Mittwoch, Januar 09, 2008
Mentale Verbindungen
Auf Pro7 hat gestern einer mit Wahrnehmungen gepokert. Hab jetzt noch Gänsehaut. Aber der wird das oft genug gemacht haben. Oder die hatten vorher geprobt. Die Show war jedenfalls zum Beneiden perfekt. Eine gute Performance. Es sah tatsächlich so aus, als ob da was passierte. Wie auf der Waldwiese, als das Gezwitscher verstummte, sobald ich mit Hühnereiern jonglierte. Ich hatte mir nichts dabei gedacht. Ich wollte mir nur beweisen, dass ich mir dazu nicht wie Warwick ein Chip in den Unterarm implantieren lassen muss, damit die Eier ganz bleiben. Das war offensichtlich zu viel. Genauso zu viel wie das Telefonat mit Marcus Suhm, bei dem sofort Schneesturm einsetzte. Der hörte erst auf, als ich aufgelegt hatte. Ich hatte das damals als Überwachungsgau eingeordnet, zumal das Radio auch komisch wurde, wenn ich in die Nähe seiner Wohnung kam. Seine Freundin sagte, er sei schizophren. Ich hab ihr recht gegeben. Es war verrückt. Eine verrückte Ansammlung von Dipolen.
Dienstag, Januar 08, 2008
Guy Chambers hat meine Mail gelesen. Mir ist zum Heulen. Der liest die, Groke nicht. Aber vielleicht hat er sie ja auch nur geöffnet. Der kann bestimmt kein Deutsch. Und was wenn er tatsächlich reagiert? Ich will so gern, dass er auf den Rilke von Nina und Franz schaut. Ich mag Ninas Stimme so. Die beiden passen gut zusammen. Jedenfalls ihre Stimmen auf der CD. Wahrscheinlich ist die CD überfrachtet. Die Gitarre ist zu dominant. Aber Chambers reagiert bestimmt sowieso nicht. Das ist nur Zufall, dass er die Mail öffnet. Wenn ich will, dass mich jemand ablehnt, brauche ich mir im Moment nur vorzustellen, es ist Groke. Der ist grad genervt. Festanstellungsquickie. Ob ich überhaupt jemals die Chance auf eine Festanstellung habe? Katrin redet schon genauso, dabei ist sie keine 25. Es ist schon eine komische Welt. Sie darf keine Jobs mit starkem Publikumsverkehr machen. Aktfotografie müsste gehen. Das dauert Stunden, bevor der Kontakt wechselt. Wenn sie kellnern kann, kann sie auch das. Denke ich. Jedenfalls ist das ruhiger, als für eine Tageszeitung zu fotografieren. Ich komme mit den Halluzinationen besser klar, seitdem die Hand so komisch ist. Das wird alles realer: Radio ist Radio, und Selbst ist Selbst.
Hab einen zerliebten Traumprinzen erlebt. Fast fünf Minuten lang. Er stand direkt neben mir in der Straßenbahn. Bin sogar ans Fenster gerückt, damit er sich setzen kann. Das war zu viel für ihn. Er ist gleich weg gegangen. Hab ihn gestört. Beim Träumen. Ein paar der Gedanken hätte ich schon gern aufgeschnappt. Heute früh hat mich eine Frau angetippt, um sich neben mich zu setzen. Ich hatte grad geschlafen. Kurz danach war sie verschwunden. Straßenbahn ist schon komisch. Aber es war auch nicht die Vier. Ich hatte 103.5 gehört und bin prompt in die Zehn eingestiegen, ohne es zu merken. Erst am Stadion bin ich aufgewacht. Aber da saß die Frau, die mich angetippt hatte, schon ein paar Plätze weiter und schaute mich vorwurfsvoll an. Warum auch immer. Janos Tulok hat mir eine Email geschickt, die er standardformatiert hatte. Sein Standard sieht vor, dass bei Gesprächsterminen die Ortszeit von Amsterdam und Rom eingeblendet wird. Augenringe hatte er. Tief wie noch nie. Hoffentlich habe ich ihn deshalb nicht zu schockiert angeschaut. Im Spiegel sieht er die noch früh genug. Groke fehlt mir. Ich seh ihn schon wieder überall. Gestern wieder auf einem Foto. Ich stell mir dann vor, er sieht mich auch. Wie der Traumprinz heute in der Straßenbahn. Die Gnörich hat es tatsächlich geschafft, dass die Rente weiter läuft. Hab ihr gedroht, dass ich sie umarme. Sie nahm´s gelassen. Tim mag meine Suppe heute nicht. Ich bin plötzlich müde, obwohl ich es verschlafen hatte. Am Donnerstag kommt Tulok ins Mediaproject. Ich freue mich auf morgen. Hoffentlich steige ich nicht aus Versehen in die Bahn. Christine Rudloff fand meinen Abschlussbericht wirr, konnte sich aber nicht mehr erinnern, was konkret.
