Sonntag, November 05, 2006

PSR

Boah, was für ein Gefühl: Kaikarsten hören und über Matthias Müller schreiben. Das ist wie Fremdgehen. Schade, dass es da so gar nichts zu erzählen gibt. Außer: Ja, der Empfang war terrestrisch, und ich hab gegessen. So viel wie lange nicht. Also, eine Nussschnitte, eine Banane und noch irgendwas. Salat. Aber den kaue ich jetzt noch. Grad blendet PSR eine Single-Agenturwerbung ein. Zwei Jungdynamiker mit Haustraum. Morgen rückt der vielleicht wieder näher. Hab ein Gespräch in der Fachkommission Diabetes Sachsen vor mir. In einem kleinen Häuschen. Huchja. Mir ist schon wieder einsam.

Samstag, November 04, 2006

Eltern

Wenn ich mir Eltern wünschen könnte, Eltern, die genauso sind, wie ich sie brauche, wären sie jung, schön, verständnisvoll und voller Vertrauen in die Zukunft. Eben so, wie ich selbst wahrscheinlich nie war. Manchmal glaube ich, ich war nie jung. Mich haben die schon alt geboren. Und jedes mal, wenn ich nach Luft schnappe oder einen Hauch von Hoffnung sehe, blasen sie auch das kleinste Licht aus. Meine Eltern. Die größte Strafe, die sich Gott oder wieauchimmer dieser Typ heißt für mich jemals ausgedacht hat, sind diese Eltern.

Lassen Sie das Bett heute mal wieder wackeln.

OK, es kann sein, dass es einen Mittelweg zwischen Lichterkettenfunzeln in den heimischen Hallen und Tangapromenaden zu Massendemos gibt, Öffentlichkeit schützt ja nicht immer. Grad bei Fressattacken, wenn die Haare besenartig antrocknen wünsche ich sie mir weniger. Also bitte weiterklicken. Naja, es hat wohl wieder mal nicht geklappt mit dem Weiterklicken. ------------die Langeweile war mal wieder stärker als dein Drang zum effektiven Auslasten der nächsten fünf Minuten. Verdammt, es hat mich schon wieder: Ich sitze ungeföhnt vor dem Spiegel und denk dich beim Schreiben mit. Lassen Sie das Bett heute mal wieder wackeln. Na, toll. Werde wahrscheinlich doch offline gehen, die Haare fönen, Essen kaufen und die Wäsche aufhängen und von wackelnden Betten schreiben. Irgendwann.

Paarbildung zum optimierten Selbstschutz

Es gab mal eine Zeit, da brauchte ich nicht ständig Dritte, um mich sicher zu fühlen. Vielleicht macht das die posttraumatische Belastungsstörung aus, dass ich mir nie zugetraut hab, als alleinerziehende Mutter einen Job zu finden. Vielleicht ist grad diese Angst der Grund, dass ich eher an so einem Fernwehguru wie Groke klammere, als mir Schritt für Schritt einen Artikel nach dem anderen zusammenzuschachteln, um irgendwann von dem Geschriebenen leben zu können. Fakt ist, sobald ich ihn höre, erlebe ich mich als logischer und strukturierter. Wie bei einem großen Bruder. Einer zum Anlehnen. Weit genug weg, um ihn ungestört zu vergöttern. Ungestört durch irgendwelche Pläne. Der hat seinen Job, seinen Tag und scheint halbwegs glücklich zu sein. Glaube ich. Grad war mein Lütter da. Mit einer furchtbaren Mütze. Einer, die sein Vater jahrelang aufhatte. Nicht dass ich sie bei ihm blöd fand, aber das war mir dann doch zu viel unerwartete Nähe. Ausgerechnet die Mütze. Ein Fernwehguru ist schon gut. Da kann ich mich besser konzentrieren. Zum Beispiel auf Gestationsdiabetes. Klar war ich anfangs sauer, dass sie Schwangerschaft und nicht Schizophrenie thematisiert hat. Aber wer will schon sämtlichen sächsischen Schwangeren schizoides Entgleisen in der Frühschwangerschaft nachweisen? Wem nützt das? Und wer soll das bezahlen? Den Zusammenbruch eines Syndroms in normatives Verhalten? Biometrie der Wahrnehmung zur Früherkennung einer Stoffwechselentgleisung... Immerhin funktioniert der Test mit Glukose und nicht mit Insulininjektion. Ich bin schon wieder bitter. Hinter mir läuft PSR. Nix Groke. Aber seine Autogrammkarte hab ich vor mir.

