Mittwoch, Januar 02, 2008
Ich bin glücklich
Marianne Faithfull hat mich geaddet - ich bin so glücklich. Heute hat ein Admin meinen PC per Netzwerk übernommen und auf meiner Festplatte gekramt. Zum Schluss hat er ihn sogar von seinem Kämmerchen aus runtergefahren. Das war ein eindrucksvoller Moment. Besonders, als er Fließtext mitten in mein Gesichtsfeld gespammt hat. Es war fast wie Chat. Hab danach minutenlang nichts mehr machen können. So in Trance war ich. Der Übergang war genauso unerwartet wie beim Reinzappen in die Spleth-Show gestern abend. Hab ihm eine Gruß-Mail zum Neuen Jahr geschickt und damit scheinbar einen Schalter umgelegt: Er schien alles zu kommentieren, was ich mache. Tim ist sowas auch schon mal passiert. Ich verrenne mich schnell. Hab jetzt erst erfahren, dass da drei Mädchen zu Silvester bei Tim waren. Hätte ich das eher gewusst, hätte ich ruhiger geschlafen. Eins der drei hatte ich sogar am Telefon. "Sie haben sich verwählt", hat sie sagen sollen und auch gesagt. Ich hatte es tatsächlich geglaubt und Tim von ihr erzählt, davon, wie schade es ist, dass sie nicht zusammen feiern, weil ich tatsächlich glaubte, dass ich mich verwählt hatte. Er hat sich nichts anmerken lassen. Er wäre bestimmt ein fantastischer Schauspieler. Und die Mädchenstimme war toll. Veronica heißt sie. Aber so wie er das gesagt hat, scheint sie nicht DIE Einzige für ihn zu sein. Oje, hoffentlich liest sie das nicht. Vielleicht hat er ja auch wieder geschauspielert. Als ich wieder klar denken, sprich den PC hochfahren konnte, habe ich dem Unsichtbaren natürlich sofort per Mail gehuldigt, worauf er reagiert hat wie alle Unsichtbaren: mit schweigender Ignoranz. Ein wichtiger Mensch. In meinem nächsten Leben werde ich Admin und spamme sämtliche Monitore mit Bulletins zu. Was auch immer das ist. Ich lasse mich so gern anbeten. Am schönsten ist das SichVerflechten von Schrift, wenn Admin und Klient gleichzeitig schreiben. Das kann kein Chat. Ogott, heute ist Spleth nicht auf Sendung. Hoffentlich war ich das nicht. Ich spinne schon, bloß weil ich keine mehrere Tage alte Kopie des Moderationsplans in meiner Ablage habe. Aber fair wäre das schon, wenn er nach den stressigen Nächten am 2. Januar frei hat. Das Risperdal tut gut. Nach fünf Stunden scheint es allmählich anzufluten. Holger hat sich ein Pistolenhalfter zu Weihnachten für sein Handy schenken lassen. Hoffentlich fällt ihm das Handy nicht zu oft runter. Es hat ja keinen Griff, wenn er es unter der Achsel vorkramt. Überall Actionhelden und Jungdynamiker, schnief.
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