Sari-Bordeaux. Ich werde die Samsara-Creme kaufen und den Plexus damit markieren. Vielleicht genügt das als Reiz, damit ich anders durchblute. Autosuggestion. Gibt es überhaupt gezielte Autosuggestion? Dass ich nach dem Wirtschaftsfernsehen zu 103,5 und dann zu BSMO will, um für das Volontariat beim Deutschlandradio vorbereitet zu sein, will sie schriftlich. Ein Monat und ich habe immer noch keine Absage aus Köln. Immerhin. Manchmal stelle ich mir vor, Frank Martin liest hier. Ich würde dann aber auch nicht anders schreiben. Wozu auch. Bis zum Frühling und damit bis zum Klettern ist es ewig weit hin. Er würde dann wahrscheinlich auch nicht anders sichern. Ich soll ihn das nächste Mal sichern, sagt er. Mir ist schlecht. Aber wahrscheinlich ist das die Voraussetzung, um nicht zu sehr zu vertrauen. Selbst sichern zu müssen. Hab ihm an den Kopf geknallt, dass ich noch nie einen Mann so intensiv erlebt habe wie ihn. Daher die Notwehr, nehme ich an. Dass der Zahn weg ist, ist schlimm. 22 und ein Frontzahn weg. Hoffentlich arbeitet der Zahnarzt zügig. Ich werde ihn so fest sichern, dass er nicht nachzudenken braucht, ob ich träume. Martin hat mich beim Sichern fast erwürgt. Damals gab es noch keine Gurte. Ich hatte mich trotzdem wie Pudding gefühlt. Gewürgter Pudding. Ist ja noch eine Weile hin. Tango tanzen mag er nicht. Da fühlt er sich beobachtet. Als ob da irgendwas anders ist. OK, das Risiko beim Loslassen ist größer und die Nähe dadurch konstanter, aber nur aus Sicht dessen der führt. Stabilität, denke an deine Achse. Mir ist schlecht. Komisch. Der blöde Zahn. To apologize heißt sich entschuldigen. Hab gleich an Apokalypse denken müssen. Hab schon wieder Angst, ohne sie eingrenzen zu können. Was erlebt der grad? Was habe ich damit zu tun? Habe ich etwas damit zu tun? Ich habe Angst. Als ob die Luft weg bleibt. Einzuatmen tut gut. "Sie ist wieder in der Lage, Auto zu fahren." Ich bin gespannt auf die Firmenwagen. Besonders auf die Navigatoren. Ich schreibe wirr, sagt die Rudloff. Ich hab zu viel Suppe gegessen. Verdammt, ist mir schlecht. Ob das die Angst ist? Wie die sich ohne Risperdal anfühlen mag? Bodenlose Angst? Gestern hatten die noch erzählt, dass die Spears psychiatrisiert wurde, heute fährt die Auto. Innerhalb von 24 Stunden. Komisch. Das war aber auch ein anderer Sender: 103,5 hat erzählt, dass sie gestern bondagiert zwangseingewiesen wurde. Robert Drechsler, konkret gesprochen. Auf meine Mail hat der immer noch nicht reagiert. Abgründe würden sich auftun, hat er gesagt. Ein Glück, dass der Traumprinz grad neben mir stand, als ich ihn heute gehört hab. Sonst hat der in letzter Zeit so was Bedrohliches: Ich schau durch verregnete Fenster, und der redet von blankgeputzten Leuten. Synchronizitätspanik und Traumprinz. Der hat die ganze Zeit nach innen gesehen.
Sari-Bordeaux. Ich werde die Samsara-Creme kaufen und den Plexus damit markieren. Vielleicht genügt das als Reiz, damit ich anders durchblute. Autosuggestion. Gibt es überhaupt gezielte Autosuggestion? Dass ich nach dem Wirtschaftsfernsehen zu 103,5 und dann zu BSMO will, um für das Volontariat beim Deutschlandradio vorbereitet zu sein, will sie schriftlich. Ein Monat und ich habe immer noch keine Absage aus Köln. Immerhin. Manchmal stelle ich mir vor, Frank Martin liest hier. Ich würde dann aber auch nicht anders schreiben. Wozu auch. Bis zum Frühling und damit bis zum Klettern ist es ewig weit hin. Er würde dann wahrscheinlich auch nicht anders sichern. Ich soll ihn das nächste Mal sichern, sagt er. Mir ist schlecht. Aber wahrscheinlich ist das die Voraussetzung, um nicht zu sehr zu vertrauen. Selbst sichern zu müssen. Hab ihm an den Kopf geknallt, dass ich noch nie einen Mann so intensiv erlebt habe wie ihn. Daher die Notwehr, nehme ich an. Dass der Zahn weg ist, ist schlimm. 22 und ein Frontzahn weg. Hoffentlich arbeitet der Zahnarzt zügig. Ich werde ihn so fest sichern, dass er nicht nachzudenken braucht, ob ich träume. Martin hat mich beim Sichern fast erwürgt. Damals gab es noch keine Gurte. Ich hatte mich trotzdem wie Pudding gefühlt. Gewürgter Pudding. Ist ja noch eine Weile hin. Tango tanzen mag er nicht. Da fühlt er sich beobachtet. Als ob da irgendwas anders ist. OK, das Risiko beim Loslassen ist größer und die Nähe dadurch konstanter, aber nur aus Sicht dessen der führt. Stabilität, denke an deine Achse. Mir ist schlecht. Komisch. Der blöde Zahn. To apologize heißt sich entschuldigen. Hab gleich an Apokalypse denken müssen. Hab schon wieder Angst, ohne sie eingrenzen zu können. Was erlebt der grad? Was habe ich damit zu tun? Habe ich etwas damit zu tun? Ich habe Angst. Als ob die Luft weg bleibt. Einzuatmen tut gut. "Sie ist wieder in der Lage, Auto zu fahren." Ich bin gespannt auf die Firmenwagen. Besonders auf die Navigatoren. Ich schreibe wirr, sagt die Rudloff. Ich hab zu viel Suppe gegessen. Verdammt, ist mir schlecht. Ob das die Angst ist? Wie die sich ohne Risperdal anfühlen mag? Bodenlose Angst? Gestern hatten die noch erzählt, dass die Spears psychiatrisiert wurde, heute fährt die Auto. Innerhalb von 24 Stunden. Komisch. Das war aber auch ein anderer Sender: 103,5 hat erzählt, dass sie gestern bondagiert zwangseingewiesen wurde. Robert Drechsler, konkret gesprochen. Auf meine Mail hat der immer noch nicht reagiert. Abgründe würden sich auftun, hat er gesagt. Ein Glück, dass der Traumprinz grad neben mir stand, als ich ihn heute gehört hab. Sonst hat der in letzter Zeit so was Bedrohliches: Ich schau durch verregnete Fenster, und der redet von blankgeputzten Leuten. Synchronizitätspanik und Traumprinz. Der hat die ganze Zeit nach innen gesehen.
