Auch Echtzeit ist Eigenzeit. Je vernetzter du bist, um so häufiger erlebst du auch Zufälle.
In welchem Kontext ist es wahrscheinlich, dass ein Ereignis als Unfall gewertet wird? Wann ist es zu erwarten, dass die Betroffenen Terror vermuten? 63 61 45 43 1 3 sind gerade die Zahlen, die mir dabei durch den Kopf gehen, auch ihre Reihenfolge. Ich höre SWR3, die Verkehrsmeldungen.
Irgendwann in den nächsten Monaten mache ich ein Praktikum bei Google und bei DPA. Am Ticker zu sein und Meldung zur Nachricht wachsen zu sehen, fasziniert mich.
Sonntag, Januar 14, 2007
Inventur
Meine Lieblingsthemenbereiche beim Bloggen:
Spontan-Assoziationen zu Groke.
Welches Thema ich schon immer mal bearbeiten wollte:
Welche Rolle spielt der Zufall beim Terror?
Mein heikelster Job:
Standby bei Stereotaxien.
Vor dem Bloggen war ich....
...blasten auf www.assoziations-blaster.de
Ich mag Menschen die...
...sich selbst treu sind, ohne sich dafür zu schämen.
Und solche bringen mich auf die Palme...
Leute, die behaupten, mich retten zu wollen, mich aber tatsächlich nur begrenzen.
Meine freie Zeit verbringe ich mit...
...träumen und dösen zum grad Erlebten.
Aber niemals würde ich...
...die Welt retten. Wozu auch?
In meinem nächsten Leben wäre ich gern...
...Fisch.
Meine Abhilfe für Phantasielosigkeit:
Blasten.
Was ich als Kind geliebt habe:
Klettern und Sand formen.
Lieblingsmusik:
El Temperamento
Welche historische Figur ich am liebsten treffen würde...
Albert Schweitzer, diesen Macho.
Das noch zum Schluss...
Fliegen sind nicht immer schöner. Besonders jetzt nerven sie gerade.
Spontan-Assoziationen zu Groke.
Welches Thema ich schon immer mal bearbeiten wollte:
Welche Rolle spielt der Zufall beim Terror?
Mein heikelster Job:
Standby bei Stereotaxien.
Vor dem Bloggen war ich....
...blasten auf www.assoziations-blaster.de
Ich mag Menschen die...
...sich selbst treu sind, ohne sich dafür zu schämen.
Und solche bringen mich auf die Palme...
Leute, die behaupten, mich retten zu wollen, mich aber tatsächlich nur begrenzen.
Meine freie Zeit verbringe ich mit...
...träumen und dösen zum grad Erlebten.
Aber niemals würde ich...
...die Welt retten. Wozu auch?
In meinem nächsten Leben wäre ich gern...
...Fisch.
Meine Abhilfe für Phantasielosigkeit:
Blasten.
Was ich als Kind geliebt habe:
Klettern und Sand formen.
Lieblingsmusik:
El Temperamento
Welche historische Figur ich am liebsten treffen würde...
Albert Schweitzer, diesen Macho.
Das noch zum Schluss...
Fliegen sind nicht immer schöner. Besonders jetzt nerven sie gerade.
Blauer Himmel
Der Regen hat sich verzogen. Mein Hirn ist angenehm leer. Hab auf http://www.hochofen.de/webcam/webcam.html gelesen. Der hält sich für einen Komiker, schreibt aber genauso abgehackte Sätze wie ich. Komischer Typ. Aber ein Komiker? Naja, ich muss nicht alles verstehen. Sechs Stunden später: Tim ist da, wir lernen eine Ballade. Der Himmel ist blau, die Wohnung düster wie immer.
