeblich als Gegenpol zur Pharmaindustrie. Der B-GA hat eine Studie zur Früherkennung des Gestationsdiabetes in Auftrag gegeben, die wenn sie fertig ist, wahrscheinlich wieder von dem Institut abgeschmettert wird. Inzwischen wächst wahrscheinlich die Anzahl der Betroffenen, die allerdings nichts von ihrer Betroffenheit ahnen. Tja, was kann Medizin? Lohnt Diagnostik? Und wenn, wie teuer wird die Intervention? Puh, hängt hier ein Wasserkopf von Hackern dran. Das ist ja noch ekliger als im Hygienemuseum. Die Software menschelt wie beim Crash. OK, hab den Blogger neu geladen. Der Text war nicht abgestürzt, liest sich allerdings beschissen. Feel Spass am Substrat. Es ist deine Lebenszeit, die du grad beim Lesen verplemperst, nicht meine.

Entflechten von Phantasie und Wirklichkeit

hab groke grad gemailt. ich will wissen, was er bei verkehrsmeldungen sieht. irgendwann begreife ich vielleicht die vernetzungsstellen der einzelnen datenbanken. und ob da tatsächlich einer mit mir spielt, indem er/sie autos zusammenkrachen lässt. irgendsoein ballerspiel mit fahrzeugelektriksoftware. clean wie der pathway beim zurückverfolgen des spielers. ein autobahnrohrstöckler. vielleicht sind es auch mehrere.

Dienstag, November 07, 2006

Sie hatte ein gutes Zeitgefühl

Ok, da war grad ein Gedanke. Jetzt ist er mangels intaktem Zwischenspeicher abgerissen. Pech. Nur ein Rest ist noch da: Robby Gierer hatte grad "Komm doch mal rüber, Mann, und setz dich zu mir hin..." aufgelegt und mit "Sie hatte ein gutes Zeitgefühl" kommentiert. Eine Fließbandromanze für zwischendurch. Mein Kühlschrank ächzt, als müsste er die ganze Wohnung kühlen. OK, da war grad ein Gedanke. Den Rest fasse ich vielleicht noch. Wie willst du ein gutes Zeitgefühl entwickeln, wenn dein nächster Gegenüber größenwahnsinnig ist und sämtliche Notfallpieper des Hauses in Phallusnähe positioniert? Und zwar alle in Nähe seiner eigenen Weichteile? Wie willst du mit so einem Chaoten normal reden? Der war doch immer auf dem Sprung. Immer dabei, die ganze Welt zu retten. Und mit dem dann in Ruhe die nächsten fünf Minuten zu planen, war reinster Masochismus. Klar dass ich den so viel wie möglich im Alleingang machen lassen wollte. Klar, dass ich mich möglichst selten in seinen Tag eingemischt hab. Klar, dass ich so wenig wie möglich seine Patienten mitbegleitet hab. Das war ein anderes Lebenstempo. Als ich ihn tatsächlich mal brauchte, weil die Chefin meinen urlaub vergessen hatte, mein Flieger auf die Canaren aber schon gebucht war, hatte der angeblich einen Termin als Kronzeuge in einem Mordprozess. Mister Urgent Emergent. Ein Einzelkämpfer, mit dem ich so wenig wie möglich zu tun haben wollte. Kein Groke-Double. Eher ein Irrwisch. Wenn der neben dir zusammenbrach, stürzte das halbe Universum ein. Ein Wessie eben. Vernetzt wie TNT.

