Sonntag, Februar 11, 2007
Schnee
Ich sehe ihn und friere, so warm es ist. Hab ihn gar nicht fallen sehen, nichts gehört diese Nacht. Das Radio lief. Bin wie gerädert. Jetzt müssten Nina und Tim die ersten Minuten auf der Piste sein. Morgen um die Zeit sitze ich im Zug nach München. Der Migräne-Text ist noch nicht fertig. Ich hab Lust zu schlafen, Ewigkeiten zu schlafen. Weit weg zu sein, bloß nicht in diesem Migräne-Text, bei dem sofort Schmerzen einsetzen, sobald ich schreibe. Hab das Fliegenband fortgetan. Es war ein Riesenfriedhof geworden. Jetzt ist niemand mehr da, der mir über die Hände wandert und nervt. Ich bin müde.
Samstag, Februar 10, 2007
Ein ruhiger Tag
Von München fährt kurz vor Sechs der letzte brauchbare Zug. Am Dienstag ist Großkampftag, Immobilienhaie löchern. Ich seh jetzt schon den Aufmacher für Donnerstag: "Sie hatte keine Idee, der Grundtext blieb lasch". Wie bringe ich Bewegung in einen Artikel über Winterstarre? Durch Kontreres? Nebenan rollt der werweisswas-Chat ab. Die Dachwohnung in dem Stadtpalais ist schön. Fast wie ein Penthouse. Der Grundriss ist schön. 170 Quadratmeter.
War da noch was?
Vielleicht ist ja schon alles gesagt. Vielleicht ist das ja auch nur Sehnsucht nach Nähe. Nach der Nähe, die dieses Klappern der Tastatur suggeriert. Was verdammt haben diese Tasten, was das gesprochene Wort nicht hat? Den verlinkten Zeitschalter? Diese Gewissheit, Gleichzeitiges leichter zuordnen zu können? Es ist berauschend. Es klappert, und ich fühle mich geborgen. Irrational geborgen im Moment. In dem Moment, in dem ich schreibe. Als ob alles machbar wäre durch das Klappern der Tasten.
Es klingt nach Frühling
Die schlimmste Art jemanden zu vermissen ist die, an seiner Seite zu sitzen und zu wissen, dass er nie zu einem gehören wird, schreibt Moli. Hab sie vorhin das erste Mal im SWR3-Chat gelesen. Im SWR3-Moderationsplan steht, dass Uwe Groke am Sonntag nicht sendet. Ich hatte mich die ganze Woche auf ihn gefreut. Ich habe auf Arbeit keine Soundkarte. Stattdessen übernachtet Kai Karsten am Mikro. Ich begreife nicht, wie Kai Karsten das durchhält. Ob der einen Kredit aufgenommen hat? Oder ob ihm die Arbeit so viel Spaß macht, dass er alles dafür tut? Der hat fast täglich Sendungen. Wie Stefan Raab. Vielleicht nimmt er den Job genauso gelassen und erlebt ihn nicht als Stress.
Und immer wieder diese Verzweiflung
Ob Angst ein Grund ist aufzustehen? Oder liegenzubleiben? Wenn ich einen Vertrag mit Sylvia Schmidt hätte, bräuchte ich nicht nach München zu fahren. Aber was sollte in dem Vertrag stehen? "Ich brauche dich"? Ein bißchen wenig wäre das. Brauche ich Franz? Wenn ich Sylvia Schmidt und Franz Josef Will überlappe, bleibt: Die Rente ist zu knapp.
Weiberfasching ist am schmutzigen Donnerstag, sagt Jochen Graf. Schmutzig stünde für schmalzig.
"Das Leben hält nichts mehr für mich bereit", hatte Thomas vor Jahren geschrieben. Damals war er noch keine 40. Wenn ich nach ihm suche, suche ich nach Klett WBS. Aber die Struktur von damals gibt es schon lange nicht mehr. http://www.kunstindresden.de/deutsch/vergangenes/visser.html fiel mir bei der Suche auf. Bei einem anderen Thomas http://www.tk-studio.de/tk-studio/impressum.html.
Weiberfasching ist am schmutzigen Donnerstag, sagt Jochen Graf. Schmutzig stünde für schmalzig.
"Das Leben hält nichts mehr für mich bereit", hatte Thomas vor Jahren geschrieben. Damals war er noch keine 40. Wenn ich nach ihm suche, suche ich nach Klett WBS. Aber die Struktur von damals gibt es schon lange nicht mehr. http://www.kunstindresden.de/deutsch/vergangenes/visser.html fiel mir bei der Suche auf. Bei einem anderen Thomas http://www.tk-studio.de/tk-studio/impressum.html.
Peter Grimes
Puh, schrecklich. Opern-Premiere. Wegen der hätte ich das Vorstellungsgespräch nicht verschieben brauchen. So viel breitgelatschtes Elend kann ich auch draußen sehen. Dazu brauche ich nicht in die Oper. Petra war mit Franz im Chat, als Franz sich in die Luft sprengen wollte, sagt André. "Bäng, bäng", singt grad jemand auf SWR3. Oper. Bedrückend ausweglos erlebt André grad alles. Scheinbar. Blöde Dunkelheit überall. Dazu die abgeschaltete Heizung. Wieso ist die heute aus? Ist die immer um die Zeit aus, und ich merk das nur, weil ich so spät heim gekommen bin? Und das wegen Peter Grimes, jaul. Eine schreckliche Oper. Hab fast die ganze Zeit damit zugebracht, das Libretto zu lesen. Aber die Oper blieb trostlos. Ich dachte, es ist so eine Art Musical. Aber das war ja nicht Goerge Gershwin sondern Benjamin Britten. Pech. Das Stück zu sehen, war ein hartes Stück Arbeit. Da hätte ich genausogut den sächsischen Faschingskalender schreiben können. Das war genauso trostlos. Immer wieder die gleichen Zahlen, die gleichen Worte und dazu Eintrittspreise und Webadressen. Ich hätte nicht gedacht, dass in Sachsen so viel Fasching gefeiert wird. Vielleicht hätte ich mich doch auf Dresden beschränken sollen. Bei Peter Grimes war einer der Sänger so dick, dass ich gestaunt hatte, dass er trotzdem singen konnte. Der ist auch in Rheingold so dick http://www.omm.de/veranstaltungen/musiktheater20022003/bilder/DOkh-das-rheingold1.jpg Der Bauch scheint also echt zu sein.
Freitag, Februar 09, 2007
Flokati-Hängematte
Es gibt kaum ein Material, das mich so fasziniert wie Sisal. Aufgefaserter Kokos vielleicht. Eigentlich wollte ich Sisal im Flur. Aber vor der Wende gab es nur Filz oder Kokosläufer. Seitdem träume ich von Materialkombinationen. Von Materialien, die extrem weich sind und durch ihre Verarbeitung einen Massageeffekt bekommen und robusteren Materialien, die in Spuren streichelweich werden. Samtnoppen und -cord zu Bouretteseiden-Strukturen oder mehrfach gekämmter Baumwolle.
Donnerstag, Februar 08, 2007
Jogurth und Plüsch
Ich hatte Hunger, und mir war kalt. Aber müde bin ich immer noch. Die Haare wasche ich jetzt noch nicht. Damit warte ich noch eine Stunde. Morgen ist die Opern-Premiere. Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich mir Groke her wünschen. Nur für ein paar Minuten. So, dass ich ihn sehen kann. Vielleicht sogar so, dass er merkt, dass er an einem anderen Ort ist. Das Blaue Licht. Das Neonlicht ist schon komisch. Aber der Jogurth tat gut. Ich staune, dass Tim das rote Sofa so mag. Wenn ich mit ihm telefoniere, während er auf dem roten Sofa liegt, ist er so nah. Gestern hat Andreas wieder mal gesimst. Er wollte grad einen Kaffee trinken. Was ist schlimmer, einer, der trinkt, einer, der sein Kind nicht mehr sehen will, oder einer, der sich grad noch in die Luft sprengen wollte? Warum gibt es nirgendwo diese Insel mit Palmen für mich? Vielleicht auf den Malediven? Heute früh setzte sich einer mit Zeitung neben mich, knüllte das Papier zusammen, schaute sehnsüchtig zu einem Mädchen rüber, faltete das Papier wieder auseinander, schien zu lesen, stand auf und ging. Alles mit so viel Nachdruck, als ob er grad in Gedanken war. Hab ihm nur aus den Augenwinkeln zugeschaut und dabei einem alten Mann mir gegenüber zwischen die Beine gestiert. Bevor ich das gemerkt hatte, wand sich der alte Mann. Peinlich. Naja. Ich war in Gedanken und hab nur den Breitcord gesehen. Der legte sich in weiten Falten. Daneben raschelte das Zeitungspapier durch den Walkman hindurch. Die Sonne schien. Straßenbahn. Wenn ich könnte, wie ich wollte, wär Groke jetzt hier. Würde irgendwelchen Schnulli erzählen und sich dabei im Nacken kratzen. Aber erzählen würde er ununterbrochen. Das ist wichtig. Es müsste ständig blubbern.
Fasching
Es war so unwirklich, wie Fasching nur sein kann. Stundenlang suche ich sachsenweit Karnevalsvereine heraus, stoße schließlich auf einen Karnevals-Dachverband und maile Franzens Anwalt den Versuch einer Antwort. Er will mit mir leben, schreibt er, und ein Kind. Und er hofft auf Spendenmittel von werweisswas. Franz, der Terrorist. Ich habe das Gefühl zusammenzubrechen, sobald ich an Franz denke. Es ist, als ob er alle Kraft aus mir heraus saugt. Die Kraft, die ich gern für Nina und Tim hätte. Die Kraft, die ich auftanke, sobald ich an Groke denke. Ich fühle mich wie ein Schlauch. Leer oder zugedröhnt von Fremdem. Da ist nichts, was bleibt. Alles rast. Ich will schlafen. Lichtdurchflutet schlafen. Irgendwo am Meer im Sand. Vielleicht in Vietnam. Da soll das Licht besonders gut tun, sagt Groke. Ich liebe ihn, glaube ich. Vielleicht ist es das. Jemanden, der weit genug weg ist und sein Leben scheinbar im Griff hat, zu lieben, Franz als Hologramm drüberzulegen und an meine Kinder zu denken. Channeln nennt Kerstin Klesse das, glaube ich. Kanalisieren von Energien. Ich bin schon fast in Vietnam. Zwei Atemzüge lang. Das Neonlicht tut gut. Es ist fast blau. Nichts, was zu Nähe und Herzlichkeit zwingt. Es ist einfach nur hell. Und der Migräne-Artikel braucht noch Zeit. Da ist nichts mehr, das mich meint. Es fließt an mir vorbei. Big Hug heißt große Umarmung, hab ich gelesen. Der ist wirklich angekommen. Auf Arbeit zu Hause. Verdammt, warum feiern alle an den selben Tagen den selben Fasching? Ich werde die Webseiten einfügen und Karnevalsvereine auswählen. 1985 hab ich im Studentenclub Fasching "organisiert". Einmal und nie wieder, hab ich mir damals geschworen. Alle feierten, waren angetütert und ich stand an der Garderobe. Hab danach nur noch Plakate geschrieben. Tresen war sowieso nie meins. Jemandem beim Besoffenwerden zuzuschauen, ist die Hölle. Und das Tag für Tag. Dann den wachsenden Weltschmerz mitkonsumieren zu dürfen... Nein, danke. Dann lieber Bands einladen und rumtelefonieren. Eigentlich müsste ich glücklich sein: Ich sitze am PC und schreibe. Alles, was mir durch den Kopf geht. Ich bin gespannt, was Nina erzählt, wenn sie bei dem Franzosen kellnert. Allmählich lassen die Nackenschmerzen nach. Vielleicht war das nur forciertes Mitleid. Nackenschmerzen aus Mitleid. Mitleid mit mir selbst.
Mittwoch, Februar 07, 2007
Die üblichen Verdächtigen
Meist hat alles eine ganz einfache Ursache: Ich bin draußen, EINE Information fehlt mir, DIE Information, die alles formiert. Bleibt nur diese unheimliche Gleichzeitigkeit, die mich Verschwörung wittern lässt. Bis ich dann den Trigger gefunden hab, vergehen Lichtjahre voller Anspannung, in denen alles mich meint.
Winterfliege
Eine neben der anderen klebt auf dem Leimband. Inzwischen sind sie kaum noch zu zählen. Eine einzige wagt sich noch auf meine Hand. Mein Nacken glüht.
Liebling Dresden
Hab Peter Ufer angesprochen, ob Ivette Wagner die Nachfolgeartikel machen kann. Ähnlich wie ihre Reihe "Frühstück mit...", mein Praktikum endet ja am 28. Februar. Ivette selbst will ich morgen fragen. 25 Datensätze sind das inzwischen.
