Sonntag, Januar 20, 2008
Er fährt nach Baden-Baden. Ob er dort wieder arbeitet, schreibt er nicht. Ich würde es ihm wünschen. Endlich wieder hintereinanderweg senden zu können, wäre schon schön. Schade, dass da so viel Konjunktiv steht. Hab den ganzen Monat noch 2007 geschrieben. Vor einem Jahr scheint er sich mit Kai Karsten gezofft zu haben. Weit weg ist das. SPEX. Verdammt, ich bin süchtig.
Hab Miry gebeten, den Blog so zu programmieren, dass er nur für mich sichtbar oder offline ist. Heute nachmittag schaut sie sich die Software an. ich gehe zur KarriereStart. Mit Handy, Miry. Ich liebe dich. Lass dir Zeit. 13.06 Uhr Ich würde dir am liebsten die MySpace Mails senden, dass du beim Programmieren auf dem aktuellsten Stand bist. Löschen will ich den Blog wie gesagt nicht, aber offline, respective privat setzen. Das scheint im Moment zumindest für mich nicht möglich zu sein, da irgendein Spaßvogel auf meiner Festplatte grad Admin zu spielen scheint. Vielleicht ist es allerdings auch weiter weg. Wie nah die Veränderung ist, kann ich nicht zuordnen. Unter Einstellungen muss der Bottom gewesen sein. Ich hab dummerweise keinen Screenshot gemacht. Anfänger-Naivität, heul.
Der Blog lässt sich plötzlich wieder durch Google aufrufen. Das Privat-Feld, dieser Bottom taucht unter Verdammtwowardas nicht mehr auf. Noch zwei Tage, und es wird knapp. Ich hab gestern den ganzen Tag programmiert, und heute ist alles wieder weg. Es ist zum Heulen. Wahrscheinlich muss ich mein Password ändern. Vielleicht kann ich den Bottom mit einem neuen Design aufrufen. Vorhin hat der DVB-Routenplaner meine Adresse mit der Straße vom 17. Juni verwechselt. Heute ist der Wurm drin. Irgendjemand spielt grad auf meiner Festplatte Hasenjagd. Sch... Das stört.
Samstag, Januar 19, 2008
Drinnen & Draußen
Bin dabei, gesund zu werden. Die Grenzen werden fast gläsern. Stabil. Und geben Halt.
So, jetzt ist der Blog privat
Die Software funktioniert ja trotzdem. Kein Grund unruhig zu werden. Nächstens fühle ich mich sonst von meinen Händen beim Tippen beobachtet, jedes Frösteln eine Anklage. Ich bin glücklich. Allmählich ordnet sich alles. Auch die schlimmste Halluzination.
Heute ist die KarriereStart. Suse und Co. haben einen Stand dort. Ich will Tim sehen, bevor ich hingehe. Er sei schon los, sagt Jonas kleine Schwester. Sein Handy sei besetzt, behauptet der Handy-Anbieter, obwohl ein Freizeichen kommt. Ich habe Angst. Als ob er grad in Gefahr wäre. Einen Tag zu spät habe ich Angst. Idiotisch. In einer halben Stunde wird er zu Hause sein. Er hat zurückgerufen. Ich sei schlimm. Als ich auf das Freie Intervall hinweisen wollte, hat er aufgelegt. Mir ist elend. Ob ich will, dass er eine Gehirnerschütterung hat, hat er gefragt. Pfeifersches Drüsenfieber... Verdammt, er ist sauer. er sucht sich seine Diagnosen inzwischen selbst aus. Ein Schädel-Hirn-Trauma ist ihm zu läppisch. Es muss schon was in AIDS-Nähe sein, damit es ihn reizt. Er ist müde. Ruhe ist wichtig, heul. Verdammt, bin ich weit weg.
Freitag, Januar 18, 2008
Und immer wieder das fluffige BegebenSieSichInTherapie auf ein dahingeschmachtetes NimmMich - die Einsamkeits-Software. Was ist schon die perfekteste Einsamkeit, wenn sie so ein Everybody zerschreit. Grad warst du noch frei, eins mit dir, hattest Unmengen von Zeit. Und schon ist da wieder jemand, der etwas von dir will. Dabei warst du dir gerade noch so sicher, dass es tatsächlich Software war. Aber auch bei der musst du ja Nähe zulassen, Nähe zu dem, der da programmiert. Der Link greift nicht mehr. Vielleicht ist das ganz gut so. Das BegebenSieSichInTherapie war doch ziemlich intensiv. Tim hatte einen Unfall, ich kann ihn aber nicht sehen. Ich würde am liebsten den gesamten Kopf untersuchen. Bloß weil ich auf Martins Lymphknotenbetasten nicht reagiert habe, kommt Tim nicht nach Hause. Oder auch nicht. Ich spamme ihn per IchLiebeDich-SMS zu. Ich will ihn sehen. Stattdessen geht nur die kleine Schwester seines Freundes ans Telefon. Klammern sei nicht nötig, sagt er. Verdammt, ich will ihn sehen. Die Platzwunde sei direkt unterm Auge, sagt Tim. Eine Bordsteinkante beim Radfahren sei es gewesen, sagt X. Die Weiß habe Martin angerufen. Ich hasse alle. Ich hatte X. mehrfach angerufen, ohne dass sie darüber gesprochen hatte. Angeblich habe sie sich Sorgen gemacht. Um mich. Mir ist zum Schreien. Hätte ich gestern nicht erzählt, wie beschissen es mir geht, hätte ich heute die Wundversorgung machen können. Aber es ging mir beschissen. Es ging mir verdammt beschissen.
Gleich kommt der Hausmeister. Schimmelspray habe ich mir gewünscht. Er hat überhaupt nicht gemault, dass ich erst 17 Uhr Zeit habe. Mir geht es verdammt gut. 21 Uhr macht Tom Röder ein Feuerwerk zum Semperopernball. Ich weiß noch nicht, ob ich hingehe. Tim wird keine Lust haben. Thilo zu sehen, wäre schon schön. Im Smoking sieht der regelrecht appetitlich aus. Hab fast die Heizung runtergeregelt. Aber eben nur fast. Es war Feierabend. Jedenfalls für mich. Ivette war barfuß. Mitten im Winter. Haut und Smoking. Aber die Artikel sind ganz gut geworden, finde ich. Da habe ich Praktikum gemacht, protz. Ivette war extra beim Friseur. Ich hab sie gar nicht wieder erkannt, geschminkt, wie sie war. Das ist schon wieder ein Jahr her. Atemberaubend schön ist sie ja immer. Das ist nichts besonderes. Sie hat sogar die Huhn zu einem Kurzporträt bewegen können. Warum fällt mir inzwischen nur WasPassiert? dazu ein? Barschs WasGeschah mit den Straßenporträts zu verwechseln, ist komisch. Kati Huhn habe ich letzte Woche wieder mal gehört. Das war wie StraßenbahnFahren. Die Spannung war raus. Aber StraßenbahnFahren ist ja nicht das Schlimmste, was einem passieren kann. Zumal am Nachmittag.
Bei Jan Garcia ist eine Stelle ausgeschrieben. Da beschimpft mich zwar niemand als Stalker, aber das Miteinander wäre bestimmt auch sehr intensiv. Ich brauche im Moment viel Schlaf. Hab mich heute mehrere Stunden hintereinander konzentriert und viel Papier bedruckt. Der Ordner ist schon wieder fast voll. Es wäre schön, wenn sich die Inhalte in meinem Schädel genauso leicht sortieren ließen wie in dem Ordner. Am liebsten würde ich Eileen und Melanie besuchen, Kaffee trinken und labern. Am Wochenende ist die KarriereStart. Ich würde gern mit Tim hingehen. Aber wahrscheinlich ist sie ihm zu fleischlos. Wie klar die Information dort sein wird, weiß ich auch erst, wenn ich dort war. Auf alle Fälle muss ich den Eintritt mangels Journalistenausweis selbst zahlen. Der WDR2 diskutiert Kopfnoten, als soziale Kompetenz. Alienkotze & Erbsensuppe. Knackig wie ausgereifte Nasenborken. Letztendlich titriert Kopfnote nur Transaktion. Schüchterne und Kritische filtert sie raus. Bei MySpace fühlt sich jemand verfolgt. Interessanter Film, aber so nicht zu verstehen. Zumindest finde ich ihn nicht witzig. Den Film. Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann einen starken Kaffee. Einen ohne aufzustehen, serviert mit nacktem Oberkörper. Von irgendeinem Alien, dem ich dafür Kopfnoten gebe. Und Garcia in den Nacken zu atmen wäre schön. Irgendwo in einem Riesenauditorium. Höchstoffiziell. Vielleicht bei einer Preisverleihung für G. für fristgerechtes Planen primär chaotischer Situationen.
Als ich Alex gemailt hatte, meldete sich bei G. ein Alex. Zufall, ich weiß. Trotzdem war es eindrucksvoll. Ich soll ihn in Ruhe lassen, mailt G. Ich hab keine Ahnung, was er erlebt, dass er so wütend ist. Es muss ziemlich massiv sein. Hast du schon mal erlebt, wie ein Schneesturm losbricht, obwohl du nur per Festnetz telefonierst? Irre ist das. Es gab mal eine Zeit, da habe ich mich mit den Wolken unterhalten. Hab mich selten so verstanden gefühlt. Irgendwann gehe ich mal ins Hegenbarth-Archiv.
Donnerstag, Januar 17, 2008
Church Of Your Heart
biggi schrieb am 2.2. 2004 um 01:05:27 Uhr über
Angst
Der Gesetzgeber sieht vor, dass du arbeitest!
Damals hatte ich mich bei mehreren Arbeitgebern gleichzeitig beworben. Ohne Erfolg. Martin war wütend. "Der Gesetzgeber sieht vor, dass du arbeitest", sagte er. Ich hatte keinen Grund, ihm zu widersprechen. Ob ihn ein Schweigen ausreichend begleitet hat, weiß ich nicht. Es war verdammt einsam neben ihm. Ich hab geschrieben. Jeden Gedanken. Die Zeit war kostbar. Ist kostbar. Ich hatte Zeit für mich. Irgendwann ging der PC kaputt, und das Papier begann sich zu stapeln. Ich bin froh, dass es den Blog gibt. Der ist einfacher durchzuscrollen als der Blaster. Und die Suchmaschine greift trotzdem. Jedenfalls das Suchfenster links oben. Ich finde mich besser zurecht als in anderen Archiven. Obwohl ich vorhin wieder fündig geworden bin:
biggi schrieb am 21.10. 2006 um 09:15:48 Uhr über Toilettenlabyrinth. Jan Fedders Stimme hätte ich gern. Mehrmals täglich. Beim Duschen zum Beispiel.
Angst
Der Gesetzgeber sieht vor, dass du arbeitest!
Damals hatte ich mich bei mehreren Arbeitgebern gleichzeitig beworben. Ohne Erfolg. Martin war wütend. "Der Gesetzgeber sieht vor, dass du arbeitest", sagte er. Ich hatte keinen Grund, ihm zu widersprechen. Ob ihn ein Schweigen ausreichend begleitet hat, weiß ich nicht. Es war verdammt einsam neben ihm. Ich hab geschrieben. Jeden Gedanken. Die Zeit war kostbar. Ist kostbar. Ich hatte Zeit für mich. Irgendwann ging der PC kaputt, und das Papier begann sich zu stapeln. Ich bin froh, dass es den Blog gibt. Der ist einfacher durchzuscrollen als der Blaster. Und die Suchmaschine greift trotzdem. Jedenfalls das Suchfenster links oben. Ich finde mich besser zurecht als in anderen Archiven. Obwohl ich vorhin wieder fündig geworden bin:
biggi schrieb am 21.10. 2006 um 09:15:48 Uhr über Toilettenlabyrinth. Jan Fedders Stimme hätte ich gern. Mehrmals täglich. Beim Duschen zum Beispiel.
Mittwoch, Januar 16, 2008
Excel
Hab mich heute in Excel verbissen. Der Zeilenumbruch ist beknackt. Kaum kopiere ich Fließtext in ein anderes Format - HTML oder Word - schon läuft es breit. Es ist wie Pudding an die Wand nageln. Ich sehe noch kein Archiv vor mir. Nur genervte Gesichter. Jetzt in der Feuerwache sein, träum. Dösen und Checklisten nach Guideline abarbeiten. Und irgendwo labert irgendein Navigator sein RechtsLinks... Auf weichen Teppichen sitzen und mit großen Kulleraugen staunen, wenn jemand seine Biografie vor einem auskippt, dezent nicken und sparsam mit Ja kommentieren, vor dem geordneten Rückzug. Archive mit Hyperlinks wären toll. Excel ist schlimmer als Adobe InDesign. Damit zu schreiben hat aber auch gar nichts von grüner Welle, eher von Regurgitation. Am 23. kriege ich meine erste Hirnwäsche dazu. Dann kommt Janos Tulok. Habe ich schon erzählt, dass Maria Forkert schockiert war, als ich erzählt hatte, dass der norwegische Außenminister den gleichen Vornamen hat wie mein beruflicher Trainer? Cörßie ist heute angenehm sachlich. Scheint so, als ob er softwarenah funktioniert. Grad ist ein 44-Jähriger verunglückt. Lichthof hatte ich gestern markiert. Bei der Linie 6. Die haben einen Lichthof. Hab schon wieder vergessen, wo die Kneipe ist. Die scheint einen Lichthof zu haben, in dem eine Bahn steht. Das muss hier ganz in der Nähe sein. Der hat doch die Webseite zur Palmblattbibliothek, die die Schwald so fasziniert hat. Da konntest du deine Zukunft auf Palmblättern lesen. Mit B fing der an und hörte mit mann auf. Bellmann hieß der. Aber die Kneipe scheint er nicht mehr zu haben. Huchja, Regina. Das ist alles so weit weg. Lindgrüne Tassen. Regina und lindgrüne Keramiktassen sind für mich eins. Mir ist einsam. Warwick made by Regina hätte ich auch gern miterlebt. Tim hat sogar einen Preis gekriegt. Da war ich ja extrem nah dran an der Systemachse, staun. Aber dass ausgerechnet die Lakotta daneben auftaucht, ist ernüchternd. Naja, ich muss nicht alles begreifen. Mann, werden die Hände kalt.
Giraffen
Bin mittags an mein Tiefkühlfach, Steaks aus dem Frost holen, und prompt von Drechsler mit Zoo-O-Ton abgewatscht worden. Der und sein Dschungel-Camp. Die Dresdner Giraffen hätten kein Hochbecken, damit sie an der Tränke die Beine spreizen müssen. Den im Konsum, und der Umsatz sinkt. Zumindest an der Tiefkühltruhe und in den unteren Regalreihen.
