Donnerstag, März 22, 2007
Miteinander, ohne einzuengen
Er war Schamane. Das Schwitzzelt bauten alle gemeinsam. Das war ihm wichtig. Es war eng. Ich traute mich nicht rein. Ich bekam schon Panik, sobald ich mir vorstellte, dass ich da drin sitze. Neben dem Eingang war es zu kalt, weiter drinnen hatte ich Angst, nicht rechtzeitig raus zu kommen. Alles hatte eine gewaltige Schwere, jede Bewegung war bedeutungsgeladen. Ein gewaltiger Kasper. Als er wenig später in einen Teppich gewickelt durch das Gewölbe stampfte und alles bebte, presste ich mich an die Wand. Ich konnte ihn im Dunklen kaum ahnen. Nur sein Schnaufen beruhigte mich. Schnaufend stampfte er im Kreis herum, lamentierte ab und an und ließ sich schließlich fallen. Es dröhnte. Irgendwann ging das Licht wieder an. Die Erleichterung danach war das Schönste an dem ganzen Intermezzo.
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