Ich zähle grad die Minuten runter, die ich noch im BTZ bin. Der Baustellenlärm ist schlimm. Holger ist weiter weg denn je, atmet nur noch durch den Mund. Stress. Ich komme nicht mehr an ihn ran. Hab Katrin angesprochen, ob sie im Nachbarhaus bei Eugen Mesow Praktikum machen will. Aber sie kann mich scheinbar nicht leiden. Scheinbar. Kneipenprofi eben. Alles ist so weit weg. BSMO hat eine Stelle ausgeschrieben, auf die ich mich bewerben könnte. Als Praktikant in der Online-Redaktion. Im Sommer. Jetzt raucht der, obwohl die Nase zu ist. Ich begreife das nicht. Meine Hände sind kalt. Es ist wie immer: Halblaut "Onanieren" in den Raum geflötet und kein Schwein redet mehr mit einem. So viel Ruhe hatte ich selten. Und kalte Hände. Gruppendynamik. Ich muss eine Bewerbungsmappe kaufen. Oder ich verbrauche die Klarsichtmappen. Die nehmen mich sowieso nicht. Die Gnörich hat mich vergessen, befürchte ich. Die ruft schon seit zehn Minuten nicht zurück. Das Arbeitsamt ist eben doch ein Massenbetrieb. Die Ärzteversorgung hätte noch nicht zurückgerufen. Onanieren! Onanieren! Onanieren!
Montag, Januar 07, 2008
Grad rief jemand mit unterdrückter Rufnummer an und legte auf, ohne sich zu melden. Ich hätte schwören können, es ist Vater. Das war gruslig. Wenn Vater tatsächlich schon so verkalkt wäre, das wäre schlimm. Aber er war es nicht, war zwar in Gedanken, aber war es nicht. Ein schönes Lied. Susanne. Und noch eins. Irgendwas zum Ankern wäre schön. Isländer mögen Lebertran mit Erdbeergeschmack. Was ist eigentlich Lebertran? Und warum ist mir schon wieder kalt? Die Heizung ist auf Maximum. Irgendwas hat sich verändert. Die ist auf Maximum, fühlt sich heiß und trotzdem ist mir kalt. I´ll be waiting singt der. Vielleicht ist es das. Erwartet zu werden ist schlimm. Hektik. Spleth. Ich muss schon wieder an Spleth denken, dabei höre ich SWR3. Ich bin verrückt. Total durch den Wind. Das dritte Auge. Zeit schlafen zu gehen und zu onanieren. Peinlich ist das. Fehlt nur noch ein Falschfahrer auf der A63. Gibt es die überhaupt? Ich fühle mich eingeengt durch meine eigene Phantasie. Angst nennt sich das, ich weiß. Ich weiß nur noch niemanden, den ich mit meiner Angst beeindrucken kann. Vielleicht versuche ich es mal mit meinem Spiegelbild. Das reagiert immer noch am schnellsten. OK, ich sehe mich und finde mich nett. Angst ist relativ. Ich bin nett. Der Arsch muss jemand anders sein.
Google wird selten zur Suche nach Elastiktüll benutzt. Hab mich gefühlt wie beim Wühlen in der alten Faschingskiste: Außer Seidengardinen, Makramee und Latex-Dessous war nichts zu finden. Die Abbildungen sind eher was für´s Krustimeter als für´s Auge. Bin schon wieder ganz Reißwolf. Hab vor lauter Frust nach Nylonstretch gesucht und wurde sofort fündig, schmacht. Fehlt nur noch eine Seite von der Plauener Spitze, die ähnlich schlüssig aufgebaut ist, und ich bin glücklich. Aber das wird wahrscheinlich erst durch ein Firmenporträt machbar sein, protz. Zumindest ein Proben-Katalog für Großkunden müsste sich so bewerben lassen. Mir ist einsam. Wahrscheinlich komme ich wieder mal total aus dem Mustopf. Mir ist kalt. Die Nase läuft. Der Tee tut gut. Himbeer-Erdbeere. Eileen Mägel roch den gern. Hab ihn fast während des ganzen Praktikums getrunken und die Kellertür offen gelassen, bis auch das Foyer danach roch. Elversberg ist im Landkreis Neunkirchen. Es gibt einen ganzen Landkreis, der Neunkirchen heißt. Deshalb hat Groke damals gesagt, dass es in Neunkirchen gekracht hat, obwohl auf der Google-Map nichts zu sehen war. Irgendwann leiste ich mir eine Saarlandkarte, vielleicht sogar die, die im Studio neben dem Ventilator hängt. Neben dem Ventilator, in den Groke seine Zunge gesteckt hat, um zu beweisen, dass der Motor unfallsicher ist. Hab schon wieder Angst um ihn. Verrückt. Er hat ja noch nicht mal gesagt, dass er mich heiraten will. Ich hab jedenfalls nix mitgekriegt. Immer dieser vorauseilende Gehorsam. 21:57: OK, hab Gehör und Gehorsam verwechselt. Liest sich inzwischen fremd. Ist lange her. Die letzten Minuten waren intensiv - hab einen Spiegel neben den Monitor gestellt. Da war er schon ein halbes Jahr nicht mehr. Vielleicht fotografiere ich auch wieder mehr. Ein Foto ist nachhaltiger als der Blick in den Spiegel.