Kontakt & Isolation
Ich denke jetzt schon wieder wie beim Schach. Ganz Labyrinth-Blick. Jede einzelne Figur. Viel-Fronten-Krieg im Zoo. Jedes Ausatmen gegen Widerstand. Die orgastische Manschette in Alveolen-Nähe. Ich hab bestimmt grad einen Sopran. Sympathisch, aber eine Pfeife. Die Jan-Woche scheint vorbei zu sein. Der 2. Vorsitzende der Bundesvereinigung "Moderatoren in Not" sendet grad Verkehrsmeldungen.
Channeln
Per Kanüle, heul. Wenn Zyprexa, dann als Depot, verfügt die Einzige. Wenn ich jetzt schon wüsste, wie ich es vertrage, wäre die Ulnaris-Diagnostik entspannter. Vielleicht ackere ich heute mit Martina über Martins Armeeunfall vor 27 Jahren. Als ich ihn kennengelernt hab, war grad die Ulnarisregion verbunden. Wieviel Tote er erlebt hatte, hat er nie gesagt. Es war dunkel. Vielleicht auch gut so. Manche Bilder prägen sich zu sehr ein. Er war so schon Schrott genug. Verdammt, ich fühle mich wie eine Sondermülldeponie, wie Prä-Infarkt. So dünn war mein Fell lange nicht. Vielleicht ist es das: Die Hand ist das einzig Normale, nur das restliche Fell ist zu dünn. Hab Olivers Vater gesprochen. Er ist inzwischen Geschäftsführer. Groke hat sich verschrieben: TicktEs. In Ruhe. Vielleicht hat Martina eine Idee. Schlimmstenfalls baggere ich Thomas an, was er an konservativen Stimulanzien favorisiert, bevor ich zum Orthopäden gehe. Hab keine Lust, mir ein Radikulär-Syndrom aufschwatzen zu lassen, nur weil das Zyprexa-Depotpräparat noch nicht auf dem Markt ist. Pharma-PR. Die hatten tatsächlich Risperdal-Spittel mit der Aufschrift "Nicht Stören!" an der Ambulanztür, Anja nach Hause geschickt und jeden einzelnen eine Stunde warten lassen. Die spinnen. Verdammt, ich brauche das Gutachten und wahrscheinlich einen neuen Psychiater. Einen Orthopäden, meint Cörßie. Eins nach dem anderen. Ein Neurologe wär mir weniger suspekt als so ein Knochenmännchen. Auch wenn Orthopäden vergleichsweise euphorisch sind. Aber in Halsmarknähe hätte ich es lieber konservativ. Mit EMG. Mal sehen, was die Bräunig sagt.
Dienstag, Januar 15, 2008
Zyprexa
Heute stand einer neben mir, der sah aus wie Jan Garcia und schwärmte von Zyprexa. Es sei fast ein Muskelaufbaupräparat. Es mache dick, sagt Maria Forker. Dabei schaute sie mich an, als ob ich schon wieder reif für den Zoo wäre: Ich hatte Anja zwei Wochen vorher gebeten, die Parästhesien zu dokumentieren. Eine Kriegserklärung. Oder ein Eröffnungsschachzug. In Ruhe.
Zeit zum Onanieren, kotz. Zahnschmerzen sind schlimm. Wenn ich channeln könnte, würde ihr jetzt ein Frontzahn wegfaulen.
Blick aus dem Fenster
Und hinter der Wand ist Luft und kein Finne. Ich hab es gesehen, als die Sonne schien und der Schatten des Hauses zu sehen war. So viel Verwirrung spricht nicht für meine räumliche Orientierung, ich weiß. Es gab mal eine Zeit, da war die spitze, auch im Dunklen - aber da hatte ich auch weniger geträumt. Wahrscheinlich sitze ich im Nordosten des Blocks, jedenfalls sehe ich den Elbhang. Elbaufwärts der gewesenen Rotbuche. Bernd interessiert der Rote Baum nicht. Seine Gesellschaft für bedrohte Völker sei die zweitgrößte Menschenrechtsorganisation nach Amnesty international. Er könnte sich jetzt den Kontinent aussuchen. Aber Wasser hat er keins. Nächste Woche hat er versprochen vorbei zu kommen, damit wir ein Schreiben an seinen Vermieter aufsetzen. Wasser ist wichtig. Wenigstens hat er Strom, das bedrohte Volk. Rasieren wäre toll und heizen. Aber das interessiert ihn beides nicht. Das kostet ihn zu viel Zeit. Ich war nur ein einziges Mal bei ihm. Es war wie im Film. Ich hatte das Gefühl, durch eine Filmkulisse zu gehen. Es war alles so unwirklich. Eben über die Jahrzehnte gestapelter Müll. Und dazwischen stieg er herum. Platz für eine Waschmaschine hat er nicht. Leider. Das Holz liegt hinterm Haus. Riesige Kloben mitten in der Stadt. Und überall Sweetwater-CDs
Helga
Hatte ich schon erzählt, dass Helga hinterm Tresen gearbeitet hat? Sogar mit Kondom. Ich kann mir richtig vorstellen, wie das Latexknäuel neben dem Schlüsselbund in der verschmierten Kitteltasche klebte. 300 Euro Umsatz hätten dort manche pro Person gemacht. Und das wäre ein Garant dafür, dass frau sich nicht ansteckt. Wer Geld habe, sei gesund. Auf der Gartenstraße 1 in Überherrn hat sie gewohnt. Irgendwo im Saarland ist das. Damals war sie drei Jahre alt. Ihre Tresen-Ära war später. Damals war sie schon Rentnerin und wollte sich was dazuverdienen. In der Gartenstraße 5 habe eine 13-Jährige gewohnt, die in einen Haremsclub gegangen sei. Hab den Kauderwelsch nicht verstanden, aber es plätscherte friedlich. Jedenfalls scheint sie das fünfte Kind gewesen zu sein. Wovon auch immer. Störe ich, grusel. Wie kann ein Diplomat Störe heißen? Das ist doch ein Imperativ.
Fischseele
Bin schon wieder angekoppelt wie ein Fisch im Schwarm. Sabah hat letzte Woche angerufen. Ce va - seine Standardfrage. Ich hab Ewigkeiten gebraucht, um mir zu merken, wie er heißt. Zewa wisch und weg. Ruhe, Distanz, Gelassenheit war das erste, wonach ich mich gedehnt hab, als ich die Stimme wieder hörte. Ich war mit ihm im Kino, und der daraufhin jedes Mal Pech gebracht hat, wenn er bei mir auftauchte: Das erste Mal, als er kam, ist mein DamalsNochMann zu meiner DamalsNochFreundin gegangen, das zweite Mal hat sich mein Sohn fast das Genick gebrochen. Und ausgerechnet dieser Idiot ruft hier an und fragt, wie es mir geht. Hab sofort aufgelegt. Am 9. Januar war das. Mich würde nicht wundern, wenn das Wetter mies wird. Der war alles, das Hochwasser, dass die Ehe zerbrochen ist, dass ich mich mit meinen Eltern verstritten hatte. Der war wie ein Virus. Die sieben Schwäne... Der hockte sich einfach dazwischen. Stundenlang und schwieg. Das schlug ein wie eine Bombe. Keiner kannte den. Niemand wusste was er wollte. Und dann setzte der sich einfach neben die Haustür und wartete. Ich hab einen großen Zettel genommen und einen Stift, aufgeschrieben "Ich will: 1.2.3..." Der nuschelte "Ich will" und grinste. Mehr passierte nicht. Nur nichts mit dem zu tun haben, war alles, was ich dachte. Ich will, ce va und störe ich... Es ist Januar. Da ist das Phonem drin, das ich diese Woche ständig durch meinen Kopf geht. Und dann heißt der Norweger ausgerechnet Störe. Es ist zum Verrücktwerden. Wie berechnest du Synchronizitätspanik? In Milligramm Risperdal oder lieber doch in Trainingseinheiten im Fitnessstudio? Berechnen, positiv denken, Pappe, warum brauchte die gestern ausgerechnet aus meiner Ecke Pappe? Und warum hockt der finnische Honorarkonsul hinter der Wand? Graham Green hatte doch mal über einen Honorarkonsul geschrieben. Ich hab wieder ich in die dritte Person gesetzt. Bin voll im Schub. Iiih. Ich will Sex. Am besten mit einem Menschen und nicht mit diesem blöden Cursor.
Montag, Januar 14, 2008
Vernetzt
Mir fällt grad auf, dass eine finnische Vertretung nebenan ist. Immerhin ist Nina gestern nichts passiert, obwohl sie auf der Autobahn war. Das ist schon alles verdammt nah. Ob das Dorle deshalb so durcheinander war, oder war das vorher? 15.30 Uhr war sie da. Miss Hyperlink. In die hinterste Ecke ist sie gegangen. dahinter müsste das Konsulat sein. Verdammt ich sitze auf Arbeit mit meinem Arsch direkt auf der imaginären Kofferbombe. Ist das eklig. Das sind keine zehn Meter bis zu dem Finnen. Iiiih. Mir ist wie pinkeln. Verdammt, ich dreh schon durch, bloß weil ich die Aura nicht mitgekriegt hab. So sensibel ist kein Blaster. Warum versuchen die ausgerechnet einen Norweger umzubringen? Risperdal ist doch gut. Und aufs Klo gehen. Ganz lange aufs Klo gehen. Das tat gut. Ich kann gar nicht so schnell kotzen wie ich will. Ob das der Overprotection-Effekt ist? Wie bei den Verbrennungs-OPs? Die stehen alle mit heimlich gezückten Katecholaminen auf dem Sprung und stürzen sich dann mehr oder weniger diskret auf das zu Rettende, so dass du nur noch mitzählen und irgendwann Stopp schreien kannst. Aber wer hört schon ein tonloses Stopp, wenn ER rettet? Waffenbestückt. Dopamin versteinert die Zeit. Es ist der irre Versuch, die Zeit anzuhalten. Alles fließt. Mir ist zum Dauerpinkeln. Und Trinken. Markus hat mal seinen eigenen Urin getrunken und fand ihn gut. So weit bringe ich es wahrscheinlich nie. Ob das schon Selbstverachtung ist? Das WDR2-Interview gestern war interessant: Zwei palästinensische Mädchen in Israel. Ich bin froh, wenn der Bush wieder daheim ist. Dann wird es hoffentlich wieder ruhiger. Vielleicht komme ich dann auch wieder besser ins Internet. Eine Lounge, der war in einer Lounge. Was ich so höre. Es ist alles so wirr. Es ist zehn vor Elf. Hoffentlich kann ich schlafen. Wirr. Es ist alles so verwirrend.
Blumenthal
Ein Vierteljahr Probezeit fürs Volontariat... Der Deutschlandfunk rüstet auf: Die stellen befristet bis Ende 2008 einen Online-Redakteur ein. Wahrscheinlich gehört der Trojaner zum Bewerber-Check. Ob die das mit jedem so machen? Und wie finanziert sich das? Irre ist das. Das ist ja genauso irre wie Albrechts Gelaber WennJemandZuIhnenKommt,IstErVonMirGeschickt. Der auf seinem Elfenbeinturm. Eine Insel, eine zum Bloggen, der Blaster, Groke terrestrisch und 18 Monate Volontariat... Meine Selbstzweifel sind faszinierend, ich weiß. Aber wer wird schon einen zappelnden Cursor überbewerten. Vielleicht ist das auch ein Hobby-Rentner. Jedenfalls kommt grad der erste Schlagabtausch: "Bitte beachten Sie, dass wir Bewerbungsunterlagen nicht zurücksenden, sondern - unter Berücksichtigung der Datenschutzbestimmungen - in der Regel nach 12 Monaten vernichten. Verzichten Sie daher bitte auf aufwendige Bewerbungsmappen und Originalunterlagen." Wo ist mein Anwalt, kreisch. Hoffentlich kommt morgen Janos Tulok. Ich bin am Ersticken. Ach Cörßie, kann Kotzen einsam sein. Zu allem Unglück hat Sabine ausgerechnet heute Stäubchen. Erst Groke, dann Sabine. Überall Diven. Und keiner, der mich rettet. Peter nenne ich morgen Rubens. Ich freu mich jetzt schon auf sein verdutztes Gesicht. Peter Paul Rubens.
Messer
Frank Martins Messer hängen im Wohnzimmer sagt er. Er hat also ein Bett UND ein Sofa, dozier.
Oliven in Mangomark
Hab zuerst an den Ohrschmalz an Stethoskopoliven gedacht, es schmeckt aber. Schade, dass ich erst so spät gelesen hatte, dass es Mango ist. Tim fetzte heute die Hose auf. Da ist wahrscheinlich nichts mehr zu flicken. Nur die Kappnaht im Schritt hat noch gehalten. Als ich die Überreste retten wollte spukte Dorle durchs GroSZraumbüro und suchte eine Pappe, grad als Tim zu Hause Pappe zuschnitt. Die Querverbindung war gruslig. Tim hatte per D2 angerufen. Die hat durch mich durchgeschaut, wie in Trance. Ich hab sie noch nie so erlebt. Hab gleich wieder an Jim Rakete und seinen ferngesteuerten Schlafanzug denken müssen. Sie steuerte direkt auf Nic zu. Geschmack hat sie ja, auch in Trance. Als es heute auf der Elsterwerdaer Straße gekracht hat, war ich allerdings stutzig geworden: Ich hatte einen schwarzen Pullover an. Sunlight war gestern nicht den ganzen Tag im Bett, hab ich gelesen. Oder sie hat ein Notebook. Aber ich muss ja auch nicht alles wissen. Lukas findet, die Pilze im Aldi-NasiGoreng schmecken nach Lakrize, und die mag er nicht. Ich mag keine gebackenen Maronen und erst recht keine gebackenen Bananen, Backkartoffeln übrigens auch nicht. Der Maronen-Verkäufer in München wollte mir die rohen Maronen kaum geben. Das war das Schönste an München, die rohen Maronen.