90er Charme

Im Radio laufen seit heute früh 90er Titel. Bin ganz aufgewühlt. Ich seh mich wieder nächtelang durch die Wohnung spuken. Immer in Angst vor dem nächsten Tag. Vollgestopft mit dem Know How aus Larssen und Co. und zig Fragen im Hinterkopf, auf die ich bis zur Narkose sowieso keine Antwort kriegen würde. Dann, wenn ich trotzdem die eine oder andere Frage zwischen Tür und Angel platzieren konnte, ständig das genervte EsWirJemandVorbeikommen. OP-Plan als Gesetz und Überforderung als Standard. Immer ganz Versagensangst. Wenn ich geträumt hatte, waren das in der Regel Albträume. Und dann kam der für mich schlimmste Tag. Der Tag, an dem eine der Patientinnen bitter frotzelte UndBeiIhnenWerdeIchSterben. Es war die Hölle. Ein bißchen Geborgenheit wäre schön gewesen. Irgendjemand zum Anlehnen. Jemand, der Zeit hatte. Die 90er waren furchtbar. Die einzige Insel, die geblieben war, war die Musik. Und die hab ich mit Erinnerungen überfrachtet wie ein abgetragenes Kleid. Es war die Hölle. Bloß nicht wieder zurück müssen. The Last Warrior hatte ich für sie ausgesucht, musste es aber nie auflegen. Einen Filmtrack. Zu hoffen, dass tatsächlich jemand kommt, war meistens sinnlos. Gut wenn du dich dann wenigstens so weit abgesichert hattest, dass die ganze Vorbereitung so stand, das jeder x-beliebige andere an deiner Stelle sofort übernehmen konnte. Dass du austauschbar warst. Austauschbar zu bleiben war das größte Ziel, das ich damals hatte. Austauschbar für alles und jeden. Als ich dann ausgepowert in der Psychiatrie landete, blieb erstaunlicherweise eine spürbare Lücke zurück. Die hatten tatsächlich gemerkt, das jemand fehlte. Nicht am OP-Plan, aber an den Überstunden. Es war Wahnsinn. Hab meine Kinder kaum gesehen. Nur die Musik lief als Hintergrundrauschen. Ein Alb.

Montag, November 06, 2006

Warten auf den Rest der Welt

OK, es war vorherzusehen, dass ich verdammt viel Groke-Hologramm brauchen würde. Aber das es so hart wird, hatte ich nicht gedacht: Alle laberten diffus über mögliche Handicaps für Mutter und Kind und über die Notwendigkeit ordentlicher Zahlen bei gleichzeitiger integrativer Versorgung. Einer Versorgung, deren Finanzierung so noch nicht gesichert ist, bei einem Datenbestand, der mehr als schwammig ist und für den es noch keine Betroffenenlobby gibt. Es war total verkackt. Bleibt also die Literaturrecherche, um einem blauäugigen Dämonen namens Sawitzki ein klein wenig paroli bieten zu können, wenn er mit diabetologischen KnowHow gestützt den Kostenaufwand für Gestationsdiabetesfrüherkennung auf die möglichen Bestattungskosten bei Totgeburt zurückschraubt. Ein ganz Süßer scheint das zu sein. Ulla-Attachment der ersten Wahl. In der Lage, jede Studie per se ad absurdum zu führen. Unsachlich und breitbeinig. Hab ihn bis jetzt noch nicht eindeutig ergoogeln können. Vielleicht kennt ihn ja wenigstens Medline.

Luftpiraterie

Europaweit gelten neue Regelungen für das Mitführen von Flüssigkeiten in Flugzeugen. http://www.medizin.de/gesundheit/deutsch/1069.htm. Heute trifft sich die Fachkommission Diabetes Sachsen. Ich bin das erste Mal dabei. Es geht um eine Initiative. Gestationsdiabetes. Ich hab meinen Anzug seit Jahren nicht angehabt. Hoffentlich friere ich nicht. Ein Pullover wär gut. Und die Daunenjacke. Anzug ist schlimm. Ich friere schon den ganzen Morgen, sobald ich daran denke. Gestern hab ich das erste Mal beim Sex die chinesische Rückenschule ausprobiert. Und es funktionierte nicht. Ist wahrscheinlich doch eher was für die unbefleckte Empfängnis. Verdammt, warum hab ich mich bloß auf den Anzug eingelassen. Und warum tauchten im Radio Diabetikerflüssigkeiten in der Verordnung auf? Konzentration, prust. Allmählich wird es warm. Hab die Heizung auf Maximum gestellt. Luftpiraterie hat mich noch nie interessiert. Abgesehen von dem Abort nach Flughafenkontrolle hatte ich damit nichts zu tun. Die Rückenschule ist eigentlich ganz simpel. Zumindest beim Untenliegen. Und wenn keiner drauf liegt. Wie die Chinesen die außer beim Cunulingus anwenden ist mir schleierhaft. Und auch da stelle ich sie mir kompliziert vor. Das müssen alles isometrische Dehnungen sein. Nur innerlich spürbar. Ansonsten klappt das nicht. Egal. Heute ist wieder Yoga. So schwer kann das ja nicht sein. Ganzkörperatmung scheinen die das zu nennen. Das geht bestimmt nur bei Frauen. Die Männer sahen jedenfalls nicht allzu verklärt dabei aus. Die Männer. Naja, zwei Exemplare sind dabei. Einer introvertierter als der Andere. Und sie trug einen Hauch von Nichts. Marion aus Lerch. Badewannenatmen bis die Wanne aus der Kehle sprudelt. Egal. Es ist egal. Irgendwann wird auch aus dem beschissensten Moment eine orgastische Zäsur. Ich werde den Anzug tragen wie eine Daunenjacke. Alles wird gut. Vielleicht macht es sogar Spaß, in diesen heiligen Hallen zu sitzen, zu nicken und teilnahmsvoll zu lächeln. Eins mit dem System, nah an dem, was sich da Zukunft zu schimpfen scheint, gröhl.