Sonntag, Januar 06, 2008
Was würde es ändern, wenn das alles, was ich erlebe, dieses Gläsern-Sein, dieses Gehört- und Gesehen-Werden tatsächlich passiert? Was wäre dann? Was ist, wenn ich in einem realen Raum bin? Was ist dann zwingender? Ist es nicht genauso belanglos, als ob ich mit dem, der da spricht, gerade in der selben Straßenbahn sitze oder die selbe Straße quere? Was macht diesen Kontakt um so viel bedeutsamer? Die Neugier? Die Sehnsucht nach Information? Das ist wahrscheinlich übertrieben. Wahrscheinlich ist es nur agitierte Langeweile. Wenn schon Sehnsucht, dann die, den Moment mit Geräuschen zu unterlegen. Romantik eben. Lichtschacht pur. Ein bißchen Spotlight, ein bißchen Bühne, ein kurzes Innehalten. Verdammt, warum reagiert Calabrese nicht? Warum addet mich Groke nicht? Warum differenziert der so stark?Die hieß nicht Samsara, die hieß Pam. Eine flachbrüstige Pam. Dass der Sari Mönchskuttenfarbe hatte, fiel mir erst durch die Fotos auf. Ich hätte so gern das pelzige Gefühl weg. Stattdessen treten die Sehnen immer deutlicher hervor, als ob ein Spasmus einläuft. Sport, Dehnen. Die Handinnenfläche scheint nur noch Sehne zu sein. Ich atme flach. Der Sitzball ist zu leer. Wahrscheinlich ist es das. Halt, war das überhaupt die Knispel mit dem Heiratsantrag? Ich bringe schon Steffi Neu und Heike Knispel durcheinander. Verrückt. So kurze Zeit und ich verwechsle die beiden schon. Ich kriege den Sitzballstöpsel nicht raus und kann die Luft nicht aufpumpen. Ich rede schon genauso in Kreisen wie Freitag. Wenn der über Neuroleptika geredet hat, konnte ich mich kaum konzentrieren. I feel like a criminal ist in den Charts. Es war tatsächlich alles nur Autosuggestion. Da ist keine Querverbindung zwischen dem, was ich schreibe und dem was ich höre: Das, was ich schreibe, beeinflusst das, was ich höre nur autokonfrontativ. Allmählich wird es wieder übersichtlicher. Ich war nur aufgeputscht. Verrückt. Ich bin froh. Was wäre das sonst für ein Leben? Ich höre jetzt drei verschiedene Sender. Das Zappen fällt mir leicht, schon fast wie beim Fernsehen. Das Bindende ist weg. Dieses Zwingende ist nicht mehr da. Das Schreiben tat gut. Bei Lablue schwärmt Karl vom Morgenteam-André auf 103.5. Der wäre bei ihm im Fitnesscenter gewesen. 103.5 - das ist für mich der Morgen zwischen Altenberger Platz und Meißner Straße. Ich kann mir den Dresdner Morgennebel schon gar nicht mehr ohne das Gegackere und die Sibylle Berg vorstellen. Es ist meine Peer-Group, habe ich heute gelernt beim Lesen in den "Einsamen Cowboys". Es geht schon wieder los: Alles meint mich: Auf der A81 kracht es, weil ich SWR3 höre - eine idiotische Gedankenschleife, aus der ich nicht ausbrechen kann, ohne in der Musik zu ankern. Jetzt läuft wieder die barfüßige Norwegerin, die ihre letzte Beziehung besingt. Aber ich bin unsicher. Vielleicht verwechsle ich sie. Die Playlist ist nicht aktuell. Was sich ändern würde? Keine Ahnung. Ich würde mich wahrscheinlich auf anderes konzentrieren. Irgendetwas bindet immer Aufmerksamkeit. Und wenn es die aktuelle Größe der Schneeflocken ist, ich liebe Schneeflocken. Dass ich die Knispel und die Neu verwechselt habe, macht mich wütend. Ich dachte, ich wär gelassener. Fremd wie in der Straßenbahn wäre es. Das scheinbar Konspirative, das Miteinander per Stoppuhr dehnt, wäre weg. Dieses alles versteinernde Dopamin würde weniger anfluten. Und auch wenn eine Bombe neben mir nieder geht, kann mich niemand zwingen, deshalb tiefer Luft zu holen. Es ist mein Leben. Ich bin kein Worst Case Attachment.
Spitze
Nahtlose Dessous sind aus Elastiktüll, glaube ich. In Plauen ist die schönste Spitze aus reiner Baumwolle. Brüsseler Spitze. Seidenspitze. Latex. Lycra. Erzgebirgs-Klöppelspitze. Nitril reißt durch Schweiß, resp. Salz. Unter Silikon & Spitze kommen nur Dildos.
Was ich an Claudia am meisten gehasst hatte war das Männer-Pheromon. Warum legte die ausgerechnet ein Pheromon auf, das Frauen stimuliert? Die ist beknackt. Die wollte es krachen lassen. Die wollte, dass ich Martin fertigmache, sobald ich den Trigger an ihm rieche. Überhaupt auf die Idee zu kommen, ihn per Pheromon anzuhübschen, hat mich fast wahnsinnig gemacht. Was bildet die sich ein? Vorbei. Eva will ihn fotografieren, womöglich noch mit dem Kommentar DuSiehstEntspanntAus. Und was wenn er dann tatsächlich entspannt aussieht? Ich bin so wütend. Warum sind die Haare weg? Was ist da passiert. Groke kontert gleich mit You don´t fool me. Ich weiß schon gar nicht mehr, wie es ist, wenn man vermisst wird. Ich glaube, er hat mich nie vermisst. Nur als er gelähmt war. Scheinbar gelähmt. Das war ja nur der Schmerz. Eigentlich wäre alles gegangen. Die "realen" Veränderungen waren minimal. Aber was, wenn ich grad alles kopiere? Wenn ich ihn jetzt so vermisse, dass ich ihn kopiere? Aber ich vermisse ihn nicht. Im Gegenteil. Ich suche mir ein Phantom, das 600 Kilometer weit weg ist. Aber wenn ich ihn nicht tatsächlich vermisse, warum brauche ich dann ein Phantom? Sobald ich ihn sehe, bin ich blockiert, da fließt nichts, kein Gedanke. Oder ist es, dass er dann blockiert ist? Jedenfalls ist da eine Barriere, seitdem Sabine tot ist. Und das nicht erst durch Claudia. Vielleicht habe ich ein gewaltigeres Problem mit Sabinen als mit Claudias? Warum kenne ich so viele Sabinen? Wer wollte das? Ist das gemacht? Wie ist das gekommen? Krause erzählt so, dass es mir schwerfällt ihm zuzuhören. Es sei denn, er redet über Küchen. Ich freu mich auf nächste Woche. Ich sehne mich nach Struktur. Nach Tagen, die einen klaren Ablauf haben. Tag für Tag. Austauschbar. Ich sehne mich nach austauschbaren Tagen.
