Montag, April 09, 2007
Tapetenwechsel
Venedig tat gut. Hab frei weg heulen können, als ich abends auf dem Markusplatz saß und wie erwartet kein einziges Groke-Double auftauchte. Niemand, der auch ohne Brille auf zwanzig Meter Distanz auch nur annähernd mit ihm zu verwechseln wäre. Als ob ein Riesenfilter über allem lag, ein Filter mit der Option Einmalig. Wer ist schon so einmalig, dass er nicht zu verwechseln wäre? Tim veränderte sich von Minute zu Minute. Ich hätte am liebsten ständig die Kamera draufgehalten. Immerhin reagierte er erst nach Stunden genervt. Mutter perfektionierte ihr Wir-Gefühl. Ich hab noch nie jemanden so oft "Wir" sagen hören wie Mutter in den letzten Tagen. Das Aufregendste war eine weiße Plastetüte, die Mutter unbemerkt quer über den Platz hinter sich her schleifte.Ihr fiel ewig weder das unterschiedliche Geräusch ihrer Schritte, noch das Schleifen der Plaste unter ihren Füßen auf. Sie war ganz Auge. Das Wasser am Marktbrunnen schmeckte wie zuhause. Morgen bringe ich die Filme zum Entwickeln.
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1 Kommentar:
Und das Wetter spielte ja auch mit. Hoffentlich kannst du diesen schönen Kurzurlaub noch eine Weile in dir tragen. Kraft schöpft man aus der Erholung, das weißt du ja. Ich freu mich, das es dir gut geht.
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