Sonntag, November 05, 2006

PSR

Boah, was für ein Gefühl: Kaikarsten hören und über Matthias Müller schreiben. Das ist wie Fremdgehen. Schade, dass es da so gar nichts zu erzählen gibt. Außer: Ja, der Empfang war terrestrisch, und ich hab gegessen. So viel wie lange nicht. Also, eine Nussschnitte, eine Banane und noch irgendwas. Salat. Aber den kaue ich jetzt noch. Grad blendet PSR eine Single-Agenturwerbung ein. Zwei Jungdynamiker mit Haustraum. Morgen rückt der vielleicht wieder näher. Hab ein Gespräch in der Fachkommission Diabetes Sachsen vor mir. In einem kleinen Häuschen. Huchja. Mir ist schon wieder einsam.

Samstag, November 04, 2006

Eltern

Wenn ich mir Eltern wünschen könnte, Eltern, die genauso sind, wie ich sie brauche, wären sie jung, schön, verständnisvoll und voller Vertrauen in die Zukunft. Eben so, wie ich selbst wahrscheinlich nie war. Manchmal glaube ich, ich war nie jung. Mich haben die schon alt geboren. Und jedes mal, wenn ich nach Luft schnappe oder einen Hauch von Hoffnung sehe, blasen sie auch das kleinste Licht aus. Meine Eltern. Die größte Strafe, die sich Gott oder wieauchimmer dieser Typ heißt für mich jemals ausgedacht hat, sind diese Eltern.

Lassen Sie das Bett heute mal wieder wackeln.

OK, es kann sein, dass es einen Mittelweg zwischen Lichterkettenfunzeln in den heimischen Hallen und Tangapromenaden zu Massendemos gibt, Öffentlichkeit schützt ja nicht immer. Grad bei Fressattacken, wenn die Haare besenartig antrocknen wünsche ich sie mir weniger. Also bitte weiterklicken. Naja, es hat wohl wieder mal nicht geklappt mit dem Weiterklicken. ------------die Langeweile war mal wieder stärker als dein Drang zum effektiven Auslasten der nächsten fünf Minuten. Verdammt, es hat mich schon wieder: Ich sitze ungeföhnt vor dem Spiegel und denk dich beim Schreiben mit. Lassen Sie das Bett heute mal wieder wackeln. Na, toll. Werde wahrscheinlich doch offline gehen, die Haare fönen, Essen kaufen und die Wäsche aufhängen und von wackelnden Betten schreiben. Irgendwann.