Pickel
Schlammmasken und Solarium, Teebaumöl und Cremes - nichts nützt. Mein Gesicht wuchert zu wie ein Blumenkohl. Ich könnte zum Vulkanologen werden. Es ist wieder mal zum Schreien. Kaum schütte ich ein bißchen mehr Adrenalin als sonst aus, blüht alles. Blüht wie es in meinen besten Teenie-Zeiten nie geblüht hat. Und die Harre sind trocken, wie frisch geröstet, oder glitschen wie Großküche. Und der Pullover ist so grellrosa wie lange nicht. Das Licht ist schlimm. Irgendwann verschlafe ich Sonntage. Um die Frustration noch perfekt zu machen, habe ich auf http://www.willstequatschen.com/index.php?changer=set geblättert. Ich krieg noch einen Lagerkoller. Niemand in meiner Augenhöhe, nur Kinder. OK, das "nur Kinder" liest sich heute anders als sonst. Tim ist da, hat hier geschlafen, nachdem er stundenlang Musik runtergeladen hatte. Die Socken kratzen. Eigentlich bin ich wunschlos glücklich: Tim ist da. Schade, dass ich mit so viel Glück nicht umgehen kann. Sobald er wach ist, werde ich garantiert wieder müde. Ich sehe ihn, bin glücklich und schlafe ein. Verrückt. Bin gespannt, wie sich meine Artikel morgen lesen. Sabine wird sie angewidert verreißen, und ich werde wieder Pickel bekommen. Verdammte Symbiose. Andreas Müller ist auf Sendung. Komisch, den zu hören und zu schreiben. Ich achte sofort auf jede Stimmfärbung, um Spontanes zu ahnen, statt zu schreiben, was ich selber grad denke. Ich schreibe, als ob er mitliest. Fehlt nur noch Sabines DuLässtDirAuchAllesDiktieren. OK, da kommt nicht viel Spontanes. Der hat sich wie immer vorbereitet. Fast KaiKarsten-dicht. OK, bin wieder bei mir. Schlafen wär gut. Gleich wacht Tim auf.
Samstag, Januar 13, 2007
Googeln
Das Pipeline-Unglück in Aten geht mir nicht aus dem Kopf. Es ist schon wieder so, als ob alles mich zu meinen scheint. Jeder Suchhinweis ein Indiz, dass alles nur für mich aufgestellt wurde, damit ich es finde. Und trotzdem finde ich nichts. Nichts bei "Aten Pipeline", nichts bei "Pipeline Belgien". Nichts ist übertrieben. Natürlich gibt es eine Webseite http://www.pipeline.de/news/index.php, auf der auch etwas über Belgien steht. Letzte Nacht war MarcusBarsch wieder auf Sendung. Ich hatte noch mein "Und sie füllte die Seiten" auf dem Monitor, als er für sein "Was geschah" die Lösung "Er füllte die Gläser" verkündete. Scheinbar nah, aber genauso weit weg wie dieses Aten von Athen. Remscheid macht die Pipeline-Seite. Die Spieleakademie ist in Remscheid. Warum verdammt finde ich nichts über Aten? Ob ich den Routenplaner nehme? Falk.de schweigt sich aus. Athenstedt ist ein Ort lese ich grad im Reiseatlas, auch Falk. Ob Oliver das weiß? Ich würde nie auf die Idee kommen, Salzer im Atlas zu suchen. OK, nie ist jetzt: Naja. Salz ist ein Ort. Alles andere meint mich nicht. http://www.aten.com/ meine Goldgräberstimmung lässt nach. Wann haben Sie das letzte Mal Urlaub gemacht? Wann waren Sie das letzte Mal beim Friseur? Gleich beginnt der Tag der offenen Tür in der Kreuzschule. Ich müsste schön und ausgeruht sein, damit Tim stolz auf mich sein kann. Stattdessen ist da diese bleierne Schwere. Aten ist nicht zu finden. Verdammt. Ein Praktikum bei Google wär gut. Irgendein Spaßvogel hat Gläser in Glaser transferiert. Das Netz lebt. Immerhin. Barsch vögelt Glaser.
Freitag, Januar 12, 2007
Zufälle
Gestern war das Internet instabil. Ich hatte nach der Pipeline-Explosion bei Aten in Belgien gesucht, aber nichts ergoogeln können. Als ob es den Crash nie gegeben hätte. Heute liege ich unterm Solarium und höre dass es wieder gekracht hat. Diesmal in Athen. Irgendjemand hat mit einer Panzerfaust versucht, Schaden zu machen. Ich suche bei n-tv nach der Nachricht und bekomme Urlaubsanzeigen eingeblendet. Das Solarium tat gut. Muss grad wieder an den Griechen denken, den ich letzte Woche bei der "Liebling Dresden"-Umfrage kennen gelernt hatte. Lokalredaktion ist eben doch stressärmer. Nicht ganz so stressarm wie Solarium, aber überschaubarer. Den Ausländerratartikel fange ich heute nachmittag an.