It´s too late to apologize
Als ich noch Narkosen gemacht hatte, fiel es mir oft schwer, mich abzugrenzen: Hab oft erst 14.30 Uhr frühstücken können. Besonders bei missglückten Reanimationen fiel mir die Dokumentation schwer. Ich hatte ständig das Gefühl, Hilfe zu brauchen, jemanden, der einfach da ist und sagt, dass er alles genauso machen würde wie ich, Guidelines, Checklisten, Actiontools. Anästhesie ist ja zu 95 Prozent Warten und trotzdem rechtzeitig Eingreifen. Gegen Ende habe ich Standby bei neurochirurgischen Stereotaxien gemacht und habe mich auch in der Herzchirurgie beworben. Im Moment kann ich mir nicht vorstellen, irgendwann wieder gefestigt genug zu sein, dort zu arbeiten. Ich bin oft in Gedanken. Wenn ich allein bin, scheint alles mich zu meinen. Schlimmstenfalls sogar das Wetter. Eigentlich wollte ich Kinderarzt werden. Inzwischen ist meine Große 18 und träumt davon, Kosmonaut zu werden, während ich mich ständig beobachtet fühle wie ein Obdachloser. Am freiesten fühle ich mich, sobald ich schreiben kann. Ich bin also kein guter Partner im Alltag.
Sonntag, Januar 13, 2008
Rosmarinöl
Multimediatechnik macht´s möglich: Du massierst einen Rücken, und im Radio stöhnt es. Verblüffend. Aber es funktioniert. Haffelder hat das mit einem Synchronisieren von Mensch und Stein durch elektromagnetische Wellen beschrieben. Er ging dabei von Kraftorten aus. Ob da auch 1991er Plattenbauten drunter zählen, bezweifle ich. Eigentlich ging es ihm eher um Hünengräber und nicht um Massageöle. André sammelt Steine und Düfte. Parfüm habe ich mit ihm gesehen, den Rücken an der Wand und zum Glück das Handy an. Leider hat niemand angerufen. Es war quälend. Ob man Zeitansagen abonnieren kann? Jeden Morgen 5.26 Uhr, das wäre schön. Ganz großes Kino.
Ein Lächeln des Menschen ist universell
Ich staune schon wieder, wie ich hassen kann, nur weil mir ein Mailkontakt entgangen ist. Einer, bei dem ich mein Schulenglisch hätte reaktivieren müssen. Ihr Grinsen hat mich fasziniert. Inzwischen kann ich nicht mal mehr ihren Namen aussprechen, ohne abzulesen. Aber X. will Kosmonautin werden und nach Indien. Immerhin. Es geht immer weiter. Schritt für Schritt. Nicht dass sie als Sprengkörper eingesetzt wird. Jahrelang hatte sie die gleiche Frisur wie die Inderin. Ich muss sie beseelt angegrinst haben deshalb. Anders kann ich mir nicht erklären, warum sie ihre Haare schwarz gefärbt hat. Die blonden Locken stehen ihr besser. Ich war ihr trotzdem dankbar. Kalpana Chawla hieß sie. Ich hatte die Mail an sie schon im Kopf, auf Deutsch - just a kiss away
war Nowaks Lieblingslied. Arne Nowak, der mit den zerschossenen Knien. Nicht Lisa Nowak mit den Wegwerfwindeln. X. ist auf der A9 zwischen Jena und Leipzig. 16.40 Uhr. Bush ist im Irak und über die deutschen Autobahnen tigert angeblich ein beknackter Lastwagenfahrer mit Sprengstoff. X. ist fast in Leipzig.
AIDS in der Peep-Show
Positive End Exspiratory Pressure... Als ich das erste Mal wegen dem Desinfektionsregime für medizinische Großgeräte Jörg Naumann ins Hygienemuseum gemailt hatte, stürzte die Columbia ab. Das heißt, in dem Moment brach der Funkkontakt ab. Das Hitzeschild hatte sich verändert. Die Welt ist ein Dorf. Ob Haarzellen in der Schwerelosigkeit Walzer tanzen, resp. wie Schwerelosigkeit das Hören verändert, wollte ich die indische Kosmonautin noch fragen. Zu spät. Irgendwo im Weltweiten steht das bestimmt. In Englisch. Sieben Tage später starb meine Oma Ida. Es war eine schlimme Woche. Vorkriegsstimmung eben. Am 18.3. hielt Bush ja dann die Rede für seine Lady in Red. Es war Frühlingsanfang, Grund genug für ihn, die Marines nach Irak zu schicken. Unter ihnen Tom. Zumindest war das sein Nick. Die Sisters of Mercy hörte er bei seinen Einsätzen. Die Festplatte von damals ist durch einen Überspannungsschaden gerissen, so dass ich keinen direkten Zugriff auf die Gedankenprotokolle habe. Außerdem war das Archiv nicht relational wie der Blaster, also schwerfällig. Ich hatte zu früh versucht, es zu systematisieren, statt es auf Phoneme herunterzubrechen. Aber ein Archiv, das wie Gedächtnis funktioniert, ist sowieso Utopie, egal, wie viele Bewertungsfilter ich integriere.
Öffentliche Mittel für das Wohnen in der Rente
Muss schon wieder an Biedenkopfs trautes Heim denken. Es ist kein Heimplatz, den er selber finanzieren muss. Es ist ein Schloss. Daheim statt Heim. Sein Nachfolger ist auch nicht besser: Um besser in die Rettungsstelle zu kommen, baut der sogar die Hitler-Magistrale aus und flutet die Johannstadt mit Fernverkehr.
Dornröschen-Pestizid
Es umflorte sie. Er konnte nicht anders. Er musste sie retten. Diese Hexen. Das Keppschloss ist jetzt fast freigelegt. Da ist nichts mehr vom Gasmaskencharme in den Kellerräumen zu ahnen. Keiner mehr, der dir die richtige Größe raussucht, wenn du dir eine borgen willst. Entweihter Boden. Naja, ist schon übertrieben, die zerbrochenen Glasscheiben und das zugewachsene Gelände als geweiht zu erleben. Es war jedenfalls das erste Mal, dass ich eine Gasmaske länger als fünf Minuten aufhatte. Komfortabel war sie nicht grad. Aber immer noch besser als beim Anilinfarbe-Abrennen Blut zu husten. Lärchenharz und Anilin. Die hatten sogar eine Tuberkulose bei mir ausschließen lassen. Was so eine Gasmaske ausmacht. Meine erste Lungen-Endoskopie war das. Zum Glück auch meine letzte. Was aus den Masken geworden ist, weiß ich nicht. Ist schon lange her. Als ich dann im dritten Studienjahr Zivilverteidigung hatte, brauchte eine Andere nicht mitmachen. Wegen Tbc. Hab sie nie wieder gesehen.
Prionen. Wenn Paarung stört
Konsequenz und Wertschätzung normiert Träume. Ich muss schon wieder an Uwe Leichsenring denken. Schade, dass mir der Name erst 2006 auffiel. "Immer mit dem Arschloch draufhalten und zielen", war damals der Konsens. Ob der auch im Landtag war? Ob der sich durch 007-Gemache verunsichern ließ? Mir hilft Yoga, wenn wieder eine Happy Slapping Welle per Funk kommt. Wendo weniger. Das ist mir zu komplex. Ich muss keinen Gasbeton mit dem Handrücken zerbröckeln können, um zu merken, dass ich nicht träume. O.B.? Bei den Untersuchungen vorm Ferienlager hat mich das immer so gegruselt, wenn die ihr o.B. in die Unterlagen gekritzelt hat. Irgendwann hab ich dann gefragt, was es bedeutet: Ohne Besonderheiten.
Samstag, Januar 12, 2008
Und werde keinen Moment auslassen an Dich heran zu kommen (sagt man das so?)
Das las sich gut. War aber wahrscheinlich nur grad im Deutschkurs dran. Oder die Internetverbindung war instabil. Verdammt, ich will sie hier. Irgendwann. In Ruhe. Aber vielleicht ist das wieder bloß der Einpacken&Mitnehmen-Reflex im Internet. Im Chat ist alles so einfach, fast sortiert. Jeder Gedanke knapp und kaum komplex. Scheinbar verständlich. Aber in einer Fremdsprache wahrscheinlich trotzdem kompliziert. Beim genaueren Hinschauen hatte ich weder den vollständigen Namen, noch die Telefonnummer. Es ist nur ein Joke. Bin auf einen Joke hereingefallen.
Gruslig
Lastwagen mit bis zu einer Tonne Sprengstoff seien unterwegs nach Deutschland, meldet RTL. Terroristen wollen ihn angeblich zur Rache für fehlgeschlagene Kofferbombenanschläge nutzen. Was das für die Verkehrsregelung in den nächsten Stunden bedeuten wird, illustriert RTL nicht. Es riecht nach Maut-Gerätecheck. Die suchen wahrscheinlich einen Grund, die Geräte als Sender zu nutzen, falls damit überhaupt Spracherkennungssoftware oder noch schlimmer Tonaufzeichnung zu versenden geht. Wer die Dokumentation auswerten muss, tut mir jetzt schon leid. Das und die Telefonüberwachung führt garantiert zur Überlastung aller Netze. Anders kann ich mir die blockierten Links heute nicht erklären. Es wird die Hölle: Jede Internet-Einwahl wird ein Glücksspiel, schlimmer als OstWest-Vorwende-Grenzschutz wird das. Dagegen ist eine einzelne Explosion noch. Verdammt, es kotzt mich an. Irgendwann kann ich mich tatsächlich nur noch mit meinem Word-Cursor unterhalten. Daily Fratze gefällig? Huchja, die Inseln im Weltweiten, die noch selbstbestimmt senden können. Immer wieder eine Einladung zum Synchronschwimmen ist das. Als ob Identität nicht schon Wiedererkennungswert genug hat und Filter braucht, um zu gefallen.
Odem.Org
Wenn Kinder spielen sind sie gesund. Schade, dass ich keine Firewall habe, um meine Festplatte kindersicher zu machen. Vorhin kaute Lukas auf einer Haselnussschale herum. Ich brauchte nichts zu sagen. Mein schockierter Blick hat genügt. Offensichtlich suchte er Kontakt und ließ es dabei krachen. Tim tut mir leid. Der langweilt sich neben Lukas und seinen krachenden EbenNochZähnen. Das Leben ist hart. Ich will, dass Nina mich besucht, habe Frust. Verdammt, warum erreiche ich Groke nicht. Warum nimmt der mich überhaupt nicht wahr? Ich fühle mich schon wie eine Diva vor lauter Bühne. Und der nimmt mich überhaupt nicht wahr. Bin wahrscheinlich in seinem Spamfilter. Inzwischen könnte ich eine Liste der Leute aufstellen, die nicht mehr auf mich reagieren. Vielleicht wird es dann einfacher. Dann ist er einer von vielen. Vielleicht lege ich ihn in meinem Ablehnungen-Ordner ab. Das ist die masochistischste Variante. Odem.Org, grübel. Im Justizministerium soll angeblich irgendein Chaos sein, das als Bedrohung eingeordnet wird. Ein Libanese habe eine Mail gepostet, sagt Radio Dresden. Bush ist im Irak, sagt Bug. Letztendlich läuft die Information auf das Gleiche hinaus.
Zwölfwöchiges Praktikum bei Radio Dresden im April 2008
silikon und spitze als mischgewebe - an der haut selbst ist sie gleitfähig wie eine eiweißschiene, der ice unter den dildos. nicht so haftfähig wie latex. ich hatte noch nie nitrilhandschuhe an. ob die hände in blauem nitril warm werden? aber vielleicht macht silikon auch nur fettflecke.
Vielleicht hat Radio Dresden eine Internet-Flatrate, dass ich beim Schreiben mit Kopfhörern WDR2 hören kann & UW, um sachlich zu bleiben, falls die Luft brennt. Word tut mir gut.
Hab geträumt, dass Groke zum WDR2 geht und dass ich bei Blumenthal arbeite. Groke terrestrisch zu hören, wäre toll.
Das BU-Gutachten im Februar ist wichtig. Danach schreibe ich die Bewerbung.
Vielleicht hat Radio Dresden eine Internet-Flatrate, dass ich beim Schreiben mit Kopfhörern WDR2 hören kann & UW, um sachlich zu bleiben, falls die Luft brennt. Word tut mir gut.
Hab geträumt, dass Groke zum WDR2 geht und dass ich bei Blumenthal arbeite. Groke terrestrisch zu hören, wäre toll.
Das BU-Gutachten im Februar ist wichtig. Danach schreibe ich die Bewerbung.
Irgendwann stehe ich auf und gehe einkaufen
Bin aufgeregt. Nina nicht. Auch gut. Sie chattet grad. Egal mit wem. Eigenzeit, wo beginnt Eigenzeit? Ob Warten tatsächlich Eigenzeit ist? Ich heize mich dabei so schnell auf. Warte und heize mich dabei auf, als ob sich etwas staut. Hab weniger Geduld als sonst. Phantomschmalz. Liebeskummer. Jedenfalls keine Lust aufzustehen. Ob ich gläsern genug bin? Ja, Sie mich auch.
