Dienstag, April 03, 2007
danke für die info
Was will ich von Groke? Warum ist er mir so nah? Was für eine Perspektive hat dieses selbstvergessene Schwärmen? Wieso tut es mir so gut, mich fallen zu lassen, sobald ich an ihn denke? Gibt es diese versteckten Kameras tatsächlich? Kameras, vor denen ich mich nur so lange sicher fühle, solange ich schwärme? Was könnte schlimmstenfalls passieren? Dass meine Gedanken abreißen? Dass Marcus Barsch kurz vor Sendeschluss von MEINEN fettigen Haaren spricht, um mich zu verprellen? Ich als lästiger Hörer... Lästig durch versteckte Kameras und durch mein Freischreien. Oder dass Spleth MICH bemitleidet, wenn er von Selbstzweifeln spricht? Ich höre Wortfetzen und beziehe sie sofort auf mich, nur weil sie scheinbar in meinen Gedankenablauf passen, und der ursprüngliche Gedanke reißt ab. Was ist ein eindeutiges Gespräch? Kann Blog tatsächlich mehr, als ein Selbstgespräch zu sein? Und dann sagt Spleth ausgerechnet "Danke für die Info" zu einem Hörer, genau wie Jens zu mir. Was meint tatsächlich mich? Was ist nur grad zufällig Gedankenbruchstück geworden? Stefan ruft an und regt sich über seine Dagmar auf. Tag für Tag. Ich sage nichts, und er verklärt mich zu seinem Lebensinhalt. So verblüfft ich darüber bin, so selbstverständlich lasse ich es zu, dass Groke für mich vom Alltags-Patch zum Lebensinhalt anschwillt. Ich mag mich als Schwärmer. Das wird es sein. Mehr ist es nicht. Das regungslose Verharren mag ich. Regungslos mit fettigen Haaren.
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