Hab Sibylle Bergs Märchen geschenkt bekommen und eine CD mit einem Track von X. und Franz zu einem Rilke-Gedicht. Franz hatte wenig Zeit zum Mischen, hab mir die Gitarre leiser gewünscht. Anstelle des Tigers habe ich jetzt eine Pink Panther-Kette. Der sieht aus wie ein Schwein. Bin unglücklich. X. will ihn übermalen. Sie hat sogar getan, als ob sie sich über meine CD freut, und versprochen, dass sie sich überlegen wird, ob sie "Notting Hill" anschaut. Tim hat ein Spiel entwickelt.
Meine Idee, bei der Akademie Remscheid zu schnuppern, ist beknackt. In den letzten 18 Jahren hat sie sich sehr verändert. Ein Praktikum zu machen, um simpler und spielbarer zu werden, findet Tim auch nicht so toll. Er hat sich gleich in den Roman zurückgezogen. Ein SpielGut-Äquivalent für Teenies habe ich noch nicht gefunden. Das spielt sich alles im Computerspielbereich ab.
Vorhin rief Dirk an. Ich würde ihn verwirren. Um mir das zu sagen, ruft er extra an. Er stand noch in Jacke und Schuhen, als er anrief. Er denkt, ich denke, er sei ein Arschloch, wenn er nicht anruft, sagt er. Ein verwirrtes Arschloch, na toll. Inzwischen hat er wahrscheinlich die Jacke ausgezogen. Mir ist einsam. Über den Gerhard Schöne hat Martin sich nicht grad gefreut. Er hätte an Durchschlagkraft eingebüßt. Immerhin hat er sich dran erinnert, dass wir ihn gemeinsam gesehen hatten, vor 27 Jahren. Seine Vorlesung hätte gut geklappt. Ob er Lust hat, weitere Vorlesungen zu halten, weiß er nicht. Der Unwahrscheinlichkeitsantrieb scheint raus zu sein. Die Professur ist erreichbar und damit reizlos geworden.
Montag, Dezember 24, 2007
Neunkirchen
Der gesetzliche Mindestlohn sei ein Schlag gegen die Tarif-Autonomie, sagt ein Gewerkschafter auf SR1. Die Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik Honeckers hat Renaissance. Honecker sei in Neunkirchen geboren worden, schreibt Wikipedia. Schade, die Mango ist schon wieder alle, und Groke ist weg. "Der Mann macht richtig gute Laune", verspricht Holger Büchner grad. Hab keine Ahnung, warum mich das schon wieder verletzt. Wahrscheinlich ist das immer noch der Schizo-007-Stress. Es ist, als ob die ganze Welt implodiert, meine ganze Welt, sich auf Neunkirchen reduziert und implodiert. Verrückt. Gute Laune, hab schon wieder vergessen, was das ist. Die Mango ist alle, und ich kaue am Kern herum, hadere mit dem, was kommt, und rede mir ein, dass sich Nina und Martin über die CDs freuen werden. 1992 hat Schöne seine "Sieben Gaben" aufgenommen. Damals hatte ich mit Uwe Hiemann gearbeitet. Ich sei kein guter Anästhesist, hat der mir gesagt, als ich von Martins Unfall erzählte. Hab mich einsam gefühlt. Grad so einsam wie beim Neunkirchen-Hören. Kurz drauf entstand Tim.
Komm her, du störst
Ob es tatsächlich Internet-Kontakte gibt, die tragen? Die mich tragen? Und was macht sie reizvoller als Offline-Kontakte? Die Vernetzung? Das Vage? Die scheinbaren Gedankenübertragungen? Das KommHer,DuStörst? Hab eine Silvester-Einladung, genau genommen zwei. Eine zu meinen Eltern und eine nach Gelsenkirchen. Hab mich über beide gefreut. Nach Gelsenkirchen kann ich auch später noch. Aber wie oft ich mit meinen Eltern noch feiern kann, weiß ich nicht. Robby wird wieder in der Klinik sein oder Kaninchen braten. Weihnachten. Ich pinsle die Hähnchenbrustfilets mit Honig-Joghurt-Orangensaft-Gemisch mit Ingwer, Curry und Pfeffer. Nina hat so von Notting Hill geschwärmt: Ich schenke ihr den Soundtrack. Martin bekommt "Die sieben Gaben" von Gerhard Schöne und Tim das Buch, das er sich gewünscht hat.