Wiedererkennungswert
Es ist schon gruslig, einen in Word geschriebenen Text in den Blog zu laden. Das ist, als ob du aus dem Wachkoma heraus zu winken beginnst: Kein Schwein versteht dich. Alle philosophieren nur über die Unsinnigkeit einer Reanimation:
"Warum heißt ein Server eigentlich Server, wenn er nie zu finden ist? Scheißadmin. Ich gehe durch einen grasgrünen Wald. „Ich stelle Ihnen die Fenster rein“, sagt der. Kommt aber mit einem Imbus-Schlüssel. Ich glaube, das war Absicht. Der ist extrem berechnend. Eben Hausmeister. Streng polygam. Dagegen ist jeder Baum beziehungsfähiger. Schimmelspray und Toilettenrollenhalterung.. Intimer geht nicht. Ouch, Cursor! Cursor!! Schon vorbei, Blödmann. Warum ruft der nicht an? Der könnte sagen, dass die Monatskarte im Briefkasten ist. Zum Beispiel. Wenn ich einen Schlüssel hätte, könnte ich sie mir holen. Der hat zwei von mir. Obwohl, wenn ich mir die Haare hochstecke, kann ich auch Rad fahren. Ich bin mit dem Ding bis jetzt kaum Rad gefahren. Der Cursor ist heute tatsächlich komisch. Zwei Serifen, und schon hat der Bühnenerleben. Es soll trocken bleiben, bei 7 Grad. Und ausatmen. Mir ist fast schon wie Großraumbüro. Staubtrocken. Streng 7 Grad. Bulbusdruck, Einatmen und Pressen scheint eins zu sein. Warum öffnet sich der Damm ausgerechnet beim Einatmen? Pressgrins. Sex ist eben eine ernste Angelegenheit. Ich rieche wie Pflegeheim. Wow. Fast wie Bettpfanne. Aufregend. Nächstens kriege ich noch eine Hirnfistel. Ob Fisteln jucken? Oder ob das Würmer sind? Klein und fein. Der will Licht, staun. Ob Würmer brennen? Hab beim Sex selten so gelacht wie auf dem Klo. Transaktion & Grenze. Beschissen. Eben Kontakt. Sie sind noch nicht gefestigt genug, um als BSMO-Redakteur zu arbeiten. Ob es dafür einen Diagnoseschlüssel gibt? Bin erregt. Vielleicht ändere ich mein MySpace-Profil wieder in Erregt. Idiot. Mir ist ellend. Tims Fuß tut immer noch weh. Mittag. Irgendwas Tolles zu Mittag. Kann den Text nicht in den Bog laden und Bug nicht hören. Vielleicht ist das ganz gut so. Das nimmt das Tempo raus. Tim hat keine Lust, mit mir ins Steakhouse zu gehen. Vielleicht schneie ich einfach rein. Mit Lukas wird er kaum weggehen. Es ist gemacht. Alles ist gemacht. Schicksal: Tim hat schon gefrühstückt. Hab ihm von X., der Organistin erzählt. Davon, dass sie vielleicht Lust hat, in der Frauenkirche zu spielen. Virtuell. Das ist alles so virtuell. Ich erreiche sie nicht. Schon minutenlang. Bug nicht, X. nicht, Groke sowieso nicht. Das ist fast schon wie in der Geschlossenen, fehlt nur noch die Intensivdröhnung. Hirnabbau, so ungefähr muss sich Hirnabbau anfühlen. Pelzig und nah. Oder ist das Bluthochdruck und die Gefäßspasmusaura? Huch, bin ich wieder dramatisch. Film ab! Es ist Sex. Kalter Sex, heißer Krieg. Irgendsowas. Jetzt riecht der ganze Raum nach Bettpfanne. Ob das ein Popel ist? Aber ich könnte schwören ich war nicht mit der Hand. Doch. Pinzer fehlt mir. Jetzt einmal ins Telefon hauchen RetteMich verklausuliert als IchNehmEineMagnesium wäre toll. Ihn anzurufen, um zu sagen dass ich bei Martina in Therapie bin zum Beispiel. Ausschleichen. Wie schleiche ich mich wann wo wie aus? Und wohin? Nach Asien ins Licht? Irgendwohin nach Asien und von da aus in Bigge anrufen. Hi, Paul, ich bin bei dir? Irgendwo in Asien? Das ist fast so verrückt wie nach Europa zu fliegen, um Tango zu tanzen. Angemessen, in Würde altern. Mir hat tatsächlich vor fünf Jahren ein WerWeissWas-ler geraten, in Würde zu altern. Ein Fremder. Der mag Konjunktive. Mir fiel vor lauter Schreck keine Antwort darauf ein. Bug ist weit weg. Schade. Scheißaccountstaccato. Maiwald war so still geworden. Ich höre schon Flöhe husten. Immerhin komme ich in den Bog. Eine Chance, Text zu laden, träum. Das ist tatsächlich wie im Krieg. Fast wie in alten Zeiten: Döst er schon, oder hört er noch? Gliemeroth! Hört mich keiner? Gliemeroth. Das war das Zauberwort, auf das Vater kurzzeitig aus seiner Trance aufgewacht ist. Das scheint hier aber nicht zu funktionieren. Nur als Natascha beerdigt wurde, griff es. Hab sogar eine Telefonnummer kriegen können."
"Warum heißt ein Server eigentlich Server, wenn er nie zu finden ist? Scheißadmin. Ich gehe durch einen grasgrünen Wald. „Ich stelle Ihnen die Fenster rein“, sagt der. Kommt aber mit einem Imbus-Schlüssel. Ich glaube, das war Absicht. Der ist extrem berechnend. Eben Hausmeister. Streng polygam. Dagegen ist jeder Baum beziehungsfähiger. Schimmelspray und Toilettenrollenhalterung.. Intimer geht nicht. Ouch, Cursor! Cursor!! Schon vorbei, Blödmann. Warum ruft der nicht an? Der könnte sagen, dass die Monatskarte im Briefkasten ist. Zum Beispiel. Wenn ich einen Schlüssel hätte, könnte ich sie mir holen. Der hat zwei von mir. Obwohl, wenn ich mir die Haare hochstecke, kann ich auch Rad fahren. Ich bin mit dem Ding bis jetzt kaum Rad gefahren. Der Cursor ist heute tatsächlich komisch. Zwei Serifen, und schon hat der Bühnenerleben. Es soll trocken bleiben, bei 7 Grad. Und ausatmen. Mir ist fast schon wie Großraumbüro. Staubtrocken. Streng 7 Grad. Bulbusdruck, Einatmen und Pressen scheint eins zu sein. Warum öffnet sich der Damm ausgerechnet beim Einatmen? Pressgrins. Sex ist eben eine ernste Angelegenheit. Ich rieche wie Pflegeheim. Wow. Fast wie Bettpfanne. Aufregend. Nächstens kriege ich noch eine Hirnfistel. Ob Fisteln jucken? Oder ob das Würmer sind? Klein und fein. Der will Licht, staun. Ob Würmer brennen? Hab beim Sex selten so gelacht wie auf dem Klo. Transaktion & Grenze. Beschissen. Eben Kontakt. Sie sind noch nicht gefestigt genug, um als BSMO-Redakteur zu arbeiten. Ob es dafür einen Diagnoseschlüssel gibt? Bin erregt. Vielleicht ändere ich mein MySpace-Profil wieder in Erregt. Idiot. Mir ist ellend. Tims Fuß tut immer noch weh. Mittag. Irgendwas Tolles zu Mittag. Kann den Text nicht in den Bog laden und Bug nicht hören. Vielleicht ist das ganz gut so. Das nimmt das Tempo raus. Tim hat keine Lust, mit mir ins Steakhouse zu gehen. Vielleicht schneie ich einfach rein. Mit Lukas wird er kaum weggehen. Es ist gemacht. Alles ist gemacht. Schicksal: Tim hat schon gefrühstückt. Hab ihm von X., der Organistin erzählt. Davon, dass sie vielleicht Lust hat, in der Frauenkirche zu spielen. Virtuell. Das ist alles so virtuell. Ich erreiche sie nicht. Schon minutenlang. Bug nicht, X. nicht, Groke sowieso nicht. Das ist fast schon wie in der Geschlossenen, fehlt nur noch die Intensivdröhnung. Hirnabbau, so ungefähr muss sich Hirnabbau anfühlen. Pelzig und nah. Oder ist das Bluthochdruck und die Gefäßspasmusaura? Huch, bin ich wieder dramatisch. Film ab! Es ist Sex. Kalter Sex, heißer Krieg. Irgendsowas. Jetzt riecht der ganze Raum nach Bettpfanne. Ob das ein Popel ist? Aber ich könnte schwören ich war nicht mit der Hand. Doch. Pinzer fehlt mir. Jetzt einmal ins Telefon hauchen RetteMich verklausuliert als IchNehmEineMagnesium wäre toll. Ihn anzurufen, um zu sagen dass ich bei Martina in Therapie bin zum Beispiel. Ausschleichen. Wie schleiche ich mich wann wo wie aus? Und wohin? Nach Asien ins Licht? Irgendwohin nach Asien und von da aus in Bigge anrufen. Hi, Paul, ich bin bei dir? Irgendwo in Asien? Das ist fast so verrückt wie nach Europa zu fliegen, um Tango zu tanzen. Angemessen, in Würde altern. Mir hat tatsächlich vor fünf Jahren ein WerWeissWas-ler geraten, in Würde zu altern. Ein Fremder. Der mag Konjunktive. Mir fiel vor lauter Schreck keine Antwort darauf ein. Bug ist weit weg. Schade. Scheißaccountstaccato. Maiwald war so still geworden. Ich höre schon Flöhe husten. Immerhin komme ich in den Bog. Eine Chance, Text zu laden, träum. Das ist tatsächlich wie im Krieg. Fast wie in alten Zeiten: Döst er schon, oder hört er noch? Gliemeroth! Hört mich keiner? Gliemeroth. Das war das Zauberwort, auf das Vater kurzzeitig aus seiner Trance aufgewacht ist. Das scheint hier aber nicht zu funktionieren. Nur als Natascha beerdigt wurde, griff es. Hab sogar eine Telefonnummer kriegen können."
Freitag, Januar 11, 2008
Heute war Janos, der Hausmeister da: Die Fenster sind jetzt alle dicht. Ich brauche die Heizung nicht mehr so hoch fahren. Er kommt aus Coswig, hat ein Haus, Familie und ist Ungar. Jobben macht Spaß. Hausmeister zu sein jedenfalls, glaube ich. Hab wieder Ewigkeiten in Schnutes Fotos gestöbert. Austauschbarkeit, grübel. Wo beginnt Distanz? Hab heute auf Arbeit fünf Minuten Groke gehört. Irgendein Känguruh wird da grad gesucht. Pünktchen heißt das. Ob das auf Ansprache reagiert? Hab gleich wieder ausgeschaltet, als der Zoo-Typ meinte, dass sie es mit Narkose fangen. Hab mich beobachtet gefühlt und konnte mich nicht konzentrieren. Als ob ich gleichzeitig arbeiten und Groke zuhören kann. Ich spitze auf jedes Wort. Idiotisch ist das, kaum flucht der, bin ich hellwach und versuche alles zuzuordnen. Ich hab heute das erste Mal für die Hausverwaltung geduscht. OK, für mich. Aber eigentlich hatte ich gedacht, der Preis ist dann günstiger. Janos heißt er. Das nächste Mal bringt er Schimmelspray mit, wenn er tatsächlich dran denkt. So wie er betont hat, dass er es nicht vergisst, werde ich das Spray wahrscheinlich selber kaufen dürfen. Die einschneidendste Veränderung ist der Klorollenhalter. Er hat ihn tatsächlich festgeschraubt. Als ob ich ihn deshalb häufiger benutze. Der hat seinen ganzen Ehrgeiz in Riesenschrauben und Minischraubenzieher gesetzt. Der kommt bestimmt nicht wieder.
Tim hat keine Lust, bei Evi Kotsch Designer-Input aufzutanken. Textiles interessiert ihn nicht. Schade. Wie muss sich der Tropfen fühlen, der das Fass zum Überlaufen bringt? fragt auf SWR3 grad jemand.
Engelchen und süße Rübennase nennt mich der Idiot. Erst tut er so, als ob ich bei ihm zur Untermiete wohnen kann und schickt mir sogar ein Foto, dann fällt ihm plötzlich ein, dass er zu seiner großen Liebe nach Bremen ziehen will. Und jetzt will er mit mir chatten. Nur mal so. Der geht schon fremd, bevor er überhaupt mit ihr zusammenlebt. Bloß gut, dass ich keinen Vertrag mit ihm abgeschlossen hab. Ist ja auch noch lange hin. Immerhin habe ich noch keine Ablehnung vom Deutschlandfunk.
Tim hat keine Lust, bei Evi Kotsch Designer-Input aufzutanken. Textiles interessiert ihn nicht. Schade. Wie muss sich der Tropfen fühlen, der das Fass zum Überlaufen bringt? fragt auf SWR3 grad jemand.
Engelchen und süße Rübennase nennt mich der Idiot. Erst tut er so, als ob ich bei ihm zur Untermiete wohnen kann und schickt mir sogar ein Foto, dann fällt ihm plötzlich ein, dass er zu seiner großen Liebe nach Bremen ziehen will. Und jetzt will er mit mir chatten. Nur mal so. Der geht schon fremd, bevor er überhaupt mit ihr zusammenlebt. Bloß gut, dass ich keinen Vertrag mit ihm abgeschlossen hab. Ist ja auch noch lange hin. Immerhin habe ich noch keine Ablehnung vom Deutschlandfunk.
Noch spontan oder nur noch ferngesteuerter Schlafanzug?
Null. Hab Manson gemailt. Tat weh. Die Null. Ganz beiläufig.
Auch die loseste Halluzination hat eine biologische Basis. Ich kann nichts empfinden, ohne mich zu erinnern. Entweder da ist schon ein Engramm, oder ich empfinde es nicht. Ich. Wie das bei anderen ist, weiß ich nicht. Manchmal muss ich eine ganze Strecke zurückgehen, um mich wieder zurechtzufinden - wie in einem Labyrinth - wenn die Gedankenkette sehr komplex war. Und als ich mir die linke Hand vorgestellt hatte, ging mir viel durch den Kopf. Unter anderem Bugs Gelaber. Morgen höre ich den wieder, und der Pelz ist weg. Der geht, wie er gekommen ist. Und wenn nicht, dann bleibt er eben. Ich schlucke Lezithin und bewege mich. Außerdem assoziiere ich auch während der Arbeit, um Gefäßspasmen abzubauen. Mehr geht nicht. So, das muss zum Thema Beziehungswahn und Missempfindung reichen.
Nina ist Organistin. Ich will, dass sie in der Frauenkirche spielt. Am liebsten ständig. Nina lockt. Huchja, 49 Kilo.
Was für eine Nacht, schmacht. Ich hab die ganze Zeit von Groke geträumt. Schade, dass der Wecker so früh klingelte. Ich kam mir bond-mäßig wichtig dabei vor. "So kanns gehen", flötet der Morgen-André, als ich das Messer in der Hand hielt. Der linke Arm müsste jetzt eigentlich allmählich besser durchbluten. Ich weiß schon gar nicht mehr in welcher Hand ich das Messer hatte. Aber das ist wahrscheinlich auch kein Bild, das trägt. Ich hatte das Messer in der linken Hand, glaube ich. Schritt für Schritt. Irgendwann geht alles wieder, dann ist sogar das Bug´sche Trauma wieder weg. Vielleicht zappe ich mich morgen in den WDR. Eigentlich wollte ich auch mal den Blumenthal hören. Der sendet zur selben Zeit. Wollen ist übertrieben. Es hat Zeit. Viel Zeit. Wenn lerne ich den noch früh genug kennen. Ganz großes Kino. Huchja, es ist wie im Film. Das Messer links. Der Blaster lässt sich nicht laden. Jedenfalls nicht mit dem Messer in der Hand. Das scheint ein Bilanzproblem zu werden: Handdurchblutung oder Hirndurchblutung... Eigentlich passiert peripher nichts. Das ist ja alles nur im Kopf. Trotzdem ist es ein Wahnsinnsengramm, vorden Flüssigkristallen mit einem Messer rumzufuchteln. Vielleicht passiert ja peripher doch was, wenn mein Hirn nicht schon total verschlackt ist. Einmal Stereotaxie bitte. tiefer, schmacht. Mir ist heiß, hatte die Heizung auf Maximum. Inzwischen kann ich mir sogar einen Borderliner vorstellen, wie er zu ritzen anfängt. Idiotisch. Frank hat lauter Messer überm Bett. Und zwei Petroleumlampen, sagt er.