Donnerstag, November 02, 2006

Altarpflege nach Wühltischromanze

Und es trieft wieder vor verklärter Erinnerung. Alles ist schon wieder so lange her. So lange, dass nur noch sinnlose Wortfetzen bleiben. Die zu wenden, mich dran zu weiden und in andächtiger Leere zu verharren, splittet das trostlose Suchen nach Gestationsdiabetes auf. Jede Ablenkung ist mir recht. Verdammt, warum reagiert er nicht? Warum interessiert ihn nicht, was mich interessiert? Warum heuchelt er nicht wenigstens ein bißchen Interesse? Dass er auf Ratten ausweicht, sobald ich ihn nach Pheromonen frage, nervt mich auch. Wie verändert sich die regionale Durchblutung nach Pheromonapplikation? Eine total simple Frage. Aber sie interessiert ihn seit vier Jahren nicht. Das Naheliegendste wär zumindest eine Erektion nach Pheromonexposition. Und zwar nicht nur bei Ratten. Und analog eine Schwellung des Riechepithels. Dann zu sagen, dass genau das die Kontraindikation für Pheromone nach transnasaler Hypophysektomie ausmacht, hätte ich gerade so noch akzeptiert. Aber dieses vollständige Desinteresse ist schon schlimm. Das nimmt jede postkoitale Tristesse vorweg, nochbevor irgendein Hauch von Idee Raum gegriffen hätte. Ich hasse ihn wahrscheinlich. Gerade jetzt. Mir ist kalt.

Mittwoch, November 01, 2006

Schwarz ist das alles

Hab Lust, Lachyoga zu lernen. Am liebsten neben Markus Barsch. Um dann herzhaft über jede Verkehrsmeldung lachen zu können, die mich zu meinen scheint. Als ob nicht jede Zahl mich meint. Das dauert nur Sekunden, und schon bin ich wieder gefangen in irgendeiner Gedankenschleife. Gestern hab ich Parfüm gesehen. Kurz drauf hätte ich die ganze Welt umarmen können. Ich hatte die ganze Zeit Blähungen und konnte endlich raus. Der gesamte Film bestand fast nur aus Blähungen. Dabei waren das nur Zwiebeln und Pilze. Lachyoga. Am besten mit Kundalini-Flow. Der tötete ganz nebenbei. Katzen, Frauen, alles, was ihm gefiel. Alles, was er brauchte. Einsam war das. Ich hab mich nicht gerochen. Trotz Blähungen. Da lacht Michael Reufsteck. Unheimlich ist das. Immerhin ist er fünfzig Sekunden weit weg. Webradio ist wirklich gut.