Wahrnehmungsstörung
Ich hatte gerade rausbekommen, dass Neunkirchen im Saarland ist, und war elektrisiert. Aber Neunkirchen gibt es mehrfach. Und das, in dem die SCHÄFER Werke sind, ist im Siegerland. Da kam eine Unfallmeldung, die auch wie Neunkirchen klang. Groke war auf Sendung, trotzdem war ich verunsichert über den Zufall. Vielleicht habe ich mich auch verhört. Nebenher lief ein Video. Es wäre verrückt, wenn es schon wieder damit losgeht, dass ich Unfallmeldungen auf mich beziehe. Ich will einen Job, der mich ausfüllt, in Ruhe arbeiten und diesen verrückten 007-Frust hinter mir lassen, ohne Angst. Das erinnert mich schon wieder an Tim Auer, der 2001 in Peking überall Rot sah. NimmMagnesium, war meine erste Reaktion, KommHer die zweite. Pro7 sucht jemanden mit Gespür für redaktionelle Themen und guten journalistischen Kenntnissen insbesondere im Erotikbereich. Vorgestern habe ich einen Film gesehen, in dem ein Frauenkörper wie Architektur vermarktet wurde. Grad wie die MensHealth-Printen es tun. Vor lauter Ästhetik bleibt da lediglich eine Tiefenentspannung. Journalistische Erfahrungen im Erotikbereich... Rot. Magnesium. "SR-Hörer melden uns: A6 Saarbrücken Richtung Mannheim: Zwischen Bruchmühlbach-Miesau und dem Kreuz Landstuhl-West Behinderungen durch ein defektes Fahrzeug und Gefahr durch Personen auf der Fahrbahn. Auf der B269, am Ortseingang von St. Wendel aus Richtung Winterbach, Stau. Stand: 24.12.2007, 10:57 Uhr - Alle Angaben ohne Gewähr!" Da steht nichts von Neunkirchen. Ich hab es nur gehört. Saarbrückens Postleitzahl beginnt mit 66 und dort ist die A6. Und außerdem ist Neunkirchen dort ein Sammelbegriff. Da gibt es eins am Potzberg. Ob das in Nähe der Unfallstelle ist oder ob ich mich tatsächlich verhört habe, weiß ich noch nicht. OK, es scheint genauso präzise zu sein wie die Ortsangabe "Prag bei Striesen" - ich habe mich also tatsächlich verhört. Verdammt, bin ich durch den Wind. Ich tu mir leid. Zeit für Architektur.
Sonntag, Dezember 23, 2007
007-Frust
Hab mir ohne Schaum die Beine rasiert, und alles brennt, trotz Creme. Schrecklich, nie wieder. Hab eine Mail geschrieben, ohne eine Kopie zu haben, wieder ein nutzloser Schrei ins Weltweite: Verdammt, warum ist die AsTearsGoBy-Originalfassung offline? Und warum habe ich das nicht vorher geahnt und das Video heruntergeladen? Ich war mir so sicher, dass das Verlinken genügt. Dass die Rolling Stones sich so lange Zeit mit dem Adden bei MySpace gelassen hatten, hatte mich nicht stutzig gemacht. Bei der großen Freundeszahl fand ich das normal. So viel Zeit hatte sich sonst nur Robby Williams gelassen. Und Uwe Goke, heul. Ich hatte dann extra den Kurzinfo-Text geändert. Vielleicht ist das auch nur Zufall. Vielleicht ist es auch Zufall, wenn meine Emails gelesen werden. Bei MySpace kann ich sehen, wann Marianne Faithful sie endlich liest. Ihr Video fehlt mir. Es ist schon wieder so mystisch wie an dem tag, an dem sich das Staying Alive auf meiner Best of Bee Gees CD nicht abspielen ließ und einer der drei Brüder einen Infarkt hatte. Das war ein Donnerstag. Er hatte einen intraoperativen Herzstillstand bei einer Bauch-OP. Ungewöhnlich, zumal bei dem Alter. Stunden später einen Infarkt. Zwei Tage drauf war er tot. Weltverschwörung oder so. Was ist das für eine Firma, die das Copyright auf das Marianne Faithful-Video hat? Und wer verdammt spielt mit meinen elektrischen Geräten? Huch, Wikipedia erklärt Maurice Gibb schon am Freitag, den 12. Januar 2003, für tot. OK, lange her. Fakt ist, Rasieren ohne Schaum tut weh. Alles andere ist weit weg. 21.50 Uhr - jetzt hat sie die Mail gelesen: Marianne Faithful hat mich gelesen, schmacht.