Donnerstag, Januar 10, 2008
Lichtschacht
Das Internet ist heute instabil. Minutenlang höre ich nichts. Auf Arbeit kein Webradio, zu Hause ein instabiles Netz. Das ist ein verdammt hoher Preis. Und dann zu sehen, wie er alle anschreit, tut weh. Als ob er alle anschreit, um mich zu treffen. Warum kann er mir das nicht direkt sagen? Meint er mich überhaupt? Und wenn nicht, warum kann er es nicht rausschreien? Warum kann ich nicht abschalten? Der eine zittert, der andere schreit. Tim hat jahrelang nichts von beidem gemacht. Vielleicht strahle ich dieses DuDarfstNichtSchreienUndNichtZittern aus. Dieses DuDarfstNicht, bei dem Martin die Brauen hochzieht. Entspannte Fotos. Verdammt. Ich suche Nähe, Heimat und erschrecke, sobald ich sie spüre. So nah, wie ich sie nicht vermutet hatte. Jetzt bricht die Verbindung zum SWR3 wieder ab. 007-Gemache. Ich fühle mich immer noch wie ein Kanarienvogel in der Antarktis. Ich funktioniere nicht, bin noch nicht gefestigt genug. Die Gruppe ist einfach riesig. Das sind nicht mehr die Zweier-Gespräche wie im BTZ, da ist kein Holger, der meine Gedanken lesen kann. Da ist einfach nur Zeitdruck. Ich zappe zu Matuschek rüber. Der ist immer so schön relaxed. Danach schlafe ich jedesmal tief und fest. Außer letzte Nacht. Das Praktikum ist eben hart. Holger schläft auch kaum. Schade, ich erreiche den WDR2 nicht. Es ist wirklich ein verdammt hartes Praktikum. Ob ich das selber bin? Ob ich diejenige bin, die sich so schnell zurückzieht? Ob Robert mich erwartet? Ob er überhaupt jemanden erwartet? Mir brennt es in der Brust, aber rechts. Ich atme schon wieder zu flach. Vieth sendet. Ob ich es schaffe, mir vorzustellen, dass er niedlich ist? Das war der Moment, als ich heute 103,5 abgeschaltet hatte wegen der Videos. Irgendjemand war grad niedlich, sagte Andrea Krüger. Hab nachmittags bewusst Robert Drechsler gehört. Bewusst insofern, als das Internet jedesmal zusammenbrach, wenn ich ihn wegzappte. Irgendein verdammter Bundestrojaner wird das auf der Festplatte sein.
Mein Blog, mein Reich, schmacht. Der wird hier gar nicht gelesen haben, und ich mach mich fertig. Verrückt. Wer weiß, was da war. Irgendwas weit weg wird das gewesen sein. Aber ihn dabei nicht zu hören, ist schlimm. Verdammt, warum kann ich nicht abschalten? Oder einfach an Dietmar denken, den es heute neben mir zerrissen hat, als ich Pfeife mir nicht getraut hab aufzustehen und ihn zu umarmen, bloß weil das nicht üblich ist. Es war so idiotisch. Stattdessen habe ich einen Zettel unterschrieben, dass ich die Klappe halte. Ob das normal ist, jemanden zu lieben, weil er zittert? Oder ob das nur verkappter Sadismus ist?
biggi schrieb am 26.12. 2006 um 13:43:46 Uhr über
Souverän
irgendwann schreibe ich ihm einen brief. die adresse habe ich schon. irgendwas über warme hände. verdammt, ich weiß nicht mal, wie seine hände jetzt aussehen und ob er überhaupt warme hände will. ich will ihn sehen. die hand, das grinsen und ihn atmen hören. und irgendwann grinsen über den zufall, über den augenblick und darüber, was kommt. reflexdystrophie war so ziemlich das letzte, was ein schmerztherapeut sich wünschte, hatte ich begriffen. diese verdammte hilflosigkeit, sobald der andere sich eingeschossen hatte und systematisch selbst vernichtete. stichst zu und hoffst sympathisch zu agieren. ziehst dich zurück und siehst, dass du nur zufällig dabei bist, während da was auseinandebricht, was mal ein ganzes zu sein schien. und du ahnst weder das brennen noch das erfrieren, siehst nur, wie die haut sich verändert. ganz großes kino. und weit weg. lichtjahre weit weg. da ist kein rankommen. eher verliebt der sich in dich, als dass er seinen körper mag.
Und er schreibt grad an seinen Memoiren. Immerhin. Dass er einmalig ist, hat er inzwischen akzeptieren müssen. Wie ich bald. Verdammt, hoffentlich wird das bei mir nicht wirklich ein Sudeck. Ich mache mich verrückt.
Souverän
irgendwann schreibe ich ihm einen brief. die adresse habe ich schon. irgendwas über warme hände. verdammt, ich weiß nicht mal, wie seine hände jetzt aussehen und ob er überhaupt warme hände will. ich will ihn sehen. die hand, das grinsen und ihn atmen hören. und irgendwann grinsen über den zufall, über den augenblick und darüber, was kommt. reflexdystrophie war so ziemlich das letzte, was ein schmerztherapeut sich wünschte, hatte ich begriffen. diese verdammte hilflosigkeit, sobald der andere sich eingeschossen hatte und systematisch selbst vernichtete. stichst zu und hoffst sympathisch zu agieren. ziehst dich zurück und siehst, dass du nur zufällig dabei bist, während da was auseinandebricht, was mal ein ganzes zu sein schien. und du ahnst weder das brennen noch das erfrieren, siehst nur, wie die haut sich verändert. ganz großes kino. und weit weg. lichtjahre weit weg. da ist kein rankommen. eher verliebt der sich in dich, als dass er seinen körper mag.
Und er schreibt grad an seinen Memoiren. Immerhin. Dass er einmalig ist, hat er inzwischen akzeptieren müssen. Wie ich bald. Verdammt, hoffentlich wird das bei mir nicht wirklich ein Sudeck. Ich mache mich verrückt.
Als Nina das erste Mal gelacht hatte, sagte die Hebamme nur: "Es hat Stäubchen." Aber ich war mir sicher, dass es ein echtes Lachen war. Groke hat geflucht oder festgestellt. Aber es liest sich, als ob er flucht: Obviously U do not know the difference between stupidity and HONESTY !!! Hab keinen Zusammenhang zu seinen Freunden erkennen können und einen Moment lang geglaubt, er liest hier. Vorgestern hat Barsch sogar mein Lieblingslied aufgelegt. Tim will nicht mit zur Karrierestart am Wochenende. Ich hab vielleicht sogar schon einen Vermieter in Köln. Mir ist gruslig, ein "er" fehlte in dem Text und ein "L". Heute ist ein grusliger Tag. Am grusligsten war das Video auf der Internetseite. Ich trau mir schon gar nichts mehr zu schreiben und fühle mich wie geknebelt. Der Groke scheint wirklich wütend zu sein.
Kriegsberichterstattung
Heute ist die Welterbe-Buche fällig. Was eine fehlende Friedhofsmauer so ausmacht. Obwohl die Bäume zwischen Gyn und ehemaliger Psychiatrie gibt es auch schon lange nicht mehr. Aber das waren ja Kastanien. Oder? Das ist schon so lange her, dass der OP-Trakt existentiell wurde. Den Luftangriff hatten die überlebt, mitten in der brennenden Johannstadt. Oder waren das Robinien? Inzwischen sind sowohl Gyn als auch Psychiatrie umgezogen, zu den letzten alten Bäumen.
Mittwoch, Januar 09, 2008
Ich bin so wütend, dass ich über die Verwandschaft von Windpocken, AIDS und Pfeifferschen Drüsenfieber recherchieren könnte. Einen über Fehldiagnosen bei ubiquitären Keimen. Wer sagt denn, dass Tims angeblich durchgemachtes Pfeiffersches Drüsenfieber nicht die Windpocken 2004 waren? Ich bin so wütend. Manchmal wünsche ich Martin ein bißchen von diesem Internetwahn, dass er abgelenkt ist. Diesen Vernetzungsgau, bei dem schon winzige Trigger genügen, dass mann in Flammen steht. Manchmal sogar schon, wenn eine Fremde KennenWirUns? mailt. Das ist mir armem Opfer zum Glück nur einmal passiert. Kurz drauf bin ich bei WerWeissWas rausgeflogen. Es war ein Gau, wie gesagt. Den wünsche ich ehrlich gesagt niemandem. Ich bin Achterbahn dabei gefahren. Nicht mal Martin wünsche ich den. Dagegen ist das Samuelsche Eva-Lockt-Monumentalprojekt witzig. Ich brauch mir den nur mit kurzen Hosen und Socken unter den Sandalen vorstellen, damit mir jeder Hass gefriert. Der regt mich auf wie ein verpasster Kaffee. Samuel ist und bleibt eine Pflaume. Dass Eva allerdings ausgerechnet Wittmer heißt, macht mir schon Gedanken: Martin Witt und Eva Wittmer trennen keine zwei Straßen. Eigentlich ein Grund, sie einander bekannt zu machen. Mit einem Link. Irgendwo. Vielleicht hier. In dem Blog. Aber wer liest schon Blogs.
Der Übergang vom Orgasmus zum Grand Mal ist fließend, deutet heute auch das Ärzteblatt an. Und dass ein Deafferenzieren nach dem Eingangsreiz nicht lohnt. Der Prozess unterhalte sich selbst. Ich brauche Tiefenentspannung. Vielleicht unterhalte ich mich mit den toten Fliegen in meiner Tasse. Irgendwo muss es doch noch Magnesiumreserven geben. Wie lange halten sich morphogenetische Felder, zumal in Tee? Mutter war so lieb, die Geflügelten in Teeblätter umzudeuten - weg sind sie. Die Zeit der poppenden Kolosse ist vorbei. Riesenbrummer waren das. Die hatten sich ausgerechnet meinen rechten Handrücken ausgesucht. Das Tippen auf der Tastatur war für die scheinbar DER Kick beim Poppen. Exzentriker. Jetzt spinnt sogar der Serifen-Cursor. Fliegen, Cursor - links oder rechts... Hier ist immer was los, einwärtsschiel. Der spinnt immer noch. Und da sag einer, Serifen stehen für Seriosität. Jetzt knarrt das in meinem Schädel. Hölzern. Der reinste Biotop. Was passiert eigentlich beim Einwärtsschielen mit meinem linken kleinen Finger? Wahrscheinlich lasse ich ihn trotzdem hinterm Ohr. By TheWay: Ich liege. Nicht dass ich nicht weiß, dass ich liege, aber ich will auch noch beim Lesen wissen, dass ich gelegen habe. Was passiert beim Einwärtsschielen mit dem linken kleinen Finger? Ob ich mit geschlossenen Augen schiele? Dann bin ich mir wenigstens sicher, dass ich schiele. Beim Tippen ist das so schwer. Tippen und Schielen geht eigentlich gar nicht. Also das Einzige, was sich verändert hat, ist der Atem: Der ist wie immer flacher geworden, sobald ich mich konzentriere. Der Tango tut gut. Schade dass Barsch nicht zu hören ist. Dann wäre das Schielen bedeutungsgeladener. Stattdessen ruft Martin an und will Tim kaputtdiagnostizieren. Eva scheint nicht zu locken. Ich hasse ihn.
Argentinischer Tango
Es ist wieder so weit. Das Miteinander in meinem Notebook reduziert sich auf das der beiden Cursor, dem mit und dem ohne Serifen zu motzendem Tango. Webradio und Blaster streiken. Russische Ruhe ist das auf meiner Insel. Die Webseiten bauen sich im Takt auf. Aufregend. Fast transaktiv. Mediaconctruct fragte nur nach meiner Firewall, als meine und ihre Anmeldezeiten nicht übereinstimmten. Hab nur kleinlaut auf meinen intakten Virenscanner verwiesen. Gegen den Bundestrojaner bin ich eh machtlos, diesem allgegenwärtigen Admin, der jeden Bottom zur Sackgasse werden lassen kann. Und darauf ein Allegro, schmacht. Ich liebe Geigen. Die tun fast so gut wie der Barsch´sche Akustikdildo.
Mentale Verbindungen
Auf Pro7 hat gestern einer mit Wahrnehmungen gepokert. Hab jetzt noch Gänsehaut. Aber der wird das oft genug gemacht haben. Oder die hatten vorher geprobt. Die Show war jedenfalls zum Beneiden perfekt. Eine gute Performance. Es sah tatsächlich so aus, als ob da was passierte. Wie auf der Waldwiese, als das Gezwitscher verstummte, sobald ich mit Hühnereiern jonglierte. Ich hatte mir nichts dabei gedacht. Ich wollte mir nur beweisen, dass ich mir dazu nicht wie Warwick ein Chip in den Unterarm implantieren lassen muss, damit die Eier ganz bleiben. Das war offensichtlich zu viel. Genauso zu viel wie das Telefonat mit Marcus Suhm, bei dem sofort Schneesturm einsetzte. Der hörte erst auf, als ich aufgelegt hatte. Ich hatte das damals als Überwachungsgau eingeordnet, zumal das Radio auch komisch wurde, wenn ich in die Nähe seiner Wohnung kam. Seine Freundin sagte, er sei schizophren. Ich hab ihr recht gegeben. Es war verrückt. Eine verrückte Ansammlung von Dipolen.
Dienstag, Januar 08, 2008
Guy Chambers hat meine Mail gelesen. Mir ist zum Heulen. Der liest die, Groke nicht. Aber vielleicht hat er sie ja auch nur geöffnet. Der kann bestimmt kein Deutsch. Und was wenn er tatsächlich reagiert? Ich will so gern, dass er auf den Rilke von Nina und Franz schaut. Ich mag Ninas Stimme so. Die beiden passen gut zusammen. Jedenfalls ihre Stimmen auf der CD. Wahrscheinlich ist die CD überfrachtet. Die Gitarre ist zu dominant. Aber Chambers reagiert bestimmt sowieso nicht. Das ist nur Zufall, dass er die Mail öffnet. Wenn ich will, dass mich jemand ablehnt, brauche ich mir im Moment nur vorzustellen, es ist Groke. Der ist grad genervt. Festanstellungsquickie. Ob ich überhaupt jemals die Chance auf eine Festanstellung habe? Katrin redet schon genauso, dabei ist sie keine 25. Es ist schon eine komische Welt. Sie darf keine Jobs mit starkem Publikumsverkehr machen. Aktfotografie müsste gehen. Das dauert Stunden, bevor der Kontakt wechselt. Wenn sie kellnern kann, kann sie auch das. Denke ich. Jedenfalls ist das ruhiger, als für eine Tageszeitung zu fotografieren. Ich komme mit den Halluzinationen besser klar, seitdem die Hand so komisch ist. Das wird alles realer: Radio ist Radio, und Selbst ist Selbst.