Sabine
Sie kommentiert meinen Blog nicht mehr, schreibt sie. Sie will mir nicht weh tun, schreibt sie, und will kein Eindringling sein. Sie vermutet, dass ich gar keine Kommentare will. Wahrscheinlich werde ich die Kommentarfunktion auf anonyme Kommentare erweitern, um mir zu beweisen, dass es mir nichts ausmacht, dass Google mittlerweile auch unter Michael Spleth und unter Robby Gierer Internet-Einträge von mir listet. Der Worst Case ist ja schon eingetreten: Sabine ordnet das, was ich schreibe, als schizophren ein. Ausgerechnet die Frau, der ich in den letzten Jahren die meisten Emails geschrieben hatte. In der Zeit hätte ich lieber blasten oder bloggen sollen. Es hat sich nicht gelohnt. Zu spät, es ist vorbei. Die Mails sind geschrieben, die Zeit ist vorbei. Warum verdammt hab ich mich so auf Sabine konzentriert? Was habe ich in den Mails an sie gesucht, was ich nicht autokonfrontativ finden konnte? Warum habe ich mich so eingeengt? Oder war das schon Rückzug, mich auf sie zu konzentrieren? Genauso, wie es Rückzug war, nur einen einzigen Sender stundenlang zu hören? Ist Sehnsucht nach Kontinuität an sich schon Rückzug? Heute rief Thomas Kreh wieder an. Er will einen Stadtführer für arbeitslose Männer über 50 in Dresden machen. Ich hab sofort an André gedacht, als ich ihn hörte. Er ist Elektriker, war auf Montage und hat als Hausmeister gearbeitet. Er hat einen Kollegen bei einem Starkstromunfall verloren und will nicht mehr als Elektriker arbeiten. Vielleicht passen er und André zusammen. Die Stimme klang am Telefon angenehm. Am Montag ist mein Vorstellungsgespräch. Ich habe Existenzangst. Die Kontoauszüge sind schlimm.
Monks
Harald Rösch hat angerufen. Montag ist Vorstellungsgespräch. Peter Ufer wünscht mir Glück. Die Kontoauszüge sind schlimm. Am Freitag gehe ich in die Oper. Die Eltern haben mir die Karte geschenkt. Es ist eine Premiere, "Peter Grimes" von Benjamin Britten.
Petra Buhl
Ein ganzer Film lief bei mir ab, als ich den Namen das erste Mal las. Meine Vermieterin in München hieß Buhl. Petras kannte ich viele. Jede einzelne tauchte sofort auf, als ich den Namen las. Inzwischen kann ich mich leichter zurücklehnen, ohne sie zu verwechseln. "Sie hält alles auf, aber nichts kommt raus", hat sie die Arbeit von jemandem in eine Kurzform gebracht, schaute zu mir rüber, und im nächsten Moment war meine Umfrage gekickt. Drei Stunden Frösteln auf der Kreisstraße und ein Schnupfen waren mit einem Grinsen beiseite geschoben. Inzwischen freue ich mich auf das Ende des Praktikums.
Stefan
Er hatte Dagmar aufgenommen. Sie war obdachlos. Plötzlich veränderte sich vieles in seiner Wohnung, von der Reißzwecke im Aquarienzeitschalter bis zum verschwundenen Wohnungsschlüssel. Und bei jedem Aufstöhnen nur das Feedback DuBistSchizophren. Er war wehrlos. Jeder konnte mit ihm scheinbar alles machen, auch Dagmar. Ich hab mir seine Geschichte angehört, ohne etwas zu sagen. So viel Zuspruch war er nicht gewohnt. Das Schweigen tat ihm gut.
Vielleicht lösche ich wieder die Kommentarfunktion. Die Bemerkungen von sv tun mir bloß weh. Ich hab keine Lust mehr, sie zu lesen. Ich erlebe sie nur noch als Eindringling. In ihrem Blog hatte ich nur einmal geschrieben.
Vielleicht lösche ich wieder die Kommentarfunktion. Die Bemerkungen von sv tun mir bloß weh. Ich hab keine Lust mehr, sie zu lesen. Ich erlebe sie nur noch als Eindringling. In ihrem Blog hatte ich nur einmal geschrieben.
Trojaner oder Schizophrenie?
Du sitzt an deinem PC und wunderst dich über Gleichzeitigkeiten, notierst, vergleichst und notierst. Irgendwann fragst du dich: Warum ausgerechnet dein PC? Natürlich willst du nicht schizophren sein. Also notierst du weiter. Irgendwann muss sich das Verwirrspiel schließlich auflösen. Insgeheim beliest du dich über Besonderheiten bei Schizophrenie, schaust aus dem Fenster und bist sofort nah am Wetter. Du fühlst dich angreifbar durch jede Veränderung. Und jeder kann dich mit DuBistSchizophren verunsichern. Klar, dass du dich zurückziehst, von jedem potentiellen Angreifer. Und wenn es tatsächlich ein Trojaner ist, was dann? Bist du dann ansteckend? Was bedeutet das für deinen Blog? Letztendlich wirst du damit leben müssen, dass du notieren kannst, so viel du willst, der Moment wird sich dir nie vollständig erschließen. Das einzige, was bleibt, ist die zeitliche Zuordnung. Es ist dein Leben. Und du lebst es genau so, wie du willst: Du notierst.
Dienstag, Februar 06, 2007
Praktikum
Gestern hatte ich eine Umfrage in einem Wohngebiet. Nur wenige öffneten die Tür, als ich klingelte. Es ging um Gebühren zum Straßenbau. Eine Kreisstraße quer durch ein Wohngebiet soll zum Autobahnzubringer aufgerüstet werden, dazu soll der Fußweg verbreitert werden, das sollen die Anwohner mitfinanzieren. Zwei waren bereit, dazu Rede und Antwort zu stehen.
Es ist alles weit weg.
Hab gestern wieder dieses schizoide ErSiehtMich erlebt. Diesmal bei Robby Gierer. Sogar bei Robby Gierer. Dieses schießschartenmäßige Miteinander, das mich früher so leicht aus der Bahn geworfen hat. Los ging es 22 Uhr mit einem Hingucker auf der SWR3-Startseite: "SWR3 Intensiv (22 - 24) mit Robby Gierer. Themen: Uwe Groke bringt euch Neues von Gwen Stefani, Client, Keith Urban, Damien Rice, Akon & Snoop Dogg, Zweitfrau und Jan Delay." Ein Online-Redakteur hatte offensichtlich Gierer und Groke verwechselt. Kurz drauf dann die Verkehrsmeldungen: 22:22 Fußgänger auf der A6, 22:38 Fußgänger auf der A3, 22:42 Falschfahrer auf der A81 und dazwischen keine einzige Meldung zur halben Stunde. Hab mich beobachtet gefühlt wie lange nicht mehr. Schizoid war das.
Montag, Februar 05, 2007
Oktober 2004
Als ich zu Frank Elstner in den www.assoziations-blaster.de eintragen wollte "Ich wünsche ihm die Mordkommission auf den Hals", ging mein Notebook kaputt. Nichts ging mehr, nicht mal eine einsame Diode. Die Revision ergab einen Haarriss in der Hauptplatine. Meine Versicherung vergütete den Schaden als Überspannung. Den Elektrosmogdetektor hatte ich in dem Moment leider nicht eingeschaltet, so dass ich nicht sehen konnte, ob das Gerät auch nach außen veränderte Felder abstrahlte. Ich hatte an Stalking per Trojaner gedacht, den Virus allerdings nicht nachweisen können, denn das Notebook war inzwischen Schrott. Immerhin hatte es nicht geraucht, sondern ist still verschieden.
Lagerfeuerromantik
Das ist schon wieder fünf Jahre her, dass ich mich bei Ärzte ohne Grenzen für Afghanistan beworben hab. Ich wollte endlich wieder arbeiten. Es hat nicht geklappt. 600 Euro im Monat wären das gewesen. 1400 Euro Berufsunfähigkeitsrente bekomme ich jetzt, mehr als das Doppelte. Allerdings waren Kost und Logie in Afghanistan umsonst. Irgendjemand wusste damals, dass die Tulpen von dort kommen. http://www.mazar-i-sharif.de/Blumen.htm Bis dahin hab ich immer die "Frau in den Dünen" Tulpen suchen sehen. http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Frau_in_den_D%C3%BCnen Heute kopiere ich Artikel für die Monks. Seiten für Ärzte im Netz sind das. Die suchen einen Online-Redakteur. Außerdem schreibe ich über einen Kinderanwalt und schnuppere O-Ton beim Seniorensport.
Chatten
Deutschland ist Handballweltmeister geworden, hab es im Fitnessstudio gesehen, nrj gehört und Handball gesehen. Christoph stellt immer Radio und Fernsehen gleichzeitig an. Abends im Chat kam André, sein Tag war schlimm, in seinem Blog hat er beschrieben, was war.Ich hab im Traum alles vermengt und bin wie gerädert aufgewacht. Zum Schluss hab ich nur noch überlegt, ob ich aufstehe und die Haare wasche oder ob ich weiterschlafe. Die Haare sind inzwischen fast trocken, nur die Strähnen sehen blutiger aus als sonst.
Sonntag, Februar 04, 2007
Nur mal eben kurz
Da ist er, der Gallensteinträger von morgen. Es gibt nichts Bequemeres als ein Tragetuch. Jedenfalls für den Moment. Dass dabei jedes Gespräch versandet, bevor es begonnen hat, da du ja jede Regung sofort spürst, ist mir erst Jahre später klar geworden, als ich eine zwei Monate alte Emanze mit ihrer Mutter streiten sah. Das hab ich verpasst. Stattdessen hat er Gallensteine.
Hologramme
Hab mehrere Seiten auf, die überlappen, denke an mehrere Menschen gleichzeitig, die verschmelzen. Zu blasten und gleichzeitig zu hören, ist extrem intensiv. Inventur kann nicht gründlicher sein. Terrestrisch zu hören und dazu zu blasten, ist instruktiver als jede Autokonfrontation mit Word pur, obwohl der Word-Cursor auch dominant werden kann.
Schnucki
Evi Seibert hat den gleichen Spitznamen wie Nachbars Sohn. 50 ist der jetzt. Ich höre grad das erste Mal bewußt Jan Seidel. Er ist Nachrichtensprecher auf SWR3. Sein Foto war mir auf http://www.swr3.de/info/crew/index.php?name=jan.seidel aufgefallen. Tat gut, die Stimme zu hören. Das Gesicht kann ich mir trotzdem noch nicht beim Sprechen vorstellen. Ich möchte auch so entspannt sprechen können. Hm, das ist eine Stimme zum neidisch werden. Aber vielleicht ist das auch nur die Vita. Der raucht, schreibt er. Puh. Ob Peter Ufer raucht? Egal. Ich muss nicht alles kapieren. Sie funktionieren nicht mehr, grübel. Dass mir der Satz so lange durch den Kopf spukt, staun. Ich überlappe immer öfter Albrecht und Ufer, statt Ufer und Groke, bin selber schuld, dass es mir mies geht.
Sie funktionieren nicht mehr
So zwischendurch dieser Spruch war schon verblüffend, genauso verblüffend wie das IchBinNichtAllein,IchHabeSabineUndChristine auf dem WDR. Hab mir nicht gemerkt, wie der Film hieß. Tim scheint noch zu schlafen. Bin gespannt, ob wir uns heute sehen. Hab gestern mit B. gesprochen. Wenn der Kontakt zum Kind durch Streit versandet, bahnt er den Umgang. Mit dreizehn musste er ins Heim, weil er seine Adoptiveltern verloren hat. Inzwischen verstehe ich ihn besser. 62 ist er jetzt. Er hat mir viel von sich erzählt und war dann selbst darüber erschrocken. Es war fast wie früher, ein Hauch Weißkittelzone. Über Franz weiß ich so gut wie gar nichts. Abends rief Stefan an, hab nur zugehört, das genügte ihm. Mehr wäre wahrscheinlich auch zu viel gewesen. Schon das Zuhören war invasiv. Dagmar heißt seine unglückliche Liebe.
Samstag, Februar 03, 2007
Sonntag
Hab mich gerade bei Monks beworben. Nur Arbeitsproben fehlen noch. Die machen Internet-Auftritte für medizinische Berufsorganisationen. In München haben die ihren Sitz.
