Dienstag, Oktober 23, 2007

Du schließt die Augen, um sie nie wieder zu öffnen, saugst die Luft in dich ein, um nie wieder auszuatmen, schluckst und spürst noch im selben Moment, wie dein Gaumen trocken schwillt. Er fehlt dir. Du ziehst die Schultern hoch und verschränkst Arme und Beine. Tragisch. Es ist, als ob du wieder schneller gealtert bist als sonst, grau im Grau. Er fehlt dir, es ist nicht zu übersehen. Jeder sieht es. Es schreit aus dir heraus. Nur er spürt es nicht, seit Jahren. Du verzehrst dich und vertrocknest irgendwo weit weg, entfernt von dem, was dir wichtig ist. Kein Grund weiterzuatmen. Zieh die Schultern ruhig hoch. Bald kommt auch die Kälte, und es wird dich zerreißen wie jeden Tag, sobald du an ihn denkst. Und es giemt. Du presst das, was mal Atem war, ächzend heraus und hoffst, dass der Schlaf kommt und dich einhüllt.

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