Samstag, Januar 05, 2008

Hirnstamm-Drill mit Pharma-Bondage

"Zu wissen, dass man glücklich war, ist leicht. Zu wissen, dass man glücklich ist, ist Kunst", hab ich grad auf einer Badener Seite aufgeschnappt, als ich nach Thalamus und Durchblutung gesucht hatte. Das Tor zum Bewusstsein. Hab bislang nicht drauf fokussiert, weil dort fast immer Rush Hour ist, so viele Bahnen, wie dort kreuzen. Mit der Zone lässt sich fast alles erklären, außer das Wetter. Aber vielleicht auch das. Was ist schon Wetter? Der Weißwein tat gut und dass Tim da war natürlich. Hab Lust ihn anzurufen, um gemeinsam zu schweigen. Aber dann müsste er den Hörer zwischen Ohr und Schulter klemmen oder den Lautsprecher nehmen. Außerdem kann er dann nicht ins Internet chatten. Gemeinsam zu Schweigen ist schon toll. Fast wie Welt Retten. Harmonisch, eins mit sich selbst und weit weg von jedem Selbstzweifel. 1! 2! 3! Hab Grokes Gini gemailt, ob sie mich addet. So viel zum Selbstbewußtsein nach dem Feedback von Marianne Faithfull. Irgendwann wünsche ich mir As Tears Go By bei Dieter Exter. Die Beine stacheln. Hab keine Lust zum Rasieren. Ich kann mich heute nicht riechen. Nächstens nehme ich ätherische Öle fürs Ohr. Glycerin genügt mir nicht mehr. Was ist das? Der ganze Körper ist fremd. Die Hand pelzig, die Beine stacheln, und das Ohr stinkt. Jetzt noch Besuch wäre der Gau. Hagen simst, als wäre er nicht von Dresden nach München sondern von München nach Dresden unterwegs. Ich bin durcheinander. Jedenfalls war er auf der Autobahn. Heute irgendwann. Hab vorsichtshalber nicht geantwortet. Das BistMirNah war wahrscheinlich schon zu verpflichtend. Der funktioniert immer perfekt. Sogar die Internetseiten laden dann schneller. Wahrscheinlich bin ich neidisch auf seine Ladezeiten. Sicher ist es das. Es stinkt. Überall. Vielleicht gehe ich schlafen, bis alles vorbei ist. Bis nichts mehr stört.

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