Gelassenheit, Harmonie und das Zulassen von Chaos
Gestern habe ich das erste Mal den vollständigen Liebling-Text dem Interviewpartner zum Gegenlesen und zur Textarbeit zugemailt und gestaunt, mit wie viel Hingabe er in dem Text gestrichen hat, um SEINEN Text daraus entstehen zu lassen. Um jedes Satzzeichen hat er gefeilscht. Es tat gut, ihn so zu erleben. Kurz drauf hat Vera in meinem Text rumgestrichen, für Ironie ist kein Platz in der Zeitung, darauf Stefan. Dabei hatte Christian Ziehnert eine ganze Weile überlegt, bevor er gesagt hatte, dass sein Lieblingsort in Dresden das Bett ist. Mein Lieblingsort ist das eigentlich auch, grad an so nasskalten Tagen. Auf der Südhöhe wohnt er mit Blick auf das Erzgebirge. Ich war mit ihm genau dort, wo die meisten ihren Lieblingsort angegeben hatten: im Quartier um die Frauenkirche. Neben ihm stand ein Polizist, der auf jede Frag bereitwillig antwortete, bis ich ihn nach seinem Namen fragte. Er wollte nicht genannt werden. Ein Foto von sich wollte er schon gar nicht in der Zeitung. Er hätte schlechte Erfahrungen gemacht, als er mal zu einer kostenlosen Heißluftballonfahrt mit Kollegen hingefahren ist. "Erster vor Ort ist die Polizei", sei die Bildunterschrift gewesen. Eigentlich ist "Liebling Dresden" ein Kurz-Interview.
Finanzielle Unsicherheit
Die zehrt. Grad wenn ich Anna Ullrich und Franz Josef Will erlebe. Alles scheint so ausweglos zu sein. Wer kann sich in so einer Zeit noch Freundschaft oder Solidarität leisten? Panik spüre ich immer öfter.
Pressesprecher
Die Uniklinik hat einen Pressesprecher. Ohne ihn scheint kein Arzt ein Interview geben zu dürfen. Gleichzeitig wählt er sogar die Redakteure aus, mit denen dieser Arzt das Interview machen darf. Das erinnert mich an das Miteinander von Sächsischer Zeitung und Rathaus. Konkret bedeutet das, dass ich Sabatowski nicht interviewen darf, weil er, der Pressesprecher Bedenken gegen meine Person hat, die er nicht in Worte zu fassen bereit ist. Ich bin wütend auf ihn. Immer noch. Der Artikel sollte den anderen stützen. Jetzt habe ich "nur" noch den zur Selbsthilfegruppe. Ich werde Sylvia Schmidt anrufen müssen, um die Inhalte abzustimmen.
Freitag, Februar 02, 2007
Dieser unterbelichtete Hinterzimmertyp!
So blond wie der ist, so blöd ist er. Ich hasse ihn. Grad hatte ich den Interviewpartner, schon drängt dieser Mister Wichtig sich dazwischen. Was haben die davon, den einzuengen. Die. Ich seh schon x Leute um den herum. Sämtliche Zwangseinweiser des Hauses. Das sind die Gleichen, die ihre eigene Frau in die Dementen-WG abschieben würden. Ohne Telefon und Bus. Mir ist so bitter. Bin nur noch gegen und kaum noch für. Bei jedem, den ich sehe, wittere ich gleich einen Dementen-Einweiser oder Migräne-Wegspritzer. Revenstorf hat noch mal gemailt, obwohl er um zwölf los musste. Entsprechend ist die Mail. Ich liebe ihn für diese Mails. Mit jedem einzelnen Rechtschreibfehler. Besser geht nicht. Mehr Nähe geht nicht. Mir wird schon wieder ganz kuschlig. Huchja. Dieser unterbelichtete Hinterzimmertyp von Ostermeyer, der. Ich bin jetzt noch verdutzt, dass ich mit dem jemals zusammenarbeiten wollte. Vielleicht hat er ja jetzt gelberes Licht. Irgendwann rechnet vielleicht mal einer nach, was es für die Uniklinik bedeutet, wenn ihr Pressesprecher weitab vom Schuss in einem Hinterzimmer haust. Unterm Strich ist das verdammt teuer. Labert wie ein Bundestagsabgeordneter und kriecht auf dem Zahnfleisch.
Huch
Hab in der Schmerzambulanz angerufen. Bin gespannt, ob Sabatowski reagiert. Albrecht ist krank, sagt Frau Wunderlich. Albrecht soll aber entscheiden, ob Sabatowski das Interview geben darf. Russisch ist das.
Tragik
Drei Fliegen sind mir auf den Leim gegangen. Inzwischen genieße ich ihren Tod. Die besetzen jetzt sogar meine Zahnbürste, alles was nur ein bißchen feucht ist und aromatisch duftet. Vielleicht sollte ich lieber Ajona nehmen. Dentagard ist im Moment wahrscheinlich nicht das Richtige.
Brett
"Das Blut fließt vom Kopf in die Hände, die Hände werden warm. Wie bei einem fließenden Bach, bei dem die Schleusen geöffnet werden... Der Kopf wird durch einen blauen Lichthelm abgekühlt und geschützt", so Revenstorf vorhin am Telefon zur Suggestion bei Migräne. Nach Sex im Stehen hab ich ihn nicht gefragt. Ob orgastische Manschetten anders ausfallen, wenn die Betroffene die Geschichte von jemandem visualisiert, der eine dicke Mauer um sich baut, so dass er nicht mehr mit Migräne reagieren muss? Ich wechsle von sie auf er. Verwirrt? Und ausatmen.
Donnerstag, Februar 01, 2007
Webcam
Manchmal wünsche ich mir die. Michael Reufsteck hat heute vormittag ein paar Fotos zugelassen. Fotos, auf denen sein Gesichtsfeld ein bißchen zu ahnen ist. Diverse Monitore, Regler und viel Fläche, dazwischen ein Mikro in Kinnhöhe. Ich hab gestaunt, dass das im Raum fixiert ist. Ich dachte, die haben ein Headset. Aber vielleicht genügt ja ein Aufnahmekopf für den ganzen Raum.
Mein Artikel gestern war grottenschlecht. Hab es erst heute gesehen. Peinlich. Mit x Fehlern. Ich hatte nicht geahnt, dass ich so unkonzentriert war. Verdammter Zeitdruck. Ich komme nach Hause, fühle mich ausgepowert und über Radio dröhnt Siegerstimmung. Ein Reise nach Kanada ist zu gewinnen. Muss jedes Mal sofort an Franz denken, wenn ich von der Reise höre, und an Anna Ullrich. Peter Ufer hat heute gemeint, dass ich nicht mehr funktioniere. Dass ich gestern mies drauf war, hab ich selbst gemerkt. Die Anna-Ullrich-Anrufe hatten mich geschlaucht.
Heute war der Weißig-Artikel in der Zeitung. Gestern kam ich erst um fünf in die Redaktion. Früh das Interview, nachmittags die Dementen-WG. Ich wusste nicht, dass der Artikel zu der WG gleich raus sollte, sonst wäre ich länger beim Festakt geblieben, Vera ist komisch. Ich verstehe nicht, wie die plant. Hat mich gleichzeitig für einen Außentermin und für die Redaktion eingeplant. Ich komme nicht an sie ran. Sie schaut mich nicht mal an beim Reden. Meine eigene Rubrik läuft halbwegs. Mich gruselt vor dem Praktikumsende. Das Abtrainieren wird schlimm. Mal sehen, wie die Arbeit im Magazin-Verlag anläuft.
Mein Artikel gestern war grottenschlecht. Hab es erst heute gesehen. Peinlich. Mit x Fehlern. Ich hatte nicht geahnt, dass ich so unkonzentriert war. Verdammter Zeitdruck. Ich komme nach Hause, fühle mich ausgepowert und über Radio dröhnt Siegerstimmung. Ein Reise nach Kanada ist zu gewinnen. Muss jedes Mal sofort an Franz denken, wenn ich von der Reise höre, und an Anna Ullrich. Peter Ufer hat heute gemeint, dass ich nicht mehr funktioniere. Dass ich gestern mies drauf war, hab ich selbst gemerkt. Die Anna-Ullrich-Anrufe hatten mich geschlaucht.
Heute war der Weißig-Artikel in der Zeitung. Gestern kam ich erst um fünf in die Redaktion. Früh das Interview, nachmittags die Dementen-WG. Ich wusste nicht, dass der Artikel zu der WG gleich raus sollte, sonst wäre ich länger beim Festakt geblieben, Vera ist komisch. Ich verstehe nicht, wie die plant. Hat mich gleichzeitig für einen Außentermin und für die Redaktion eingeplant. Ich komme nicht an sie ran. Sie schaut mich nicht mal an beim Reden. Meine eigene Rubrik läuft halbwegs. Mich gruselt vor dem Praktikumsende. Das Abtrainieren wird schlimm. Mal sehen, wie die Arbeit im Magazin-Verlag anläuft.
Anna
Heute darf ich wieder für sie telefonieren. Hab Lust, den Artikel bald abzuschließen, schon um sie seltener zu hören. Aber das wird wahrscheinlich eher eine Reality-Soap mit unendlich vielen Fortsetzungen. "Anna bettelt sich durch Dresden", wär doch ein toller Arbeitstitel. Hab ihr von dem GenerationenCafe erzählt und ihr die Telefonnummer von Andreas Hempel gegeben. Bin gespannt, was sich ergibt. Das heißt, ehrlichgesagt bin ich nicht gespannt. Es wird sich wahrscheinlich nichts ergeben. "Die wollen doch nur Geld", behauptet sie.
Mittwoch, Januar 31, 2007
Wet wet wet
Ich hab noch nie so viele Fliegen gesehen wie in den letzten Monaten. Die scheinen hier ihren idealen Lebensraum gefunden zu haben, egal wie oft ich reinige und wie restriktiv ich mit Lebensmitteln umgehe. Den Mülleimer mit Insektizid zu versetzen wäre wahrscheinlich das Einfachste, aber vorher muss ich fragen, was aus dem Biomüll wird. Nicht dass ich dann das Zeug wieder in meine eigene Nahrungskette kriege. Dann nehme ich vielleicht doch lieber Leimband.
lehn dich zurück, entspanne dich und genieße die totale entropie...
Die Dementen-WG am Jacob-Winter-Platz war tatsächlich frisch saniert. Rechtslage und Verantwortlichkeiten sind extrem verworren. Eine der Bewohnerinnen soll morgen einziehen, hat aber noch kein Telefon, obwohl sie morgen erst aus dem Krankenhaus entlassen wird. Da abzugrenzen, wer das Telefon bereitzustellen verpflichtet ist, war gruslig. Aktive Sterbehilfe kann nicht offensiver vorgehen. Verdammt, warum tun die so, als ob ein Telefon eine Eventualität ist? Nächstens erzählen die noch was vom mutmaßlichen Willen der Betreuten, der ein Telefon ausschließt. Vielleicht braucht sie ja auch keine Türklinke.
Benachrichtung über die Inhaftierung
"der o.G. hat uns gebeten, Sie von seiner Inhaftierung in der JVA Nürnberg, Bärenschanzstr. 68, 90429 Nürnberg, in Kenntnis zu setzen. Er befindet sich hier seit dem 23.01.07 in Untersuchungshaft.
Falls Sie ihn besuchen wollen, müssen Sie sich zunächst um eine Besuchserlaubnis bei dem zuständigen Amtsgericht Nürnberg unter dem Aktenzeichen... bemühen.
Bitte bringen Sie einen gültigen Personalausweis oder Reisepass mit."
Das ist alles so weit weg. Ich will da nicht hin. Mit ihm telefonieren vielleicht, aber ehrlichgesagt weiß ich nicht, worüber. Lidl wird es dort nicht geben und Lost hab ich nie gesehen. Um über mich zu erzählen, brauch ich da nicht anzurufen. Das wird ihn jetzt kaum interessieren. Warum denkt der jetzt ausgerechnet an mich? Ob viele so einen Brief bekommen haben? Eine Traumreise ist das nicht, aber ein Erlebnis, das ich bestimmt nicht so schnell vergessen werde. Anrufen geht nicht, hab ich grad ausprobiert, aber schreiben.
Falls Sie ihn besuchen wollen, müssen Sie sich zunächst um eine Besuchserlaubnis bei dem zuständigen Amtsgericht Nürnberg unter dem Aktenzeichen... bemühen.
Bitte bringen Sie einen gültigen Personalausweis oder Reisepass mit."
Das ist alles so weit weg. Ich will da nicht hin. Mit ihm telefonieren vielleicht, aber ehrlichgesagt weiß ich nicht, worüber. Lidl wird es dort nicht geben und Lost hab ich nie gesehen. Um über mich zu erzählen, brauch ich da nicht anzurufen. Das wird ihn jetzt kaum interessieren. Warum denkt der jetzt ausgerechnet an mich? Ob viele so einen Brief bekommen haben? Eine Traumreise ist das nicht, aber ein Erlebnis, das ich bestimmt nicht so schnell vergessen werde. Anrufen geht nicht, hab ich grad ausprobiert, aber schreiben.