MySpace
Bist du geaddet, kannst du nicht nur die Nachrichten-Option zum Living Link nutzen. Hände zu schütteln und Kaffee zu ordern setzt allerdings mehr voraus. Die Seiten werden selten von den Göttlichen selbst verwaltet. Es ist schon schön, zeitgleich online zu sein. Das ist fast, als ob du am selben Tag die selbe Straße querst - Wetter eben. Du bist dann näher am Wetter, verliebt in einen Baum.
Samstag, Dezember 22, 2007
Rückzugslinie
Drinnen und Draußen abzugrenzen und dabei das Ausatmen zu genießen tut gut. Und fühlst du dich auch noch so leer, es wird immer jemanden geben, der dich genau so, wie du bist, liebt. In all deiner Absurdität. Schön, wenn du dieser Jemand selbst sein kannst. Aber das ist selten. Vielleicht ist das der einzige Grund, der Paarung sinnvoll macht.
Wie schnelllebig Google ist, staun
Ich verstehe immer seltener, wo in diesem Suchmaschinen-Filz Software beginnt und wo Redaktionelles endet. Der Suchweg scheint selten zu sein, anders kann ich mir nicht erklären, dass ich sofort die Reihenfolge der Suchantworten beeinflusse. Gestern hat Lablue geschrieben, dass mein Profil 7000mal aufgerufen wurde, viel häufiger als mein MySpace-Profil, wo mich - glaube ich der Statistik - fast jeder, der es angeklickt hat, angeschrieben hat. Counter, grummel. Egal. Es verändert sich wieder mehr in kurzer Zeit, als ich erfassen oder zuordnen kann. Relax, ich muss nicht alles begreifen. Das riecht sonst wieder nach Dosiserhöhung und Rückenschmerzen.
Charlie und die Schokoladenfabrik
Der abgebrannte Stallhof ist zum beliebtesten Weihnachtsmarkt Deutschlands gewählt worden. Ich kann die Nachmittags-Stimmen bei Radio Dresden kaum Namen zuordnen. Wahrscheinlich ist gerade Thomas Stroebl auf Sendung. Zeit zur Autokalibration per F5.
Hoyerswerda
Allmählich klärt sich die Schuldfrage in Hoyerswerda. Drei Anästhesisten sind inzwischen angeklagt. Ich weiß schon gar nicht mehr, wie ich mich bei Bernhard Peikert beworben hatte. Was dort logistisch anders ist als in anderen Häusern, ist mir noch unklar. Die trennen OP und Schmerztherapie. Ob die selten Oximetrie machen, dass die die vertauschten Schläuche erst nach der dritten Toten bemerkt haben? Ich hatte damals nur mitgekriegt, dass sich die Klinik auf Adipösen-Sectios spezialisiert haben soll. Holger Ostermeyer hatte mich kurz vor der Bewerbung wegen der Todesfälle angesprochen, als ich ihn um einen Praktikumsplatz gebeten hatte. Zwei der Frauen waren in der Uniklinik, bevor sie starben. Kurz danach war meine Zwangseinweisung, ein verdammtes Jahr lang war ich dann in der Psychiatrie der Uniklinik. Weniger neugierig bin ich seitdem trotzdem nicht, nur vorsichtiger: Ich schreibe mehr von dem auf, was ich denke. Dann fühle ich mich sicherer vor Zwangseinweisungen. Außerdem erinnere ich mich dann entspannter und lückenloser. Es war, als ob mich damals irgendjemand verschwinden lassen wollte. Ich hatte Todesangst. Irgendwie hängt immer und überall alles mit allem zusammen, besonders bei Angst. Ich weiß schon gar nicht mehr, wo ich die Gedankenprotokolle von damals habe. Die sind alle auf Papier, also schwerer auffindbar als im Blog. Außerdem hatte ich damals eine regelrechte Gedankenflut: Das Radio sprach mit mir. Inzwischen kostet mich medizinjournalistisches Jobben die Rente. Das Volontariat beim Deutschlandradio wäre toll - endlich wieder ein Team, überschaubare Jobs und klar abgegrenzte Themen. 16.50 Uhr war der terrestrische Empfang von Radio Dresden unterbrochen. Auf mehreren Geräten. Nur online war nichts zu merken.