Worauf freue ich mich? Auf Groke 14 Uhr. Schmacht. Jetzt wird die Musik plötzlich leiser. Von einer Sekunde auf die andere höre ich weniger. Gruslig. Als ob der an die Regler gekommen ist. Ich glaube, ich werde schon wieder verrückt. Mayer hat die Knispel vorhin heimgeschickt, obwohl sie Zahnschmerzen hatte. Bloß um ihr nicht aus Versehen den zweiten Heiratsantrag diese Woche zu machen. Den ersten hatte sie ja von HabSchonWiederVergessenWieErHeißt. Stress. Sie hat Stress. Irgendwie erinnert das an früher. Du warst mittendrin. Ist schon komisch. Aber was ist schon mittendrin? Wenn Holger von Pillnitz erzählt, bin ich froh, dass ich nicht seinen Job gemacht habe: In den paar Wochen hat der in sämtlichen Biografien gestöbert, musste aber die Klappe halten. Das Stöbern selbst macht schon Spaß. Laut zu stöbern, das wäre es. Das ist es. Jeden einzelnen Gedanken rauszuschreien. Das tut gut. Groke scheint im Wald gewesen zu sein. Das Kribbeln lässt nach. Ich bin glücklich. Plötzlich lässt es nach. War verrückt. Es war verrückt. Keine Ahnung aus welcher Region. Energiefelder sind das, sagt Witt. Komisch, nur Witt zu schreiben. Als ob es so viele gibt. Hab immer das Gefühl, ich muss ihn näher bestimmen oder er wäre näher, wenn ich den Vornamen sage. Dabei reicht eigentlich dieses alberne Stirnband und Witt, um ihn eindeutig zu beschreiben. Irgendjemand muss ihm mal gesagt haben, dass das gut aussieht. Aber ich war das nicht. Bloß die Locken danach. Seine Mutter war das bestimmt. Ich kann mir Hanka nicht vorstellen, nicht mal Anne. Dabei hat Nina sie oft beschrieben.. Auf der Straße würde ich sie garantiert nicht erkennen. Groke fehlt mir. Ist das jetzt Anschleimen? Wahrscheinlich sogar peinlich. Tim geht nicht ans Telefon. Ich bin so unzufrieden und weiß nicht warum. Irgendwas liegt in der Luft. Vorgestern an der Haltestelle war ein Mann, der kommentierte alles und jeden, als ob er dadurch verständlicher wurde. Der schien mir extrem schnell vertraut zu sein, aber das war er wahrscheinlich jedem. Wenn ich wüsste, was ich in den nächsten zwei Minuten will, würde ich planen. So lasse ich mich einfach nur treiben. Am Montag schreibe ich den Abschlussbericht. Ich weiß aber noch nicht, wer den alles liest. Eignungsabklärung und Arbeitserprobung. OK, ich kann inzwischen sagen, dass Adobe InDesign tatsächlich ein Grafikprogramm ist, obwohl ich im Wesentlichen Textverarbeitung gemacht habe. Aber warum Eileen Mägel mich für nicht besonders kritikfähig hält, habe ich nicht gefragt. Wie ist man, wenn man kritikfähig ist? Hat sie das reingepackt, um überhaupt etwas Kritisches zu sagen? Projeziert? Egal. Die ganze Skalierung fand ich beknackt. Vergleiche Licht und Farbe... Am Freitag hat sich ein IT-ler neben mich gestellt und geschnuppert. Adobe InDesign Kennenlernen eben. Ich hab mir nie getraut, ihm über die Schulter zu schauen. Der wirkte mir zu kompetent. Oder zu konzentriert. Aber das ist ja das Gleiche. Holger könnte ich ständig fragen. Aber der weicht ja auch auf Fahrzeugpflege aus. Groke verwechselt Karla und Claudia, heul. Claudia Bruni. Mir ist elend. Der mag Claudias.
Welchen Evolutionsvorteil hat die Erektion bei Berührung von L2? Warum ausgerechnet L2? Zumal S1 sich bis an die Ferseninnenseite ausdehnt? Embryologie... jetzt die Ontologie parat zu haben, wäre gut. Google ist unfair, verlinkt nur Müll, sobald es interessant wird. Irgendwelche Springer-Links, die in der SLUB versacken. Vielleicht genügt es ja auch schon, am linken kleinen Finger zu lutschen. Chinese müsste man sein. Dann wüsste ich jetzt die ganzen Meridiane. Die chirosophischen Kinderfalten sind am Kleinfingerballen. Trägt das? Warum sind die eigentlich ausgerechnet dort? Boah, jetzt ist der ganze Unterarm warm. Ein orgastischer Unterarm. Beknackt. Dazu der obligatorische Unfall. Ich staune schon gar nicht mehr über den Verkehrsticker. Tuloks DasIstAllesWeitWeg hilft mir sehr. Vor allem sein Blick dabei. Die Lawinen machen mir Angst. Ich würde Nina am liebsten anrufen. Hab ihr gesimst. 13.37 Uhr. Der Nierenmeridian ist am Kleinfingerballen, wusste ich es doch, dass der Sari eine Bedeutung hatte. Mir wird gleich ganz hängemattenmäßig.
