Freitag, März 30, 2007

Franz will grenzenloses Glück

Mit seinen 118 Kilogramm schmachtet er grad unverstanden. Alle würden sich von ihm abwenden. Die Mitpatienten seien schlimm. Es ist ein komisches Gefühl, das so zu lesen. Noch beim Lesen stelle ich mir vor, wann ich mich so gefühlt hatte und das dann auch geschrieben hab. Er ist immer noch der gleiche Überflieger, der eben mal kurz da war, um über Lidl-Preise zu schimpfen. Ich will nichts mit ihm zu tun haben, nichts mit seiner Sprengerei, nichts mit seiner Geldnot und nichts mit seinem grenzenlosen Glück. Das tut gut, das so zu schreiben, während Groke über das Glück des Selbstsingens spricht. Kann sein, ich singe zu wenig, auf alle Fälle weniger als Franz. Vielleicht fange ich irgendwann damit an. Später, wenn ich nicht mehr so vor Hass glühe, sobald ich ihn lese. Hass auf alles Mögliche. Auf sein Schweigen, seine reglose Stille, seine Schwerfälligkeit und seine Präsenz.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Ich will nichts mit ihm zu tun haben, nichts mit seiner Sprengerei, nichts mit seiner Geldnot und nichts mit seinem grenzenlosen Glück. Das tut gut, das so zu schreiben, während Groke über das Glück des Selbstsingens spricht....

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es muss ja nicht singen sein: kannst doch auch in die tasen hau´n... aber gut, dass du beginnst zu denken: über dich und von dir...

was dir gut tut und was nicht: wenn du die welt nicht retten kannst dann rette wenigstens dich...

schönes wochenende :-))