Cordula Bey
Sie hat das Recht, mich bei Behörden zu vertreten. Damals, als ich zugesagt hatte, hatte ich mir nichts dabei gedacht. Inzwischen laufe ich bei sämtlichen Behörden gegen Wände, alle Post geht nur an sie. Ich bekomme nicht mal Kopien. Es ist, als ob es mich nicht mehr gibt. Bei sämtlichem Schriftverkehr verstreichen Fristen, ohne dass etwas passiert. nur ihre Vergütungsansprüche wachsen. Wahrscheinlich muss ich mich direkt ans Vormundschaftsgericht wenden.
Scham
Mein Diktiergerät ist schlimm. "Der verwahrlosten Frau krochen Fliegenmaden aus der Hand..." Jede Fliege schreit mich heute an. Ob es bei Scham einen Jojo-Effekt gibt? Der Pflaumenkuchen hat lauter Kerne. Und der Teig schmeckt, als ob das Salz fehlt. Ob die tot war? Maden bei einer Toten und dazu Pflaumenkuchen. Vielleicht trinke ich doch lieber nur Kaffee. Hab Lust auszubrechen, irgendwohin, wo immer die Sonne scheint und keiner Migräne hat, vollgestopft mit Vitamin B, Kieselerde und Vitamin C. Conny hatte Migräne. Das Gesicht angespannt, der Atem flach, die Kommentare beim Gespritztwerden bissig. Was konnte sie leiden, schmacht. Verdammt, ich bin jetzt schon wütend, dabei hat das Interview noch nicht mal angefangen. "Der verwahrlosten Frau krochen Fliegenmaden aus der Hand." 1700 Euro Brutto zusätzlich zur BU-Rente wären vielleicht machbar. Dann könnte ich normal leben, in einer normalen Wohnung, hell und warm. Allmählich zeichnet sich eine Lösung bei Anna Ullrich ab, eine Struktur. Ich frag mich, was die Bey über Sozialarbeit weiß.
Dienstag, Januar 30, 2007
Migräne
Bittermandelmarzipan, Seebeben, Eierkuchen, Nackensteak, Ohrensausen, verdammt mir fällt kein brauchbarer Einstieg für ein Gespräch ein. Guten Tag, haben Sie keine Schmerzen? Was machen Sie in der Selbsthilfegruppe? Hat sich Ihr Freundeskreis durch die Migräne verändert? Was machen Sie jetzt anders? Hätten Sie mehr Erfolg ohne Migräne? Wovon träumen Sie am liebsten? Nougatwürfel, Klärgrube, Häcksler. Kniescheibe.
Festivalstimmung
Wie Vieh oder wie ein Sportlehrer trieb er alle vor sich her. Er hatte es eilig. Er wollte nett sein und es sollte schnell gehen. Peinlich. Als ob das zu vereinbaren ist, schnell und nett. Hab dann nett Papier zugepinselt. Morgen eröffnet die erste WG für Demente in Dresden, und ich muss dabei sein, bloß weil ich keine passende Ausrede hatte. In einem Zehngeschosser. Die besiedeln Zehngeschosser mit Dementen, im Erdgeschoss. Was mit den restlichen neun Etagen passiert, ob da Langzeitarbeitslose oder die Betreuer rein kommen, weiß ich noch nicht.
Ich sehe was, was du nicht siehst
Hab vorhin einen Blastereintrag in eine Mail kopiert und die Software menschelte. Will sagen: Die Löschtaste streikte. Bei einem Dreizeiler, geschrieben von jemandem, den ich vorher schon mal gelesen hatte. Huch, mein Laptop entschied bei "hatte", dass ein "t" genügt. Jetzt wird es echt gruslig. Der erste Text von ihm las sich wie Hypoglykämie. Agitiert, voll Hass und konfus:
"Ich schwöre Blutrache an den Familien Faber, Knobloch, Jeschek und Kai in Eckelsheim zu Nehmen. laufe Amok und töte jeden den ich sehe von den Bastarden. Habe DM 68 und Ein G 3 und 1 Kiste Munition. Dann erfüllt sich die Profhezeiung von der Poliei erschossen zu werden", schreibt er und nennt sich Nemo.
Bis dahin wusste ich nicht einmal, dass es Eckelsheim gibt. Hab nach zwanzig Minuten die 110 gewählt, weil ich Angst bekam. Heute früh hab ich nach dem Schreiber gesucht und das gefunden:
"Meiner Ansicht nach wurde und werden Kinder im Ried 6 in 55599 Eckelsheim zur Kinderprostitution gezwungen von Manuela Knobloch unter dem Schutz von BKA Beamten"
"Ich schwöre Blutrache an den Familien Faber, Knobloch, Jeschek und Kai in Eckelsheim zu Nehmen. laufe Amok und töte jeden den ich sehe von den Bastarden. Habe DM 68 und Ein G 3 und 1 Kiste Munition. Dann erfüllt sich die Profhezeiung von der Poliei erschossen zu werden", schreibt er und nennt sich Nemo.
Bis dahin wusste ich nicht einmal, dass es Eckelsheim gibt. Hab nach zwanzig Minuten die 110 gewählt, weil ich Angst bekam. Heute früh hab ich nach dem Schreiber gesucht und das gefunden:
"Meiner Ansicht nach wurde und werden Kinder im Ried 6 in 55599 Eckelsheim zur Kinderprostitution gezwungen von Manuela Knobloch unter dem Schutz von BKA Beamten"
Montag, Januar 29, 2007
Heute
OK, ich hab mich gefeiert. Der Kuchen duftete. Mutter war durcheinander, wie lange nicht. Ich war ganz gerührt. Einen Moment lang. Und ich hatte ein Interview mit einem Soziologen. Hab alles, was er sagte, hintereinander aufgeschrieben. Unkommentiert, dachte ich. Trotzdem war schon wenige Stunden später ein Teil nicht mehr aktuell. Morgen werde ich wieder mal gedruckt. Was ein Geburtstag so ausmacht. Zwei Monate lag der Artikel auf Halde. Über einen Blumenladen. Egal. Wer im Fastfrühling Vorweihnachtliches lesen will, soll es haben. Ich habe damit kein Problem. Rot ist immer gut, nicht nur im Advent. Schade, dass der Schnee heute getaut ist.
Sonntag, Januar 28, 2007
Erster Entwurf
Plötzlich pulsiert, pocht oder hämmert es im Kopf, und eine Seite schmerzt. Kurz vorher kann die Stimmung schwanken, man ist gereizt, mancher muss oft Wasser lassen. Mit zunehmendem Schmerz steigt Übelkeit auf bis zum Erbrechen.
Nicht nur Kopfschmerzen
Flimmern, Schleier und Schlieren treten auf. Eine sternförmige Figur mit gezackten, bunt flimmernden Rändern oder "blinde" Flecken stören beim Lesen. Der Raum scheint an Tiefe zu verlieren. Licht, Geräusche und auch Gerüche stören. Es kribbelt. Das dauert stunden-, manchmal sogar tagelang. In Stirn, Schläfe oder hinter den Augen schmerzt es. Manchem wird dabei schwindlig. Der Anfall ermüdet, und man ist den ganzen Tag matt.
Entstehen kann der Kopfschmerz nur in Hirn- oder Knochenhaut. Das Hirn selbst ist schmerzunempfindlich. Schmerzauslöser sind Durchblutungsstörungen oder Entzündungen. Stress, Schlafmangel, grelles Licht, extreme körperliche Belastung, Nikotin, Alkohol und hormonelle Schwankungen lösen Migräne aus. Käse, Schokolade und Glutamat wahrscheinlich auch. Gelegentlich tritt Migräne auch als Begleitsymptom anderer Erkrankungen auf. Endgültig sind die Ursachen noch nicht geklärt. Genetische Faktoren sind denkbar, da oft mehrere Mitglieder einer Familie betroffen sind. Eine wichtige Rolle scheint der Botenstoff Serotonin zu spielen.
Migräne kann in jedem Alter auftreten. Meist beginnt sie nach der Pubertät, selten nach dem 40. Lebensjahr. Sie ist eine der häufigsten Erkrankungen. Sechs bis acht Millionen Bundesbürger leiden daran, Frauen häufiger als Männer. Zusammen mit Spannungskopfschmerz macht sie 90 Prozent aller Kopfschmerzen aus.
Was kann man tun?
Man sollte die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln vermeiden und versuchen, zunächst mit weniger Medikamenten auszukommen, ehe man ganz darauf verzichten kann. Der Betroffene muss die Auslöser der Migräne-Anfälle sorgsam registrieren. Nur dann weiß man, worauf man achten muss, ganz gleich, ob es sich um bestimmte Nahrungsmittel handelt oder ob es um ungünstige Wetterverhältnisse oder Lebensumstände geht. Es ist wichtig, die Ernährungsgewohnheiten zu überprüfen und jedes Zuviel an Fett, Süßigkeiten, Zitrusfrüchten, an Kaffee, Alkohol und Nikotin zu vermeiden. Regelmäßig zu entspannen schützt - mit autogenem Training, Yoga, Musik – ebenso wie der körperliche Ausgleich durch ein Hobby und sportliche Aktivitäten. Man sollte übermäßigen Lärm vermeiden und sich keiner starken Licht- oder Sonneneinwirkung aussetzen. Oft hilft es, seine Ansprüche und Erwartungen an sich selbst und an andere zu überprüfen und sie nicht zu hoch anzusetzen und auch mal über etwas hinweg zu sehen. Man muss versuchen, psychologische Belastungen, wie Sorgen, Verantwortung, Stress abzubauen und lernen, auch einmal NEIN zu sagen, um Überforderung zu vermeiden. Auch starke Gemütsregungen sind zu vermeiden - das gilt für Gespräche, Lektüre und ganz besonders für das Fernsehprogramm. Beachtet man die Signale seines Körpers, kann man herausfinden, „was der Schmerz einem sagen will“.
Nicht nur Kopfschmerzen
Flimmern, Schleier und Schlieren treten auf. Eine sternförmige Figur mit gezackten, bunt flimmernden Rändern oder "blinde" Flecken stören beim Lesen. Der Raum scheint an Tiefe zu verlieren. Licht, Geräusche und auch Gerüche stören. Es kribbelt. Das dauert stunden-, manchmal sogar tagelang. In Stirn, Schläfe oder hinter den Augen schmerzt es. Manchem wird dabei schwindlig. Der Anfall ermüdet, und man ist den ganzen Tag matt.
Entstehen kann der Kopfschmerz nur in Hirn- oder Knochenhaut. Das Hirn selbst ist schmerzunempfindlich. Schmerzauslöser sind Durchblutungsstörungen oder Entzündungen. Stress, Schlafmangel, grelles Licht, extreme körperliche Belastung, Nikotin, Alkohol und hormonelle Schwankungen lösen Migräne aus. Käse, Schokolade und Glutamat wahrscheinlich auch. Gelegentlich tritt Migräne auch als Begleitsymptom anderer Erkrankungen auf. Endgültig sind die Ursachen noch nicht geklärt. Genetische Faktoren sind denkbar, da oft mehrere Mitglieder einer Familie betroffen sind. Eine wichtige Rolle scheint der Botenstoff Serotonin zu spielen.
Migräne kann in jedem Alter auftreten. Meist beginnt sie nach der Pubertät, selten nach dem 40. Lebensjahr. Sie ist eine der häufigsten Erkrankungen. Sechs bis acht Millionen Bundesbürger leiden daran, Frauen häufiger als Männer. Zusammen mit Spannungskopfschmerz macht sie 90 Prozent aller Kopfschmerzen aus.
Was kann man tun?
Man sollte die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln vermeiden und versuchen, zunächst mit weniger Medikamenten auszukommen, ehe man ganz darauf verzichten kann. Der Betroffene muss die Auslöser der Migräne-Anfälle sorgsam registrieren. Nur dann weiß man, worauf man achten muss, ganz gleich, ob es sich um bestimmte Nahrungsmittel handelt oder ob es um ungünstige Wetterverhältnisse oder Lebensumstände geht. Es ist wichtig, die Ernährungsgewohnheiten zu überprüfen und jedes Zuviel an Fett, Süßigkeiten, Zitrusfrüchten, an Kaffee, Alkohol und Nikotin zu vermeiden. Regelmäßig zu entspannen schützt - mit autogenem Training, Yoga, Musik – ebenso wie der körperliche Ausgleich durch ein Hobby und sportliche Aktivitäten. Man sollte übermäßigen Lärm vermeiden und sich keiner starken Licht- oder Sonneneinwirkung aussetzen. Oft hilft es, seine Ansprüche und Erwartungen an sich selbst und an andere zu überprüfen und sie nicht zu hoch anzusetzen und auch mal über etwas hinweg zu sehen. Man muss versuchen, psychologische Belastungen, wie Sorgen, Verantwortung, Stress abzubauen und lernen, auch einmal NEIN zu sagen, um Überforderung zu vermeiden. Auch starke Gemütsregungen sind zu vermeiden - das gilt für Gespräche, Lektüre und ganz besonders für das Fernsehprogramm. Beachtet man die Signale seines Körpers, kann man herausfinden, „was der Schmerz einem sagen will“.
