Sonntag, Dezember 30, 2007

Think The Impossible


Alvers tut so, als ob nicht der Arbeitsamts-Bus (82), sondern der zur Messe (75) bei ihm vorbeikommt. Vielleicht hat Albrecht dafür gesorgt, dass sich seine Hausnummer (74) einprägt, wenn auch nur kurzstreckig. Sigurd Goldenbogen fährt bis zum 7. Januar nach Rügen. Auf den Neuen Jüdischen Friedhof käme man nicht so einfach rauf, auch wenn man da begraben werden will. Achim Aris wisse vielleicht mehr. Brecht habe auch gegenüber von einem Friedhof gewohnt. Friedhöfe sind wichtig, schon um an das eigene Leben zu erinnern. Dass der Friedhof älter als die Klinik ist, war mir auch vor dem Gespräch mit Sigurd klar, nur nicht, dass er so riesig ist. Inzwischen hätte ich wieder eine Direktverbindung zum Radio. 21 Minuten. Ich bewerbe mich dort für ein zwölfwöchiges Redaktionspraktikum ab April, nach dem Vierteljahr beim Wirtschaftsfernsehen. Dann müsste ich fit für den Deutschlandfunk ab Oktober sein. Und es bleibt sogar Zeit für Urlaub dazwischen. Huchja, Groke im Dresdner Silvester-Schnee, schmacht. Aber das wird sowieso nix mit Schnee in Dresden. UW, Unter Wasser, Tauchbilder. Aber dazu ist er bestimmt zu sehr Hedonist. Alvers war im Eis. "Alvers" ist ein norwegisches Wort, aber vielleicht ist es auch nur ein Schreibfehler. So sehr interessiert er mich auch nicht. Verdammt, warum heißt das MS-Projekt ausgerechnet Nina? Und warum verlinken die das unter Emotional Sciences? Meine Mails scheuchen alle in den Urlaub, Friedhof scheint nicht DAS Thema zum Jahreswechsel zu sein. Immerhin hatte Groke die erste zu Alvers, dem Polarforscher, gelesen, bevor er sich zum Eisstochern verabschiedet hat. Zeit für Leberkäse. Ich muss meinen linken Arm mehr bewegen. Die Durchlutung lässt nach. Wie die Zeit rast. Ich hab nichts geschafft. Zumindest weiß ich immer noch nicht, was Alvers auf Deutsch heißt.



Tim hat keine Lust, mit mir die Synagoge anzusehen. 21.43 Uhr: Die Mail ist immer noch ungelesen, heul. Der Betreff war wahrscheinlich nicht so interessant für ihn. Oder dort ist kein Internet. Aber eingeloggt war er laut Profil. Vielleicht maile ich seltener. Wahrscheinlich nervt das. Von der SZ habe ich auch noch kein Feedback. Nicht mal eine Eingangsbestätigung, wie sie MySpace liefert. Die SZ-Eingabemaske versendet keine automatische Kopie an meine Emailadresse. Fast so kryptisch wie beim ARD ist das. Obwohl da kann ich ja auch auf die Mail ins Studio verzichten und über den Outlook-Umweg gehen, um eine Kopie für meine Ablage zu bekommen. Ich leihe das Stadtteilbuch über Johannstadt vom Sandstein-Verlag aus. Da wird bestimmt etwas über die Aufhebung des Ansiedlungsverbotes für Gewerbe nach dem Luftangriff stehen. Friedhöfe, Plattenbauten und Kaufhallen allein machen ja noch keinen Stadtteil aus, bei allem Respekt vor dem zentralistischen Reißbrettentwurf.

1 Kommentar:

Johannes G. Klinkmüller hat gesagt…

... kringel, ich amüsiere mich köstlich über Deine Postings ... sitz lachend auf meinem Stuhl hier ... davon abgesehen manchmal in den letzten Tagen, seit ich in Deinem Blog lese, auch sehr ernst ... schreib jetzt hier nichts mehr ... mutiere zum stillen Fan Deiner Schreibe ... köstlich dass es Deinen Blog gibt ... schön, dass es Dich gibt ...