In Bangladesch hat es über Nacht fast tausend Menschen aus dem Leben gerissen. Hab Tim gefragt, welche Region in Indien wettersicher ist. Aber das hat er nicht in Geografie gehabt. Hab X. sprachlos in dem Stimmengewirr im Katastrophengebiet gesehen. Mich hat es geschmissen vor Angst. Tim fragte nur zurück, was dann aus dem Katzenstreu wird. Das ist seit kurzem seine Standardreaktion, sobald ich ihn nerve. Wetter und Indien... Irgendwie kriege ich das raus. Mir fehlen nur noch die richtigen Deskriptoren.
Hab Sesamknäcke ausprobiert. Darauf hatte ich mich seit Tagen gefreut. Die Clementinen duften. Das Wochenende wird schön. Morgen früh rufe ich im Seidnitz-Center beim Heberer (0351/25 23 169) an, ob sie Fiaker-Brot haben, radle rüber, es kaufen, koche den Kürbis von den Eltern, lade Tim und X. zum Essen ein - ich habe noch nie Koriander, Möhre und Kokos kombiniert - und gehe abends zur CYNETart zu der Performance von Sonia Cillari. Zu zweit wäre es schöner, aber Tim weiß noch nicht, ob er mitkommt. Lust hat er keine. Die Installation, bei der X. einen Animationsfilm mit Minimalaufwand generiert hatte, hatte mich so fasziniert, auch wenn wie immer nicht oder kaum geheizt war. Aber die Galerie in der Rähnitzgasse 2006 war auch nicht so abgelegen wie das Festspielhaus Hellerau 2007. Insofern verstehe ich Tim sehr gut. Vielleicht interessiert ihn Massage.
Freitag, November 16, 2007
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