Sonntag, Dezember 03, 2006

Und die Mailbox bleibt leer

Es ist Ruhe eingezogen. Online. Morgen beginnt das Praktikum. Bin müde und gleichzeitig aufgewühlt. Ein Vierteljahr. Hab den Fitnessvertrag verändert. Auf Sparflamme. Nur noch Sauna. Nix Yoga. Um Yoga tut es mir leid. Morgen beginnt auch der Englischkurs.Ich freu mich auf beides. Auf Praktikum und auf Englisch. Dieter tut mir gut. Sauna überhaupt. Er weiß die Massagestrahlzeiten so genau wie ich nur den SWR3Moderationsplan. Hoffentlich ist der Schnupfen ausgestanden.

4 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Nun, so ganz leer kann sie heute nicht geblieben sein, deine Mailbox. Es sei denn, du erwartest besimmte E-Post. Online-Journalismus war gar nicht so schlecht, mal sehn, was für´s kommende Semester im Angebot sein wird. Ich hab übrigens eine inhaltliche Zusammenfassung als pdf-Dokument (rund 64 kb), willze ham? E-Mail me :-)

Anonym hat gesagt…

Ich habe echt viel zu tun mit meiner neuen Wohnung, dem Umzug, dem Neubeginn. Dazu neuer Internet-Zugang (UMTS) und die Firma. Echt Streß. Aber ich schaff das, ich will den neuen Zugang zum Leben. Ganz ohne Frau, ganz ohne Tanzen, ganz ohne Kind. Kannst du das verstehen? Es geht mir gut, herrlich gut.

Christine Salzer hat gesagt…

Dass du ohne Kind auskommen musst, tut mir weh. Ich wünsche dir viel Kraft, André. Philipp ähnelt dir sehr. Das Praktikum füllt mich ganz aus. Abends noch Englisch, Salsa und später Volleyball, da bleibt kaum Zeit für einen Anruf bei den Kindern. SWR3 fehlt mir sehr. Tagsüber am PC. Groke und Barsch besonders. Ich heule fast die Fotos zu, sobald ich zuhause bin. Morgen muss ich früh raus, die Risperdal-Spritze holen, danach Recherche und abends O-Ton bunkern. Ich freu mich riesig. Das Einzige, was mir nach wie vor zu schaffen macht, ist, dass die vom Gericht eingesetzte Betreuerin jederzeit einen Heimvertrag über mich abschließen darf. Das ist die Hölle. Ich muss oft an die Deportationsaura in Auschwitz und an Hospizeinweisungen denken. Es macht mir Angst. Angst, die ich das letzte Mal auch hatte. Das letzte Mal, als mich die selbe Frau in die Intensivpsychiatrie gezwungen hat. Mit Hilfe desselben Richters und mit Gutachten, die ein Jünger meines Ex-Chefs geschrieben hat. Die Unterschiede zwischen den Gutachten dieses Jahrtausends und denen im Dritten Reich sind nur geringfügig. Die zeichnen den Betroffenen lebenslänglich und machen ihn mundtot. Millionen müssen das in Deutschland sein. Millionen mundtot Gemachte. Es ist eine Struktur, die sich kaum verändert hat. Nur anstelle der Gasöfen sind die Neuroleptika und Heime gekommen. Ein System, das sich nicht selbst trägt, das aber die Gesellschaftsformation erst ermöglicht. Gefängnis und Psychiatrie als die Hauptinstrumentarien der Exekutive. Mein Praktikumsvertrag liest sich knackig. Innerhalb eines Tages kann ich die ersten vier Wochen ohne Angabe von Gründen gekündigt werden. So hat auch mein bisher einziger bis zur Rente befristeter Vertrag funktioniert. Innerhalb eines Tages war ich wieder draußen. Nach nicht ganz 48 Stunden. Hab viel gelernt daraus. Zum einen, dass es leicht ist, raus zu fliegen. Und zum anderen, dass ich auch schnell weg gesperrt werde. Ein sehr mobiles System. Mobiler als ich es oft bin. Bei all der Spontanität, die du mir unterstellst. Liebe funktioniert für mich jedenfalls anders. Nächstenliebe umschließt in meinen Augen auch, dem anderen seine Freiheiten zuzugestehen, solange sie die eigene Freiheit nicht existentiell beeinträchtigen. Und dabei auch nicht vor dem begrenzten Einbringen von Eigenzeit zurückzuschrecken. Und das, obwohl ich mit meiner Zeit stark haushalte. So stark, dass die Bey sie neiderfüllt mit Heimaufenthalten zu spicken versucht.

Christine Salzer hat gesagt…

Lechler meldet gerade Bergungsarbeiten auf der B43. SWR3 gibt sonst nur Unfälle auf Autobahnen durch. Es ist verrückt. Ich bin 43. Wie alt Lechler ist, hab ich schon wieder vergessen. B43. Komischer Zufall. Aber kein Grund für eine Zwangseinweisung. Ich lass mich nicht wegsperren, bloß weil mich irgendein Idiot mit Unfallmeldungen stalkt.