Kryptopyrroltest
Ursula glaubt, dass ich ohne Risperdal auskommen kann, wenn die Schizophrenie-Ursache eine Kryptopyrrolurie ist. Dann würde eine Substitution von Zink und Vitamin B6 genügen. Das finanziert aber keine deutsche Krankenkasse. Hab das Testbesteck da, warte aber noch, bis Ursula da ist. Einen Moment lang hatte ich überlegt, ob ich nach Gelsenkirchen zu Silvester fahre - mit Dirk zu telefonieren tut gut. Aber die lange Zugfahrt ist ein Hammer. Nina fährt nach Frankreich snowboarden. Sie muss ständig etwas erleben, um sich zu spüren. Mir genügt ein Buch dazu. Oder das Internet. Ich lese jetzt zum x-sten Mal "Gold". Jedesmal liest es sich neu, je nachdem, was mir gerade durch den Kopf geht. Und das ist im Moment viel, grad in der Straßenbahn, Radio Dresden im Ohr: Den Blick aus der 4 auf der Augustusbrücke auf Zitronenpresse und Frauenkirche mag ich. Da lesen sich die Züricher Ergüsse ganz anders, zumal in der mollig warmen Bahn. Kryptopyrroltest... Mir ist schon wieder so plüschknuddelig. Ich freu mich auf den ersten Schnee im Hochland zu Weihnachten. Verdammt, ich sehe schon wieder überall Ähnlichkeiten. Mir ist wahrscheinlich schon wieder einsam. Hab vorhin Martin angerufen. Deshalb. Huchja. Ich hatte mich verwählt: Eigentlich wollte ich Mutter und Vater für den ersten Schnee aufs Hochland einladen. Die beiden scheinen gerade unterwegs zu sein. Das Wetter ist auch herrlich. Und ich hänge am Webradio, um keinen Groke-Ton zu verpassen. Noch zwanzig Minuten.
Die Eltern waren da, ein paar Minuten. Dann rief Karin an: Wasser läuft aus der Wohnung. Rattais hatten sie über Szyskas erreicht. Im Keppschloss war es keinem aufgefallen. Dabei schaut Mutter oft rüber, ob dort Licht brennt. Aber die kriegen das genauso wenig mit wie ich als Kind die Gebete von Frau Genäus. Da ist kein Kontakt. Die atmen nur eine Luft. Es ist einsam geworden dort, seitdem die Biedenkopfs dort wohnen.
Die Eltern waren da, ein paar Minuten. Dann rief Karin an: Wasser läuft aus der Wohnung. Rattais hatten sie über Szyskas erreicht. Im Keppschloss war es keinem aufgefallen. Dabei schaut Mutter oft rüber, ob dort Licht brennt. Aber die kriegen das genauso wenig mit wie ich als Kind die Gebete von Frau Genäus. Da ist kein Kontakt. Die atmen nur eine Luft. Es ist einsam geworden dort, seitdem die Biedenkopfs dort wohnen.
Worth1000
Gestern hatte ich ein wunderschönes Birnen-Foto bei Worth1000 gesehen. Kurz danach habe ich Uwe Groke einen Link zu Worth1000 gemailt, da er eine zeitlang "Echte Männer essen keinen Honig. Echte Männer kauen Bienen", zum Ende seiner Sendungen gesagt hatte. Heute kam auf SR1 ein Birnenrezept. Der Zufall allein genügte schon, dass ich schon wieder daran geglaubt hatte, dass er nicht nur meine Bienen-Mail gelesen, sondern sich auch durch Worth1000 bis zu den Birnen durchgezappt hatte. Dass der SR1-Beitrag mindestens einen Tag Zeit braucht, hatte ich dann schon gar nicht mehr überlegt. Hab dann in meine Mailbox geschaut: Uwe Groke hatte die Mail noch gar nicht gelesen. Und das Birnenfoto finde ich bei Worth1000 auch nicht mehr.
