Sonntag, Januar 28, 2007

Erster Entwurf

Plötzlich pulsiert, pocht oder hämmert es im Kopf, und eine Seite schmerzt. Kurz vorher kann die Stimmung schwanken, man ist gereizt, mancher muss oft Wasser lassen. Mit zunehmendem Schmerz steigt Übelkeit auf bis zum Erbrechen.

Nicht nur Kopfschmerzen

Flimmern, Schleier und Schlieren treten auf. Eine sternförmige Figur mit gezackten, bunt flimmernden Rändern oder "blinde" Flecken stören beim Lesen. Der Raum scheint an Tiefe zu verlieren. Licht, Geräusche und auch Gerüche stören. Es kribbelt. Das dauert stunden-, manchmal sogar tagelang. In Stirn, Schläfe oder hinter den Augen schmerzt es. Manchem wird dabei schwindlig. Der Anfall ermüdet, und man ist den ganzen Tag matt.
Entstehen kann der Kopfschmerz nur in Hirn- oder Knochenhaut. Das Hirn selbst ist schmerzunempfindlich. Schmerzauslöser sind Durchblutungsstörungen oder Entzündungen. Stress, Schlafmangel, grelles Licht, extreme körperliche Belastung, Nikotin, Alkohol und hormonelle Schwankungen lösen Migräne aus. Käse, Schokolade und Glutamat wahrscheinlich auch. Gelegentlich tritt Migräne auch als Begleitsymptom anderer Erkrankungen auf. Endgültig sind die Ursachen noch nicht geklärt. Genetische Faktoren sind denkbar, da oft mehrere Mitglieder einer Familie betroffen sind. Eine wichtige Rolle scheint der Botenstoff Serotonin zu spielen.
Migräne kann in jedem Alter auftreten. Meist beginnt sie nach der Pubertät, selten nach dem 40. Lebensjahr. Sie ist eine der häufigsten Erkrankungen. Sechs bis acht Millionen Bundesbürger leiden daran, Frauen häufiger als Männer. Zusammen mit Spannungskopfschmerz macht sie 90 Prozent aller Kopfschmerzen aus.

Was kann man tun?

Man sollte die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln vermeiden und versuchen, zunächst mit weniger Medikamenten auszukommen, ehe man ganz darauf verzichten kann. Der Betroffene muss die Auslöser der Migräne-Anfälle sorgsam registrieren. Nur dann weiß man, worauf man achten muss, ganz gleich, ob es sich um bestimmte Nahrungsmittel handelt oder ob es um ungünstige Wetterverhältnisse oder Lebensumstände geht. Es ist wichtig, die Ernährungsgewohnheiten zu überprüfen und jedes Zuviel an Fett, Süßigkeiten, Zitrusfrüchten, an Kaffee, Alkohol und Nikotin zu vermeiden. Regelmäßig zu entspannen schützt - mit autogenem Training, Yoga, Musik – ebenso wie der körperliche Ausgleich durch ein Hobby und sportliche Aktivitäten. Man sollte übermäßigen Lärm vermeiden und sich keiner starken Licht- oder Sonneneinwirkung aussetzen. Oft hilft es, seine Ansprüche und Erwartungen an sich selbst und an andere zu überprüfen und sie nicht zu hoch anzusetzen und auch mal über etwas hinweg zu sehen. Man muss versuchen, psychologische Belastungen, wie Sorgen, Verantwortung, Stress abzubauen und lernen, auch einmal NEIN zu sagen, um Überforderung zu vermeiden. Auch starke Gemütsregungen sind zu vermeiden - das gilt für Gespräche, Lektüre und ganz besonders für das Fernsehprogramm. Beachtet man die Signale seines Körpers, kann man herausfinden, „was der Schmerz einem sagen will“.

2 Kommentare:

Christine Salzer hat gesagt…

Die zehn Regeln habe ich fast unverändert übernommen.

Anonym hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.