Morgen frage ich Köhler nach der Duftserie: Da gab es einen Film über einen ehemaligen tibetianischen Mönch. Seine Geliebte hing in einer Schlinge, die sie aus ihrem weinroten Sari um einen Balken geknüpft hatte, Ihre Aufmerksamkeit war dabei herabgesetzt, so dass die beiden nicht hörten, dass seine Einzige kam. Neben dem Film entstand auch eine Duftserie. Vielleicht geht mit der Duftserie der Reiz weg. Eine Schlinge im Dachbalken und Plexusläsion, dabei ein virtueller Reiz auf S1/2. Über das Eingangsbild Sarischlinge müsste es klappen, das Kribbeln anders zu unterlegen. Zumindest kortikal. Hatte die wirklich den linken Arm in der Schlinge? Egal. Das hat Zeit. Inzwischen tippe ich mit Links. Losgegangen ist der Schub mit der "Letzten Kriegerin". Bin immer noch bei meiner ersten Zwangseinweisung. Damals hatte ich die Walkabouts oft gehört. Der hat jetzt Glatze. Hat der Schlagzeug gespielt? Vielleicht ist Beiersdorfs Ruhe genau das, was mir langfristig gut tut, und ich bewerte das Kribbeln nur falsch? Jedenfalls konnte ich in der Nacht selbst kaum schlafen. Der Wechsel vom Quasi-Dialog in begleitendes Lounge-Schweigen war nur so unerwartet, dass ich plötzlich fremd in mir war. Hab mich als störend erlebt. Bis ich selbst - verdammt wo beginnt selbst. Krause erzählte was vom Vaginalspasmus, der die 112-Akquise nötig machte. Die ist wahrscheinlich genauso Phantasie wie die Priapismus-Story mit Baguettebruch diesseits des Anus.
Verblendung & Verdammnis
Auf Norwegisch heißt "Ich Liebe Dich" nicht "Alvers", sondern "Jeg elsker deg" - das ist schon mal beruhigend. Bin also noch selbstbestimmt. Hab grad mit MetaGer gesucht, zwecks Autokonfrontation. Und ich bin mir immer noch fremd, trotz Software. Fast so fremd wie beim Blasten mit Spleth. Es schneit. Das ist fast als ob Groke schon sendet. Riesenflocken. Das Dach ist schon fast weiß. Fast. Die Uhr lag stundenlang auf dem Schreibtisch und geht minutengenau. Was kann Eingangswiderstand? Was Steuerströme. Jetzt knackte die Tastatur. Ausgerechnet bei Eingangsströmen. Piezoelektrik. Weltferne. Entspannung. Träumen. Harndrang. Das war das schlimmste im Saal. Dieser ständige Harndrang, sobald du wusstest, dass die nächsten Stunden kein Schwein ablöst. Lange her. Komisch, dass mir das jetzt grad einfällt. Ob das die Ulnarisreizung ist? Ein verkappter Harndrang? Ich trau mir alles zu. Auf dem Schillerplatz gibt es Duftcremes. Eine war in quasi-textilem Sari-Weinrot verpackt und griff auf einen Film zurück. Hab Schiss, dass Nina auf eine Lawine tritt.
Samstag, Januar 05, 2008
Im Blaster ist ein Jurist aufgetaucht und grübelt. Er scheint verheiratet zu sein. Gerd hat eine Mail an mich weitergeleitet, in der jemand über die Krebsimpfung wettert. Ich wache auf und hoffe, dass der Arm wieder so ist wie vorher. Hoyer sucht ein Synonym für weibliche Verwandte scharf machen. Ich kann nur destruktiv assoziieren. Das Kribbeln verunsichert mich.Der Tante Emma Laden. Bin froh, dass X. die Krebsimpfung nicht hat, auch wenn Gerd selten gründlich recherchiert. Ob das Kribbeln verschwindet, wenn ich das Risperdal nicht mehr nehme? Dis SWR3-Motz scheinen Groke grad zu bearbeiten. Das ist alles so weit weg. Nur dass er hungrig ist oder war, verstehe ich. Gini kommt aus Baden-Baden, und er freut sich auf sie. Aber vielleicht ist das auch gar nicht Stefanie Haiber. Ich spinne schon wieder und verstehe mich selber kaum noch. Am wenigsten das Kribbeln. Damit rückt jedes Draußen weit weg. Ich weiß nicht mal mehr, wie das letzte Blasten mit Steffie Haiber im Ohr war, ohne die Datei zu öffnen. Nicht mal, wann das war. Das ist irgendwie ein verkorkstes Engramm. Los ging der Schub zu Silvester bei Bug und Gote, als ich über drinnen und draußen gegrübelt hatte und Bug sagte, was ich schrieb. Dieses ZweiDumme,EinGedanke war wieder mal traumatisierend. Ich erlebe es seit Wochen als traumatisierend, wenn ein Fremder, den ich mag, das gleiche zu denken scheint wie ich. Ob das eine vorweggenommene Verlustangst ist, weiß ich nicht. Aber ist das wirklich ein Schub oder tatsächlich eine echte Durchblutungsstörung? Ogott, ob Groke schon seit Jahren Vater ist? "Du kannst nichts verlieren, dessen Wert du voll anerkennst!!", schreibt die, aber nur mit zwei Ausrufezeichen. Ich spinne. Ich sehe mich schon wieder von draußen. Das Kribbeln lässt nach. Sobald ich nicht dran denke. X. hat sich noch nicht gemeldet. Boah, das Bild trägt über mehrere Minuten: Groke als Vater. 