Eigentlich war ich auch grad auf einer anderen Seite, bei der CSU und hatte die blaukarierten Bikinis bestaunt. Bei der CSU hatte ich mich vor Jahren als Online-Redakteur beworben. Dirk hatte mich daran erinnert. Er mag Matthias Richling.
Vier bis acht Prozent aller Kinder bekommen kein regelmäßiges Essen. Ein Viertel der Tafel-Gänger sind Kinder, sagt SR1 grad. In Dresden ist die Tafel auf der Berliner Straße.
Tim stöhnte, als ich ihm erzählt habe, dass ich "Einsame Cowboys" lese. Der Gag vom Bienen-Kauen betone das alte Rollenmuster, sagt er. Er hat Schnupfen.
Robby ist wieder zu Hause, weiß aber noch nicht, was er Silvester macht.
Meine Volontariats-Bewerbung liegt jetzt bei Ulrich Blumenthal.
"Er holt Sie ab", sagt Uwe Groke grad und meint Jack Johnson.
Eigentlich war ich auch grad auf einer anderen Seite, bei der CSU und hatte die blaukarierten Bikinis bestaunt. Bei der CSU hatte ich mich vor Jahren als Online-Redakteur beworben. Dirk hatte mich daran erinnert. Er mag Matthias Richling.
Vier bis acht Prozent aller Kinder bekommen kein regelmäßiges Essen. Ein Viertel der Tafel-Gänger sind Kinder, sagt SR1 grad. In Dresden ist die Tafel auf der Berliner Straße.
Tim stöhnte, als ich ihm erzählt habe, dass ich "Einsame Cowboys" lese. Der Gag vom Bienen-Kauen betone das alte Rollenmuster, sagt er. Er hat Schnupfen.
Robby ist wieder zu Hause, weiß aber noch nicht, was er Silvester macht.
Meine Volontariats-Bewerbung liegt jetzt bei Ulrich Blumenthal.
"Er holt Sie ab", sagt Uwe Groke grad und meint Jack Johnson.
Freitag, Dezember 21, 2007
As Tears Go By
Hab Marianne Faithful gefragt, warum ihr Video offline ist. Bin gespannt, wer eher reagiert - der SR1 oder sie. Das ist jetzt der dritte Anlauf beim SR1, dass ich mir das Lied von ihr wünsche. Mick Jagger hat es geschrieben. Wochenlang bin ich an "ihrem" Irina Palm-Plakat vorbeigegangen und habe mehrmals fast die Bahn verpasst, um zu lesen, was sie da spielt, ohne zu begreifen, dass das DIE Marianne war, deren Lied mir in der tiefsten Sch... Halt gegeben hat. Grad in den ersten Tagen nach dem Abi auf Intensivstation.
Ruhrpott-O-Ton
Hab grad Ruhrpott-O-Ton geschnuppert. Es war fast, als ob Mcnep am Telefon war. Hab mich selten so schwerfällig und träge gefühlt. Jeder Zweite ist dort arbeitslos, sagt Dirk. Vielleicht kultiviert Mcnep deshalb das Syndrom so.
Donnerstag, Dezember 20, 2007
Weihnachten
Ente oder Gans? Braten? Kroketten mit Rotkohl und Pute? Honigkruste mit Curry wäre gut. Nina findet, Kroketten sind Junk Food.