Donnerstag, Januar 11, 2007
Freiheitsentzug
Die Ärzte, denen ich am wenigsten über den Weg traue, sind Psychiater und Notärzte. Ich kenne kaum ein verlogeneres Miteinander als bei den beiden Fachrichtungen. Immer den Forensen im Hinterkopf, immer die Dokumentation am Worst Case ausgerichtet. Komisch, ich schreib das, und Martin Witt ruft an. Wie es mir geht, will er wissen. Aber wer macht das nicht? Überlebenssicher dokumentiert doch jeder mehr oder weniger. Bei aller Nächstenliebe. Wem nützt es, wenn ich mir den Arsch aufreiße, mich dabei aber selbst vergesse? Notärzten und Psychiatern zu misstrauen lohnt jedenfalls.
Funkstille
Bei der Assoziation von "Gesinnungsterror" auf "Publikumsbeschimpfung" brach der Funkkontakt zum Blaster und zum SWR3-Webradio ab. Der Blog ist weiter erreichbar. Der Blaster-Server müsste in Karlsruhe stehen, der vom SWR3 irgendwo in Baden-Baden. Wo der Orkan grad wütet, weiß ich nicht. Hier stürmt es gerade. Die Bey will mir tatsächlich den Mund verbieten und greift dazu auf imaginäre Gesetzespassagen zurück. Mystisch bis kryptisch ist das. Irgendwer im Regierungspräsidium muss doch die genaue Rechtsgrundlage für so eine Hexenjagd wissen. Nächstens sperrt die mich ins Heim, damit ich nicht mehr als Journalist arbeite. Eine komische Frau. Ich verstehe sie von Tag zu Tag weniger. Weder warum sie so handelt, noch was sie vor hat.
Mittwoch, Januar 10, 2007
Gedeckeltes Budget
Es gibt ein neues Gesetz zu Vertragsärzten. Danach lohne sich keine Poliklinik. Nur Zusammenschlüsse von bis zu drei Fachrichtungen seien da noch rentabel, sagt ein Schmerztherapeut. Was mich stutzig gemacht hat, war, dass er kein Anästhesist ist. Interdisziplinarität war nicht seins. Ich hätte gern länger zugehört. Vielleicht bewerbe ich mich beim Ärzteblatt für ein Praktikum.
Hab den Geschäftsführer des Ärztehauses gefragt, welche Auswirkungen das Vertragsärzteänderungsgesetz auf die Patienten hat. Er darauf, das sei noch nicht abzusehen. Es sei erst seit 1. Januar in Kraft, am 1. Februar bespricht er es mit seinen Ärzten und bis Mitte des Jahres seien die Durchführungsbestimmungen zu erwarten. Aber ich könnte die Patienten ja jetzt schon fragen, was sie davon halten, wenn ihr Arzt eine Zweigpraxis auswärts eröffnen darf.
Hab den Geschäftsführer des Ärztehauses gefragt, welche Auswirkungen das Vertragsärzteänderungsgesetz auf die Patienten hat. Er darauf, das sei noch nicht abzusehen. Es sei erst seit 1. Januar in Kraft, am 1. Februar bespricht er es mit seinen Ärzten und bis Mitte des Jahres seien die Durchführungsbestimmungen zu erwarten. Aber ich könnte die Patienten ja jetzt schon fragen, was sie davon halten, wenn ihr Arzt eine Zweigpraxis auswärts eröffnen darf.
