Donnerstag, März 29, 2007

Ich sehe dich

Wenn viele Fernseher an sind, ist es jedes Mal wieder erstaunlich, wenn tatsächlich in jedem Gerät das Gleiche zu sehen ist. Beim Webradio streut das Gehörte ja auch um Sekunden. Besonders eindrucksvoll ist das, wenn ein Gesicht die Kamera fixiert. Anders als bei der Webcam scheinen da nicht Ewigkeiten von der Mimik bis zum Gesehenen zu vergehen. Es ist unmittelbar, meint dich und berührt dich. Scheinbar dich und nur dich. Du bist fasziniert, willst reagieren und gehst doch ins Leere, triffst immer wieder auf das Filter dessen, der da spiegelt, auf dich selbst. Auf deine eigene gähnende Leere. Bis alles gesagt ist, was zu sagen war, und sich Gedachtes in einer Endlosschleife zu wiederholen scheint. Es ist ein Kontakt mit dir selbst über einen winzigen Umweg, dem, der Schlaf bunt macht, einem Spiegel von vielen. Dem Display, das Erwartetes spiegelt.

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