Hab nach Martin Salzer gegoogelt: Neben einem österreichischen Arzt taucht da ein Braunschweiger Werkstattleiter an der Braunschweiger Kunsthochschule auf. Dort steht jetzt der mexikanische Pavillon der EXPO 2000.
Wenn ich den Dissertationstext von "meinem" Martin lese, werde ich schon wieder schwermütig. Schade, dass ich damals nicht jedes Wort zerpflückt habe, sondern zugelassen habe, dass er ihn in der "Urform" drucken lässt. Jeder Satz war eine Einladung zum Nachfragen. Aber beides wäre nicht gegangen, selbstbestimmtes Gesundwerden und fremdbestimmtes Texten. Jedenfalls hatte ich das damals so gesehen. Er hat hintereinanderweg geschrieben, immerhin - genauso wie im Frauenkirchen-Gästebuch. Schon dass er die Diss im Passiv begonnen hatte, hatte mich damals aufgeregt: "Bei der Erforschung der Freikolbenmaschine wird viel Neuland beschritten." Bei seinen "um zu´s" im Gästebuch geht es mir heute noch so - eben schnell mal hingeschrieben, aber ohne dass die Spontanität noch zu spüren ist. Seiner Mutter würde er das alles ganz anders erklären als seiner Tastatur. Sobald er die unter den Fingern hat, stelzt er. Das tut weh. Vielleicht ist das das Hauptproblem: Er hat zu Hause kaum über seine Arbeit gesprochen und Job und Familie schwarzweiß-getrennt. Dass er dann beim Klassentreffen über Trolljans Insulaner-Kauderwelsch genauso zu stolpern schien wie ich, tat mir gut.
Sonntag, Dezember 09, 2007
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