Bei Lablue habe ich jemanden getroffen, der die Ausbildung gemacht hat, aber durch eine posttraumatische Belastungsstörung gebeutelt ist und deshalb grad nicht arbeitet. Wenn ich zum nächsten Beratungsgespräch zur beruflichen Rehabilitation auf dem Arbeitsamt bin, ist grad die Demonstration zum Gedenktag für die Psychiatrie-Toten. Außerdem ist da der Orientierungskurs für erwerbslose Frauen. Eine parallele Demonstration in Dresden wäre gut.
Hab Elisabeth Dederke vom Bund der Psychiatrieerfahrenen deshalb gemailt: "Was hältst du von so einer Demonstration in Dresden am 2. Oktober auf dem Theaterplatz nach einer Andacht in der Dreikönigskirche? Direkt miterlebt habe ich eine Frau, die in Oberloschwitz in den Tod gesprungen ist, eine, die dort den Sprung mit Querschnittslähmung überlebte, und zwei Männer, die in der Geschlossenen der Dresdner Uniklinik fast an Medikamenten-Nebenwirkungen (Schlundkrampf, Kammerflimmern) krepiert sind, und bin immer noch betroffen. Das hätte ich sein können, der da fast erstickt ist."
Wenn ich irgendwann Kauffrau im Gesundheitswesen bin, passe ich auf, dass nur das vergütet wird, was vom Klienten auch eingefordert wurde. Ich fühle mich schon fast wie ein Antifaschist. Verdammt, mich ekelt. Eine Demonstration wäre gut.
Sonntag, September 16, 2007
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