Samstag, Dezember 09, 2006
Besatzungsmacht
Es geht schon wieder los, ich fühle mich wie versteinert. Er sagt: "Es ist verständlich, wenn eine Mutter mit ihren leiblichen Kindern zusammenleben will." Liegt neben mir im Bett und spricht von einer Mutter. Er meinte mich. Meine Besatzungsmacht spricht mit mir. Wie immer Müll. Es fällt mir schwer, ihm zuzuhören. Alles wird symptomatisch neben ihm. Ich fühle mich nur noch als Syndrom. Trotzdem höre ich mich, wenn auch immer seltener ein IchLiebeDich sagen. Nachher gehen wir ein Kalkulationsprogramm durch. Eine Frau berechnet ihren Alltag. Schon um mit diesem permanenten Grinsen klarzukommen. Es gibt nur weniges, was mich so nervt wie dieses Grinsen und diese Sprüche über Normalität. Da nenne ich lieber jeden Massagestrahl im Whirlpool Markus Barsch und sieze mich. Will meine Betreuerin mich in den Selbstmord treiben, dass sie meinen Eltern die eventuell notwendige Heimeinweisung damit erklärt, dass ich auf irgendeinem Dach stehen könnte? Und wenn, wie viele hat sie schon so entsorgt in ihrem KleinAuschwitz? Geld ist wichtig. Dafür tut sie so ziemlich alles, das ist es, was ich von ihr bis jetzt weiß.
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1 Kommentar:
Du meinst Heim und nicht Klinik? Fragen über Fragen. Das Ganze ist mir ein völliges Rätsel. Schade von dir nur "mir geh´s gut" zu hören.
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