Dienstag, Mai 01, 2007
Magische Momente im Alltag
Ich schließe den Kühlschrank, und Simarro sagt: "Jetzt ist die Tür zu." Ich schreibe über kalte Füße, und Groke erinnert sich an seine Füße im letzten Winter. Simarro und Groke sind weit weg und können nicht lesen, was ich gerade schreibe, trotzdem zieht sofort mein ganzer Tag an mir vorbei, und ich fühle mich beobachtet. Grad als ob meine Neuroleptika-Dosis zu niedrig ist. Ich hasse magische Momente, so gerne ich allein Radio höre. Dann kann ich kaum noch schreiben. Anders als wenn ich aufnehme, was ich höre. Den Reifennachriller zum Beispiel. Oder Thomas´Geschichte von der nähesuchenden Beamten, die mindestens zwei Männer auf einmal braucht, um sich zu spüren. Da zuzuhören ist wie Urlaub. Alles ist so weit weg, dass es mich garantiert nicht meint, und ich brauche es nicht zu verstehen, um zu funktionieren. Da ist nichts, was Synchronisation zu meinen scheint.
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