Samstag, November 04, 2006
Eltern
Wenn ich mir Eltern wünschen könnte, Eltern, die genauso sind, wie ich sie brauche, wären sie jung, schön, verständnisvoll und voller Vertrauen in die Zukunft. Eben so, wie ich selbst wahrscheinlich nie war. Manchmal glaube ich, ich war nie jung. Mich haben die schon alt geboren. Und jedes mal, wenn ich nach Luft schnappe oder einen Hauch von Hoffnung sehe, blasen sie auch das kleinste Licht aus. Meine Eltern. Die größte Strafe, die sich Gott oder wieauchimmer dieser Typ heißt für mich jemals ausgedacht hat, sind diese Eltern.
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4 Kommentare:
was ich mir wünsche, wenn ich einen Wunsch frei hätte? Keine Ahnung. Vielleicht, dass dieser verdammte Regen endlich aufhört. Ein bißchen Sommer wär nett.
Hab tatsächlich grad an KaiKarsten gedacht. Daran, dass ich ihn mag. Und prompt protzt er über sein Geschick beim Entschleunigen und träumt von Amerika. Was auch immer den dort hin zieht. Ich hab keine Lust auf Amerika. Hatte ich noch nie. Schon gar nicht mit Martin. Am Kay stehen und Martin nachwinken wollte ich und dann den Traumjob suchen. Inzwischen träumt Martin scheinbar auch nicht mehr von der Neuen Welt, sondern jobbt so am Dresdner Flughafen vor sich hin. Immer der Rente entgegen. Entschleunigen. Ob die Suche nach Gestationsdiabetes ein Traumjob ist? Selber schwanger zu werden, wär schöner. Ohne Eile. Fern der Nebelsuppe. Aber bitte nicht in Amerika. Lieber in den virtuellen Weiten meines (in Worten: MEINES) Blogs. Der ist um Größenordnungen freier als jeder Zipfel Amerika. Jedenfalls für mich.
Es ist schon immer wieder erschütternd, zu lesen, wie du dich wiederholst. Nix erlebt, Einzige? Tjaja, das Leben ist hart. Besonders zwischen den Beinen, verkneife ich mir jetzt. Wir werden ja schließlich gelesen. Und vielleicht loggt sich sogar jemand in deinem Blog ein und trieft dann vor Mitleid mit deinem ach so harten Schicksal. OK, ich hab die große Klappe, weil ich mir im Moment schon wieder ziemlich sicher bin, dass ich diesen Monat noch im Internet schreiben kann, obwohl mein Vater mein Vater ist. Ich gönne dir deine Eltern. Alle beide. Ihren Zoff. Ihre Art, sich bis in den Tod zu lieben und ihre mehr oder weniger erfolglose Überlebenswut. Ich gönne sie dir. Und jeden einzelnen Schritt gen Krebs, bei dem ihr deinen Vater mehr geschubst als begleitet habt. Friede seiner Asche. Sterben muss jeder. Irgendwann. Meine Eltern werden mich durch ihren Tod wahrscheinlich reicher machen als jemals zu Lebzeiten. Ich gönne beiden jeden Tag. Irgendwann werde ich auch ohne sie klar kommen. Bestimmt.
Hier stand ein Kommentar von Voyager. Ich hab keine Lust, Geschriebenes zu löschen, nur weil sie momentan selber löschwütig ist. Ihr Blog https://beta.blogger.com/blogin.g?blogspotURL=http%3A%2F%2Fdieidiotbox.blogspot.com%2F ist momentan nur für geladenes Publikum erreichbar. Nun denn, lasst uns meditieren: Voyager schwelgt gerade in eigenem Leid und will nicht dabei gestört werden. Stattdessen taucht in meinem Blog die Passage "Nutzername und Passwort wählen" auf. Ich muss nicht alles verstehen. Auch nicht, warum ich meine eigenen Kommentare momentan nicht löschen kann. Ist aber vielleicht auch besser so. Das ist alles gelebte Zeit.
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