Donnerstag, Juni 21, 2007

Lebenslänglich: Der Kugelfisch im Goldfischglas

Hab eine Stadtameise entführt, die Familie getrennt. Inzwischen ist die Straße dazwischen. Ich habe keine Lust umzukehren. Im Radio läuft How To Save a Life von The Fray. Wen würde ich gern kennenlernen? Hab die Ameise abgesetzt. Nein, weggeblasen. Ganz kurz. Es war ja nur ganz kurz und nur dreißig Meter von dem Platz entfernt, auf dem ich sie mit der Kamille gepflückt habe. Sie jetzt zu finden und zurückzubringen ist unmöglich. Vielleicht ist sie ja auch schon längst tot. Tim macht gerade zusammen mit anderen einen Poster über die Sahelzone: Die dürfen nicht so viele Kinder kriegen, dann geht es Ihnen gut, sagt Valli. Die brauchen Kondome, ergänzt Jonas. Ich grüble eigentlich gerade über Squirting, versuche aber trotzdem, aufmerksam zu bleiben und wende ein, dass Kinder die beste Lebensversicherung sind. Eigentlich ist es das ideale Hängemattenwetter. Scholle und Spinat, träum. Textspeier hat einen Kugelfisch ins Goldfischglas getan und kriegt ihn nicht mehr raus. Tim rührt das kaum. Ich blättere die DNN durch, die Ameise ist fast vergessen, auch die Sahelzone: Dunkelblaufastschwarz... Ein Kind. Zwei Kinder. Scholle mit Spinat.