Mittwoch, August 01, 2007

Nähe

Hab grad wieder den Anästhesisten-Song gehört. Jung heißt sie und ist Reha-Berater. Hab alle Antragsformulare ausgefüllt. Morgen früh bringe ich sie weg und verpasse einmal mehr Groke. Er fehlt mir sehr. Eigenartig, wie sehr ich mich an ihn gewöhnt habe. Er hat irgendwas Anheimelndes - keine Ahnung, was. Diese Ahnung von Nähe, egal was er erzählt. Ich weiß nicht, was ich bei ihm suche außer Kontinuität. Am Wochenende kommt Tim heim. Roberto war da. Er hat die Wohnung mit angesehen und vermessen. Der Keller war schlimm. Eine enge Schlucht. Kaffee schützt vor Darmkrebs, kam grad im Radio. Hab schon wieder vergessen, ob das Radio Dresden war. Kai Karsten fragt auf SWR3: Was wären Sie gerne geworden, wenn Sie nicht geworden wären, was Sie sind? Irgendwann wollte ich mal Psychiater werden, aber das ist inzwischen zwanzig Jahre her, und ich bin froh, dass ich es nicht geworden bin. Später Notarzt - das hat zum Glück auch nicht geklappt. Dann Journalist. Das will ich eigentlich noch heute. Eigentlich. Die Jung sagt, dass die BfA das nicht fördert. Der Stern sucht einen Redakteur für Gesundheit und Wissenschaft in Hamburg. Zeit, Bohnen zu essen und über Darmkrebs nachzudenken. Am liebsten würde ich bei Google arbeiten. Das wäre maximale Nähe. Frikadellen wären gut. Ich werde Kaffee trinken. Einen XXL-Kaffee. Als Journalist bei Google zu arbeiten, wäre schön. Am liebsten von Dresden aus.

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