SWR3
Seit fast einer Stunde kann ich das Webradio nicht hören. Das tut weh. Ich hatte mich so an den Sender gewöhnt. Jetzt dudelt das alberne Gelaber vom terrstrischen RSA im Raum. Jetzt sind zwar sowieso nur Zeus und Wirbitzki auf SWR3, aber weh tut es trotzdem. So weh, wie der Multimedica-Ausschluss und die WerWeissWas-Account-Sperre. Und dazu dann noch das sinnlose Stoppel-Gesülze. Einsamer geht nicht. Gestern ist Sylvia Schmidt in die MOPO umgezogen. Bin gespannt, was die räumliche Nähe bringt. Vielleicht weniger Anzeigen und größere Schrift? Oder ein anderes Layout? Ich freu mich drauf. Der Blaster hat vorhin einen Text von mir verschluckt. Heute hab ich ein Ärztehaus vorzustellen. Hab noch keine Fragen. Ich werde den Text auf alle Fälle vor dem Drucken mailen. Der Knatsch beim Cheerleader-Artikel hat mir gereicht: Erst lag er ewig, dann war er gelöscht, dann wurde er zusammengestrichen, und zum Schluss erkannten die sich nicht mehr drin. Bin schon wieder müde. Aber schlafen kann ich auch nicht. Urlaubsreif. Urlaubsreif ohne Geld. Blöd ist das. Nur lauter Amtsgerichtspost und dabei müde wie Jahresurlaub. Schlimmer kann es eigentlich nicht werden. Übermorgen ist die nächste Umfrage. In Weißig. Ich weiß noch gar nicht, wo dort. Aber keine Ahnung zu haben, bin ich inzwischen gewohnt. Hab vorgestern einen Text an die Konrad Adenauer Stiftung geschickt. Die suchen Lokaljournalisten, um 5000 bis 500 Euro los zu werden. Das Geld könnte ich gut gebrauchen. Vielleicht habe ich Glück. Schon um die blöde Betreuerin bezahlen zu können und vielleicht die Schulden an die ARGE zurückzuzahlen. Aber so viel wird da nicht kommen. In Ruhe.
Montag, Januar 08, 2007
Neuer
Heute kam ein Neuer. Voller Energie. Tat gut, ihn zu erleben. In Kirgisien war er. Ganz nah an Afghanistan dran. Ein Hirte hat ihn drei Tage samt Herde verfolgt. Unbemerkt. Er hat ihn nicht gespürt. Die verehren dort Bäche und Höhlen und zerfetzen sich die Sachen dazu. Ich könnte ihm stundenlang zuhören. Nach Afghanistan würde er nie gehen, sagt er. Politik hat er studiert und schreibt grad seine Doktorarbeit. Peter Ufer hat ihn als freien Mitarbeiter eingestellt. Der hat so ein Strahlen. Es tut gut, ihn zu spüren. Der Hirte ist ihm nicht umsonst gefolgt.
Sonntag, Januar 07, 2007
Gerichtsvollzieher
Ich hatte diese Nacht einen Albtraum. Hab gedacht, der Gerichtsvollzieher kommt und kappt mein Internet. Als ich Vater davon erzählt hatte, verwies der mich nur an Ilona, der das schon mehrmals passiert sei. Mir war zum Schreien. Manchmal ist er mir ganz fremd. Ob ich meinen Kindern auch so fremd bin? Ich atme wieder zu flach. Am besten, ich mach Yoga. Kuschle mich unter die Decke und mache Yoga.
Samstag, Januar 06, 2007
Blogcounter
Irgendwo steht, wer wie oft wann wo gelesen wird. Sehr spannend. Grad wenn die Finger auf der Löschtaste tänzeln. Immer im Hinterkopf, ob der optimale Zeitpunkt schon vorbei ist. Der Blogcounter. Eine kryptische Seite. Voyager war so nett, sie hier zu verlinken. Mir erschließt sie sich nicht.
Geld
Schön wär, wenn ich dreihundert Euro für das Praktikum bekäme. Huchja. Unbezahlt ist es ziemlich hart. Jeder Bissen, jedes Kleidungsstück kostet Geld. Und die Rente geht für die laufenden Kosten fast vollständig drauf. Für Miete, Krankenkasse und für den Unterhalt für Tim. Für Nina kann ich gar nicht zahlen. Das tut weh. Gestern bei der Umfrage hab ich ein nettes Gesicht kennen gelernt. Heute treffen wir uns wieder. Ich muss ins Tierheim, einen Bericht schreiben. Da kommt er mit. Krankenpfleger ist er und voller Energie. Ich bin ganz aufgeregt. Mein ganzer Körper ist durcheinander. Als ob ich krank bin. Nina ist gerade bei Feli, hoffe ich. Ich erreiche sie nicht. Tim auch nicht. Grund genug, durcheinander zu sein. Gestern hat Tim mir das erste Mal gesagt, dass ich ihm fehle. Und kurz drauf erreiche ich ihn nicht, Es wird ihm gut gehn. Bestimmt. Mir ist nur einsam. Gut, dass es das neue Gesicht gibt. Ich blute. Seit Stunden. Eigentlich erst in zwei Wochen. Mein Körper ist durcheinander. Mein Konto auch. Ein bezahltes Praktikum wär gut. Ich wär gern belastbarer. Irgendwo in der Sonne Urlaub machen zu können, wär schön. Bleiben nur die Halluzinationen, um zwischendurch aufzutanken. Solange sie nicht angstgetönt sind.