Paarbildung zum optimierten Selbstschutz

Es gab mal eine Zeit, da brauchte ich nicht ständig Dritte, um mich sicher zu fühlen. Vielleicht macht das die posttraumatische Belastungsstörung aus, dass ich mir nie zugetraut hab, als alleinerziehende Mutter einen Job zu finden. Vielleicht ist grad diese Angst der Grund, dass ich eher an so einem Fernwehguru wie Groke klammere, als mir Schritt für Schritt einen Artikel nach dem anderen zusammenzuschachteln, um irgendwann von dem Geschriebenen leben zu können. Fakt ist, sobald ich ihn höre, erlebe ich mich als logischer und strukturierter. Wie bei einem großen Bruder. Einer zum Anlehnen. Weit genug weg, um ihn ungestört zu vergöttern. Ungestört durch irgendwelche Pläne. Der hat seinen Job, seinen Tag und scheint halbwegs glücklich zu sein. Glaube ich. Grad war mein Lütter da. Mit einer furchtbaren Mütze. Einer, die sein Vater jahrelang aufhatte. Nicht dass ich sie bei ihm blöd fand, aber das war mir dann doch zu viel unerwartete Nähe. Ausgerechnet die Mütze. Ein Fernwehguru ist schon gut. Da kann ich mich besser konzentrieren. Zum Beispiel auf Gestationsdiabetes. Klar war ich anfangs sauer, dass sie Schwangerschaft und nicht Schizophrenie thematisiert hat. Aber wer will schon sämtlichen sächsischen Schwangeren schizoides Entgleisen in der Frühschwangerschaft nachweisen? Wem nützt das? Und wer soll das bezahlen? Den Zusammenbruch eines Syndroms in normatives Verhalten? Biometrie der Wahrnehmung zur Früherkennung einer Stoffwechselentgleisung... Immerhin funktioniert der Test mit Glukose und nicht mit Insulininjektion. Ich bin schon wieder bitter. Hinter mir läuft PSR. Nix Groke. Aber seine Autogrammkarte hab ich vor mir.

Donnerstag, November 02, 2006

Altarpflege nach Wühltischromanze

Und es trieft wieder vor verklärter Erinnerung. Alles ist schon wieder so lange her. So lange, dass nur noch sinnlose Wortfetzen bleiben. Die zu wenden, mich dran zu weiden und in andächtiger Leere zu verharren, splittet das trostlose Suchen nach Gestationsdiabetes auf. Jede Ablenkung ist mir recht. Verdammt, warum reagiert er nicht? Warum interessiert ihn nicht, was mich interessiert? Warum heuchelt er nicht wenigstens ein bißchen Interesse? Dass er auf Ratten ausweicht, sobald ich ihn nach Pheromonen frage, nervt mich auch. Wie verändert sich die regionale Durchblutung nach Pheromonapplikation? Eine total simple Frage. Aber sie interessiert ihn seit vier Jahren nicht. Das Naheliegendste wär zumindest eine Erektion nach Pheromonexposition. Und zwar nicht nur bei Ratten. Und analog eine Schwellung des Riechepithels. Dann zu sagen, dass genau das die Kontraindikation für Pheromone nach transnasaler Hypophysektomie ausmacht, hätte ich gerade so noch akzeptiert. Aber dieses vollständige Desinteresse ist schon schlimm. Das nimmt jede postkoitale Tristesse vorweg, nochbevor irgendein Hauch von Idee Raum gegriffen hätte. Ich hasse ihn wahrscheinlich. Gerade jetzt. Mir ist kalt.

Mittwoch, November 01, 2006

Schwarz ist das alles

Hab Lust, Lachyoga zu lernen. Am liebsten neben Markus Barsch. Um dann herzhaft über jede Verkehrsmeldung lachen zu können, die mich zu meinen scheint. Als ob nicht jede Zahl mich meint. Das dauert nur Sekunden, und schon bin ich wieder gefangen in irgendeiner Gedankenschleife. Gestern hab ich Parfüm gesehen. Kurz drauf hätte ich die ganze Welt umarmen können. Ich hatte die ganze Zeit Blähungen und konnte endlich raus. Der gesamte Film bestand fast nur aus Blähungen. Dabei waren das nur Zwiebeln und Pilze. Lachyoga. Am besten mit Kundalini-Flow. Der tötete ganz nebenbei. Katzen, Frauen, alles, was ihm gefiel. Alles, was er brauchte. Einsam war das. Ich hab mich nicht gerochen. Trotz Blähungen. Da lacht Michael Reufsteck. Unheimlich ist das. Immerhin ist er fünfzig Sekunden weit weg. Webradio ist wirklich gut.