Hab einen zerliebten Traumprinzen erlebt. Fast fünf Minuten lang. Er stand direkt neben mir in der Straßenbahn. Bin sogar ans Fenster gerückt, damit er sich setzen kann. Das war zu viel für ihn. Er ist gleich weg gegangen. Hab ihn gestört. Beim Träumen. Ein paar der Gedanken hätte ich schon gern aufgeschnappt. Heute früh hat mich eine Frau angetippt, um sich neben mich zu setzen. Ich hatte grad geschlafen. Kurz danach war sie verschwunden. Straßenbahn ist schon komisch. Aber es war auch nicht die Vier. Ich hatte 103.5 gehört und bin prompt in die Zehn eingestiegen, ohne es zu merken. Erst am Stadion bin ich aufgewacht. Aber da saß die Frau, die mich angetippt hatte, schon ein paar Plätze weiter und schaute mich vorwurfsvoll an. Warum auch immer. Janos Tulok hat mir eine Email geschickt, die er standardformatiert hatte. Sein Standard sieht vor, dass bei Gesprächsterminen die Ortszeit von Amsterdam und Rom eingeblendet wird. Augenringe hatte er. Tief wie noch nie. Hoffentlich habe ich ihn deshalb nicht zu schockiert angeschaut. Im Spiegel sieht er die noch früh genug. Groke fehlt mir. Ich seh ihn schon wieder überall. Gestern wieder auf einem Foto. Ich stell mir dann vor, er sieht mich auch. Wie der Traumprinz heute in der Straßenbahn. Die Gnörich hat es tatsächlich geschafft, dass die Rente weiter läuft. Hab ihr gedroht, dass ich sie umarme. Sie nahm´s gelassen. Tim mag meine Suppe heute nicht. Ich bin plötzlich müde, obwohl ich es verschlafen hatte. Am Donnerstag kommt Tulok ins Mediaproject. Ich freue mich auf morgen. Hoffentlich steige ich nicht aus Versehen in die Bahn. Christine Rudloff fand meinen Abschlussbericht wirr, konnte sich aber nicht mehr erinnern, was konkret.
Sari-Bordeaux. Ich werde die Samsara-Creme kaufen und den Plexus damit markieren. Vielleicht genügt das als Reiz, damit ich anders durchblute. Autosuggestion. Gibt es überhaupt gezielte Autosuggestion? Dass ich nach dem Wirtschaftsfernsehen zu 103,5 und dann zu BSMO will, um für das Volontariat beim Deutschlandradio vorbereitet zu sein, will sie schriftlich. Ein Monat und ich habe immer noch keine Absage aus Köln. Immerhin. Manchmal stelle ich mir vor, Frank Martin liest hier. Ich würde dann aber auch nicht anders schreiben. Wozu auch. Bis zum Frühling und damit bis zum Klettern ist es ewig weit hin. Er würde dann wahrscheinlich auch nicht anders sichern. Ich soll ihn das nächste Mal sichern, sagt er. Mir ist schlecht. Aber wahrscheinlich ist das die Voraussetzung, um nicht zu sehr zu vertrauen. Selbst sichern zu müssen. Hab ihm an den Kopf geknallt, dass ich noch nie einen Mann so intensiv erlebt habe wie ihn. Daher die Notwehr, nehme ich an. Dass der Zahn weg ist, ist schlimm. 22 und ein Frontzahn weg. Hoffentlich arbeitet der Zahnarzt zügig. Ich werde ihn so fest sichern, dass er nicht nachzudenken braucht, ob ich träume. Martin hat mich beim Sichern fast erwürgt. Damals gab es noch keine Gurte. Ich hatte mich trotzdem wie Pudding gefühlt. Gewürgter Pudding. Ist ja noch eine Weile hin. Tango tanzen mag er nicht. Da fühlt er sich beobachtet. Als ob da irgendwas anders ist. OK, das Risiko beim Loslassen ist größer und die Nähe dadurch konstanter, aber nur aus Sicht dessen der führt. Stabilität, denke an deine Achse. Mir ist schlecht. Komisch. Der blöde Zahn. To apologize heißt sich entschuldigen. Hab gleich an Apokalypse denken müssen. Hab schon wieder Angst, ohne sie eingrenzen zu können. Was erlebt der grad? Was habe ich damit zu tun? Habe ich etwas damit zu tun? Ich habe Angst. Als ob die Luft weg bleibt. Einzuatmen tut gut. "Sie ist wieder in der Lage, Auto zu fahren." Ich bin gespannt auf die Firmenwagen. Besonders auf die Navigatoren. Ich schreibe wirr, sagt die Rudloff. Ich hab zu viel Suppe gegessen. Verdammt, ist mir schlecht. Ob das die Angst ist? Wie die sich ohne Risperdal anfühlen mag? Bodenlose Angst? Gestern hatten die noch erzählt, dass die Spears psychiatrisiert wurde, heute fährt die Auto. Innerhalb von 24 Stunden. Komisch. Das war aber auch ein anderer Sender: 103,5 hat erzählt, dass sie gestern bondagiert zwangseingewiesen wurde. Robert Drechsler, konkret gesprochen. Auf meine Mail hat der immer noch nicht reagiert. Abgründe würden sich auftun, hat er gesagt. Ein Glück, dass der Traumprinz grad neben mir stand, als ich ihn heute gehört hab. Sonst hat der in letzter Zeit so was Bedrohliches: Ich schau durch verregnete Fenster, und der redet von blankgeputzten Leuten. Synchronizitätspanik und Traumprinz. Der hat die ganze Zeit nach innen gesehen.
Sari-Bordeaux. Ich werde die Samsara-Creme kaufen und den Plexus damit markieren. Vielleicht genügt das als Reiz, damit ich anders durchblute. Autosuggestion. Gibt es überhaupt gezielte Autosuggestion? Dass ich nach dem Wirtschaftsfernsehen zu 103,5 und dann zu BSMO will, um für das Volontariat beim Deutschlandradio vorbereitet zu sein, will sie schriftlich. Ein Monat und ich habe immer noch keine Absage aus Köln. Immerhin. Manchmal stelle ich mir vor, Frank Martin liest hier. Ich würde dann aber auch nicht anders schreiben. Wozu auch. Bis zum Frühling und damit bis zum Klettern ist es ewig weit hin. Er würde dann wahrscheinlich auch nicht anders sichern. Ich soll ihn das nächste Mal sichern, sagt er. Mir ist schlecht. Aber wahrscheinlich ist das die Voraussetzung, um nicht zu sehr zu vertrauen. Selbst sichern zu müssen. Hab ihm an den Kopf geknallt, dass ich noch nie einen Mann so intensiv erlebt habe wie ihn. Daher die Notwehr, nehme ich an. Dass der Zahn weg ist, ist schlimm. 22 und ein Frontzahn weg. Hoffentlich arbeitet der Zahnarzt zügig. Ich werde ihn so fest sichern, dass er nicht nachzudenken braucht, ob ich träume. Martin hat mich beim Sichern fast erwürgt. Damals gab es noch keine Gurte. Ich hatte mich trotzdem wie Pudding gefühlt. Gewürgter Pudding. Ist ja noch eine Weile hin. Tango tanzen mag er nicht. Da fühlt er sich beobachtet. Als ob da irgendwas anders ist. OK, das Risiko beim Loslassen ist größer und die Nähe dadurch konstanter, aber nur aus Sicht dessen der führt. Stabilität, denke an deine Achse. Mir ist schlecht. Komisch. Der blöde Zahn. To apologize heißt sich entschuldigen. Hab gleich an Apokalypse denken müssen. Hab schon wieder Angst, ohne sie eingrenzen zu können. Was erlebt der grad? Was habe ich damit zu tun? Habe ich etwas damit zu tun? Ich habe Angst. Als ob die Luft weg bleibt. Einzuatmen tut gut. "Sie ist wieder in der Lage, Auto zu fahren." Ich bin gespannt auf die Firmenwagen. Besonders auf die Navigatoren. Ich schreibe wirr, sagt die Rudloff. Ich hab zu viel Suppe gegessen. Verdammt, ist mir schlecht. Ob das die Angst ist? Wie die sich ohne Risperdal anfühlen mag? Bodenlose Angst? Gestern hatten die noch erzählt, dass die Spears psychiatrisiert wurde, heute fährt die Auto. Innerhalb von 24 Stunden. Komisch. Das war aber auch ein anderer Sender: 103,5 hat erzählt, dass sie gestern bondagiert zwangseingewiesen wurde. Robert Drechsler, konkret gesprochen. Auf meine Mail hat der immer noch nicht reagiert. Abgründe würden sich auftun, hat er gesagt. Ein Glück, dass der Traumprinz grad neben mir stand, als ich ihn heute gehört hab. Sonst hat der in letzter Zeit so was Bedrohliches: Ich schau durch verregnete Fenster, und der redet von blankgeputzten Leuten. Synchronizitätspanik und Traumprinz. Der hat die ganze Zeit nach innen gesehen.
Ich zähle grad die Minuten runter, die ich noch im BTZ bin. Der Baustellenlärm ist schlimm. Holger ist weiter weg denn je, atmet nur noch durch den Mund. Stress. Ich komme nicht mehr an ihn ran. Hab Katrin angesprochen, ob sie im Nachbarhaus bei Eugen Mesow Praktikum machen will. Aber sie kann mich scheinbar nicht leiden. Scheinbar. Kneipenprofi eben. Alles ist so weit weg. BSMO hat eine Stelle ausgeschrieben, auf die ich mich bewerben könnte. Als Praktikant in der Online-Redaktion. Im Sommer. Jetzt raucht der, obwohl die Nase zu ist. Ich begreife das nicht. Meine Hände sind kalt. Es ist wie immer: Halblaut "Onanieren" in den Raum geflötet und kein Schwein redet mehr mit einem. So viel Ruhe hatte ich selten. Und kalte Hände. Gruppendynamik. Ich muss eine Bewerbungsmappe kaufen. Oder ich verbrauche die Klarsichtmappen. Die nehmen mich sowieso nicht. Die Gnörich hat mich vergessen, befürchte ich. Die ruft schon seit zehn Minuten nicht zurück. Das Arbeitsamt ist eben doch ein Massenbetrieb. Die Ärzteversorgung hätte noch nicht zurückgerufen. Onanieren! Onanieren! Onanieren!
Montag, Januar 07, 2008
Grad rief jemand mit unterdrückter Rufnummer an und legte auf, ohne sich zu melden. Ich hätte schwören können, es ist Vater. Das war gruslig. Wenn Vater tatsächlich schon so verkalkt wäre, das wäre schlimm. Aber er war es nicht, war zwar in Gedanken, aber war es nicht. Ein schönes Lied. Susanne. Und noch eins. Irgendwas zum Ankern wäre schön. Isländer mögen Lebertran mit Erdbeergeschmack. Was ist eigentlich Lebertran? Und warum ist mir schon wieder kalt? Die Heizung ist auf Maximum. Irgendwas hat sich verändert. Die ist auf Maximum, fühlt sich heiß und trotzdem ist mir kalt. I´ll be waiting singt der. Vielleicht ist es das. Erwartet zu werden ist schlimm. Hektik. Spleth. Ich muss schon wieder an Spleth denken, dabei höre ich SWR3. Ich bin verrückt. Total durch den Wind. Das dritte Auge. Zeit schlafen zu gehen und zu onanieren. Peinlich ist das. Fehlt nur noch ein Falschfahrer auf der A63. Gibt es die überhaupt? Ich fühle mich eingeengt durch meine eigene Phantasie. Angst nennt sich das, ich weiß. Ich weiß nur noch niemanden, den ich mit meiner Angst beeindrucken kann. Vielleicht versuche ich es mal mit meinem Spiegelbild. Das reagiert immer noch am schnellsten. OK, ich sehe mich und finde mich nett. Angst ist relativ. Ich bin nett. Der Arsch muss jemand anders sein.
Google wird selten zur Suche nach Elastiktüll benutzt. Hab mich gefühlt wie beim Wühlen in der alten Faschingskiste: Außer Seidengardinen, Makramee und Latex-Dessous war nichts zu finden. Die Abbildungen sind eher was für´s Krustimeter als für´s Auge. Bin schon wieder ganz Reißwolf. Hab vor lauter Frust nach Nylonstretch gesucht und wurde sofort fündig, schmacht. Fehlt nur noch eine Seite von der Plauener Spitze, die ähnlich schlüssig aufgebaut ist, und ich bin glücklich. Aber das wird wahrscheinlich erst durch ein Firmenporträt machbar sein, protz. Zumindest ein Proben-Katalog für Großkunden müsste sich so bewerben lassen. Mir ist einsam. Wahrscheinlich komme ich wieder mal total aus dem Mustopf. Mir ist kalt. Die Nase läuft. Der Tee tut gut. Himbeer-Erdbeere. Eileen Mägel roch den gern. Hab ihn fast während des ganzen Praktikums getrunken und die Kellertür offen gelassen, bis auch das Foyer danach roch. Elversberg ist im Landkreis Neunkirchen. Es gibt einen ganzen Landkreis, der Neunkirchen heißt. Deshalb hat Groke damals gesagt, dass es in Neunkirchen gekracht hat, obwohl auf der Google-Map nichts zu sehen war. Irgendwann leiste ich mir eine Saarlandkarte, vielleicht sogar die, die im Studio neben dem Ventilator hängt. Neben dem Ventilator, in den Groke seine Zunge gesteckt hat, um zu beweisen, dass der Motor unfallsicher ist. Hab schon wieder Angst um ihn. Verrückt. Er hat ja noch nicht mal gesagt, dass er mich heiraten will. Ich hab jedenfalls nix mitgekriegt. Immer dieser vorauseilende Gehorsam. 21:57: OK, hab Gehör und Gehorsam verwechselt. Liest sich inzwischen fremd. Ist lange her. Die letzten Minuten waren intensiv - hab einen Spiegel neben den Monitor gestellt. Da war er schon ein halbes Jahr nicht mehr. Vielleicht fotografiere ich auch wieder mehr. Ein Foto ist nachhaltiger als der Blick in den Spiegel.