Donnerstag, Januar 04, 2007
Solarium
Die Haut röstet. Das Licht kriecht in die Seele. Mir wird warm. Ich denke an dich. Daran, dass du so weit weg bist, dass ich keine Angst vor dir zu haben brauche, aber so nah, dass ich die Kinder kaum sehe. Jetzt kam die letzte Forderung für die Scheidung. Anwaltskosten. Das Licht tut gut. Irgendwann sind die Kinder so groß, dass ich nicht mehr ihren Vater automatisch mitdenken muss. Eigentlich ist der nächste Schritt, über die Ursachen von Migräne zu schreiben. Plötzlich scheint alles zu gehen. Ich kann schreiben, so viel ich will, scheint es. Es ist alles so unwirklich. Ich müsste eine Migräne-Experten interviewen. Aber ich weiß noch nicht wen. Vera hat gestern meinen Text zerpflückt und das so gründlich, dass ich richtig glücklich war. Neben ihr lerne ich viel. Es ist ein echtes Praktikum. Wo beginnt Expertentum? Beim Verdichten oder beim SichBeschränken? Wikipedia ist gut. Heute interviewe ich den Geschäftsführer vom Ausländerrat. Irgendwann werde ich noch zum Experten für fremdgesteuertes Atmen. Ein Fototermin muss ich noch vereinbaren. Viel Mensch soll zu sehen sein. Ein Verein. Das Licht tut gut. Immer wieder.
Irrläufer
In meiner Mailbox ist eine argentinische Mail gelandet mit Fotos von einem netten Mädchen. In der Mail ein Link zu ihrer Website. Auf der Website Links zu anderen Frauen. Alle erstaunlich offen. Junge, schöne Gesichter.
"Plötzlich pulsiert es im Kopf, und eine Seite schmerzt. Übelkeit steigt auf bis zum Erbrechen. Licht blendet, Geräusche stören, nachdem sie anfangs auch verwirren können. Gereizt schwankt die Stimmung. Manchmal flimmert es vor den Augen, es kribbelt, und der Raum verflacht. Das dauert stunden-, manchmal sogar tagelang. Jugendlichen wird dabei oft schwindlig. Der Anfall ermüdet, und man ist den ganzen Tag abgespannt."
...hab den Migräne-Text für den Magazin-Job angefangen. Ein Text zum Reinziehen soll es werden. Sylvia Schmidt hat mich gelesen und mir den Auftrag für drei Artikel gegeben. Ich freu mich so. Ich schreibe gern. Die schönen Gesichter taten gut. Ganz unerwartet. Früh am Morgen.
"Plötzlich pulsiert es im Kopf, und eine Seite schmerzt. Übelkeit steigt auf bis zum Erbrechen. Licht blendet, Geräusche stören, nachdem sie anfangs auch verwirren können. Gereizt schwankt die Stimmung. Manchmal flimmert es vor den Augen, es kribbelt, und der Raum verflacht. Das dauert stunden-, manchmal sogar tagelang. Jugendlichen wird dabei oft schwindlig. Der Anfall ermüdet, und man ist den ganzen Tag abgespannt."
...hab den Migräne-Text für den Magazin-Job angefangen. Ein Text zum Reinziehen soll es werden. Sylvia Schmidt hat mich gelesen und mir den Auftrag für drei Artikel gegeben. Ich freu mich so. Ich schreibe gern. Die schönen Gesichter taten gut. Ganz unerwartet. Früh am Morgen.
Mittwoch, Januar 03, 2007
Chat
Ich war grad das erste Mal im SWR3-Chat. Verwirrend ist das dort. Ganz anders als bei werweisswas. Keine Visitenkarten, stattdessen x verschiedene Schriftarten. Bin nach wenigen Minuten müde. Eigentlich schade. Hab aber wahrscheinlich nicht viel verpasst.
Post von der Betreuerin
Die Unentbehrliche hat geschrieben. Alles, was sonst bei ihr versackt. Rentenversorgungswerk, Krankenkasse und Gericht. Es geht um Geld. Um mein Geld. Es ist schon erstaunlich, wer alles ihr statt mir schreibt. Es wird Zeit, dass ich ohne Betreuung lebe. Hab heute mit dem Magazin-Verlag gesprochen. Drei Artikel kann ich für sie schreiben. Von der Vergütung war noch nicht die Rede. "Die Dreißig-Minuten-Live-Therapie beginnt gleich", verspricht KaiKarsten. Migräne, Tinnitus und Vitamin B sind die drei Themen, zu denen ich schreiben werde. Scheint so, als ob ich meine Bücher doch noch brauchen werde. Ich freu mich auf die Arbeit. Ivette schreibt auch für den Verlag. Schön wär, wenn ich den Einstieg als Pauschalkraft schaffe.