007-Vater. Weit weg ist das alles. Und ich muss nichts begreifen. Bin bloß fasziniert von dem Gedanken, dass da irgendwo ein kleiner Groke rumsteigt. Tim wird noch schlafen. Das Radio lief fast die ganze Nacht. Ich wollte Spleth nicht verpassen, nachdem ich kurzzeitig Hass gewittert hatte, ohne ihn aktuell zuordnen zu können. Hass auf mich. Verrückt, ich weiß. Als ob es eine Rückkopplung zwischen dem, was ich schreibe, und dem was er macht, gibt. Am Freitag bin ich ohne Citycard gefahren, da ging mir das ähnlich: Ich hab jeden beobachtet, der sich neben mich setzte, und das, was er machte, mit dem in Beziehung gesetzt, was ich dachte. Der konnte meine Gedanken nicht lesen, trotzdem war die Nähe unheimlich. Ein verrückter Film. Hab lange gebraucht, um loszulassen. Was eine vergessene Citycard so macht. "I feel like a criminal", läuft grad. Das wird es gewesen sein. Ob dieses ganze Bühnenerleben chronischer Selbstzweifel ist? Selbstzweifel, der in selbstzerstörerische Körperengramme mündet? Ich fühle mich ständig schuldig, ohne zu wissen wofür. Vielleicht ist das der Grund, warum ich ständig Hass wittere und so oft hasse. Bis zum Bindungsverlust. Es ist, als ob ich mich selbst dafür kasteie, sobald ich in mir Hass spüre. Ob das pervertierter Liebeskummer ist. Es tat so gut, die WDR2-Playlist zu sehen und zu erkennen, dass das, was ich höre, mit dem übereinstimmt, was ich lese. Es war also keine konzertierte Aktion, die mich meinte, sondern Alltag. Dieses ZweiDumme,EinGedanke. Mit dem üblichen Trauma. Je länger ich höre, um so geringer wird es. Desensibilisierung, dozier. Was ist intrinsische Energie? Es gibt kaum eine größere Enttäuschung, als wenn Du mit einer recht großen Freude im Herzen zu gleichgültigen Menschen kommst", kommentiert Metager meinen Hilfeschrei: Hab Google nach intrinsischer Energie gefragt und dann zu Metager gewechselt. Der große Unsichtbare hat sein Spotlight ausgerechnet auf mich gerichtet. Sich zum Vergöttern preisgegeben. Mir wird gleich ganz heimatlich. Es ist schon fast wieder wie im Hygienemuseum, wo ich jeden Metager-Suchauftrag ausgedruckt hatte und Artefakte im Text markiert hatte. Ich wollte mich nicht von der Metager-Listenfolge abhängig machen und hab lieber auf den Drucker vertraut. Ein irrer Hauch von Freiheit war das. Jetzt verarscht mich Googleund bietet plötzlich Metager-Suchergebnisse an. Sogar das Schlagwort Salutogenese. Mir wird schlecht. So viel Filterwegfall ist sogar mir zu viel. Heim. Was ist Heimat? Scheißschizoides Kartenhaus.
Silvester
Irgendwo auf der Augustusbrücke liegt Franks Zahn. Ein Stück davon. Mit Freunden war er unterwegs. Martin war auch dort. Es muss viel los gewesen sein. Ein regelrechter Ascheregen, sagte Martin. Er hätte einen Schirm mitnehmen sollen, meinte er. Es sei wie auf dem Mont Matre gewesen. Damals war ich mit Tim in der Dachkammer geblieben. Das war der schönste Moment. Im Bett zu liegen, über mir der Himmel und neben mir der schlafende Krümel. Pabst kann mich nicht leiden
. Aber das konnte er wahrscheinlich noch nie. Das war alles nur Autosuggestion. Bedauert mich keiner? Mir ist zum Heulen. Oje. Da brummt sogar mein Kühlschrank.
Hirnstamm-Drill mit Pharma-Bondage
"Zu wissen, dass man glücklich war, ist leicht. Zu wissen, dass man glücklich ist, ist Kunst", hab ich grad auf einer Badener Seite aufgeschnappt, als ich nach Thalamus und Durchblutung gesucht hatte. Das Tor zum Bewusstsein. Hab bislang nicht drauf fokussiert, weil dort fast immer Rush Hour ist, so viele Bahnen, wie dort kreuzen. Mit der Zone lässt sich fast alles erklären, außer das Wetter. Aber vielleicht auch das. Was ist schon Wetter? Der Weißwein tat gut und dass Tim da war natürlich. Hab Lust ihn anzurufen, um gemeinsam zu schweigen. Aber dann müsste er den Hörer zwischen Ohr und Schulter klemmen oder den Lautsprecher nehmen. Außerdem kann er dann nicht ins Internet chatten. Gemeinsam zu Schweigen ist schon toll. Fast wie Welt Retten. Harmonisch, eins mit sich selbst und weit weg von jedem Selbstzweifel. 1! 2! 3! Hab Grokes Gini gemailt, ob sie mich addet. So viel zum Selbstbewußtsein nach dem Feedback von Marianne Faithfull. Irgendwann wünsche ich mir As Tears Go By bei Dieter Exter. Die Beine stacheln. Hab keine Lust zum Rasieren. Ich kann mich heute nicht riechen. Nächstens nehme ich ätherische Öle fürs Ohr. Glycerin genügt mir nicht mehr. Was ist das? Der ganze Körper ist fremd. Die Hand pelzig, die Beine stacheln, und das Ohr stinkt. Jetzt noch Besuch wäre der Gau. Hagen simst, als wäre er nicht von Dresden nach München sondern von München nach Dresden unterwegs. Ich bin durcheinander. Jedenfalls war er auf der Autobahn. Heute irgendwann. Hab vorsichtshalber nicht geantwortet. Das BistMirNah war wahrscheinlich schon zu verpflichtend. Der funktioniert immer perfekt. Sogar die Internetseiten laden dann schneller. Wahrscheinlich bin ich neidisch auf seine Ladezeiten. Sicher ist es das. Es stinkt. Überall. Vielleicht gehe ich schlafen, bis alles vorbei ist. Bis nichts mehr stört.