Firmenporträt
Der SCHÄFER-Text gefällt mir immer besser. Inzwischen ist er mit quadratisch eingerahmten Fotos gegliedert. Ich soll ihn stärker grafisch auflösen, sagt Janos Tulok. Hab mich dabei bislang auf das Aufzählen von Verben beschränkt und alles Substantivierte zerhackt. Das ist ihm nicht grafisch genug. Punkte, Linien, Flächen und typografische Spielereien will er sehen. Dabei habe ich schon zwei Schriftarten. Außerdem blockieren die Fotorahmen alles Mögliche. Da gehen höchstens wässrig auslaufende Ton-in-Ton-Halbkreise. Aber die wären zu dominant. Vielleicht nehme ich das SRH-Signum mit rein. Dann lässt er mich bestimmt am ehesten "in Ruhe". Aber die vier Seiten sind so schnell überladen. Karminrot unterlegtes Weiß haben die SCHÄFER Werke für die Eye Catcher genommen. Frutiger ist wahrscheinlich besser als Arial. Das ist filigraner, allerdings sind die quadratischen Fotos dann zu kompakt. Das kommt noch nicht zusammen. Bei dem SRH-Signum weiß ich wieder nicht, ob das links in Headline zulässig ist. Aber das weiß Janos Tulok. Der hat den CI-Ordner bestimmt im Kopf. Schlimmstenfalls wird die Headline "Exkursionsbericht SRH" in hauseigenem blauen Frutiger und das SCHÄFER-Titelbild mit schmalem rotem Balken unterlegt: darin weiß der Schriftzug "SCHÄFER IT-Systems". Das SRH-Frutiger und die SCHÄFER-Quadrate kommen nicht zusammen. Fakt ist aber, dass SRH der unmittelbare Auftraggeber ist. Vielleicht kupfere ich eine SRH-Printe ab. Dann bin ich auf dem sichersten Weg. Halbkreise kommen da keine vor, auch keine verwaschenen. Die quadratischen Fotos als Abweichung muss das SRH-Format aushalten, auch wenn es den Goldenen Schnitt sogar in den Farbgewichten zu perfektionieren scheint. Vielleicht vergrößere ich die Fotos auf Spaltenbreite und beschneide sie. Das SRH-Design scheint auch nicht soo verbindlich und militant einheitlich zu sein.
Autsch, Google listet mich schon: "Wind & Regen: FirmenporträtVielleicht vergrößere ich die Fotos auf Spaltenbreite und beschneide sie. Das SRH-Design scheint auch nicht soo verbindlich und einheitlich zu sein. ...
windundregen.blogspot.com/2007/12/firmenportrt.html - vor 14 Minuten gefunden - Ähnliche Seiten"
"Seriös, aber kompakt und ohne Leichtigkeit" ist jedenfalls nicht das, was ich vermitteln will.
Autsch, Google listet mich schon: "Wind & Regen: FirmenporträtVielleicht vergrößere ich die Fotos auf Spaltenbreite und beschneide sie. Das SRH-Design scheint auch nicht soo verbindlich und einheitlich zu sein. ...
windundregen.blogspot.com/2007/12/firmenportrt.html - vor 14 Minuten gefunden - Ähnliche Seiten"
"Seriös, aber kompakt und ohne Leichtigkeit" ist jedenfalls nicht das, was ich vermitteln will.
Color Circus
Das teuerste Kleidungsstück ist stets jenes, das nicht getragen wird. Ich habe viele davon. Bin schon wieder in Endzeitstimmung und würde am liebsten den ganzen Kühlschrank auskippen. Die Haare zu waschen tat gut. ARGE verstößt gegen das Grundgesetz, sendet SR1 grad, was auch immer das für mich konkret bedeuten wird. Mehrere Landkreise hätten erfolgreich gegen die Bündelung mit unklarer Aufgabenabgrenzung geklagt. Was das Grundgesetz damit zu tun hat, erschließt sich mir noch nicht. Hab Mutter gesagt, dass ihre Kleidung genauso beliebig zusammengewürfelt ist wie ihre Wohnungseinrichtung und dass sie mit der selben Nachlässigkeit mit ihrem Besuch umgeht, der sich in ihrem kunterbunten Einerlei verliert, während sie sich verzettelt. Ihr sei das egal. Wichtig sei ihr, dass sie mit ihren Kindern und Enkeln zusammen ist. Davon hatte ich bis jetzt nichts gemerkt, jedenfalls nichts, sobald es um mich ging. Konzentriert habe ich sie selten erlebt, solange es um mich ging.
Er ist online
Ich hatte mir fest vorgenommen, die ARD Popnacht zu verschlafen. Bis kurz vor Mitternacht. Geschlafen habe ich dann, als der Wecker klingelte. Jetzt ist er online, weit weg. Die Software, die ich grad beackere, ist interessant - Adobe InDesign. Krause hat die Betriebskostenabrechnung in den Briefkasten gesteckt: Die Heizkosten sind so hoch wie noch nie. Ich muss die Fenster abdichten lassen.
Die quantitative Praktikumseinschätzung, die sich Janos Tulok von Eileen Mägel gewünscht hat, ist da: Mein Umgang mit Kritik sei nicht berauschend. Ansonsten liest es sich schmeichelhaft.
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