Falschfahrer auf der A 81
Es gab mal eine Zeit, da meinte jede SWR3-Falschfahrer-Meldung mich. In der Zeit hatte ich von früh bis abends den Sender an und dazu geblastet. Irgendwann hatte ich dann das Gefühl, ich könnte die eine oder andere Verkehrsmeldung beeinflussen, bis ich erfuhr, dass 16 000 Meldungen täglich bei dem Sender eingehen sollen, aber nicht, wer die wann wo wie filtert. Da ich den Sender zeitlich versetzt höre, hier also das Sendesignal um mehrere Sekunden verspätet ankommt, weiß ich nicht mal genau, wann SWR3 die Verkehrsmeldungen sendet, kann sie also nicht zeitlich dem zuordnen, was gerade auf meinem Monitor passiert. Ich hab mir deshalb angewöhnt, meine Gedanken noch engmaschiger aufzuzeichnen, besonders bei Angst. Irgendwann hatte ich mich dann so fit gefühlt, dass ich im Chat über den Sender sprechen konnte, um zu sehen, was sich da an den Verkehrsmeldungen veränderte. Daraufhin fielen mir die Falschfahrermeldungen immer seltener auf. Schließlich fühlte ich mich sogar so fit, dass ich mit Angabe meiner Homepage in den SWR3-Chat gegangen bin. Inzwischen kann ich mit Falschfahrer-Meldungen genauso umgehen wie mit Wettermeldungen. Manches verliert alles Bedrohliche, wenn ich drauf zu gehe, egal wie zusammenhanglos es zu sein scheint. Das ist überhaupt das Bedrohliche: Diese Koinzidenz von zwei Ereignissen, die - sobald sie sich häuft - bei mir bedingte Reflexe stimuliert. Neugier und Angst, so eine Mischung aus Neugier und Angst war das, diese Frage danach, warum ausgerechnet jetzt ein Falschfahrer unter den 16 000 Meldungen des Tages auftaucht.
Eckelsheim
Wo verdammt ist Eckelsheim? Und wo ist das Eckelsheim, in dem die Familien Faber, Knobloch, Jeschek und Kai wohnen? Hab lange gezögert, dann aber doch die 110 gewählt. Für einen Spinner hatte der zu viele Rechtschreibfehler.
Samstag, Januar 27, 2007
Neuer Schmerztherapeut in der Stadt
Am 1. Februar bekommt die anästhesiologische Schmerzambulanz der Uniklinik einen neuen Oberarzt - Rainer Sabatowski aus Köln. Wo in Sachsen Migräne-Patienten Hilfe finden, kann er noch nicht sagen, er kenne die “Szene” in Sachsen noch nicht wirklich. Übernächste Woche steht er dem Wellness-Magazin der Sächsischen Zeitung für ein Interview über Migräne zur Verfügung.
http://dresden-blog.de/27.01.2007/neuer-schmerztherapeut-an-der-dresdner-uniklinik/
http://dresden-blog.de/27.01.2007/neuer-schmerztherapeut-an-der-dresdner-uniklinik/
Querlenker
Mercedes setzt voraus, dass seine Querlenker innerhalb der ersten 50 000 Kilometer ausschlagen. Machen das andere Firmen auch so? Ob der Verbraucherschutz mehr weiß?
Freitag, Januar 26, 2007
das hab ich auch schon erlebt, sagt er
bin zu müde, um analoges zu erkennen. konfusion und trance ist alles, was bleibt.
Ruhe vergöttern
Je mehr mir durch den Kopf geht, um so leichter bin ich durch Gleichzeitiges abzulenken.
just a mirror for the sun
"Nerven Sie nicht schon wieder!" Ich hatte schon wieder vergessen, wie sie fluchen kann. Verdammt, warum hab ich sie bloß angerufen, statt Maritta zu fragen. Wenn es irgendein Bollwerk in Sachen freie Information gibt, dann die Buchholz. Ich wäre ihr wie immer am liebsten ins Gesicht gesprungen. Den dritten Chef hat sie jetzt, und mit jedem wird sie grantiger. Sieht so aus, als ob ich den Interviewtermin mit dem Schmerztherapeuten nicht halten kann. Werde Sylvia Schmidt beichten müssen, dass ich zu blöd bin, eine Deadline einzuhalten. Es ist zum Piepsen. Kalt ist das geworden. Sabatowski heißt der Neue. Und gereizt sind die alle. Grad wie auf der Balz. Ich begreife das nicht. "Nerven Sie nicht schon wieder!" Vielleicht wär das der perfekte Spruch für Anna Ullrich. Oje. Dezent und friedfertig zu sein, ist Stress. Jedenfalls mit Deadline. Mal sehn, was bei der Anna raus kommt. Die Einverständniserklärung fürs Öffentlichmachen ihrer Daten war gruslig. Ich dachte, sie kann besser deutsch. Es wird einsam. Auf die Karte SieIstAusländer zu setzen ist wahrscheinlich effektiver, als Analphabetismus zu promoten. Pfändungsgrenze war ein Stichwort, das sie noch nicht kannte. Jedenfalls hat sie sofort ruhiger geatmet. Pfändungsgrenze und Schuldnerberatung. Dazu ein Gespräch mit ihrem Sozialarbeiter, und der Artikel müsste so gut wie fertig sein. Aber der Migräne-Artikel wird hart. Den fertig zu kriegen, wird hart. Die Buchholz ist schlimm. Just a mirror for the sun.
Donnerstag, Januar 25, 2007
Ich könnte ihm stundenlang beim Sprechen zusehen
...ohne zu kapieren, was er will. Überwachung, Fußball und Stadtrat sind die drei Schlagworte, die ich ihm spontan zuordne. Hab ihn noch nie gelesen. Doch, jetzt grad. OK, ich kann ihn nicht lesen, ohne einzuschlafen. Aber beim Reden zusehen könnte ich ihm stundenlang. Vielleicht sollte ich mich darauf beschränken.
Berufsunfähigkeitsrente
Viel ist es nicht, aber wahrscheinlich immer noch mehr, als ich in irgendeinem Fachverlag als Medizinredakteur verdienen würde. Was ist ein sinnvoller Job wert? Ein Job, für den ich tatsächlich ausgebildet bin? Ob es besser ist, bei der Morgenpost Praktikum zu machen, um endlich lesbar zu werden? Oder ob der Leistungsdruck dort krank macht? Endlich Schlagzeilen machen zu können, ohne stundenlang zu grübeln, direkt aus dem Bauch heraus? Und zu interviewen, dass die Information selbst tatsächlich trägt. Ich bastele schon fast eine Woche an einem Artikel übers Hochland. Menschlich soll er sein, sagt Sabine. Da wär zu viel Landschaft drin. Ich soll den Chronisten führen, sagt sie. Dabei interessiert mich alles Mögliche mehr als ihre Vereine. Ein einzelner Hochländler, der über sich selbst spricht, über seine eigenen Träume und Ziele, interessiert mich viel mehr. Am liebsten ein Schriftsteller. Eben irgendsoein verschrobener Typ. Aber das will Sabine nicht. Das wäre dann wahrscheinlich eher eine Begegnung. Vera hat mir vorhin was über Zukunft gegeben, Tanz als Generations-Kit. Werkstatt Zukunft oder so. Ich finde nichts bei Google drüber. HipHop im Seniorenheim und Greisentreff beim Jugendtanz. Irgendsowas. Bin müde. Müde wie lange nicht mehr. Hab noch keine einzige Frage im Kopf. Im Gespräch führen, grübel. Hab keine Ahnung, was ich da führen kann. Sponsoren, Veranstalter, Querverbindungen der Anbieter - mehr kommt da nicht beim Brainstorm. "Wir bieten Raum", röhr.
Franz
Bin immer noch durcheinander, sobald ich an ihn denke. Kann nur einen Bruchteil von dem zuordnen, was da in Nürnberg passiert sein soll. Nicht mal den Text kann ich vollständig lesen, ohne sofort zu spinnen. Eine Räumungsklage kommt ja erst nach drei Monaten Mietrückstand. Und dann vergehen auch noch Tage. Ich begreife nicht, warum er in den drei Monaten nichts im Chat gesagt hat. Pfändungsgrenze und Wohngeldantrag ist alles, was mir dazu einfällt. Aber nicht Selbstmord. Wie der Chat abgelaufen ist, ist mir erst recht unklar.
Danach
Und es war noch schlimmer, als ich dachte: Sauna mit Notizblock und Kamera ist die Hölle. Hab mich kaum getraut, dem Anderen ins Gesicht zu sehen. Einer ist sogar für die Kamera bis über den Kopf ins vereiste Tauchbecken gestiegen. Danach sagte er, dass er zuhause nur warm duscht. Mir war elend. Mal sehn, ob der Artikel, so wie ich ihn geschrieben habe, durchkommt.
Dienstag, Januar 23, 2007
Sauna
Sie werden beobachtet. Bewegen Sie sich ganz natürlich. Jeder Ihrer Schritte wird gewichtet und gewertet. Sind Sie sich sicher, dass Sie gerade genau das tun, was Sie tun wollten? Ich beobachte Sie... Ich denke grad an Mod. Und an Voyager. Gibt es eigentlich etwas Schlimmeres als den ewigen Unsichtbaren im Genick? Schön sein zu müssen in der Sauna, ist Horror.
Sonntag, Januar 21, 2007
Ohr
http://fischimohr.blogspot.com/2005/09/zugeschumte-asiatinnen.html Viel weiter bin ich noch nicht gekommen. Anatomie des Ohres, Tinnitus, Gehörlosenschule... Weiter bin ich mit dem Brainstorm nicht gekommen.
Unsicherheit
Es hat Struktur. Allmählich wächst es und formt sich zu vereinzelten Gedanken. Ich denke an dich, daran, wie du liest, daran, wie ich gelesen werden will und wie fremd du mir bist. Da gibt es nichts Verbindendes außer dem Moment, in dem du liest.
Sehnsucht
ich suche dich. überall. in jeder intention. manchmal sehe ich dich vor mir. als hologramm. in einem fremden gesicht. versuche ich, dich zu halten, fühle ich mich sofort beobachtet. beobachtet von dem, den ich mit dir verwechsle. du fehlst mir oft. ich vermisse dich, ohne zu ahnen, was ich tun würde, wenn du da wärst. du bist ein traum. nichts fassbares. eher der gute geist, der über allem ruht. das, was ich in meinen träumen aus dir gemacht habe, um die nächsten fünf minuten genießen zu können. ist mir kalt, habe ich hunger, ist mir einsam, denke ich an dich, werde wohlig müde und schlafe ein. dich in mir.
Samstag, Januar 20, 2007
Gleichzeitiges
Gerade lief noch SWR3. Ich hatte KaiKarsten gehört. Dann brach die Funkverbindung zusammen. Warum welcher Server wann wie nicht zu erreichen ist, bleibt mir ein Rätsel. Im Moment funktioniert lediglich der Blogger, aber kein SWR3-Webradio und kein OutlookExpress.
Christina
Rote Locken, Sommersprossen und immer ein Lachen auf den Lippen. Der Älteste ein Frühchen, der Mann Trinker und Feuerwehrmann. Sie gärtnerte wie ihre Eltern. Pflanzen hatten es gut bei ihr.
Christa
In der dritten Klasse war Christa in meiner Klasse. Sie war Heimkind und wehrhaft. Auf den Unterricht konnte sie sich kaum konzentrieren. Inzwischen soll sie angeblich eine erfolgreiche Unternehmerin sein. Blond war sie und hatte ein grobes Gesicht. Zu keinem der Klassentreffen war sie gekommen. Sie war ja auch nur kurz in meiner Klasse. Vielleicht ein Jahr. Dann blieb sie sitzen, glaube ich. So genau weiß ich das nicht mehr. Ich weiß nur noch, dass sie ein Doppelstockbett neben Angela und Isolde, den zweieiigen Zwillingen hatte, die ständig orange-braun-gestreifte Häkelkostüme zur breitrandigen Brille trugen. Alle drei musste ich zu meinem neunten Geburtstag einladen. Mutter wollte das so. Kurz drauf musste ich ihnen auch noch ein Buch borgen. Mein Lieblingsbuch mit französischen Märchen. Danach war es ganz zerfleddert. Ich war wütend auf meine Mutter. Sozial nannte sie das. Sich sozial zu verhalten, war ihr wichtig, schließlich war sie Lehrerin. Ich hatte wirklich Pech. Christa konnte sehr schnell laufen und war stark. Ich hab mich nie mit ihr geprügelt. Wozu auch?