Backkartoffeln, Fisch und Spinat
Wenn ich die ganze Hand bewege, ist das Linkstippen fast schon wie mit der rechten Hand. Ich stütze den linken Handballen auf. Dann passiert mehr im Kopf. Mann, bin ich aufgeregt. Ich atme kaum. Verrückt. Bin ganz Hand. Als ob alles davon abhängt, dass ich mich JETZT, in diesem Moment konzentriere. Aber die Hand verändert sich. Sehr. Da passiert mehr als bei Massenbewegungen. Je kleiner die Bewegung, um so größer scheint der Effekt zu sein. Kandalezza, Condalessa, Karezzo... ich komme nicht mehr drauf. Kreisende Erregung. Egal. Ich muss mich nicht konzentrieren. CandiDat Pilzgeber würde Candidonor heißen. Der, dem der Pilz gegeben wurde, ist der Kandidat, oder? Hab keine Ahnung, was das heißen soll. Pilz ist garantiert nicht die ursprüngliche Bedeutung. Wahrscheinlich muss die Spirale raus. Ist sowieso überflüssig. Menopause ist das noch nicht. Rein statistisch gesehen ist es unwahrscheinlich. Hagen ruft an. Weltverschwörung. Dass der ausgerechnet auf der Autobahn an mich denkt, macht mir schon Angst. Wie verdammt hat der die Nummer eingegeben? Minus 1 Grad und kein Glatteis, behauptet der. Ich hasse schon wieder. Alle. Backkartoffeln. Die Hände schwitzen. So feucht sind die selten. Gestern waren die staubtrocken, fast neurodermitisch. Calabrese antwortet bestimmt nicht. Die mail an Groke habe ich natürlich nicht gesendet. Wozu auch. Der lebt in einer anderen Welt. Backkartoffeln. Calabrese fehlt mir im Moment auch nicht. Hab ihm alles entgegengeschrien und Pabst wegen einem Werbeexemplar angebaggert. Schlimmstenfalls investiere ich zehn Euro und kaufe das Buch selbst. Pabst macht Umsatz mit mir, grins. EIN Käufer pro Jahr.
Regression
Mit links zu tippen, hilft ja angeblich, leichter zu regredieren. Lecithin, Trinken und Linksschreiben... Mal sehen, was sich verändert: Boah, das flutet. Mir wird schwindlig. Hab die Schultern fallen lassen. Und atme kaum. Immerhin bleibt meine Armbanduhr nicht stehen. Das ist das Grusligste: Eine weitgehend mechanische Uhr, die plötzlich stehenbleibt. Zehn Minuten Linksschreiben ist eine gute Leistung. Bin stolz auf mich. Hab sogar links geblastet:
Christine schrieb soeben überNachwelt
der hahn tropft nicht[Flucht-Links: Clan | ImBlasterVerlinktePflanzenDieMirTotalWichtigSind | Fahrerlaubnis | GeschwolleneFuesse | Bibelkinder]
Christine schrieb soeben überNachwelt
der hahn tropft nicht[Flucht-Links: Clan | ImBlasterVerlinktePflanzenDieMirTotalWichtigSind | Fahrerlaubnis | GeschwolleneFuesse | Bibelkinder]
Schlecker
Hab mir Lecithin gekauft. Vielleicht frischt das das sensorische Gedächtnis auf. Der Ulnaris ist schlimm. Da hilft nicht mal Ursulas Teddy. Hab kein Engramm zum Fluten der Region mit Information. Wie Wundstupor ist das. Hab wochenlang den linken Arm neben dem Notebook aufgestützt. Aber was im Moment ausgerechnet den linken Ellbogen kortikal verstärkt begreife ich nicht. Hab auch keine Ahnung, was außer dem Sofa das Gesichtsfeld so triggern könnte, dass aus dem Pelz irgendein Benefit resultieren könnte, so unbewusst der auch sein mag. Es ist einfach idiotisch. Irgendeine idiotische Gedankenschleife, die ich nicht aufbrechen kann, ohne mich zu bewegen. Ursula tippt auf C6/C7. Aber das Genick war wochenlang reizfrei. Wundstupor ist Quatsch. An der Stelle ist zwar grad die Schreibtischkante, aber so in Gedanken kann ich nicht gewesen sein, dass ich die Reizung nicht gemerkt habe. Vielleicht hilft Magnesium. Das müsste das Tempo rausnehmen. Schnelle Membranen und Kribbeln... Jetzt Conny anrufen und nach Magnesium bei peripherer vegetativer Reizung zu fragen? Das bringt mich auch nicht weiter. Das Lecithin ist schon angekommen: Hab Durchfall. Jetzt Engramme für den linken Unterarm, grübel. Yoga, Kopfwenden, Bewegen. Mir ist plötzlich kalt. Immer wenn ich den Pullover anziehe, beginne ich zu frieren. Seit Tagen. Was da an Gedankenketten passiert, ist mir unklar. Jedenfalls geht das Kribbeln zurück. Vielleicht flutet grad der ganze Schrott aus dem linken Unterarm an. So wie das dort verschlackt, ist es bestimmt stau-sauer. Aber das Frieren ist mir trotzdem unklar. Kribbeln und Frösteln... Was passiert zwischen Kribbeln und Frösteln? Zwischen Schwere und Kälte muss es doch Übergänge geben. Warum kippt das so schnell? Ob das Gefäßspasmen sind? Was passiert dann bei Lecithin und Risperdal? Und vor allem an welchen Strukturen passiert das? Ursula hat sich in den Hypothalamus verliebt und konzentriert sich bei ihrer Argumentation permanent auf das Koenzym Q10. Immer wieder kommt sie dort an. Thalamus, Schlafes Bruder, Benzodiazepin-Rezeptoren... Jetzt sind beide Hände kalt. Die Gedanken fließen immer chaotischer. Calabrese hieß der italienische Neuroanatom, der Pabst so beeindruckt hatte, dass er ihn verlegt hat. Calabrese. Der liest sich gut. Vielleicht maile ich dem. Aber kann der überhaupt Deutsch? Und lebt der überhaupt noch? Calabreses scheint es mehrere zu geben. Oder der hat mehr als zwei Vornamen. 05.01.2008, 11:35 Uhr, Pro7 switch, Show, Comedy, D 1997 - Live :-)
Abonnieren
Posts (Atom)