Sonntag, Januar 06, 2008
Was würde es ändern, wenn das alles, was ich erlebe, dieses Gläsern-Sein, dieses Gehört- und Gesehen-Werden tatsächlich passiert? Was wäre dann? Was ist, wenn ich in einem realen Raum bin? Was ist dann zwingender? Ist es nicht genauso belanglos, als ob ich mit dem, der da spricht, gerade in der selben Straßenbahn sitze oder die selbe Straße quere? Was macht diesen Kontakt um so viel bedeutsamer? Die Neugier? Die Sehnsucht nach Information? Das ist wahrscheinlich übertrieben. Wahrscheinlich ist es nur agitierte Langeweile. Wenn schon Sehnsucht, dann die, den Moment mit Geräuschen zu unterlegen. Romantik eben. Lichtschacht pur. Ein bißchen Spotlight, ein bißchen Bühne, ein kurzes Innehalten. Verdammt, warum reagiert Calabrese nicht? Warum addet mich Groke nicht? Warum differenziert der so stark?Die hieß nicht Samsara, die hieß Pam. Eine flachbrüstige Pam. Dass der Sari Mönchskuttenfarbe hatte, fiel mir erst durch die Fotos auf. Ich hätte so gern das pelzige Gefühl weg. Stattdessen treten die Sehnen immer deutlicher hervor, als ob ein Spasmus einläuft. Sport, Dehnen. Die Handinnenfläche scheint nur noch Sehne zu sein. Ich atme flach. Der Sitzball ist zu leer. Wahrscheinlich ist es das. Halt, war das überhaupt die Knispel mit dem Heiratsantrag? Ich bringe schon Steffi Neu und Heike Knispel durcheinander. Verrückt. So kurze Zeit und ich verwechsle die beiden schon. Ich kriege den Sitzballstöpsel nicht raus und kann die Luft nicht aufpumpen. Ich rede schon genauso in Kreisen wie Freitag. Wenn der über Neuroleptika geredet hat, konnte ich mich kaum konzentrieren. I feel like a criminal ist in den Charts. Es war tatsächlich alles nur Autosuggestion. Da ist keine Querverbindung zwischen dem, was ich schreibe und dem was ich höre: Das, was ich schreibe, beeinflusst das, was ich höre nur autokonfrontativ. Allmählich wird es wieder übersichtlicher. Ich war nur aufgeputscht. Verrückt. Ich bin froh. Was wäre das sonst für ein Leben? Ich höre jetzt drei verschiedene Sender. Das Zappen fällt mir leicht, schon fast wie beim Fernsehen. Das Bindende ist weg. Dieses Zwingende ist nicht mehr da. Das Schreiben tat gut. Bei Lablue schwärmt Karl vom Morgenteam-André auf 103.5. Der wäre bei ihm im Fitnesscenter gewesen. 103.5 - das ist für mich der Morgen zwischen Altenberger Platz und Meißner Straße. Ich kann mir den Dresdner Morgennebel schon gar nicht mehr ohne das Gegackere und die Sibylle Berg vorstellen. Es ist meine Peer-Group, habe ich heute gelernt beim Lesen in den "Einsamen Cowboys". Es geht schon wieder los: Alles meint mich: Auf der A81 kracht es, weil ich SWR3 höre - eine idiotische Gedankenschleife, aus der ich nicht ausbrechen kann, ohne in der Musik zu ankern. Jetzt läuft wieder die barfüßige Norwegerin, die ihre letzte Beziehung besingt. Aber ich bin unsicher. Vielleicht verwechsle ich sie. Die Playlist ist nicht aktuell. Was sich ändern würde? Keine Ahnung. Ich würde mich wahrscheinlich auf anderes konzentrieren. Irgendetwas bindet immer Aufmerksamkeit. Und wenn es die aktuelle Größe der Schneeflocken ist, ich liebe Schneeflocken. Dass ich die Knispel und die Neu verwechselt habe, macht mich wütend. Ich dachte, ich wär gelassener. Fremd wie in der Straßenbahn wäre es. Das scheinbar Konspirative, das Miteinander per Stoppuhr dehnt, wäre weg. Dieses alles versteinernde Dopamin würde weniger anfluten. Und auch wenn eine Bombe neben mir nieder geht, kann mich niemand zwingen, deshalb tiefer Luft zu holen. Es ist mein Leben. Ich bin kein Worst Case Attachment.
Spitze
Nahtlose Dessous sind aus Elastiktüll, glaube ich. In Plauen ist die schönste Spitze aus reiner Baumwolle. Brüsseler Spitze. Seidenspitze. Latex. Lycra. Erzgebirgs-Klöppelspitze. Nitril reißt durch Schweiß, resp. Salz. Unter Silikon & Spitze kommen nur Dildos.
Was ich an Claudia am meisten gehasst hatte war das Männer-Pheromon. Warum legte die ausgerechnet ein Pheromon auf, das Frauen stimuliert? Die ist beknackt. Die wollte es krachen lassen. Die wollte, dass ich Martin fertigmache, sobald ich den Trigger an ihm rieche. Überhaupt auf die Idee zu kommen, ihn per Pheromon anzuhübschen, hat mich fast wahnsinnig gemacht. Was bildet die sich ein? Vorbei. Eva will ihn fotografieren, womöglich noch mit dem Kommentar DuSiehstEntspanntAus. Und was wenn er dann tatsächlich entspannt aussieht? Ich bin so wütend. Warum sind die Haare weg? Was ist da passiert. Groke kontert gleich mit You don´t fool me. Ich weiß schon gar nicht mehr, wie es ist, wenn man vermisst wird. Ich glaube, er hat mich nie vermisst. Nur als er gelähmt war. Scheinbar gelähmt. Das war ja nur der Schmerz. Eigentlich wäre alles gegangen. Die "realen" Veränderungen waren minimal. Aber was, wenn ich grad alles kopiere? Wenn ich ihn jetzt so vermisse, dass ich ihn kopiere? Aber ich vermisse ihn nicht. Im Gegenteil. Ich suche mir ein Phantom, das 600 Kilometer weit weg ist. Aber wenn ich ihn nicht tatsächlich vermisse, warum brauche ich dann ein Phantom? Sobald ich ihn sehe, bin ich blockiert, da fließt nichts, kein Gedanke. Oder ist es, dass er dann blockiert ist? Jedenfalls ist da eine Barriere, seitdem Sabine tot ist. Und das nicht erst durch Claudia. Vielleicht habe ich ein gewaltigeres Problem mit Sabinen als mit Claudias? Warum kenne ich so viele Sabinen? Wer wollte das? Ist das gemacht? Wie ist das gekommen? Krause erzählt so, dass es mir schwerfällt ihm zuzuhören. Es sei denn, er redet über Küchen. Ich freu mich auf nächste Woche. Ich sehne mich nach Struktur. Nach Tagen, die einen klaren Ablauf haben. Tag für Tag. Austauschbar. Ich sehne mich nach austauschbaren Tagen.
Worauf freue ich mich? Auf Groke 14 Uhr. Schmacht. Jetzt wird die Musik plötzlich leiser. Von einer Sekunde auf die andere höre ich weniger. Gruslig. Als ob der an die Regler gekommen ist. Ich glaube, ich werde schon wieder verrückt. Mayer hat die Knispel vorhin heimgeschickt, obwohl sie Zahnschmerzen hatte. Bloß um ihr nicht aus Versehen den zweiten Heiratsantrag diese Woche zu machen. Den ersten hatte sie ja von HabSchonWiederVergessenWieErHeißt. Stress. Sie hat Stress. Irgendwie erinnert das an früher. Du warst mittendrin. Ist schon komisch. Aber was ist schon mittendrin? Wenn Holger von Pillnitz erzählt, bin ich froh, dass ich nicht seinen Job gemacht habe: In den paar Wochen hat der in sämtlichen Biografien gestöbert, musste aber die Klappe halten. Das Stöbern selbst macht schon Spaß. Laut zu stöbern, das wäre es. Das ist es. Jeden einzelnen Gedanken rauszuschreien. Das tut gut. Groke scheint im Wald gewesen zu sein. Das Kribbeln lässt nach. Ich bin glücklich. Plötzlich lässt es nach. War verrückt. Es war verrückt. Keine Ahnung aus welcher Region. Energiefelder sind das, sagt Witt. Komisch, nur Witt zu schreiben. Als ob es so viele gibt. Hab immer das Gefühl, ich muss ihn näher bestimmen oder er wäre näher, wenn ich den Vornamen sage. Dabei reicht eigentlich dieses alberne Stirnband und Witt, um ihn eindeutig zu beschreiben. Irgendjemand muss ihm mal gesagt haben, dass das gut aussieht. Aber ich war das nicht. Bloß die Locken danach. Seine Mutter war das bestimmt. Ich kann mir Hanka nicht vorstellen, nicht mal Anne. Dabei hat Nina sie oft beschrieben.. Auf der Straße würde ich sie garantiert nicht erkennen. Groke fehlt mir. Ist das jetzt Anschleimen? Wahrscheinlich sogar peinlich. Tim geht nicht ans Telefon. Ich bin so unzufrieden und weiß nicht warum. Irgendwas liegt in der Luft. Vorgestern an der Haltestelle war ein Mann, der kommentierte alles und jeden, als ob er dadurch verständlicher wurde. Der schien mir extrem schnell vertraut zu sein, aber das war er wahrscheinlich jedem. Wenn ich wüsste, was ich in den nächsten zwei Minuten will, würde ich planen. So lasse ich mich einfach nur treiben. Am Montag schreibe ich den Abschlussbericht. Ich weiß aber noch nicht, wer den alles liest. Eignungsabklärung und Arbeitserprobung. OK, ich kann inzwischen sagen, dass Adobe InDesign tatsächlich ein Grafikprogramm ist, obwohl ich im Wesentlichen Textverarbeitung gemacht habe. Aber warum Eileen Mägel mich für nicht besonders kritikfähig hält, habe ich nicht gefragt. Wie ist man, wenn man kritikfähig ist? Hat sie das reingepackt, um überhaupt etwas Kritisches zu sagen? Projeziert? Egal. Die ganze Skalierung fand ich beknackt. Vergleiche Licht und Farbe... Am Freitag hat sich ein IT-ler neben mich gestellt und geschnuppert. Adobe InDesign Kennenlernen eben. Ich hab mir nie getraut, ihm über die Schulter zu schauen. Der wirkte mir zu kompetent. Oder zu konzentriert. Aber das ist ja das Gleiche. Holger könnte ich ständig fragen. Aber der weicht ja auch auf Fahrzeugpflege aus. Groke verwechselt Karla und Claudia, heul. Claudia Bruni. Mir ist elend. Der mag Claudias.
Welchen Evolutionsvorteil hat die Erektion bei Berührung von L2? Warum ausgerechnet L2? Zumal S1 sich bis an die Ferseninnenseite ausdehnt? Embryologie... jetzt die Ontologie parat zu haben, wäre gut. Google ist unfair, verlinkt nur Müll, sobald es interessant wird. Irgendwelche Springer-Links, die in der SLUB versacken. Vielleicht genügt es ja auch schon, am linken kleinen Finger zu lutschen. Chinese müsste man sein. Dann wüsste ich jetzt die ganzen Meridiane. Die chirosophischen Kinderfalten sind am Kleinfingerballen. Trägt das? Warum sind die eigentlich ausgerechnet dort? Boah, jetzt ist der ganze Unterarm warm. Ein orgastischer Unterarm. Beknackt. Dazu der obligatorische Unfall. Ich staune schon gar nicht mehr über den Verkehrsticker. Tuloks DasIstAllesWeitWeg hilft mir sehr. Vor allem sein Blick dabei. Die Lawinen machen mir Angst. Ich würde Nina am liebsten anrufen. Hab ihr gesimst. 13.37 Uhr. Der Nierenmeridian ist am Kleinfingerballen, wusste ich es doch, dass der Sari eine Bedeutung hatte. Mir wird gleich ganz hängemattenmäßig.
Morgen frage ich Köhler nach der Duftserie: Da gab es einen Film über einen ehemaligen tibetianischen Mönch. Seine Geliebte hing in einer Schlinge, die sie aus ihrem weinroten Sari um einen Balken geknüpft hatte, Ihre Aufmerksamkeit war dabei herabgesetzt, so dass die beiden nicht hörten, dass seine Einzige kam. Neben dem Film entstand auch eine Duftserie. Vielleicht geht mit der Duftserie der Reiz weg. Eine Schlinge im Dachbalken und Plexusläsion, dabei ein virtueller Reiz auf S1/2. Über das Eingangsbild Sarischlinge müsste es klappen, das Kribbeln anders zu unterlegen. Zumindest kortikal. Hatte die wirklich den linken Arm in der Schlinge? Egal. Das hat Zeit. Inzwischen tippe ich mit Links. Losgegangen ist der Schub mit der "Letzten Kriegerin". Bin immer noch bei meiner ersten Zwangseinweisung. Damals hatte ich die Walkabouts oft gehört. Der hat jetzt Glatze. Hat der Schlagzeug gespielt? Vielleicht ist Beiersdorfs Ruhe genau das, was mir langfristig gut tut, und ich bewerte das Kribbeln nur falsch? Jedenfalls konnte ich in der Nacht selbst kaum schlafen. Der Wechsel vom Quasi-Dialog in begleitendes Lounge-Schweigen war nur so unerwartet, dass ich plötzlich fremd in mir war. Hab mich als störend erlebt. Bis ich selbst - verdammt wo beginnt selbst. Krause erzählte was vom Vaginalspasmus, der die 112-Akquise nötig machte. Die ist wahrscheinlich genauso Phantasie wie die Priapismus-Story mit Baguettebruch diesseits des Anus.
Verblendung & Verdammnis
Auf Norwegisch heißt "Ich Liebe Dich" nicht "Alvers", sondern "Jeg elsker deg" - das ist schon mal beruhigend. Bin also noch selbstbestimmt. Hab grad mit MetaGer gesucht, zwecks Autokonfrontation. Und ich bin mir immer noch fremd, trotz Software. Fast so fremd wie beim Blasten mit Spleth. Es schneit. Das ist fast als ob Groke schon sendet. Riesenflocken. Das Dach ist schon fast weiß. Fast. Die Uhr lag stundenlang auf dem Schreibtisch und geht minutengenau. Was kann Eingangswiderstand? Was Steuerströme. Jetzt knackte die Tastatur. Ausgerechnet bei Eingangsströmen. Piezoelektrik. Weltferne. Entspannung. Träumen. Harndrang. Das war das schlimmste im Saal. Dieser ständige Harndrang, sobald du wusstest, dass die nächsten Stunden kein Schwein ablöst. Lange her. Komisch, dass mir das jetzt grad einfällt. Ob das die Ulnarisreizung ist? Ein verkappter Harndrang? Ich trau mir alles zu. Auf dem Schillerplatz gibt es Duftcremes. Eine war in quasi-textilem Sari-Weinrot verpackt und griff auf einen Film zurück. Hab Schiss, dass Nina auf eine Lawine tritt.