Freitag, Januar 19, 2007
Geld oder Leben
Nunja, ganz so extrem stellt sich die Frage selten. Wer schreibt schon, um zu überleben? Und wer kriegt schon für´s Schreiben Geld? Ich finde im Moment nur Stuss zu Migräne. Wahrscheinlich muss ich dazu doch in die Bibliothek. Schon um die Quelle nachweisen zu können. Sonst wird es so ein Allgemeinplatz wie die Sturmwarnungen der letzten Stunden. Jede Nachricht eine alte Bekannte. Abgeschrieben und mit eigenem Namen versehen. So viele Reporter, die DPA-Meldungen als eigene Reportage zu verkaufen versucht hatten, habe ich lange nicht mehr gehört. Eigentlich hätte ich auf dem Heimweg auf Arbeit anrufen können, statt das Erlebte im Chat zu vermarkten. Das kann zwar nicht sein, dass die einzigen zwei Dresdner Bäume ausgerechnet auf meiner Strecke umgefallen sind, aber eine Meldung wäre es vielleicht doch wert gewesen, genau wie Nachbars Weihnachtsbaum. Alex war heute früh noch sauer. Als letzter zu gehen und als erster zu kommen, nervt ihn. Mich hat ehrlich gesagt noch mehr genervt, dass ich meinen Artikel heute das x-te Mal umschreiben musste. Jeder Leser ein Stänker. Es wird Zeit, dass ich als Freier bei Sylvia Schmidt anfangen kann. Da habe ich dann hoffentlich mehr Handlungsspielraum. Aber über Migräne zu schreiben, macht keinen Spaß.
Donnerstag, Januar 18, 2007
Seele
was aus magnetfeld wird, sobald sich struktur auflöst? lichtbogen und lebendtransplantation. regenbogen und erdbeben? hab selten so viel regenbogen gespürt wie bei hochwasser. photon und dipol, wo ist da die grenze? isolieren proteine spannungspotentiale, ohne zu kondensieren? warum kann ein tier licht nicht direkt als energie utilisieren? und wenn, wo beginnt depression? wo generiert licht zucker? lichtallergie und epilepsie entfremdet leuchten rhythmisch zum staccato. alles bis zum zerreißen angespannt, springt dir welt ins gesicht, quert dich wie luft. du spürst dich in dem grellen rauschen kaum, verlierst dich und wirst eins mit allem. eben noch ganz grenze plötzlich eins mit allem. was ist takt? wo beginnt selbst? wie streut eigenzeit?
Single-mode Faserkabel
Hab die Chance, über DSL-Verfügbarkeiten in Dresden zu schreiben. Im SWR3-Chat hab ich Shayariell dazu gesprochen. Sie hat in Schottland mit Glasfaserkabeln zu tun gehabt, aber leider keine Ahnung von DSL. Bin gespannt, was aus meiner WLAN-Antenne bei dem Sturm wird. Bei Media Construct ist noch keiner erreichbar. Ich will vorher fragen, was besser ist, Antenne draußen lassen oder zuwarten. Hab nachher ein Gespräch mit einem Berufsbetreuer im Hochland. Ich will seinen Tag dokumentieren, die Schwerpunkte und das, was ihm wichtig ist, seine Ziele. Danach der Artikel über den Ausländerrat und die Recherche zu DSL. Die Telekom ist schwer zu erreichen. Eine Pressestelle hab ich bis jetzt noch nicht gefunden. Eine Verfügbarkeitskarte für DSL, träum. Die Warteschleifen bei der Telekom kenne ich inzwischen. Stefan Rössel nerven meine Schleifen. Er hat es lieber kompakt. Ein Gedankenpaket nach dem anderen. Andreas mailt immer häufiger, Sabine seltener. Die Philosophierunde gestern tat gut. Freiheit war das Thema und das nächste Mal Echtzeit und Eigenzeit. Ich freu mich drauf, auch wenn der Prof denkbar schlecht hört.
Dienstag, Januar 16, 2007
Psychiater
Sie hat gedroht. Damit, dass ich die Approbation auch in den nächsten Monaten nicht wieder bekomme und dass sie noch länger eine Betreuung empfiehlt. Dann hat sie irgendwelches Zeug aus den Unterlagen zitiert, das ich so nirgendwo gelesen oder gehört hatte. Hypnose scheint ihr suspekt zu sein, warum auch immer.
hoffnungslose Nähe
Verdammt, warum saugt sie so alles von mir in sich auf? Warum kann ich nicht schlafen, sobald ich an sie denke? Was hat diese Frau, dass ich so wütend werde? Warum fühle ich mich so isoliert neben ihr? Anna. Eine furchtbare Frau. Hab Lust, ihr Leben zu zerpflücken, jedes Detail zu drehen und zu wenden, um herauszufinden, warum niemand Geld für sie hat. Es ist schon wieder wie in der Stereotaxie.
Haare
Sauerkraut kann nicht stärker nerven. Lametta, Sauerkraut, Stachelbeere... Alles, was nervt, ist dieses Ponny. Es hat eine widerliche Länge. Zu kurz, um die Haare frisch gewaschen hinter die Ohren zu stecken. Zu lang, um im Gesicht zu bleiben. Schlafen wär gut. Oder Kaffeetrinken. Oder eine Fliegenklatsche.
Schreikrampf
Und alles, was sich hier bewegt, sind diese verdammten Fliegen. Ich muss immer noch an die Frau denken. Anna Ullrich heißt sie und ist verzweifelt. Ruft an, spricht und spricht, und es zerreißt mich. Ich bekomme Angst, dass es mir irgendwann so geht wie ihr. Wahnsinnsangst. Sie ist allein ohne Geld und voll Angst vor der Zukunft. Sie kann die Sprache kaum, obwohl sie schon seit zwanzig Jahren hier lebt. Nicht mal das Buchstabieren klappt. Ich will mit ihr zum Sozialamt, brauche aber erst das Placet vom Presseamt. Dazu brauche ich ihre Einverständniserklärung, dass die SZ ihre Daten/ihre Geschichte presseöffentlich machen darf. Ihre Tochter arbeitet beim Gericht. Es wird spannend, zumal die Tochter in einer anderen Stadt wohnt. Ein Foto von Anna darf nicht in die Zeitung, sagt Anna. Jedenfalls hab ich dabei gemerkt, dass Anna nicht mal das deutsche Alphabet kann. Es war ernüchternd. Ein guter Sprachkurs würde ihr vielleicht schon helfen. Dann könnte sie den Schriftkram, den sie da gesammelt hat, selbst bearbeiten. Kann mir inzwischen kaum die Zähne putzen, ohne zu würgen. Die Flecken im Gesicht werden immer größer.
Telefonterror
Ich rufe Tim an, Martin geht ans Telefon, obwohl er meine Nummer im Display sieht, meldet sich demonstrativ mit "Salzer" und labert was von Telefonterror. Ich bin immer noch ganz wütend und konnte kaum schlafen. Wenn Tim nach Nina fragt, frage ich nicht. Oder doch. Ich frage trotzdem. Die Seite lädt heute wieder ewig. So als ob irgendjemand will, dass ich nicht anrufen kann. In der Zeit hätte ich die Nummer auch im Telefonbuch gefunden. Aufgewühlt und durcheinander bin ich. Hab jetzt auf den Anrufbeantworter gesprochen und in der Kreuzschule gefragt, ob sie gut angekommen ist und ob sie Schnee hat. Verdammt, warum ist das so schwer, das Einfachste zu erfahren?
Entwurzelt
Hab X. seit Tagen weder sehen noch sprechen können, weil sie im Snowboardlager ist. Ich weiß nicht mal, ob es ihr gut geht. OK, es geht ihr gut. Sie ist gern im Schnee. Aber... Verdammt, ich würde es schon gern von ihr selber hören. Schon um mich selbst wieder zu spüren.
Montag, Januar 15, 2007
Photonische Kristalle
Hab grad das erste Mal gehört, dass es die gibt. Die treten nicht flüssig oder als Adsorptionsfläche auf, sondern sind per Definition (also als geschützter Begriff) lediglich innerhalb eines elektromagnetischen Systems als Halbleiter zu beschreiben. In Glasfaserkabeln oder Vogelfedern kommen sie vor. Was auch immer Feder und Kabel verbindet. Unter welchen Bedingungen ein Stoff diese Struktur entwickelt, weiß ich noch nicht. War ja auch nur ein Chat. Mittendrin fing der Gute zu kuscheln an. Pech.
Auch Echtzeit ist Eigenzeit.
Das ist meine Signatur bei Welt der Wunder. Seit gestern schreibe ich dort im Forum. Werweisswas-Chat und der swr3-Chat zu kombinieren, tat gestern gut. Und dazu das Welt-der-Wunder-Forum. Naja, auf in die neue Woche. Wieder ohne Soundkarte. KaiKarsten im Ohr an der kalten Haltestelle wär schön. Nehme ich eben die letzten Momente so mit. Besser geht´s nicht.
Mitbewohner
Nicht dass ich fremdle, aber ich wäre schon gern wieder solo. Unmassen Fliegen bevölkern meine Wohnung. Ich freue mich über jeden Frost. Übermorgen kommt jemand die Heizung ablesen. Den Kontostand trau ich mir im Moment nicht abzurufen. Ich will arbeiten und dafür auch bezahlt werden. Schreiben und fürs Gelesenwerden bezahlt werden, das wär´s. Oder die Approbation zurück und fürs Zuhören vergütet werden nach BAT. Den Fliegen ist das egal. Die trampeln auf mir rum und streben nach Höherem. In Deckennähe. Hat Komik was mit Perspektivwechsel zu tun? Ich finde die jedenfalls seit gestern nicht mehr komisch. Dafür sind es inzwischen zu viele.
Sonntag, Januar 14, 2007
Still ist das geworden
Erst fiel der SWR3-Chat aus, dann das SWR3-Webradio, schließlich der Blaster. Alles innerhalb weniger Minuten. Erstaunlich. Ein komischer Zufall war das. Ich hatte F5 geklickt,
Biggi schrieb am 29.11. 2001 um 20:13:40 Uhr über betreuen
wo beginnt selbst? [Flucht-Links: DieReiseNachJerusalem | Halbschlaf | Iris | Suizidabsichten | Stilmittel]
gelesen und "betreuen" angeklickt. Aber nur das Blogger-Dashboard ließ sich aufrufen.
Jetzt funktioniert der Proxy-Server wieder und bietet auf "betreuen"
Biggi schrieb am 29.11. 2001 um 20:08:24 Uhr über
betreuen
Alles Gute!
Sie mich auch.
[Flucht-Links: Andre | Die-cdu-ist-eine-terroristische-vereinigung | Realitätsverlust | Vernetzungsstelle45 | Lebensqualität]
an. Und SWR3 bietet auch wieder seine Startseite an. Das Webradio lädt noch. Ein kalter Wind geht. Das ist jetzt alles schon wieder 20 Minuten her.
Biggi schrieb am 29.11. 2001 um 20:13:40 Uhr über betreuen
wo beginnt selbst? [Flucht-Links: DieReiseNachJerusalem | Halbschlaf | Iris | Suizidabsichten | Stilmittel]
gelesen und "betreuen" angeklickt. Aber nur das Blogger-Dashboard ließ sich aufrufen.
Jetzt funktioniert der Proxy-Server wieder und bietet auf "betreuen"
Biggi schrieb am 29.11. 2001 um 20:08:24 Uhr über
betreuen
Alles Gute!
Sie mich auch.
[Flucht-Links: Andre | Die-cdu-ist-eine-terroristische-vereinigung | Realitätsverlust | Vernetzungsstelle45 | Lebensqualität]
an. Und SWR3 bietet auch wieder seine Startseite an. Das Webradio lädt noch. Ein kalter Wind geht. Das ist jetzt alles schon wieder 20 Minuten her.
Zufall & Kohärenz
Auch Echtzeit ist Eigenzeit. Je vernetzter du bist, um so häufiger erlebst du auch Zufälle.
In welchem Kontext ist es wahrscheinlich, dass ein Ereignis als Unfall gewertet wird? Wann ist es zu erwarten, dass die Betroffenen Terror vermuten? 63 61 45 43 1 3 sind gerade die Zahlen, die mir dabei durch den Kopf gehen, auch ihre Reihenfolge. Ich höre SWR3, die Verkehrsmeldungen.
Irgendwann in den nächsten Monaten mache ich ein Praktikum bei Google und bei DPA. Am Ticker zu sein und Meldung zur Nachricht wachsen zu sehen, fasziniert mich.