Dienstag, Januar 02, 2007
Flamenco
Hörst du sie, denkst du, da sind Handwerker. Es poltert. Um so überraschter bist du, wenn du sie siehst. Sie ist atemberaubend schön und tanzt. Neben ihr wird alles zur Bühne. Der Spiegel, das Klavier, der graue Raum. Du bist ganz Auge.
Du
Höre heute MDR1. Einen Mix aus 70er Liedern und Nachrichten. Alles, was ich von mir lese, wird plötzlich peinlich. Lichtschachtmäßig peinlich. Das pubertäre WasWäreWenn ist plötzlich wieder da. Vielleicht ist es besser, ein bißchen Farbe auf´s Gesicht zu verteilen, das Neuroleptikum zu nehmen und in den Regen hinaus zu gehen. "Die Sehnsucht zerreißt mich. Bin ganz Fernweh, ohne zu ahnen, ob du mich spürst", stand da. Ich hatte das geschrieben. Trotz Lichtschacht und mit so wenig Ironie, dass es weh tat. Weh tut. Die Augen brennen. Frisch geschminkt. Die Nase war auch schon freier. Groke war seit 4 auf Sendung. Ich hatte den Wecker auf halb 6 gestellt, um ihn zu hören. Ein paar Email-Worte tauchten da wieder auf. Ich kann mir trotzdem nicht vorstellen, woran er gedacht hat, als er sie geschrieben hat. Vielleicht war das eine mit Standardmail. Eine, die er so oder ähnlich an verschiedene Adressaten verschickt hat. Es war ja kurz vor der Sendung, also kein Grund, sich groß zu konzentrieren. Trotzdem läuft bei mir gleich wieder ein ganzer Film ab: Eine halbe Stunde braucht er ins Studio, vor der Tür der Hawai-Weihnachtsmann. Die ganze Familie wird noch schlafen, während er jobbt. Das macht er so seit Jahren. Ein Du. Meine formale Denkstörung. Vielleicht ist es das Beste, statt "Groke" nur noch "formale Denkstörung" zu denken. Blödes Überich überall. Was das ausmacht, diesen albernen Dudel-Sender zu hören. Schon stehe ich neben mir und beobachte mich grinsend. Fast wie Manu mit seinen Cher-Ambitionen. Aber irgendwas zum Dranglauben wär schon schön. Und so ein bißchen Groke tut nicht weh. Eine formale Denkstörung. Nebenan puhlt einer an der Tür. In einer halben Stunde muss ich los. Die Kinder schlafen noch. Kalt wird es sein, wenn ich raus gehe. Hoffentlich ist die Redaktion heute wärmer. Den Weg zu Sabine Jordan hab ich noch nicht rausgesucht. Hab ihr noch nicht erzählt, dass ich einen Fotographen bestellt hab. Um 10 frühestens rufe ich sie an. Und vorher die LMAA-Spritze. Hab gestern einen Schreck gekriegt, als Tim erzählte, dass Martin mit ihm nach Nürnberg ziehen wollte. Ohne Tim ist alles so leer. Da hilft dann auch kein Groke mehr. Ein Job als freier Mitarbeiter, die Rente und irgendwann Enkel, so wird es wahrscheinlich werden. Karin ist mit 44 Oma geworden. Das wär dieses Jahr. Nina lacht bloß, wenn ich ihr das erzähle. Die Radiostimme ist komisch. Viel bewegter als vorhin. Irgendwas ist dort passiert.
Egal, ich muss nicht alles verstehen. Komischer Sender. Was so ein paar 70er Lieder ausmachen, gleich interessiert mich eine wildfremde Stimme, der ich nicht mal einen Namen zuordnen kann. MDR1.
Egal, ich muss nicht alles verstehen. Komischer Sender. Was so ein paar 70er Lieder ausmachen, gleich interessiert mich eine wildfremde Stimme, der ich nicht mal einen Namen zuordnen kann. MDR1.
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