Mittwoch, Mai 02, 2007

Projekttheater


Bin ganz Selbstzweifel. Alles was mir einfällt, scheint lächerlich zu sein. Alle Welt hat mehr Tiefgang als meine ewigen Versuche, mit der Digicam Augenblickliches zu dokumentieren. Sogar der Bücherstapel ist scheinbar belanglos. In der Neustadt kam ich an einem zerfetzten Plakat vorbei. Die Frau, die davor stand, ähnelte der auf dem Plakat, lachte mich an und steckte mir eine Karte zu. Nothingness. Jetzt liegt die Karte direkt neben meinem Monitor, vor dem Groke-Altar. Cie Yu heißt sie und tritt morgen im Projekttheater auf. Sie tanzt. Als sie da stand, redete ein schwarzhaariger Asiate auf sie ein. YoonA Yu könnte das gewesen sein. Am Sonnabend vor dem Tango war auch ein Asiate da. Mit weiten, ausgebeulten Jogginghosen und breitem Grinsen. Udo hat gleich die Yoga-Übungen beim Schnuppern vergessen und sämtliche Spannung heimatlich ausgekostet. Thomas explodierte fast bei jedem Schritt. Da war kaum die ruhige asiatische Gelassenheit zu spüren, nach der ich mich sofort wieder gesehnt hatte, als ich die Jogginghosen sah. Thomas in Globetrotter-Funktionskleidung, jeder Moment durchgetimt wie auf einer Weltreise. Und da Cie Yu. Ich habe Lust, sie zu sehen, mit ihr zu reden, sie zu berühren und mit ihr zu lachen.

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