Die zweite SZ-Woche ist vorbei. Inzwischen stand mein Name mehrfach in der Zeitung. Ich könnte mich dran gewöhnen, ihn dort zu lesen. Fast als ob der Papierstapel Heimat wird. Weniger schön ist das Schreiben vom Finanzamt. Ich soll mein Einkommen 2005 präzisieren. Auf seinem hauseigenen Papier. Krankheit, Scheidung, Unterhalt und Berufsunfähigkeitsrente soll ich listen. Grund genug, mich sofort wieder im Weltweiten zu vergraben, ohne wieder aufzutauchen.
Der Counter-Service hat mich angemailt. Als ob ich den je bedienen konnte. Der Link ist zwar auf der Seite, aber genausogut könnte der zum CIA dort sein. Das würde mir genauso wenig nützen. Ich hab keine Ahnung, wie der Link funktioniert. Mittlerweile ist es mir auch egal, wie viele sich hierher verirren, nachdem sie durch Florida und Tibet gesurft sind. Es ist irgendeine virtuelle Besenkammer und nicht mehr. Mein eigentliches Leben spielt sich hier nicht ab. Es ist nur so eine Art Notizbuch. So für zwischendurch. Wer hier stöbert, wird sich sowieso nicht zurechtfinden. Es ist gedankenverworren wie meine Steuererklärung. Jaja, die Betreuungspflichtigen im fernen Deutschland.
Sonntag, Dezember 17, 2006
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