Montag, Oktober 30, 2006

Meine erste Hypnose

Ich war stinksauer. Ausgerechnet mich nimmt der zur Demonstration von Analgesie per Hypnose. Ich wollte zuschauen, die einzelnen Schritte in mich aufsaugen. Exzentrisch wie immer, war ihm das natürlich egal. Unter Hypnose konnte er mich am besten kontrollieren. Da war ich nicht so weit weg. Hab trotzdem ständig kontrovers reagiert. Auf Elevation mit verstärkter Eigenschwere, auf Kälte mit Introversion statt mit Widerstand. Aber direkt im "Aufwachen" hab ich ihm dann endlich alles ins Gesicht schreien können, was mir die letzten fünf Minuten auf den Nägeln brannte: Einen Manager als Patienten hatte er nicht verdient. Die Antwort kam spitz wie immer: Vielen Dank in vielerlei Hinsicht. Naja. Die Hypnose selbst war im Übrigen ganz nett. Hab sie oft zu kopieren versucht. Der Einstieg über eine Dachrinne, von der du einen Eiszapfen abbrichst, der in deiner Hand schmilzt und Tropfen für Tropfen in die Ellenbeuge rinnt. Eine Elevation wär aber auch nicht draus geworden, wenn er direkt vor mir gestanden hatte. Wer greift schon nach was Vertikalem. "Ich" in der Suggestion ist ihm zu invasiv. Er siezt lieber. Manager mag er nicht. Die strengen ihn an. Strengten ihn an. 1991 war das.

Gestationsdiabetes

Vielleicht wird das das Thema meiner neuen Doktorarbeit. Gestationsdiabetes interessiert rike im Moment. Schmecken Martin. Mich Biometrie. Vergleichbar Reproduzierbares. Mal sehen, was da unter Früherkennung subsummierbar sein wird. Faktorbildung interessiert mich sehr. Stochastik. Wühlkistennavigation. Serotonin, Pheromon, Insulin... Schmecken, Verfetten, Verarmen... Bin noch ganz am Anfang. Hab noch keine einzige Zahl. Nur Brainstormspam. Multivariates, träum. Aus Zahlen lässt sich ja alles Mögliche Assoziieren. Je nach Perspektive und Filter. Vielleicht findet sich ja was mit 61, 63, 81, 89 oder 93. Es muss ja nicht immer 67 sein.

Apropos Obszönität

MussIchMirSorgenMachen ist noch die freundlichste Umschreibung für WieWarDeinLetzterHIVTest angesichts einer einladenden Erektion. Da sinkst du grad in andächtigste Trance und wirst sofort mit irgendwelchen Eventualitäten genervt. Tja, HIV-Test. Aus irgendeinem Grund kippt der seltener als ein Eva-Test. Wahrscheinlich ist das auch der hauptsächliche Grund für seinen Vertriebsweg. Wird Antikörper doch ganz anders mystifiziert als das Generieren semiautologer Genome. Es ist eben fremd, sagt der Xenophobiker in mir. In mir schreibe ich heute schon das zweite Mal. Mutter als Xenophobiker... Neugeborenenhaemolyse? Egal. HIV-Test also. Verdammt, was misst der jeweils? Antikörper? Und wenn, was sagt dieser Antikörper-Titer tatsächlich aus? Ich habe nicht übel Lust, kurz vor jeder Neuakquise den Informationsstand zum Genbestand, speziell den Antikörperpool meines Gegenübers vor dem Säfteaustausch mit meinem eigenen abzugleichen. Irgendwann wird alles überschaubar. Sogar der eigene Lebensplan. WiewarDeinLetzterHIVTest? Es gab mal eine Zeit, da hätte ich den Test minutenweise aktualisieren können. Und ich hatte nicht im Labor gejobbt. Einfach auf Station. Damals hab ich mich komischerweise extrem sicher gefühlt. Egal wie offen meine Hände waren. Von Desinfektionsmittel verätzt, übernächtigt und ständig unter Versagensangst. WieIstDeinAktuellerHIVTest?

