Donnerstag, Februar 15, 2007
Regen
So ausweglos der Blick aus dem Fenster bei Sonne scheint, so anheimelnd ist der prasselnde Regen auf dem Fensterblech. Die Dachziegel glänzen vor dem Grau. Zeit fürs Solarium. Heute sehe ich die Schöpfer des Arbeitslosen-Stadtführers. Mich fröstelt. Hab den Fototermin vergessen zu vereinbaren. Hab grad die Handwerkerrechnung beim Hausverwalter beglichen und bin von allen unterwegs begrüßt worden. Von Leuten, die ich gar nicht kannte. Hab sofort geträumt, wer das alles sein könnte hinter den runtergezogenen Kapuzen. Groke war natürlich auch dabei. Den sehe ich den ganzen Tag in jedem zweiten Gesicht. Noch dazu ein Groke, der mir Hallo sagt. Ein guter Tag.
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2 Kommentare:
Groke ist weit weg. Regen ist nah. Und nicht nur bei dir tröpfelt es aufs Fensterbrett, auch wenn Metall einen schöneren Klang abgibt als Sandstein. Regen ist wirklich schön, solange es nicht tagelang regnet, kannst ja anderer Meinung sein, liebste C.
Habe meine Steinesammlung erweitert. irgendwann habe ich bereits die 100 überschritten an unterschiedlichen Mineralien, dabei auch recht seltene Sorten. heute bekam ich "Hermanover Kugel" und meine Handyrechnung, beides vergleichsweise teuer. Dieser Stein (eigentlich ist es Phlogopit)ist nur in der Nähe von Hermanov in Böhmen in einem Naturschutzgebiet zu finden, eine echte Rarität! Stolz bin :-)
Heute früh kam mein Brief an Franz zurück. Er war geöffnet, mit der Bemerkung Empfänger unbekannt verzogen. Ich hatte eine Kopie des Polizeiberichtes dazugelegt. Gestern kam ein Brief aus der Erlanger Forensischen Psychiatrie von Franz an mich. Es ist alles so unwirklich. Warum spiele ich für ihn eine scheinbar zentrale Rolle? Ich sehe mich total von draußen, wenn ich ihn lese. Da ist nichts, was wirklich mich meint. Ich weiß nicht, wen er sieht, wenn er mir schreibt. Wenn es ihm geht wie mir, fremdelt er und sucht etwas vergleichsweise Konstantes. Aber ich habe nichts Konstantes zu bieten. Nur dieses ewige Suchen. Das ist die einzige Konstanz, die ich an mir spüre. Das ständige AufDerSucheSein. Ich erlebe mich als austauschbar neben ihm. Es ist Zufall, dass er gerade mir schreibt. Ein Zufall, der nichts mit mir zu tun hat.
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