In welchem Kontext ist es wahrscheinlich, dass ein Ereignis als Unfall gewertet wird? Wann ist es zu erwarten, dass die Betroffenen Terror vermuten? 63 61 45 43 1 3 sind gerade die Zahlen, die mir dabei durch den Kopf gehen, auch ihre Reihenfolge. Ich höre SWR3, die Verkehrsmeldungen.
Irgendwann in den nächsten Monaten mache ich ein Praktikum bei Google und bei DPA. Am Ticker zu sein und Meldung zur Nachricht wachsen zu sehen, fasziniert mich.
Inventur
Meine Lieblingsthemenbereiche beim Bloggen:
Spontan-Assoziationen zu Groke.
Welches Thema ich schon immer mal bearbeiten wollte:
Welche Rolle spielt der Zufall beim Terror?
Mein heikelster Job:
Standby bei Stereotaxien.
Vor dem Bloggen war ich....
...blasten auf www.assoziations-blaster.de
Ich mag Menschen die...
...sich selbst treu sind, ohne sich dafür zu schämen.
Und solche bringen mich auf die Palme...
Leute, die behaupten, mich retten zu wollen, mich aber tatsächlich nur begrenzen.
Meine freie Zeit verbringe ich mit...
...träumen und dösen zum grad Erlebten.
Aber niemals würde ich...
...die Welt retten. Wozu auch?
In meinem nächsten Leben wäre ich gern...
...Fisch.
Meine Abhilfe für Phantasielosigkeit:
Blasten.
Was ich als Kind geliebt habe:
Klettern und Sand formen.
Lieblingsmusik:
El Temperamento
Welche historische Figur ich am liebsten treffen würde...
Albert Schweitzer, diesen Macho.
Das noch zum Schluss...
Fliegen sind nicht immer schöner. Besonders jetzt nerven sie gerade.
Spontan-Assoziationen zu Groke.
Welches Thema ich schon immer mal bearbeiten wollte:
Welche Rolle spielt der Zufall beim Terror?
Mein heikelster Job:
Standby bei Stereotaxien.
Vor dem Bloggen war ich....
...blasten auf www.assoziations-blaster.de
Ich mag Menschen die...
...sich selbst treu sind, ohne sich dafür zu schämen.
Und solche bringen mich auf die Palme...
Leute, die behaupten, mich retten zu wollen, mich aber tatsächlich nur begrenzen.
Meine freie Zeit verbringe ich mit...
...träumen und dösen zum grad Erlebten.
Aber niemals würde ich...
...die Welt retten. Wozu auch?
In meinem nächsten Leben wäre ich gern...
...Fisch.
Meine Abhilfe für Phantasielosigkeit:
Blasten.
Was ich als Kind geliebt habe:
Klettern und Sand formen.
Lieblingsmusik:
El Temperamento
Welche historische Figur ich am liebsten treffen würde...
Albert Schweitzer, diesen Macho.
Das noch zum Schluss...
Fliegen sind nicht immer schöner. Besonders jetzt nerven sie gerade.
Blauer Himmel
Der Regen hat sich verzogen. Mein Hirn ist angenehm leer. Hab auf http://www.hochofen.de/webcam/webcam.html gelesen. Der hält sich für einen Komiker, schreibt aber genauso abgehackte Sätze wie ich. Komischer Typ. Aber ein Komiker? Naja, ich muss nicht alles verstehen. Sechs Stunden später: Tim ist da, wir lernen eine Ballade. Der Himmel ist blau, die Wohnung düster wie immer.
Pickel
Schlammmasken und Solarium, Teebaumöl und Cremes - nichts nützt. Mein Gesicht wuchert zu wie ein Blumenkohl. Ich könnte zum Vulkanologen werden. Es ist wieder mal zum Schreien. Kaum schütte ich ein bißchen mehr Adrenalin als sonst aus, blüht alles. Blüht wie es in meinen besten Teenie-Zeiten nie geblüht hat. Und die Harre sind trocken, wie frisch geröstet, oder glitschen wie Großküche. Und der Pullover ist so grellrosa wie lange nicht. Das Licht ist schlimm. Irgendwann verschlafe ich Sonntage. Um die Frustration noch perfekt zu machen, habe ich auf http://www.willstequatschen.com/index.php?changer=set geblättert. Ich krieg noch einen Lagerkoller. Niemand in meiner Augenhöhe, nur Kinder. OK, das "nur Kinder" liest sich heute anders als sonst. Tim ist da, hat hier geschlafen, nachdem er stundenlang Musik runtergeladen hatte. Die Socken kratzen. Eigentlich bin ich wunschlos glücklich: Tim ist da. Schade, dass ich mit so viel Glück nicht umgehen kann. Sobald er wach ist, werde ich garantiert wieder müde. Ich sehe ihn, bin glücklich und schlafe ein. Verrückt. Bin gespannt, wie sich meine Artikel morgen lesen. Sabine wird sie angewidert verreißen, und ich werde wieder Pickel bekommen. Verdammte Symbiose. Andreas Müller ist auf Sendung. Komisch, den zu hören und zu schreiben. Ich achte sofort auf jede Stimmfärbung, um Spontanes zu ahnen, statt zu schreiben, was ich selber grad denke. Ich schreibe, als ob er mitliest. Fehlt nur noch Sabines DuLässtDirAuchAllesDiktieren. OK, da kommt nicht viel Spontanes. Der hat sich wie immer vorbereitet. Fast KaiKarsten-dicht. OK, bin wieder bei mir. Schlafen wär gut. Gleich wacht Tim auf.
Samstag, Januar 13, 2007
Googeln
Das Pipeline-Unglück in Aten geht mir nicht aus dem Kopf. Es ist schon wieder so, als ob alles mich zu meinen scheint. Jeder Suchhinweis ein Indiz, dass alles nur für mich aufgestellt wurde, damit ich es finde. Und trotzdem finde ich nichts. Nichts bei "Aten Pipeline", nichts bei "Pipeline Belgien". Nichts ist übertrieben. Natürlich gibt es eine Webseite http://www.pipeline.de/news/index.php, auf der auch etwas über Belgien steht. Letzte Nacht war MarcusBarsch wieder auf Sendung. Ich hatte noch mein "Und sie füllte die Seiten" auf dem Monitor, als er für sein "Was geschah" die Lösung "Er füllte die Gläser" verkündete. Scheinbar nah, aber genauso weit weg wie dieses Aten von Athen. Remscheid macht die Pipeline-Seite. Die Spieleakademie ist in Remscheid. Warum verdammt finde ich nichts über Aten? Ob ich den Routenplaner nehme? Falk.de schweigt sich aus. Athenstedt ist ein Ort lese ich grad im Reiseatlas, auch Falk. Ob Oliver das weiß? Ich würde nie auf die Idee kommen, Salzer im Atlas zu suchen. OK, nie ist jetzt: Naja. Salz ist ein Ort. Alles andere meint mich nicht. http://www.aten.com/ meine Goldgräberstimmung lässt nach. Wann haben Sie das letzte Mal Urlaub gemacht? Wann waren Sie das letzte Mal beim Friseur? Gleich beginnt der Tag der offenen Tür in der Kreuzschule. Ich müsste schön und ausgeruht sein, damit Tim stolz auf mich sein kann. Stattdessen ist da diese bleierne Schwere. Aten ist nicht zu finden. Verdammt. Ein Praktikum bei Google wär gut. Irgendein Spaßvogel hat Gläser in Glaser transferiert. Das Netz lebt. Immerhin. Barsch vögelt Glaser.
Freitag, Januar 12, 2007
Zufälle
Gestern war das Internet instabil. Ich hatte nach der Pipeline-Explosion bei Aten in Belgien gesucht, aber nichts ergoogeln können. Als ob es den Crash nie gegeben hätte. Heute liege ich unterm Solarium und höre dass es wieder gekracht hat. Diesmal in Athen. Irgendjemand hat mit einer Panzerfaust versucht, Schaden zu machen. Ich suche bei n-tv nach der Nachricht und bekomme Urlaubsanzeigen eingeblendet. Das Solarium tat gut. Muss grad wieder an den Griechen denken, den ich letzte Woche bei der "Liebling Dresden"-Umfrage kennen gelernt hatte. Lokalredaktion ist eben doch stressärmer. Nicht ganz so stressarm wie Solarium, aber überschaubarer. Den Ausländerratartikel fange ich heute nachmittag an.
Donnerstag, Januar 11, 2007
Freiheitsentzug
Die Ärzte, denen ich am wenigsten über den Weg traue, sind Psychiater und Notärzte. Ich kenne kaum ein verlogeneres Miteinander als bei den beiden Fachrichtungen. Immer den Forensen im Hinterkopf, immer die Dokumentation am Worst Case ausgerichtet. Komisch, ich schreib das, und Martin Witt ruft an. Wie es mir geht, will er wissen. Aber wer macht das nicht? Überlebenssicher dokumentiert doch jeder mehr oder weniger. Bei aller Nächstenliebe. Wem nützt es, wenn ich mir den Arsch aufreiße, mich dabei aber selbst vergesse? Notärzten und Psychiatern zu misstrauen lohnt jedenfalls.
Funkstille
Bei der Assoziation von "Gesinnungsterror" auf "Publikumsbeschimpfung" brach der Funkkontakt zum Blaster und zum SWR3-Webradio ab. Der Blog ist weiter erreichbar. Der Blaster-Server müsste in Karlsruhe stehen, der vom SWR3 irgendwo in Baden-Baden. Wo der Orkan grad wütet, weiß ich nicht. Hier stürmt es gerade. Die Bey will mir tatsächlich den Mund verbieten und greift dazu auf imaginäre Gesetzespassagen zurück. Mystisch bis kryptisch ist das. Irgendwer im Regierungspräsidium muss doch die genaue Rechtsgrundlage für so eine Hexenjagd wissen. Nächstens sperrt die mich ins Heim, damit ich nicht mehr als Journalist arbeite. Eine komische Frau. Ich verstehe sie von Tag zu Tag weniger. Weder warum sie so handelt, noch was sie vor hat.
Mittwoch, Januar 10, 2007
Gedeckeltes Budget
Es gibt ein neues Gesetz zu Vertragsärzten. Danach lohne sich keine Poliklinik. Nur Zusammenschlüsse von bis zu drei Fachrichtungen seien da noch rentabel, sagt ein Schmerztherapeut. Was mich stutzig gemacht hat, war, dass er kein Anästhesist ist. Interdisziplinarität war nicht seins. Ich hätte gern länger zugehört. Vielleicht bewerbe ich mich beim Ärzteblatt für ein Praktikum.
Hab den Geschäftsführer des Ärztehauses gefragt, welche Auswirkungen das Vertragsärzteänderungsgesetz auf die Patienten hat. Er darauf, das sei noch nicht abzusehen. Es sei erst seit 1. Januar in Kraft, am 1. Februar bespricht er es mit seinen Ärzten und bis Mitte des Jahres seien die Durchführungsbestimmungen zu erwarten. Aber ich könnte die Patienten ja jetzt schon fragen, was sie davon halten, wenn ihr Arzt eine Zweigpraxis auswärts eröffnen darf.
Hab den Geschäftsführer des Ärztehauses gefragt, welche Auswirkungen das Vertragsärzteänderungsgesetz auf die Patienten hat. Er darauf, das sei noch nicht abzusehen. Es sei erst seit 1. Januar in Kraft, am 1. Februar bespricht er es mit seinen Ärzten und bis Mitte des Jahres seien die Durchführungsbestimmungen zu erwarten. Aber ich könnte die Patienten ja jetzt schon fragen, was sie davon halten, wenn ihr Arzt eine Zweigpraxis auswärts eröffnen darf.
SWR3
Seit fast einer Stunde kann ich das Webradio nicht hören. Das tut weh. Ich hatte mich so an den Sender gewöhnt. Jetzt dudelt das alberne Gelaber vom terrstrischen RSA im Raum. Jetzt sind zwar sowieso nur Zeus und Wirbitzki auf SWR3, aber weh tut es trotzdem. So weh, wie der Multimedica-Ausschluss und die WerWeissWas-Account-Sperre. Und dazu dann noch das sinnlose Stoppel-Gesülze. Einsamer geht nicht. Gestern ist Sylvia Schmidt in die MOPO umgezogen. Bin gespannt, was die räumliche Nähe bringt. Vielleicht weniger Anzeigen und größere Schrift? Oder ein anderes Layout? Ich freu mich drauf. Der Blaster hat vorhin einen Text von mir verschluckt. Heute hab ich ein Ärztehaus vorzustellen. Hab noch keine Fragen. Ich werde den Text auf alle Fälle vor dem Drucken mailen. Der Knatsch beim Cheerleader-Artikel hat mir gereicht: Erst lag er ewig, dann war er gelöscht, dann wurde er zusammengestrichen, und zum Schluss erkannten die sich nicht mehr drin. Bin schon wieder müde. Aber schlafen kann ich auch nicht. Urlaubsreif. Urlaubsreif ohne Geld. Blöd ist das. Nur lauter Amtsgerichtspost und dabei müde wie Jahresurlaub. Schlimmer kann es eigentlich nicht werden. Übermorgen ist die nächste Umfrage. In Weißig. Ich weiß noch gar nicht, wo dort. Aber keine Ahnung zu haben, bin ich inzwischen gewohnt. Hab vorgestern einen Text an die Konrad Adenauer Stiftung geschickt. Die suchen Lokaljournalisten, um 5000 bis 500 Euro los zu werden. Das Geld könnte ich gut gebrauchen. Vielleicht habe ich Glück. Schon um die blöde Betreuerin bezahlen zu können und vielleicht die Schulden an die ARGE zurückzuzahlen. Aber so viel wird da nicht kommen. In Ruhe.
