Freitag, Mai 18, 2007

Counter

"Vielleicht hast du einen Trojaner drauf, den die Antivirus-Software nicht erkennt", sagt Andreas. Mein Provider misst zwischenzeitlich keinen Traffic. Irgendwas verändert sich gerade auf meiner Festplatte. Sie wird langsam. Von einer Minute auf die andere. Es ist quälend. Hab an einen Counter gedacht - einen Counter, um das, was da beim Schreiben passiert, zuordnen zu können. Andreas spricht wenig. Es scheint sein Job zu sein, wenig zu sprechen. Er ist müde. Dresden ist einsam. Ich kann SR1 nicht empfangen und weiche deshalb terrestrisch auf JUMP aus. Ich habe Angst, verrückt zu werden. "Sehr eindrucksvoll anzuschauen", beschreibt ein Reporter gerade einen Auftritt in Wahnsdorf. Ich hätte gestern am liebsten alles Licht ausgemacht und sämtliche Spiegel verhangen. "Shake it like a polaroid picture..." - ein eindrucksvoller Anblick. Es riecht nach Lichtschacht. Nach Mais, kalten Händen und großer Müdigkeit. Was kann ein Counter? Bin ich weniger verrückt, sobald ich sehe, wo Information fließt? Was ist überhaupt Information? Wie fremd ist Nähe? Wie erregt Fremdes?