Menschen, mit denen ich gerne schlafen würde

Natürlich sind das meine Kinder, jault die Mutter in mir. Manchmal träume ich aber schon, von wem ich gern ein haldolfreies Mixup hätte. Markus Barsch heißt der Göttliche. 85 Kilogramm wiegt er momentan und hat die Ausstrahlung eines mittleren Erdbebens auf mich. Ich hab sogar eine Email von ihm. ICH! Wer Markus Barsch ist? Ihr Unwürdigen! Es ist DER Moderator auf SWR3. Manchmal legt er die Musik extra für mich auf. Da bin ich mir ganz sicher. Er spürt mich. Mich seinen Stammhörer. Im Gewirr der Anrufe. Irgendwann rufe ich ihn an und frage ihn vor drei Millionen Hörern nach seinem aktuellen Lebendgewicht zwecks Massenabgleich. Achja. Das Leben kann so einfach sein. Es geht natürlich um meine Kinder und die zweckbestimmte Auslastung von Haldol. Was meine Familienplanung betrifft, muss ich natürlich mit meinem Psychiater noch besprechen, wie weiterführend eine Email in der Generationsfolge ist. Mir persönlich macht unser Altersunterschied nichts aus. Alles wird gut. Haldol ist einen Versuch wert. Ich liebe mich. Und damit war ich offline. Aber für den übereifrigen Voyeur noch einen Blick auf das Objekt meiner Begierde: http://www.swr3.de/info/crew/?name=marcus.barsch Nicht anfassen, kreisch. Schlimm genug, dass ich ihn mit drei Millionen teilen muss.

Nur Fliegen sind schöner

Nicht dass ihn morphogenetische Felder interessieren. Für die hat er nur ein müdes Lächeln. Aber warum sich bei niedergeschlagenen Lidern mehr Fliegen an ihn heranwagen als beim professionellen Giftblick, wird wohl ewig sein Geheimnis bleiben. Magnesium interessiert ihn übrigens auch nicht. Und Pheromon leider auch nicht mehr. Obwohl er gerade damit verblüffend gut ausgestattet ist. Aber wen interessiert im Weltweiten schon, wer gerade wie riecht. Zumal er nach eigener Auskunft ein weitgehend mieser Betreuer sein soll. Dem habe ich bislang leider nichts entgegenzusetzen. Eigentlich wollte ich vor vier Jahren einen Artikel über Pheromone schreiben, später eine Doktorarbeit. Aber irgendetwas hat mich davon abgelenkt. Nur Fliegen sind schöner. Besonders ihre Meridiane.

Freitag, Oktober 20, 2006

Jemand, den ich sehr gern hab

Huch, einmal klicken, und er ist da. ganz nah. Gleich auf dem Monitor. Auch wenn er grad Urlaub hat. Ich mag seine Stimme sehr. Hab grad ein paar Fotos ergoogelt. Sein Job scheint ihm Spaß zu machen. Wird Zeit, dass ich auch wieder einen finde, der mich ausfüllt. Ich höre Groke und fange sofort an zu träumen. Plötzlich ist alles möglich. Für das bißchen Illusion liebe ich ihn. An Groke denken und über Wolfgang Pabst schreiben geht nicht, hab ich heute gemerkt. Hab keine Ahnung wieso. Nur dass ich extrem wütend werde, hab ich gespürt. Wütend auf alles und jeden.

Donnerstag, März 16, 2006


Ich

Invasivstes Pronomen. Wesentlich undiplomatischer als jedes diskrete Du. Ich sortiere grad mein Altersempfinden. Damals in der Klinik ging das automatisch. Ohne Nachdenken. Sozial integriert nennt sich das. Inzwischen schätze ich oft zu alt. Grad bei Krankheit oder grusligem Zahnstatus.

Sonntag, März 12, 2006

Meine Träume

Wohnung, Job und Mann

Samstag, März 11, 2006

Wahlrecht ab Geburt

Verweigerung der Kinderwahlstimme stärkt nur kinderlose Erwachsene

Donnerstag, März 09, 2006

Talk

Hab ihn gesehen und gehört. Er mich nicht. Er war auf Sendung. Ich habe nicht gesehen, was er sah. Nur seine Mimik, seine Stimmfärbung wahr genommen. Ohne zu ahnen, was sie so einfärbte. Eine Talkshow.

Dienstag, Februar 21, 2006

Phasenverschiebung

Wenn es manchmal nicht rund geht, ist es mitunter nur eine Zeit-(sprich: Phasen-)Verschiebung. Nein, ich spreche nicht vom EEG. Nur von Summationseffekten bei Perspektivwechsel.