Samstag, Januar 05, 2008
Im Blaster ist ein Jurist aufgetaucht und grübelt. Er scheint verheiratet zu sein. Gerd hat eine Mail an mich weitergeleitet, in der jemand über die Krebsimpfung wettert. Ich wache auf und hoffe, dass der Arm wieder so ist wie vorher. Hoyer sucht ein Synonym für weibliche Verwandte scharf machen. Ich kann nur destruktiv assoziieren. Das Kribbeln verunsichert mich.Der Tante Emma Laden. Bin froh, dass X. die Krebsimpfung nicht hat, auch wenn Gerd selten gründlich recherchiert. Ob das Kribbeln verschwindet, wenn ich das Risperdal nicht mehr nehme? Dis SWR3-Motz scheinen Groke grad zu bearbeiten. Das ist alles so weit weg. Nur dass er hungrig ist oder war, verstehe ich. Gini kommt aus Baden-Baden, und er freut sich auf sie. Aber vielleicht ist das auch gar nicht Stefanie Haiber. Ich spinne schon wieder und verstehe mich selber kaum noch. Am wenigsten das Kribbeln. Damit rückt jedes Draußen weit weg. Ich weiß nicht mal mehr, wie das letzte Blasten mit Steffie Haiber im Ohr war, ohne die Datei zu öffnen. Nicht mal, wann das war. Das ist irgendwie ein verkorkstes Engramm. Los ging der Schub zu Silvester bei Bug und Gote, als ich über drinnen und draußen gegrübelt hatte und Bug sagte, was ich schrieb. Dieses ZweiDumme,EinGedanke war wieder mal traumatisierend. Ich erlebe es seit Wochen als traumatisierend, wenn ein Fremder, den ich mag, das gleiche zu denken scheint wie ich. Ob das eine vorweggenommene Verlustangst ist, weiß ich nicht. Aber ist das wirklich ein Schub oder tatsächlich eine echte Durchblutungsstörung? Ogott, ob Groke schon seit Jahren Vater ist? "Du kannst nichts verlieren, dessen Wert du voll anerkennst!!", schreibt die, aber nur mit zwei Ausrufezeichen. Ich spinne. Ich sehe mich schon wieder von draußen. Das Kribbeln lässt nach. Sobald ich nicht dran denke. X. hat sich noch nicht gemeldet. Boah, das Bild trägt über mehrere Minuten: Groke als Vater. 007-Vater. Weit weg ist das alles. Und ich muss nichts begreifen. Bin bloß fasziniert von dem Gedanken, dass da irgendwo ein kleiner Groke rumsteigt. Tim wird noch schlafen. Das Radio lief fast die ganze Nacht. Ich wollte Spleth nicht verpassen, nachdem ich kurzzeitig Hass gewittert hatte, ohne ihn aktuell zuordnen zu können. Hass auf mich. Verrückt, ich weiß. Als ob es eine Rückkopplung zwischen dem, was ich schreibe, und dem was er macht, gibt. Am Freitag bin ich ohne Citycard gefahren, da ging mir das ähnlich: Ich hab jeden beobachtet, der sich neben mich setzte, und das, was er machte, mit dem in Beziehung gesetzt, was ich dachte. Der konnte meine Gedanken nicht lesen, trotzdem war die Nähe unheimlich. Ein verrückter Film. Hab lange gebraucht, um loszulassen. Was eine vergessene Citycard so macht. "I feel like a criminal", läuft grad. Das wird es gewesen sein. Ob dieses ganze Bühnenerleben chronischer Selbstzweifel ist? Selbstzweifel, der in selbstzerstörerische Körperengramme mündet? Ich fühle mich ständig schuldig, ohne zu wissen wofür. Vielleicht ist das der Grund, warum ich ständig Hass wittere und so oft hasse. Bis zum Bindungsverlust. Es ist, als ob ich mich selbst dafür kasteie, sobald ich in mir Hass spüre. Ob das pervertierter Liebeskummer ist. Es tat so gut, die WDR2-Playlist zu sehen und zu erkennen, dass das, was ich höre, mit dem übereinstimmt, was ich lese. Es war also keine konzertierte Aktion, die mich meinte, sondern Alltag. Dieses ZweiDumme,EinGedanke. Mit dem üblichen Trauma. Je länger ich höre, um so geringer wird es. Desensibilisierung, dozier. Was ist intrinsische Energie? Es gibt kaum eine größere Enttäuschung, als wenn Du mit einer recht großen Freude im Herzen zu gleichgültigen Menschen kommst", kommentiert Metager meinen Hilfeschrei: Hab Google nach intrinsischer Energie gefragt und dann zu Metager gewechselt. Der große Unsichtbare hat sein Spotlight ausgerechnet auf mich gerichtet. Sich zum Vergöttern preisgegeben. Mir wird gleich ganz heimatlich. Es ist schon fast wieder wie im Hygienemuseum, wo ich jeden Metager-Suchauftrag ausgedruckt hatte und Artefakte im Text markiert hatte. Ich wollte mich nicht von der Metager-Listenfolge abhängig machen und hab lieber auf den Drucker vertraut. Ein irrer Hauch von Freiheit war das. Jetzt verarscht mich Googleund bietet plötzlich Metager-Suchergebnisse an. Sogar das Schlagwort Salutogenese. Mir wird schlecht. So viel Filterwegfall ist sogar mir zu viel. Heim. Was ist Heimat? Scheißschizoides Kartenhaus.
Silvester
Irgendwo auf der Augustusbrücke liegt Franks Zahn. Ein Stück davon. Mit Freunden war er unterwegs. Martin war auch dort. Es muss viel los gewesen sein. Ein regelrechter Ascheregen, sagte Martin. Er hätte einen Schirm mitnehmen sollen, meinte er. Es sei wie auf dem Mont Matre gewesen. Damals war ich mit Tim in der Dachkammer geblieben. Das war der schönste Moment. Im Bett zu liegen, über mir der Himmel und neben mir der schlafende Krümel. Pabst kann mich nicht leiden
. Aber das konnte er wahrscheinlich noch nie. Das war alles nur Autosuggestion. Bedauert mich keiner? Mir ist zum Heulen. Oje. Da brummt sogar mein Kühlschrank.
Hirnstamm-Drill mit Pharma-Bondage
"Zu wissen, dass man glücklich war, ist leicht. Zu wissen, dass man glücklich ist, ist Kunst", hab ich grad auf einer Badener Seite aufgeschnappt, als ich nach Thalamus und Durchblutung gesucht hatte. Das Tor zum Bewusstsein. Hab bislang nicht drauf fokussiert, weil dort fast immer Rush Hour ist, so viele Bahnen, wie dort kreuzen. Mit der Zone lässt sich fast alles erklären, außer das Wetter. Aber vielleicht auch das. Was ist schon Wetter? Der Weißwein tat gut und dass Tim da war natürlich. Hab Lust ihn anzurufen, um gemeinsam zu schweigen. Aber dann müsste er den Hörer zwischen Ohr und Schulter klemmen oder den Lautsprecher nehmen. Außerdem kann er dann nicht ins Internet chatten. Gemeinsam zu Schweigen ist schon toll. Fast wie Welt Retten. Harmonisch, eins mit sich selbst und weit weg von jedem Selbstzweifel. 1! 2! 3! Hab Grokes Gini gemailt, ob sie mich addet. So viel zum Selbstbewußtsein nach dem Feedback von Marianne Faithfull. Irgendwann wünsche ich mir As Tears Go By bei Dieter Exter. Die Beine stacheln. Hab keine Lust zum Rasieren. Ich kann mich heute nicht riechen. Nächstens nehme ich ätherische Öle fürs Ohr. Glycerin genügt mir nicht mehr. Was ist das? Der ganze Körper ist fremd. Die Hand pelzig, die Beine stacheln, und das Ohr stinkt. Jetzt noch Besuch wäre der Gau. Hagen simst, als wäre er nicht von Dresden nach München sondern von München nach Dresden unterwegs. Ich bin durcheinander. Jedenfalls war er auf der Autobahn. Heute irgendwann. Hab vorsichtshalber nicht geantwortet. Das BistMirNah war wahrscheinlich schon zu verpflichtend. Der funktioniert immer perfekt. Sogar die Internetseiten laden dann schneller. Wahrscheinlich bin ich neidisch auf seine Ladezeiten. Sicher ist es das. Es stinkt. Überall. Vielleicht gehe ich schlafen, bis alles vorbei ist. Bis nichts mehr stört.
Backkartoffeln, Fisch und Spinat
Wenn ich die ganze Hand bewege, ist das Linkstippen fast schon wie mit der rechten Hand. Ich stütze den linken Handballen auf. Dann passiert mehr im Kopf. Mann, bin ich aufgeregt. Ich atme kaum. Verrückt. Bin ganz Hand. Als ob alles davon abhängt, dass ich mich JETZT, in diesem Moment konzentriere. Aber die Hand verändert sich. Sehr. Da passiert mehr als bei Massenbewegungen. Je kleiner die Bewegung, um so größer scheint der Effekt zu sein. Kandalezza, Condalessa, Karezzo... ich komme nicht mehr drauf. Kreisende Erregung. Egal. Ich muss mich nicht konzentrieren. CandiDat Pilzgeber würde Candidonor heißen. Der, dem der Pilz gegeben wurde, ist der Kandidat, oder? Hab keine Ahnung, was das heißen soll. Pilz ist garantiert nicht die ursprüngliche Bedeutung. Wahrscheinlich muss die Spirale raus. Ist sowieso überflüssig. Menopause ist das noch nicht. Rein statistisch gesehen ist es unwahrscheinlich. Hagen ruft an. Weltverschwörung. Dass der ausgerechnet auf der Autobahn an mich denkt, macht mir schon Angst. Wie verdammt hat der die Nummer eingegeben? Minus 1 Grad und kein Glatteis, behauptet der. Ich hasse schon wieder. Alle. Backkartoffeln. Die Hände schwitzen. So feucht sind die selten. Gestern waren die staubtrocken, fast neurodermitisch. Calabrese antwortet bestimmt nicht. Die mail an Groke habe ich natürlich nicht gesendet. Wozu auch. Der lebt in einer anderen Welt. Backkartoffeln. Calabrese fehlt mir im Moment auch nicht. Hab ihm alles entgegengeschrien und Pabst wegen einem Werbeexemplar angebaggert. Schlimmstenfalls investiere ich zehn Euro und kaufe das Buch selbst. Pabst macht Umsatz mit mir, grins. EIN Käufer pro Jahr.
Regression
Mit links zu tippen, hilft ja angeblich, leichter zu regredieren. Lecithin, Trinken und Linksschreiben... Mal sehen, was sich verändert: Boah, das flutet. Mir wird schwindlig. Hab die Schultern fallen lassen. Und atme kaum. Immerhin bleibt meine Armbanduhr nicht stehen. Das ist das Grusligste: Eine weitgehend mechanische Uhr, die plötzlich stehenbleibt. Zehn Minuten Linksschreiben ist eine gute Leistung. Bin stolz auf mich. Hab sogar links geblastet:
Christine schrieb soeben überNachwelt
der hahn tropft nicht[Flucht-Links: Clan | ImBlasterVerlinktePflanzenDieMirTotalWichtigSind | Fahrerlaubnis | GeschwolleneFuesse | Bibelkinder]
Christine schrieb soeben überNachwelt
der hahn tropft nicht[Flucht-Links: Clan | ImBlasterVerlinktePflanzenDieMirTotalWichtigSind | Fahrerlaubnis | GeschwolleneFuesse | Bibelkinder]
Schlecker
Hab mir Lecithin gekauft. Vielleicht frischt das das sensorische Gedächtnis auf. Der Ulnaris ist schlimm. Da hilft nicht mal Ursulas Teddy. Hab kein Engramm zum Fluten der Region mit Information. Wie Wundstupor ist das. Hab wochenlang den linken Arm neben dem Notebook aufgestützt. Aber was im Moment ausgerechnet den linken Ellbogen kortikal verstärkt begreife ich nicht. Hab auch keine Ahnung, was außer dem Sofa das Gesichtsfeld so triggern könnte, dass aus dem Pelz irgendein Benefit resultieren könnte, so unbewusst der auch sein mag. Es ist einfach idiotisch. Irgendeine idiotische Gedankenschleife, die ich nicht aufbrechen kann, ohne mich zu bewegen. Ursula tippt auf C6/C7. Aber das Genick war wochenlang reizfrei. Wundstupor ist Quatsch. An der Stelle ist zwar grad die Schreibtischkante, aber so in Gedanken kann ich nicht gewesen sein, dass ich die Reizung nicht gemerkt habe. Vielleicht hilft Magnesium. Das müsste das Tempo rausnehmen. Schnelle Membranen und Kribbeln... Jetzt Conny anrufen und nach Magnesium bei peripherer vegetativer Reizung zu fragen? Das bringt mich auch nicht weiter. Das Lecithin ist schon angekommen: Hab Durchfall. Jetzt Engramme für den linken Unterarm, grübel. Yoga, Kopfwenden, Bewegen. Mir ist plötzlich kalt. Immer wenn ich den Pullover anziehe, beginne ich zu frieren. Seit Tagen. Was da an Gedankenketten passiert, ist mir unklar. Jedenfalls geht das Kribbeln zurück. Vielleicht flutet grad der ganze Schrott aus dem linken Unterarm an. So wie das dort verschlackt, ist es bestimmt stau-sauer. Aber das Frieren ist mir trotzdem unklar. Kribbeln und Frösteln... Was passiert zwischen Kribbeln und Frösteln? Zwischen Schwere und Kälte muss es doch Übergänge geben. Warum kippt das so schnell? Ob das Gefäßspasmen sind? Was passiert dann bei Lecithin und Risperdal? Und vor allem an welchen Strukturen passiert das? Ursula hat sich in den Hypothalamus verliebt und konzentriert sich bei ihrer Argumentation permanent auf das Koenzym Q10. Immer wieder kommt sie dort an. Thalamus, Schlafes Bruder, Benzodiazepin-Rezeptoren... Jetzt sind beide Hände kalt. Die Gedanken fließen immer chaotischer. Calabrese hieß der italienische Neuroanatom, der Pabst so beeindruckt hatte, dass er ihn verlegt hat. Calabrese. Der liest sich gut. Vielleicht maile ich dem. Aber kann der überhaupt Deutsch? Und lebt der überhaupt noch? Calabreses scheint es mehrere zu geben. Oder der hat mehr als zwei Vornamen. 05.01.2008, 11:35 Uhr, Pro7 switch, Show, Comedy, D 1997 - Live :-)
Abonnieren
Posts (Atom)
