Freitag, Februar 23, 2007
Schreiben, um gelesen zu werden, ist das Letzte, was mir in meinem Tagebuch passieren wird, hatte ich mir vorgenommen.
Inzwischen reagiere ich auf jede veränderte Stimmfärbung beim Schreiben. Es ist schon fast wie beim Blasten. Alles oder Nichts. Entweder mich meint alles oder nichts. Dieses rückhaltlos Exzentrische, das ich als Liebe verkläre, ist wahrscheinlich nur Sehnsucht nach Halt, nach Sinngebendem. Ich fühle mich wie ein Blatt im Wind, dabei hat der Frühling noch nicht einmal begonnen. Es ist, als ob meine Zeit rasend schnell verrinnt, als ob bald alles zu spät ist. Diese nagende Angst kostet mich viel Kraft und diese permanente Angst vor Gleichgültigkeit besonders. Vor dieser Gleichgültigkeit, mit der ich Anna Ullrich in letzter Zeit zuhöre. Die macht mir Angst vor und um mich selbst.
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