Montag, Januar 08, 2007
Neuer
Heute kam ein Neuer. Voller Energie. Tat gut, ihn zu erleben. In Kirgisien war er. Ganz nah an Afghanistan dran. Ein Hirte hat ihn drei Tage samt Herde verfolgt. Unbemerkt. Er hat ihn nicht gespürt. Die verehren dort Bäche und Höhlen und zerfetzen sich die Sachen dazu. Ich könnte ihm stundenlang zuhören. Nach Afghanistan würde er nie gehen, sagt er. Politik hat er studiert und schreibt grad seine Doktorarbeit. Peter Ufer hat ihn als freien Mitarbeiter eingestellt. Der hat so ein Strahlen. Es tut gut, ihn zu spüren. Der Hirte ist ihm nicht umsonst gefolgt.
Sonntag, Januar 07, 2007
Gerichtsvollzieher
Ich hatte diese Nacht einen Albtraum. Hab gedacht, der Gerichtsvollzieher kommt und kappt mein Internet. Als ich Vater davon erzählt hatte, verwies der mich nur an Ilona, der das schon mehrmals passiert sei. Mir war zum Schreien. Manchmal ist er mir ganz fremd. Ob ich meinen Kindern auch so fremd bin? Ich atme wieder zu flach. Am besten, ich mach Yoga. Kuschle mich unter die Decke und mache Yoga.
Samstag, Januar 06, 2007
Blogcounter
Irgendwo steht, wer wie oft wann wo gelesen wird. Sehr spannend. Grad wenn die Finger auf der Löschtaste tänzeln. Immer im Hinterkopf, ob der optimale Zeitpunkt schon vorbei ist. Der Blogcounter. Eine kryptische Seite. Voyager war so nett, sie hier zu verlinken. Mir erschließt sie sich nicht.
Geld
Schön wär, wenn ich dreihundert Euro für das Praktikum bekäme. Huchja. Unbezahlt ist es ziemlich hart. Jeder Bissen, jedes Kleidungsstück kostet Geld. Und die Rente geht für die laufenden Kosten fast vollständig drauf. Für Miete, Krankenkasse und für den Unterhalt für Tim. Für Nina kann ich gar nicht zahlen. Das tut weh. Gestern bei der Umfrage hab ich ein nettes Gesicht kennen gelernt. Heute treffen wir uns wieder. Ich muss ins Tierheim, einen Bericht schreiben. Da kommt er mit. Krankenpfleger ist er und voller Energie. Ich bin ganz aufgeregt. Mein ganzer Körper ist durcheinander. Als ob ich krank bin. Nina ist gerade bei Feli, hoffe ich. Ich erreiche sie nicht. Tim auch nicht. Grund genug, durcheinander zu sein. Gestern hat Tim mir das erste Mal gesagt, dass ich ihm fehle. Und kurz drauf erreiche ich ihn nicht, Es wird ihm gut gehn. Bestimmt. Mir ist nur einsam. Gut, dass es das neue Gesicht gibt. Ich blute. Seit Stunden. Eigentlich erst in zwei Wochen. Mein Körper ist durcheinander. Mein Konto auch. Ein bezahltes Praktikum wär gut. Ich wär gern belastbarer. Irgendwo in der Sonne Urlaub machen zu können, wär schön. Bleiben nur die Halluzinationen, um zwischendurch aufzutanken. Solange sie nicht angstgetönt sind.
Donnerstag, Januar 04, 2007
Solarium
Die Haut röstet. Das Licht kriecht in die Seele. Mir wird warm. Ich denke an dich. Daran, dass du so weit weg bist, dass ich keine Angst vor dir zu haben brauche, aber so nah, dass ich die Kinder kaum sehe. Jetzt kam die letzte Forderung für die Scheidung. Anwaltskosten. Das Licht tut gut. Irgendwann sind die Kinder so groß, dass ich nicht mehr ihren Vater automatisch mitdenken muss. Eigentlich ist der nächste Schritt, über die Ursachen von Migräne zu schreiben. Plötzlich scheint alles zu gehen. Ich kann schreiben, so viel ich will, scheint es. Es ist alles so unwirklich. Ich müsste eine Migräne-Experten interviewen. Aber ich weiß noch nicht wen. Vera hat gestern meinen Text zerpflückt und das so gründlich, dass ich richtig glücklich war. Neben ihr lerne ich viel. Es ist ein echtes Praktikum. Wo beginnt Expertentum? Beim Verdichten oder beim SichBeschränken? Wikipedia ist gut. Heute interviewe ich den Geschäftsführer vom Ausländerrat. Irgendwann werde ich noch zum Experten für fremdgesteuertes Atmen. Ein Fototermin muss ich noch vereinbaren. Viel Mensch soll zu sehen sein. Ein Verein. Das Licht tut gut. Immer wieder.
Irrläufer
In meiner Mailbox ist eine argentinische Mail gelandet mit Fotos von einem netten Mädchen. In der Mail ein Link zu ihrer Website. Auf der Website Links zu anderen Frauen. Alle erstaunlich offen. Junge, schöne Gesichter.
"Plötzlich pulsiert es im Kopf, und eine Seite schmerzt. Übelkeit steigt auf bis zum Erbrechen. Licht blendet, Geräusche stören, nachdem sie anfangs auch verwirren können. Gereizt schwankt die Stimmung. Manchmal flimmert es vor den Augen, es kribbelt, und der Raum verflacht. Das dauert stunden-, manchmal sogar tagelang. Jugendlichen wird dabei oft schwindlig. Der Anfall ermüdet, und man ist den ganzen Tag abgespannt."
...hab den Migräne-Text für den Magazin-Job angefangen. Ein Text zum Reinziehen soll es werden. Sylvia Schmidt hat mich gelesen und mir den Auftrag für drei Artikel gegeben. Ich freu mich so. Ich schreibe gern. Die schönen Gesichter taten gut. Ganz unerwartet. Früh am Morgen.
"Plötzlich pulsiert es im Kopf, und eine Seite schmerzt. Übelkeit steigt auf bis zum Erbrechen. Licht blendet, Geräusche stören, nachdem sie anfangs auch verwirren können. Gereizt schwankt die Stimmung. Manchmal flimmert es vor den Augen, es kribbelt, und der Raum verflacht. Das dauert stunden-, manchmal sogar tagelang. Jugendlichen wird dabei oft schwindlig. Der Anfall ermüdet, und man ist den ganzen Tag abgespannt."
...hab den Migräne-Text für den Magazin-Job angefangen. Ein Text zum Reinziehen soll es werden. Sylvia Schmidt hat mich gelesen und mir den Auftrag für drei Artikel gegeben. Ich freu mich so. Ich schreibe gern. Die schönen Gesichter taten gut. Ganz unerwartet. Früh am Morgen.
Mittwoch, Januar 03, 2007
Chat
Ich war grad das erste Mal im SWR3-Chat. Verwirrend ist das dort. Ganz anders als bei werweisswas. Keine Visitenkarten, stattdessen x verschiedene Schriftarten. Bin nach wenigen Minuten müde. Eigentlich schade. Hab aber wahrscheinlich nicht viel verpasst.
Post von der Betreuerin
Die Unentbehrliche hat geschrieben. Alles, was sonst bei ihr versackt. Rentenversorgungswerk, Krankenkasse und Gericht. Es geht um Geld. Um mein Geld. Es ist schon erstaunlich, wer alles ihr statt mir schreibt. Es wird Zeit, dass ich ohne Betreuung lebe. Hab heute mit dem Magazin-Verlag gesprochen. Drei Artikel kann ich für sie schreiben. Von der Vergütung war noch nicht die Rede. "Die Dreißig-Minuten-Live-Therapie beginnt gleich", verspricht KaiKarsten. Migräne, Tinnitus und Vitamin B sind die drei Themen, zu denen ich schreiben werde. Scheint so, als ob ich meine Bücher doch noch brauchen werde. Ich freu mich auf die Arbeit. Ivette schreibt auch für den Verlag. Schön wär, wenn ich den Einstieg als Pauschalkraft schaffe.
Dienstag, Januar 02, 2007
Flamenco
Hörst du sie, denkst du, da sind Handwerker. Es poltert. Um so überraschter bist du, wenn du sie siehst. Sie ist atemberaubend schön und tanzt. Neben ihr wird alles zur Bühne. Der Spiegel, das Klavier, der graue Raum. Du bist ganz Auge.
Du
Höre heute MDR1. Einen Mix aus 70er Liedern und Nachrichten. Alles, was ich von mir lese, wird plötzlich peinlich. Lichtschachtmäßig peinlich. Das pubertäre WasWäreWenn ist plötzlich wieder da. Vielleicht ist es besser, ein bißchen Farbe auf´s Gesicht zu verteilen, das Neuroleptikum zu nehmen und in den Regen hinaus zu gehen. "Die Sehnsucht zerreißt mich. Bin ganz Fernweh, ohne zu ahnen, ob du mich spürst", stand da. Ich hatte das geschrieben. Trotz Lichtschacht und mit so wenig Ironie, dass es weh tat. Weh tut. Die Augen brennen. Frisch geschminkt. Die Nase war auch schon freier. Groke war seit 4 auf Sendung. Ich hatte den Wecker auf halb 6 gestellt, um ihn zu hören. Ein paar Email-Worte tauchten da wieder auf. Ich kann mir trotzdem nicht vorstellen, woran er gedacht hat, als er sie geschrieben hat. Vielleicht war das eine mit Standardmail. Eine, die er so oder ähnlich an verschiedene Adressaten verschickt hat. Es war ja kurz vor der Sendung, also kein Grund, sich groß zu konzentrieren. Trotzdem läuft bei mir gleich wieder ein ganzer Film ab: Eine halbe Stunde braucht er ins Studio, vor der Tür der Hawai-Weihnachtsmann. Die ganze Familie wird noch schlafen, während er jobbt. Das macht er so seit Jahren. Ein Du. Meine formale Denkstörung. Vielleicht ist es das Beste, statt "Groke" nur noch "formale Denkstörung" zu denken. Blödes Überich überall. Was das ausmacht, diesen albernen Dudel-Sender zu hören. Schon stehe ich neben mir und beobachte mich grinsend. Fast wie Manu mit seinen Cher-Ambitionen. Aber irgendwas zum Dranglauben wär schon schön. Und so ein bißchen Groke tut nicht weh. Eine formale Denkstörung. Nebenan puhlt einer an der Tür. In einer halben Stunde muss ich los. Die Kinder schlafen noch. Kalt wird es sein, wenn ich raus gehe. Hoffentlich ist die Redaktion heute wärmer. Den Weg zu Sabine Jordan hab ich noch nicht rausgesucht. Hab ihr noch nicht erzählt, dass ich einen Fotographen bestellt hab. Um 10 frühestens rufe ich sie an. Und vorher die LMAA-Spritze. Hab gestern einen Schreck gekriegt, als Tim erzählte, dass Martin mit ihm nach Nürnberg ziehen wollte. Ohne Tim ist alles so leer. Da hilft dann auch kein Groke mehr. Ein Job als freier Mitarbeiter, die Rente und irgendwann Enkel, so wird es wahrscheinlich werden. Karin ist mit 44 Oma geworden. Das wär dieses Jahr. Nina lacht bloß, wenn ich ihr das erzähle. Die Radiostimme ist komisch. Viel bewegter als vorhin. Irgendwas ist dort passiert.
Egal, ich muss nicht alles verstehen. Komischer Sender. Was so ein paar 70er Lieder ausmachen, gleich interessiert mich eine wildfremde Stimme, der ich nicht mal einen Namen zuordnen kann. MDR1.
Egal, ich muss nicht alles verstehen. Komischer Sender. Was so ein paar 70er Lieder ausmachen, gleich interessiert mich eine wildfremde Stimme, der ich nicht mal einen Namen zuordnen kann. MDR1.
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