Samstag, Januar 05, 2008
Schlecker
Hab mir Lecithin gekauft. Vielleicht frischt das das sensorische Gedächtnis auf. Der Ulnaris ist schlimm. Da hilft nicht mal Ursulas Teddy. Hab kein Engramm zum Fluten der Region mit Information. Wie Wundstupor ist das. Hab wochenlang den linken Arm neben dem Notebook aufgestützt. Aber was im Moment ausgerechnet den linken Ellbogen kortikal verstärkt begreife ich nicht. Hab auch keine Ahnung, was außer dem Sofa das Gesichtsfeld so triggern könnte, dass aus dem Pelz irgendein Benefit resultieren könnte, so unbewusst der auch sein mag. Es ist einfach idiotisch. Irgendeine idiotische Gedankenschleife, die ich nicht aufbrechen kann, ohne mich zu bewegen. Ursula tippt auf C6/C7. Aber das Genick war wochenlang reizfrei. Wundstupor ist Quatsch. An der Stelle ist zwar grad die Schreibtischkante, aber so in Gedanken kann ich nicht gewesen sein, dass ich die Reizung nicht gemerkt habe. Vielleicht hilft Magnesium. Das müsste das Tempo rausnehmen. Schnelle Membranen und Kribbeln... Jetzt Conny anrufen und nach Magnesium bei peripherer vegetativer Reizung zu fragen? Das bringt mich auch nicht weiter. Das Lecithin ist schon angekommen: Hab Durchfall. Jetzt Engramme für den linken Unterarm, grübel. Yoga, Kopfwenden, Bewegen. Mir ist plötzlich kalt. Immer wenn ich den Pullover anziehe, beginne ich zu frieren. Seit Tagen. Was da an Gedankenketten passiert, ist mir unklar. Jedenfalls geht das Kribbeln zurück. Vielleicht flutet grad der ganze Schrott aus dem linken Unterarm an. So wie das dort verschlackt, ist es bestimmt stau-sauer. Aber das Frieren ist mir trotzdem unklar. Kribbeln und Frösteln... Was passiert zwischen Kribbeln und Frösteln? Zwischen Schwere und Kälte muss es doch Übergänge geben. Warum kippt das so schnell? Ob das Gefäßspasmen sind? Was passiert dann bei Lecithin und Risperdal? Und vor allem an welchen Strukturen passiert das? Ursula hat sich in den Hypothalamus verliebt und konzentriert sich bei ihrer Argumentation permanent auf das Koenzym Q10. Immer wieder kommt sie dort an. Thalamus, Schlafes Bruder, Benzodiazepin-Rezeptoren... Jetzt sind beide Hände kalt. Die Gedanken fließen immer chaotischer. Calabrese hieß der italienische Neuroanatom, der Pabst so beeindruckt hatte, dass er ihn verlegt hat. Calabrese. Der liest sich gut. Vielleicht maile ich dem. Aber kann der überhaupt Deutsch? Und lebt der überhaupt noch? Calabreses scheint es mehrere zu geben. Oder der hat mehr als zwei Vornamen. 05.01.2008, 11:35 Uhr, Pro7 switch, Show, Comedy, D 1997 - Live :-)
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